Brauchwasser Wärmepumpe, mein Plan

Wir haben bewusst die BWWP im Erdgeschoss geparkt (hatten aber auch Platz dafür!). Da ich den Untergrund nicht kannte vom Bodenaufbau und dieser Teil des Hauses nicht unterkellert war, habe ich einen Sockel gegossen. Dazu ca. 20cm gebundene Schüttung (Zement+Styropor) und darüber eine 8cm Trockenbetonplatte. Diese habe ich mit Stahlstangen in der danebenliegenden Wand verbunden, Gitter geknüpft und dann den Beton eingegossen. Das nur damit nicht die vollen ca. 400kg auf dem m² Boden mit ungewissem Aufbau stehen muss.

Lange Rede kurzer Sinn, im Sommer lasse ich die Türe zu der unteren Wohnung offen und das kühlt dann ein wenig die umgebende Luft wie eine Klimaanlage. Die Türe zur Garage ist geschlossen. Jetzt im Winter habe ich die Türe zum Wohnraum geschlossen und dafür die Türe zur Garage offen um das Luftvolumen der Garage zu nutzen. Ich prügel mich noch mit dem Wärmemengenzähler aber denke ab Januar habe ich dann verlässliche Wärmemengendaten zu den el. Leistungsaufnahmen.

Ich bin auch ein Freund der dezentralen Boiler. Bei uns soll im Bad später unter den beiden Waschbecken ein kleiner Untertischboiler hin. Der soll bei Überschuss aufgeladen werden, mit einem Mischer die max. Warmwassertemperatur begrenzt werden (Kinder). In der Küche brauche ich keinen, da soll ein Kochendwassergerät über der Spüle installiert werden. Für Kleinstmengen wird der Wasserkocher verwendet, für großes per Hand spülen das Kochendwassergerät.

Ah und bei den WCs kommt evtl. auch noch ein Boiler hin. Wegen der Bidet-Duschfunktion der Sitze. :wink:

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Ich hab da auch schlechte Erfahrungen mit gemacht. Die Dinger sind für die vielen kleinen Entnahmen offenbar völlig ungeeignet. Vermutlich einfach die Temperaturfühler zu träge und folgernde Phasenverschiebung von Temp und Durchfluss nicht beachtet und/oder die Integration zu grob gerastert, die ich bei meinem nicht von adaptiv auf eine s umstellen kann. Letzlich kann ich damit nur das Volumen ermitteln.

Bevor hier jemand meint mit dyn/flex Tarifen sparen zu können, erst einmal selbst rechnen.

Zunächst sind erst einmal weitere Kosten gesichert (und wenn sie auch nur vorgezogen sein sollten):

  • sog. SmartMeter
  • ggfs. Steuerbox, gem. §14a, EnWG
  • (H)EMS
  • Energiekonzerne berechnen mtl. Extragebühren

Und dann dagegen rechnen:

  • Welche Lasten können effektiv (bei realistischer Einschätzung, ggfs. mit der Familie) gesteuert werden.
  • Sind die % Einsparung es Wert sich mit 94 Preisen/ Tag zu bschäftigen (oder reichen schon die 22 Wechsel an der Verpenner Tankstelle)
  • Nachts wird idR fossiler Strom geladen (Wind ist stochastisch), das freut die Kraftwerksbetreiber.

Somit möglicherweise: Sparen, koste es was es wolle !

Ich bekomme jeden Monat eine Aufstellung von meinem Provider, wie ich mit 15 minütlich ändernden Preisen gegenüber dem gewichteten Monatsschnittpreis des Kundenkollektivs gelegen haben.

Bis auf März habe ich jeden Monat besser gelegen.

In den starken PV Monaten ist es jedoch sehr schwierig den Monatsschnittpreis zu schlagen, da man ja tagsüber, wenn der Preis niedrig oder negativ ist keinen Strom kauft.

Den Vergleich zum Festpreis kann man ja selber nachschauen. Wenn ich heute einen 1 jährigen Festpreis-Vertrag abschließe, kostet das 132 öre/kWh, also ca 38% extra.

Wir haben das jetzt seit 3 Jahren und wir haben uns da reingegrooved. Sitzt alles im Rückenmark, wie Preisvergleich beim Lebensmitteleinkauf.

Ich schaue mir auch nicht 94 einzelne Preise an, sondern die Tages-Kurve, dann weiss man eigentlich sofort bescheid. Man muss ja auch nicht jede 15min immer richtig liegen.

Beim Netzbetreiben kann man sich seine historischen Verbrauchsdaten als text Datei runterladen. Wir haben auch eine Website, da lädt man die hoch und die zeigt dann an, wie man gelegen hätte. Macht also den Vergleich.

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Ich denke, wir müssen bei dem Thema dynamische Tarife die unterschiedlichen Länder beachten. In Norwegen scheint das viel weiter verbreitet, als in Deutschland, was wohl auch daran liegt, dass es sich dort viel mehr lohnt. In Deutschland sieht die Situation nicht so rosig aus. Da muss man schon recht viel in günstige Zeiten legen können, um von zu profitieren.

Im einfachsten Fall schließt man bei Tibber einen Vertrag ab und nimmt von denen den Pulse als Hardware. Da muss man nicht irgendwas aufwändig ändern und auch keine bürokratischen Hürden. Den Tibber Pulse bekommst du ab 1 Euro bei Ebay. Oft sogar noch mit einem 50 Euro Gutscheincode.

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Bis 2021 hatte ich überhaupt keine Ahnung von dem ganzen Thema Stromsparen zuhause. Der Tibber Pulse war bei mir der erste Schritt. Ich habe solch ein dongle in den HAN-Port gesteckt und bin durchs Haus gelaufen und habe Verbraucher an und aus geschaltet. Alles in der App beobachtet und ein Verständnis entwickelt.

Der Tibber Pulse in der HAN-port P1 Ausführung reagiert super schnell mit der Anzeige in der App, sodass man wirklich fast in Echtzeit (sagen wir 2 Sekunden Verzögerung) sehen kann was jeder Verbraucher zieht.

War für mich ein neue Welt.

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Na ja, das kann man/Frau machen, durch's Haus laufen: 24/7 - sinnvoller dürfte ein (H)EMS sein.

Nerds und andere die dies als Hobby betrachten, haben Lust, die Zeit und Energie, keine Frage.

Aber wie groß ist diese Gruppe außerhalb unserer Bubble ?

Ein (H)EMS kostet auch Geld, Invest und zzgl. mtl. Gebühr/Abo oder ähnliches, neue Geräte kommen, alte gehen, usw. usf.

Wahrscheinlicher wird folgendes: Strukturvertriebler versprechen das "blaue vom Himmel" und Tante Gerda bekommt Rechnungen, die dem Faß den Boden ausschlagen.

also ich habe seit jahren diese hier im keller stehen/hängen:

Ariston NUOS EVO A+ 110 Liter

bin super zufrieden. nebeneffekt ist das der keller super trocken geworden ist :slight_smile:

anfangs habe ich diese gesteuert, also nachts abgeschaltet und tags, dann wieder an,

damit mögl. viel solarstrom verwendet wird und nicht aus dem akku. aber mittlerweile ist’s

mir egal, da diese wenn sie läuft, ca. 290w benötigt→ ok kann sie haben :wink:

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Ich hab eine von Gelbi, die macht Wasser direkt warm, einfach in die Wasserleitung eingebunden, am alten Speicher nichts umgebaut, wenn Solar vorhanden macht sie WW ansonsten springt die gute alte Brennwerttherme ein.

Ich habe das im März ‘25 wie folgt gelöst:

Ausganglage:
Haus: Bungalow von 1961, 100m², neues Kaltdach (Betondecke gedämmt), 3fach verglaste neue Fenster und Haustür, teilweise unterkellert bzw. Kriechkeller mit Estrich.
Gaszentralheizung (GZH) - Bj. 95 - Zustand: kurz vor dem Ende
Gasdurchlauferhitzer (GDE): Zustand: arbeitete gut - aber lt. Schornie hoher Energieverbrauch und es dauerte ewig, bis das warme Wasser im Bad ankam (kann aber der GDE nichts für - der Weg ist halt lang;-)
(beide Geräte direkt unter der Küche im Keller)

Das habe ich durch 2 SHKs bzw. den Ofenbauer montieren lassen bzw. z.T. DIY:

  1. Ariston Warmwasserspeicher Nuos Primo 80 1.2 kW für 2 Personen für 1117,96€ bei Obi inkl. Versandkosten
    • Gasdurchlauferhitzer entfernt
    • BWWP an selber Position wie GDE
    • zusätzlich Sicherheitsventil, Ausdehnungsgefäß und Zirkulationspumpe (ZP) inkl. zusätzlicher Verrohrung.
    • Gesteuert werden die BWWP und die ZP über ein shelly 2.5 mit dem ich auch gleich die Verbrauchswerte ermitteln und nach home assistant übertragen kann.
  2. HOFMAN-ENERGY AVARMA Luft-Wasser Monoblock R290 6,40kW 230V inkl. Spedition für 2920,48€
    (Kleine Anmerkung zur Bezahlung: da habe ich mich sehr schwer getan. Erst wollte ich per Kreditkarte zahlen dann per PayPal aber die Kosten waren jeweils aus meiner Sicht viel zu hoch. Ich habe dann nach Rücksprache mit meiner Bank einer ganz normale IBAN-Überweisung (kostenlos!) durchgeführt und deshalb auch noch 1% Überweisungsrabatt erhalten :wink:
    GZH raus! Gasanschluss abgeschnitten! (durch Versorger!)
    Der Heizkörper in der Küche musste der neuen Kücheneinrichtung weichen. Diese Zuleitungen habe ich nach draußen führen lassen zu WP - funktioniert prima!
    Neuen flachen aber hohen Heizkörper an geeigneter Stelle montieren lassen.
  3. Holzofen inkl. Kernbohrung in den nun nicht mehr genutzten Schornstein installieren lassen (in Zusammenarbeit mit dem Schornie) - für die Gemütlichkeit und falls es nicht reicht - bis jetzt nur für die Gemütlichkeit genutzt!

Zu 1)
Die ZP lasse ich über den shelly zu gewünschten Zeiten eine Weile laufen –> warmes Wasser im Bad und in der Küche sowieso sofort da! Die ZP zieht im lfd. Betrieb ca. 3,6W!
Die ZP kann zusätzlich per Handy (HA) oder WLAN-Taster in Bad und Küche für eine voreingestellte Zeit aktiviert werden.
Übrigens: da der Keller nicht isoliert ist, kann sich die BWWP die Energie aus den Kellerwänden holen und gleichzeitig den Keller trocknen. Dann habe ich noch einen “Abluftschlauch” in meine Energieproduktionsecke gelegt, um dort die warme Luft für die BWWP anzusaugen - sieht ein bisschen aus wie in der ISS :wink: Und funktioniert!

Was kostet mich das nun? Ich versuche mal einen Ausschnitt aus meiner Verbrauchstabelle hier einzufügen für Oktober ‘25:

BWWP Z-Pumpe
/ kWh / d kWh / d
0,72 0,00
0,65 0,01
0,50 0,01
0,56 0,01
1,13 0,01
0,41 0,00
0,86 0,01
0,46 0,01
0,60 0,00
0,39 0,01
0,19 0,00
0,38 0,00
0,19 0,00
0,37 0,00
0,19 0,00
0,37 0,00
0,19 0,01
0,40 0,00
0,20 0,00
0,41 0,00
0,20 0,00
0,40 0,01
0,00 0,00
1,56 0,02
2,24 0,02
0,64 0,01
1,40 0,01
0,66 0,01
0,66 0,00
0,83 0,01
0,44 0,00
18,20kWh
5,44€ 0,29€/kWh
0,17€/d
0,59kWh/d

Der Verbrauch der ZP (0,17kWh für Oktober) ist wohl vernachlässigbar!-)

Für März ‘25 habe ich leider nicht alle Daten - aber für April ‘25
BWWP: 49,48kWh –> 17,79€, ZP: 0,16kWh

In Summe von März bis heute, 08.11.25 sind das dann 328kWh bzw. ca. 98€.
Natürlich kommt davon da viel Energie vom Dach, aber nun muss ich auch dank Auto was zukaufen. Habe ich aber so eingeplant und erweitere mal wieder die PV-Anlage :wink:

Einstellung der BWWP jetzt: 45°.
Im Sommer, ich hatte noch kein E-Auto, habe ich die BWWP so eingestellt, dass sie täglich um 14Uhr das Wasser 55° heiß hatte. Dazu verwendet sie dann auch den internen Heizstab zusätzlich und somit habe ich etwas Energie meiner Null-Einspeisungs-PV-Anlage “verbrannt” :wink: Jetzt kommt das Zeug in den Auto-Akku!

Was würde ich heute anders machen?
Ich war zu sparsam, finde ich. Es gibt die Ariston auch mit WLAN. Das kostet dann ca. 400€ mehr, man könnte aber die BWWP bequemer beeinflussen und kontrollieren. So renne ich gelegentlich in den Keller.

Gruß

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Hast du zufällig auch einen Wärmemengenzähler dran? Das wäre interessant gewesen wieviel Wärme sie überhaupt ans WW abgibt.

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Nein, einen Wärmemengenzähler habe ich nicht 8-(

Als ich mich in das Thema eingearbeitet habe, interessierte mich vor allen Dingen, ob meine PV (damals ca. 9kWp) die WP und die BWWP irgendwie versorgen könnte. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie viel so eine BWWP mit einem Anschlusswert von 1200W und 80l Inhalt über den Tag verbrauchen würde. (Und diese 1200W kommen nur, wie ich feststellen musste, durch den Heizstab - sonst ca. 250W bis knapp 300W siehe Grafik weiter unten - die BWWP steht z.Z. und bei dem Wetter auf “green” - also kein Einsatz des Heizstabes!)

Nun sehe ich, dass die BWWP z.B. 1.11.25 bis 07.11.25 im Schnitt 0,7kWh / d verbraucht hat und das deckt sich auch mit einer anderen Äußerung hier “< 1kWh/d”.


aus HA: Verbrauch der BWWP vom 1.11.25 bis 9.11.25

Für mein Empfinden ist der Verbrauch gering und die damit verbundenen Kosten günstig. Selbst wenn ich gar keine PV hätte, könnte ich mit diesen Kosten leben..

Mein Fazit: bei 5,44€ für Warmwasser mit der BWWP im Oktober bzw. 98,31€ (unter Einsatz des Heizstabes zum “Verbrennen” des Überschusses in den Sommermonaten) von März ‘25 bis 09.11.25 würde ich mir den Kauf eines Wärmemengenzählers (ca. 150€ bei Amazon + Montage) für das Warmwasser sparen.
Was meinst du?

Gruß

Du hast zwar eine Zirkulationspumpe, hast sie aber nicht täglich eingeschaltet sondern nur sporadisch. Verstehe. Nein, würde ich auch keinen Wärmemengenzähler kaufen, die Vergleichbarkeit ist halt besser weil man nicht nur die Energiemenge an Strom sieht, sondern auch was du an Wärme herausgeholt hast. Wir haben z.B. keine Zirkulation, Thermosiphon, Wärmemengenzähler (ab diesem Monat in Betrieb) und ich habe sie eingestellt von 10:00 - 14:00. Das reicht locker aus, erzwinge damit also die PV-Zeiten. Die 2-3 Takte die du am Tag hast sind wurscht.

Für die JAZ wäre ein Wärmemengenzähler interessant. Und auch Diskrepanzen (sofern die NUOS es selber anzeigt). Das möchte ich dann auch noch machen. Bei meiner Aristor die Werte ablesen und dann die Werte des Wärmemengenzählers.

Warum? Weil ich den genauen Verbrauch wissen will. Nur als Beispiel, unser E-Auto kann ich auf 3 unterschiedliche Arten messen und es kommen auch 3 unterschiedliche Ergebnisse raus.

Einmal was der Wagen selbst anzeigt an Verbrauch und wie hoch die Ladung war. Dann was das Ladegerät (Steckdose mit 16A) anzeigt was verbraucht wurde (in kWh). Und einmal ein Tasmota-Gerät welches misst und sich mit dem, was der Wechselrichter ausgibt deckt. Das sind ungefähr 3% mehr als das Ladegerät anzeigt. Das sind sicher Verluste des Kabels, Steckers etc. aber halt “Verbrauch”. Ich möchte ja wissen, wieviel ich laden muss und wieviel ich damit dann fahre. Das eine wäre dann halt der direkte Verbrauch des Wagens (COP) und das Andere die JAZ.

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Meine Erfahrung mit WMZ für WW ist ziemlich ernüchternd. Einfach viel zu träge um die vielen kleineren Entnahmen korrekt zu erfassen. Nur das Volumen ist brauchbar.

Ok, ich weiss nicht welchen du hast. Wenn bei uns WW entnommen wird habe ich in 5 Sekunden die WW-Ausgangstemperatur in dem Zähler drin. Die Kaltwasser schwankt anfangs ein wenig weil das Kaltwasser erst durch den halben Keller fließt und daher wohl im Rohr ein wenig steht. Das kommt also was wärmer an und wird dann kühler.

PS: Und ich musste einen nehmen für 2,5m³ Wasser weil ich den mit 1,5m³ von der Größer her nicht hätte einbauen können.

Ich hab einen Multical 303 von Kamstrup, max 1.5 m3/h. In der Doku steht was von verschiedenen Integrationsintervallen zwischen 4 und 64s im adaptiven Modus, den ich leider auch nicht ändern kann. Aber auch 4s halte ich für reichlich langsam, wenn mal kurz in der Küche oder im Bad Wasser gezapft wird und meine bessere Hälfte halt nicht auf kalt stellt … Bei so kurzen Entnahmen unter ner Minute ist einfach ne Phasenverschiebung zwischen Volumen und Temperatur nicht vermeidbar und wenn da nicht die Annahme gemacht wird, daß die Maximaltemperaturdifferenz oder vielleicht sogar bischen mehr entsprechend der Dynamik zu nehmen ist, dann wird der Verbrauch einfach massiv falsch ermittelt. Irgendwo hier im Forum hatte ich das mal mit Zahlen ausgewertet, Volumen und ja recht gut bekannte Temperatur des kalten und heißen Wassers versus der Energie, die das Teil meint gemessen zu haben. Für wirklich gut müßte man wohl selber präzise Temperatursensoren innen in ein Rohr montieren und die Drähte ggf. in einen gedruckten Stopfen einkleben/einschweißen + Durchflußsensor und eigene vernünftige Auswertung, die nicht auf minimalen Stromverbrauch aus einer Batterie Rücksicht nehmen muß.

Bei uns gibt es quasi keine Entnahme unter Minuten. Das WW wird momentan zu einer Dusche geleitet. Später haben wir 4 Duschen und eine Badewanne. Die Waschbecken bekommen einen Boiler. In der Küche nen Boiler und Kochendwassergerät.

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Ich habe eine Vaillant Arostor BM270/5 seit über zwei Jahren im Einsatz.
Die brauchte bisher im Schnitt übers Jahr 1,5kWh pro Tag. Eine Zirkulation läuft auch täglich.
Vorher mit Gasheizung habe ich pro Tag 6,5kWh Gas gebraucht und mit Zirkulation sogar 16kWh (war vom Installateur ohne Themosyphon gebaut und hat dann autozirkuliert.)
Gegenüber der Gasheizung mit einem 150l Speicher habe ich einen COP von besser als 4.
Die Wassertemperatur ist 50°C und einmal im Quartal bekommt sie 60°C prophylaktisch gegen Legionellen.
Die Arostor lässt sich auch an die PV anklemmen (SG-Ready), die Funktion nutze ich nicht, bei mir läuft die um 10:00Uhr los, dann ist von Februar bis Oktober genug Sonne auf der PV und im Winter muss ich eh Strom zukaufen.
Der Wärme-Verlust lag so bei 8°C in 24h inkl. Entnahme bevor ich sie diesen Sommer extra gedämmt habe.
Jetzt sind nochmal 8cm dicke Mineralwolle Bahnen drumherum und der Verlust ist auf 5-6°C in 24h gesunken. Der tägliche Durchschnittsverbrauch im Sommer ist von 1,5kWh auf 1,2-1,3kWh gesunken, ich will das aber noch etwas länger beobachten, da ich diesen Sommer auch die Spülmaschine an das Warmwasser gehängt und dadurch den Verbrauch erhöht habe.

Herzliche Grüße
Eclipse

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Du schreibst die Zirkulation läuft nun täglich, aber nicht permanent? Weil wenn permanent wofür der Thermosyphon?

Nun sind das natürlich anderes Nutzungsverhalten. Da ist es immer schwer zu vergleichen, auch jemand mit Gas würde weniger verbrauchen mit anderem Nutzerverhalten.

Ich denke mal da ist auch viel untergebracht, unterbewusst und bequem gewesen die letzten Jahre/Jahrzehnte. Energie war vergleichsweise günstig: Ach was solls? Das bisschen mehr… Das rächt sich wenn der Preis anzieht.

Danke jedenfalls für deine Daten. Habe dieselbe Arostor, aber die BM. Wollte mir die Möglichkeit einer ST offen lassen. Vielleicht kaufen wir noch 2 PV-T Module für Strom und Warmwasser im Sommer.

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Der Thermosyphon wirkt gegen die Autozirkulation (siehe Gasheizung vorher), Schwerkraftbremsen etc., die der Insta eingebaut hat haben bei der Gasheizung nicht den erwarteten Nutzen gebracht. Jetzt mit dem Themrosyphon alles 1A. Da zirkuliertt es nur, wenn die Pumpe zieht.
Die Rohre liegen leider unisoliert in der Wand und extra aufkloppen und/oder Neuverlegen bringts nicht, daher läuft die Zirkulation nur jeweils für 10min an festgelegten Zeiten.

Irgendwann bau ich mir noch ne Steuerung mit der die Zirku auch auf Anforderung gestartet werden kann.

Das Nutzerverhalten im Verhältnis zum Heizen mit Gas hat sich nicht wirklich verändert, außer der Spülmaschine diesen Sommer, daher sind für mich die Werte vergleichbar.

Ich habe auch die BM mit dem zweiten Heizkreis, da hängt die MonoBlock WP mit dran, solange nur eine WP aufällt habe ich immer noch warmes Wasser. :wink:

Erst als ich mich mit der Materie beschäftigt habe, ist mir aufgefallen, was da so an nutzloser Energieverschwendung jahrzehntelang durch die Voreinstellungen des Heizungs-Installateurs durch den Schornstein gewandert ist. Bei mir waren das ca. 7000kWh Gas bei einem Durchschnittsverbrauch von 27000kWh Gas per anno. Ich konnte also durch optimieren der Einstellungen ohne Komforteinbußen über 25% sparen, nur durch eine passende Einstellung.
Ich gehe davon aus, dass dieser Zustand in 50-70% der Ein- oder Zweifamilienhäuser, die mit Gas oder Öl beheizt werden noch heute so ist. Der Installateur stellt ein, damit er so wenig wie möglich Sevice Calls bekommt. Die Kosten trägt ja der Kunde... :unamused_face:

Herzliche Grüße
Eclipse

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