Nein, das funktioniert anders. (zumindest bei den Anlagen, die ich kenne)
Normalerweise / häufig reichen 10 Grad Innentemperatur nicht aus, um das Abtauen des Aussengeräts sicherzustellen. Daher kann man bei einer Klimasplit die Solltemperatur im normalen Heiz-Modus nicht unter 16 Grad stellen.
Bei der FP-Funktion, die bei jedem Hersteller anders heißt, schalten die Klimasplit in einen anderen Betriebsmodus, der auch bei niedriger Innentemperatur das Abtauen bestmöglich sicherstellt. In dem Modus wird auch das Einstellen einer Solltemperatur unter 16 Grad “freigeschaltet” (z.b. kann man auf 8 oder 10 Grad stellen)
Das Innengerät lässt z.b. den Lüfter in höchster Stufe durchlaufen. Der Lüfter des Aussengeräts läuft auch in sehr hoher Stufe durch. Wird nicht runtergeregelt. Welche anderen Änderungen bei der Steuerung passieren weiß ich nicht. Könnte mir aber feste Zeitintervalle beim Abtauen und ggf längere Abtauphase vorstellen. Ist vermutlich auch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.
Das ganze soll verhindern, dass die Anlage in die “Todesspirale” kommt, bei der das Aussengerät einfriert.
Wir benutzen die Frostschutz-Funktion bei mehreren Immobilien und das hat jetzt zwei Winter sehr gut funktioniert. Ein eher warmer Winter und ein sehr kalter Winter.
Ich kennen die FP Funktion von TCL und von Midea. Bei beiden wird die Temperatur in dem Modus auf 8°C fix eingestellt. (bei TCL heisst es 8°C Heizen). Das ist also ausschliesslich für den Frostschutz des Hauses, nicht Frostschutz der Klimaanlage selbst. Von welchem Hersteller hast du deine Infos?
Habe noch nie gehört, dass man dafür zusätzlich zum Heizmodus einen speziellen Anti-Vereisungs Modus aktivieren sollte. Das muss die Klima im Heizmodus doch automatisch machen.
Was hat denn zu niedrige Innentemperatur mit dem Abtauen eines Split-Klima Aussengerätes zu tun? Es ist doch gerade andersherum, dass höchstens bei zu hoch eingestellter Soll-Innentemp die Klimas teilweise so viel Defrosten müssen, dass es zur Vereisung kommt.
Irgendwo muss die Energie herkommen fürs Abtauen und die kommt teilweise aus dem Innenraum.
Aber die Daikins kann man doch im ganz normalen Heizmodus bis 10 Grad runterstellen. Andere Hersteller lassen das oft nicht zu, da gehts oft nur bis 16-18 Grad. Das zeigt doch aber, dass es funktionieren sollte.
Den Zusammenhang zu -25 Grad AG sehe ich jetzt nicht. Es geht um eine bestimmte Energiemenge zum Abtauen, da ist es auch fast egal, ob es draußen -20 Grad oder 0 Grad hat. Die Wärmemenge brauchts vor allem beim Schmelzen. Das ist einiges, was man dafür braucht und diese Energie muss ja irgendwo herkommen. Je höher die Innentemperatur, um so schneller kann man hier die nötige Energie abzapfen.
Beim normalen Defrost ist der Wäremtauscher innen ja vorher vom Heizmodus erwärmt, oder?
Also mir erschliesst sich diese Logik von dem Klima-Frostschutz einfach nicht, sorry
Vielleicht hat @nordicbynature ja eine Info bei welchem Hersteller bzw. Modell es diese Funktion gibt. Keine unserer Klimas hat so etwas. Die 8°C Funktion habe ich zugegebenermassen noch nie verwendet, aber ich nehme mal an dass das so funktioniert.
ich meinte nur dass es andersherum ja sogar bis -25°C funktioniert. Also am AG -25 und innen heizen. Defrost ist ja nur das ganze rückwärts.
Der Temperaturhub ist nicht das Problem, sondern die Aufnahme der Wärme vom Wärmetauscher. Da läuft beim Heizen ein großer Lüfter, der die -25 Grad durch den Wärmetauscher zieht. Bei Defrost läuft am IG in der Regel kein Lüfter, da gibts nur den Wärmeübergang durch natürlich Konvektion.
Unsere MHI-Geräte können nur bis 18 Grad runter, haben dann aber den 10 Grad Frostschutz-Modus. Nennt sich hier "Night Setback".
Es funktioniert, aber um das sicherzustellen sollte eine andere Einstellung und Regelung gewählt werden.
Nämlich genau diese Einstellung und Reglung, des Gerätes, die resultiert, wenn man diesen 8°C Modus wählt. Also wenn man den Knopf drückt, wählt man eine bestimmte Reglung an.
Wir meinen genau das gleiche.
Also um es nochmal zusammenzufassen:
Der TE hat ganz am Anfang geschrieben, dass er mit Samsung (Stichwort 1) gute Erfahrungen gemacht hat. Er hat auch geschrieben, dass er das Gebäude nur bei frostfrei halten will (Stichwort 2)
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass man speziell bei Samsung wirklich aufpassen muss, ob die 8 ° C Funktion (die bei Samsung FP freeze protect heisst) vorhanden ist. Weil das kommt bei fast gleichen Modellbezeichnungen auf die Märkte und Ausführung drauf an.
Als Warnung, dass er nicht versehentlich was falsches kauft.
Genau. Und bei der 8°C Funktion ist diese Komfort-Einstellung weg. Es kommt kalte Luft. (Je nach Hersteller)
Selbstverständlich bedarf es keinen extra Knopf für diese Funktion. Ich glaube den extra Knopf gibt es um dem Anwender deutlich zu machen: Du hast jetzt diese Funktion ausgewählt und es läuft jetzt anders.
Dies könnte sich ja auch automatisch umstellen, wenn man die Solltemperatur auf unter z.b. 12 oder 14 Grad stellt. Aber das würde vermutlich viele Anwender irritieren oder verunsichern.
Bei Daikin kann man 10°C einstellen und das funktioniert auch problemlos.
Gerade jünst als es Frisch war und meine Eltern im Urlaub war lief die Anlage in der Waschküche mit Bedarfssteuerung bei einer Raumtemperatur von 6-8°C mit dem Ziel den Wintergarten und Poolsteuerungs-Raum frostfrei zu halten.
Das Abtauen war überhaupt gar kein Problem bei deutlichen Minustemperaturen, das war einwandfrei.
Es ist ja nicht so, dass die Anlagen beim Abtauen unbedingt die Wärmeenergie dem Raum entziehen. Der Lüfter läuft ja gar nicht.
Sondern die Wärme wird vor allem dem Kältemittelkreislauf entzogen.
Und je nachdem mit welcher Leistung die Anlage in dem Moment gerade läuft kann bei 10°C Raumtemperatur auch mal deutlich mehr Wärmeenergie im Kreislauf sein als in einem Top-Isolierten Raum bei 20°C Raumtemperatur wo die Anlage gerade auf Minimal-Modulation läuft.
Bei Daikin ist es so, dass die unterste Modulation bei Frost teilweise angehoben wird von 100 Watt auf 150-200 Watt je nach Modell.
Ich denke das hat viel viel mehr Auswirkung auf die Abtaulogik als nur die Raumtemperatur.
so hab ich mir das auch gedacht, zumal sich um die IGs herum ja quasi eine "Wärmeblase" entwickelt, zumindest bei mir ist das meist der wärmste Fleck im Raum.
Aber nochmal zur ursprünglichen Aussage:
Das halte ich immer noch für falsch. Ein Abtauen des AG ist ja nur erforderlich, nachdem am IG Wärme erzeugt wurde. Und von der wird halt dann ein kleiner Teil zurückgeholt.
Und wie gesagt, habe ich bisher noch nie von Todesspiralen im 8°C Modus gehört. Da wird ja nur minimale Wärme erzeugt.
Ich denke, das bisschen Wärme, was du im Wärmetauschermaterial hast, reicht bei weitem nicht aus. Schau dir mal an, wie der Innen-Wärmetauscher beim Abtauen nach unten geht. Der ist sehr schnell bei -10 bis -25 Grad und dann holt sich das Gerät nur noch Wärme über die Konvektion über die Innenluft. Und natürlich auch etwas Verdichter-Abwärme, die im Kältemittel landet.
Auch da steckt kaum Wärme drin, die man nutzen könnte.
Das Daikin einfach ohne Spezialmodus bis 10 Grad runter kann, wird vermutlich den Grund haben, dass die einfach den Lüfter einschalten werden beim Abtauen, wenn die Anlage merkt, dass es nicht reicht. Andere Hersteller bauen dafür einen speziellen Modus, wie @nordicbynature schon schrieb, um den Nutzer zu signalisieren, dass es in dem Temperaturbereich auch mal ungemütlich werden kann mit kalter Luft beim Abtauen.
Jetzt wäre es natürlich interessant zu wissen, ob beim 8°C Heizen der Abtauvorgang anders abläuft, also mit Lüfterlauf am IG. Wer probiert es aus
Ich glaube ja eher, dass der einzige Unterschied am 8°C Modus die extreme Temperaturschwankung ist. In dem Bild von @win steht es ja auch bei Mitsubishi:
Da die Raumtemperatur sich stark andern kann, wird empfohlen dies zu nutzen, wenn sich niemand in dem Raum befindet.
Auch die Mindesteinstellungen von 16°C oder 18°C sehe ich eher als ein Raumkomfortproblem, weil viele Anlagen nicht so weit heruntermodulieren können. Daikin kann es, daher gehen die runter bis 10°C.
Genau. Die 8° C Funktion optimiert das Heizen bei geringer Innentemperatur, reduziert dabei den Komfort und verringert das Risiko, dass das Aussengerät einfriert.
Hab nur in Influx-DB jetzt was vom 26.Dezember noch gefunden.
Da war ein Abtauvorgang bei 9,7°C Raumtemperatur bei einer 2KW Perfera.
Liquid sinkt im Abtauvorgang auf -28°C.
Vom Lüftermotor (blaue Linie) gibt es im kompletten Abtauvorgang kein Signal.
Also wird er bei 0Hz sein, heißt aus.
Gelegentlich gibt es Mehrfachabtauungen. Hier im Screenshot ist auch eine doppelte zu sehen.
Ob das aber an der Temperatur liegt oder andere Gründe hat weiß ich nicht.
Das ist bei einer anderen Anlage in dem Zeitraum aber auch bei 16°C Innentemperatur exakt identisch passiert.
Vom Eisbild am Außengerät war es jedenfalls nicht nötig.
100% sicher weil ich die Tage regelmäßig an den Außengeräten war.
Es gibt eine allgemeine Aussage, dass räume nicht unter 16 fallen sollten, um schimmel vorzubeugen. Hatte ich jetzt bei mir. Wir waren 10 tage im urlaub. Durch einen undichten balkon kam es zum schimmel an einer stelle oben wo der balkon ist. Ich gehe davon aus, dass das durchheizen des zimmers den schimmel verhindert hätte. Der balkon wurde saniert, ist jetzt wieder in ordnung. Ein unbewohntes haus dauerhaft auf 16 grad zu halten ist wahnsinn. Wer macht sowas ? Dann vermietet man das so gut es geht günstig. Wobei man natürlich jemanden vor ort braucht, der das betreut.
Das halte ich nicht für zutreffend. Im Gegenteil.
Wenn das Problem Undichtigkeit und dadurch Feuchte ist, dürfte eine warme nasse Wand sogar noch schneller und mehr schimmeln als eine kalte nasse Wand.
Es sei denn die Wärme hätte gereicht um die Wand zu trocknen.
Das ist aber natürlich Symptombekämpfung und nicht allgemeingültig.
Generell ist Schimmel immer ein Resultat aus zu hoher Oberflächenfeuchtigkeit.
Wände sollten dauerhaft nicht über 75% Oberflächenfeuchte liegen.
Und ab 80% beginnt das Risiko sehr deutlich zu steigen vor allem wenn die Feuchte über längere Zeiträume anliegt. Gleichzeitig ist das Risiko aber bei kalten Oberflächentemperaturen geringer als bei höheren.
Solche Dinge kann man aber durchaus berechnen anhand der Wände, Raumtemperatur, Feuchte und Außentemperatur die man vorliegen hat.
Ich steuere z.b meine Luftentfeuchter in unbeheizten Räumen nach rechnerischer Oberflächenfeuchte automatisiert.
Wenn man nicht entfeuchtet mit Entfeuchter sondern heizt;
Auf welche Temperatur man heizen muss zum Schimmelschutz kommt aber sehr auf Außentemperatur an und auch auf die Luftfeuchtigkeit der Außenluft da ein Haus ja auch atmet.
Ein nasser Übergang von Winter zu Frühjahr ist etwas völlig anderes als trocken-kalte Wintertage.
Wenn man draußen permanent 10°C bei 99% Feuchte hat wird man in einem unbeheizten Haus sehr bald auch Bedingungen haben, die sehr schimmelfördernd sein können wenn sie mal ein paar Tage anhalten. Dort sollte es dann ein Temperaturdelta von Innen nach Außen geben weil warme Luft halt mehr Feuchte speichert und Luft- und Oberflächenfeuchte durch höhere Temperatur halt sinken.
Das Stichwort ist halt wirklich Temperaturdelta.
Ich hatte im Januar im Urlaub im Schlafzimmer 8°C bei 47% Raumluftfeuchte.
Bedingungen wo Schimmel bei egal welcher Außentemperatur fast unmöglich ist.
Selbst bei einer 1960er-Jahre Außenwand die nichtmal mit Perlite ausgeblasen ist bräuchte es irgendwie -20°C draußen.
Da heizt man dann aber irgendwann freiwillig vorher weil sonst die Heizungsrohre platzen.
Aber das Schimmelrisiko ist da nicht existent.
Ich habe geschrieben was bei mir passiert ist. Kann auch sein, dass sich eine zauberfee eingenistet hat und den schimmel hin gezaubert hat. Als wir wieder da waren und geheizt haben, hat sich das nicht mehr verschlimmert. Wir haben den balkon dann auch abgedeckt. Wand und balkon ist aber immer noch feucht. Das trocknet erst ab april richtig aus. Laut der firma ist der boden von unten nach oben durchlässig, wasserdampf sollte raus können oder eben ins haus. Wenns ne restfeuchte geben würde, die sich aber nicht bemerkbar macht, wäre das auch ok.
Ich kann ja mal gucken wie die luftfeuchtigkeit damals war. Ich hab ja über 24 messung in home assistant.
Das ist falsch. Wir wohnen auf dem Dorf, mit Ausnahme der wenigen Neubaugebiete heizt hier kein Mensch sein ganzes Haus komplett den ganzen Winter durch. Unser Haus hat seit Mitte der 80er eine Zentralheizung, davor waren die meisten Räume im Winter durch sowieso gar nicht heizbar. Ist bei einigen älteren Häusern wahrscheinlich bis heute so..
du schreibst ja selbst, dass es von einer undichten Fassade kommt. Hat ja mit dem heizen nix zu tun?
Na ja, meine aussagen brauchen nicht zu stimmen. Weder die 16 grad Aussage, noch meine vermutung, dass der schimmel vom defekten balkon kommt.
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Ich habe das nachgesehen. Unter 16 grad ist die temperatur gar nicht gefallen. Und es war so 40 prozent luftfeuchtigkeit.
Danke für die aufklärung. Was alles so im internet an faschen informationen rum geistert, bedenklich. Und ich fall dann auch noch drauf rein