Wir haben jetzt über Anliegen erstmal zur entsprechenden Frist abgesendet.
Die Hauptpunkte für uns sind aber (hier wurde einiges falsch verstanden):
Jeder Vorschlag, der nicht netzdienlich ist und bestehende/neue Anlagen nicht unterstützt, dahin zu kommen: ist in unseren Augen das Papier nicht wert.
PV Anlagen Besitzer benötigen unbedingt Mitsprache Recht bei dieser Sache, da sie stark betroffen sein werden. Das ist erstmal der Hauptpunkt.
Schwierig, ist die mangelde Transparenz und die sehr dünn beschrieben Vorschläge:
Konkrete Zahlen, wieviel man bei welchem Vorschlag wirklich zahlt und auf der Verbraucher Seite spart: Das weiß noch niemand und es wurde auch nicht festgelegt. Man kann nur spekulieren, ich wollte aber mit unserem Beispiel zeigen: Das kann sehr unfair ausfallen ->
Die unterschiedlichen Vorschläge belasten die Haushaltsgrößen unterschiedlich stark.
Kurzum: Es muss dort unbedingt jemand von PV Betreiber Seite mit am Tisch sitzen. Um unsere Interessen zu vertreten und zu berichten was da getrieben wird und welche Leute und Unternehmen mit am Tisch sitzen
Es bestätigt sich der Eindruck, das die fossilen Erzeuger meinen, sie haben eine Existenzberechtigung bis 2038, das ist aber nicht richtig !!
Notwendig ist ein vollständiger Paradigmenwechsel: Die Zukunft ist 100% EE und die aufgabe lautet: Wie schnell phasen wir die fossilen Erzeuger aus.
Nur daran sollten alle Maßnahmen gemessen werden: Hilft es schneller die fossilen Erzeuger zu entfernen ? Jetzt, hier und heute und nicht erst in 13 Jahren !!!!
Und natürlich darf (und muß) es den fossilen Energiekonzernen weh tun, warum sollen sie weiterhin das Recht erhalten CO2 in die Luft zu pusten !
Gleichzeitig sind die Netzbetreiber zur Neutralität zu ermahnen ! Insbesondere wenn sie, wie e.ON und damit ihre Töchter zu 30% der RWE gehören.
Die Netze sind Infrastruktur und kein Selbstbedienungsladen, vgl. Studie der BNE letzte Woche, die DBahn sollte uns eine Mahnung sein.
Guck dir hier in Österreich mal die ElWG an. Das wird in Deutschland auch so kommen. Und dann sind die Dächer voll. Und es wird trotzdem immer teurer.
Ich würde eher zu 3 Dingen raten:
PV nur so groß wie auch der Eigenverbrauch gedeckt werden kann im Sommer. Übergang und Winter ist für Hobbybastler und Optimierer.
Dazu einen passenden 3-Phasen-Wechselrichter der aber mindestens die Hauslast mit 11KW decken kann (sowie Peak-Shaving hat), damit man z.B. kochen kann über einen Akku.
Den passenden Akku mit 5-10kWh.
Damit wird maximal entlastet. Das Haus wie auch das Netz. Strom kann auch in einem Akku zwischengelagert werden, langsam aufgeladen und z.B. zum Kochen verwendet werden. Sämtliche politischen, Netzangelegenheiten/EVU-Angelegenheiten lassen sich (leider) nicht verändern.
AGORA Energiewende hatte ein illustres Panel zu einer eigenen Studie zu Netzentgelten zusammengetrommelt. ( lokale Preise....)
Das erste Panel hat inhaltlich weniger zu bieten, aber das zweite Panel ab 1.45.00 hatte Unterhaltungspotential und fundierte (kontroverse) Meinungen.
BNA , Tennet, schleswig-holsteinische Landesregierung und ein EU Administrator warfen sehr unterschiedliche Schlaglichter auf die aktuelle Problematik. ( Spoiler: jeder sieht den Weg zum Ziel ein wenig anders ....)
mein Highlight an Kommentierung der Probleme im Netz kommt bei ca. 2.46.58 durch den Moderator .(wer ihn kennt: Hajo Schumacher in Hochform ) ..
Ja und zur Außendarstellung und Argumentationslinien der BNA, ..... aber schaut selbst.
Das mit den Telefongebühren haben die doch im Mobilbreicht (A-Netz, B-Netz) jahrelang so gemacht.
Dann kam C-Netz und D-Netz und die Liberalisierung des Telefonmarktes und siehe da, es wurde nur noch die anrufende Seite belastet, außer im ausland, da waren es jahrelang noch beide, bis die EU bzw. der EU-GH aktiv wurde und die Roaming Gebühren abgeschafft hat. (Da haben wohl auch einige Verbraucherverbände gehörig Druck gemacht.)
Heute haben doch weit über 90% der Mobilteilnehmer und auch viele Festnetzteilnehmer Flat-Rate Verträge mit massiv gerigeren Kosten und deutlich mehr Leistung, als noch zu Monopolzeiten.
Btw. die Telekommunikationsnetzte sind auch mit Milliarden-Investitionen ausgebaut worden nicht zu reden von den Milliarden für die Frequenzauktionen und sas alles ohne Subventionen von öffentlicher Seite.
Heute sind die meisten Nutzer happy mit ihrem Telefon und ihrem Vertrag...
Das Netzmonopol der Stromanbieter ist bisher nicht mit der gleichen Konsequenz aufgebrochen worden und insbesondere nicht dereguliert worden, wie es im Telekommunikationsmarkt geschehen ist.
Leider kommt Strom noch immer aus der Leitung (Steckdose) und nicht over the air...
Daher muss aus meiner Sicht die bisher halbherzige Liberalisierung des Strommarktes weiter vorangetrieben werden, damit es aufhört, dass die Akteure, die sich heute durch immer weiter steigende Kosten die Taschen füllen und jede Änderung und Verbesserung blockieren.
Stattdessen müssten sie durch Innovation und Leistung die Kosten senken und kundenfreundlicher agieren.
Das ist in der jetzigen Situation des Strommarktes und der Verteilung leider illusorisch, weil für die jetzigen Netzinhaber kein Anreiz besteht irgendwas zu ändern, ganz im Gegenteil.
Durch das ständige hinauszögern der Netzdigitalisierung und den Einbau von modernen oder "intelligenten" Messeinrichtugnen verfestigen diese Akteure noch die Situation und erreichen mit dem Wehklagen über die hohen Kosten, dass die BNA beginnt zu überlegen, wie sie mehr Geld für diese Akteure generieren kann.
Das der Netzausbau Geld kostet ist unbestritten, die Höhe der Kosten und die Verteilung auf die Netznutzer ist dagegen diskutierbar auch die Verteilung der dadurch höheren Einnahmen sollte in jedem Fall mit auf die Agenda der "AgNes" Diskussion.
Für mich wäre eine Voraussetzung bevor irgendein Netzbetreiber Geld von einem Einspeiser bekommt bzw. von den AgNes Änderungen profitiert, dass er die Netzausbauziele hinsichtlich digitaler Messeinrichtungen für mindestens zwei Jahre erfüllt hat und einen klaren Plan für die zukünftige Erfüllung vorlegt und aufzeigt, wie er diese dadurch gewonnenen Daten auch seinen Kunden und der Öffentlichkeit (natürlich anonymisert) zur Verfügung stellt, damit ein zukunftsorientierter, bedarfsgerechter Netzausbau möglich wird zu dann auch angemessenen (geringeren) Kosten.
Ohne eine solche Verküpfung würde AgNes die Verweigerungshaltung der Akteure belohnen und die BNA damit markt- und fortschrittswidrig handeln.
Ob die das auch so sehen?
Ist wie am Wohnungsmarkt. Da müssten auch alle durch Innovation und Leistung die Kosten senken und kundenfreundlicher agieren. Oder bei den ÖPNV oder der Bahn. Ist alles kundenunfreundlich, und grundsätzlich viel zu teuer.
An manche Bereiche der Grundversorgung gibt es halt sich widersprechende Anforderungen. Da sind einfache Lösungen nicht zielführend.
Als PV Betreiber geht es doch erstmal um mein eigenes + in der gesamten Sache. Man kann doch in der Politik heute nicht so Reden und wenn es einem nicht mehr passt, alles wieder ändern. Am Ende bin ich der Dumme. Ich habe investiert, bin für das Ganze in Vorkasse gegangen, trage das Risiko und soll jetzt noch zahlen? Nein, damit bin ich nicht einverstanden. Es gibt doch noch viele Wege ohne den Teuren Netzausbau, um das Netz zu stabilisieren.
Wenn für mich als Einspeiser das Netzentgeld kommt, dann werde ich auf Nulleinspeisung umstellen. Ich hoffe, es werden dann auch viele mitmachen und an einem Tag zur Mittagszeit auf Null umstellen. Auf diese paar Cent kann ich auch verzichten.
3% des Stromes kommt von PV. Und 1,5% kommt von privaten PV-Anlagen. Wenn diese 1,5% nicht mehr da sind, wird der Strom wieder von den EVUs verkauft. Die freuen sich.
die Diskussion wird ja schon länger geführt. Schön, dass du dich beteiligst. Hab einige Anmerkungen zu deinem Beitrag.
So war es bisher nicht, die Bestandsanlagen aus “alten Tagen”, die hohe Investitionssummen hatten, bekommen weiterhin die damals zugesagte hohe Einspeisevergütung bis die 20 Jahre abgelaufen sind.
Was jetzt geschieht, ist erstmal nur Verunsicherung für die, die noch keine Anlage haben. Das nennt man Planungsunsicherheit. Das EEG Geschäft war bisher eine Garantie auf (bescheidenen) Gewinn, quasi staatlich garantierter Gewinn, da die Abnahme und die Vergütung garantiert waren (und noch immer sind). Der Anlagenbetreiber hatte nur das technische Risiko, dass seine Anlage ausfällt. Wenn sie produziert, brauchte er sich um Angebot und Nachfrage nicht zu kümmern. So wird es vermutlich nicht immer bleiben können, denn Angebot und Nachfrage bestimmen in diesem System nicht den Preis, die Marktmechanismen funktionieren damit nicht.
Das Ergebnis sehen wir in den relativ hohen Strompreisen für die bezogenen kWh. Der merit order Effekt, die Redispatch Kosten, Netzentgelte, usw. machen die Energiewende nicht leichter. Wärmepumpen wären bei geringeren Stromkosten viel attraktiver, E-Mobilität auch. Insofern halte ich alles, was den Strompreis senken wird, für hilfreich für die Klimawende. Dass das nicht im Interesse derjenigen ist, die das derzeitige System von garantierten Abnahmepreisen für sich nutzen, ist verständlich. Ein gesunder Egoismus ist natürlich und führt stets zu dem Dilemma, dass es nie allen recht getan ist. Beispiel: Netzentgelte Bundesweit einheitlich festlegen. Dann wird es in einigen Regionen sinken und in anderen steigen. Die Betroffenen der Preissteigerung werden nicht erfreut sein, die der Senkung dagegen schon. Ich lebe in einer Region, in der viel mehr regenerative Kraftwerke angeschlossen wurden, als an anderen Orten in Deutschland. Hier wird mit Wind und PV jede Menge Energie produziert, die hier nicht verbraucht wird. Wegen des Ausbaus der 110 kV Netze hatten wir die höchsten Netzentgelte überhaupt. Zum Jahreswechsel darf der Verteilnetzbetreiber einen Teil dieser Aubaukosten auf die 308 kV Ebene abwälzen, so dass es alle Kunden im Bundesgebiet mit bezahlen (0,x Cent/kWh). Bei uns sank der Strompreis um ganze 6 Cent durch die Senkung des Netzentgeltes von 36 auf 30 Cent. Über Jahre haben die Kunden hier über das höhere Netzentgelt dafür gesorgt, dass genug Strom für die Regionen hergestellt wird, in denen der Ausbau der regenerativen Kraftwerke nicht durchgeführt wurde. Mir ist klar, dass es in Metropolen kaum möglich ist, WKA in Größenordnungen aufzubauen. Die Energie muss also im Umland “geerntet” werden, um sie in den Zentren zur Verfügung zu stellen. Aber warum die Umland Kunden für den dazu erforderlichen Netzausbau bisher allein aufkommen sollten, das erschloss und erschließt sich nicht.
Ich finde, die Netzbetreiber haben die Modernisierung der Netze verpasst. Man sieht es ja jetzt auch bei der Installation der Smartmeter. Es werden keine Fristen eingehalten. Es wird eng und das Geld muss her. Der Kunde kann es bezahlen, es gibt ja so viele davon und es gibt ja auch keine Alternativen, man muss.
Es sollte nicht so viele Vorschriften geben und sich den Markt selber regeln lassen. Es würde doch reichen, die 24er Regel einzuführen. Jeder kann ein 24stel seiner Tagesleistung in das Netz einspeisen. Die Software der Wr könnte das regeln. Der Tagesertrag wird ja jetzt schon prognostiziert.