BKW mit welchem Speicher?

Hallo verehrte Community,

ich lese seit mehreren Wochen viel zu Balkonkraftwerken und will jetzt endlich selbst einsteigen. Leider komme ich jedoch zu keiner Entscheidung hinsichtlich eines soliden Setups und erhoffe mir von Euch Meinungen und Rat.

Folgender Sachverhalt liegt bei mir vor:

  • Balkon von 6 Metern Breite in Süd/leicht nach West geneigter Ausrichtung im ersten Stock
  • Ein Metallbalkongeländer mit Holzvorbau
  • Eine Außensteckdose auf der einen Seite des Balkons
  • Unter dem Balkon ist kein öffentlicher Bereich sondern ein Garten, es bewegen sich dort eigentlich keine Personen
  • Mein Budget liegt um 1.500€

Ich habe im Sinn einen Speicher mit integriertem Wechselrichter zu nutzen und ein Smart-Meter installieren zu lassen. Außerdem möchte ich flexible Module aufhängen, da ich die Last von starren Modulen inkl. Halterung dem Balkongeländer nicht zumuten will.

Ich bin hin und her gerissen und schwanke zwischen Anker Solix Solarbank 3 mit 6 flexiblen Modulen von Kleines Kraftwerk, oder dem Jupiter C+ von Marstek mit separat gekauften Modulen. Bei Letzterem wäre auch ein zusätzliches Speichermodul noch drin im Budget.

Habt ihr Ideen oder Meinungen dazu?

Herzlichst Graf

Welche Leistung haben den die flexiblen Module der beiden Optionen? Schade, daß der Balkon keine richtigen Module verträgt.

Ja, das ist wirklich super ärgerlich. Aber besser als nichts… die flexiblen Module haben um 220W.

Die Anker Solarbank hat wohl um 2,7 kWh und der Marstek mit Batterie 5,4 kWh.

Wenn es bei der Modulleistung die Du so oder so hinbekommst keine Unterschiede gibt, würde ich mal hier unter "Unsere Tools/PV Tool" mit Deinen Gegebenheiten durchrechnen, was Dir das Mehr an Speicherkapazität bringt. Erfahrungsberichte zu den Speichern findest Du ja hier reichlich, einen Vergleich können wohl die wenigsten bieten. Ich hab auch nur einer Bekannten ein Anker Solar System konfiguriert, die damit sehr zufrieden ist.

Danke für Deine Rückmeldung. Habe das PV-Tool mal bemüht und sollte einen kleinen Speicher hinzufügen.

Ist die Außensteckdose eine Schuko ? , dann dürften eigentlich nur 960 W angeschlossen werden. Für mehr ( bis 2000 W ) müsste dir eine Elektrofachkraft eine Einspeisesteckdose setzen , gemäß den Bestimmungen für BKW's.

Wie oder wo sind denn die aktuellen Bestimmungen für BKW einzusehen ?

Bisweilen war ich in der Annahme, die Leistung sei auf 800W begrenzt.

Ist das aktuell nur noch vom Anschluss abhängig ?

Mein Halbwissen: Die neue Fassung der VDE 4105 schafft da wohl neue Optionen, definiert aber auch das zertifizierte Schukostecker BKW mit max 800 VA und 960 Wp.

Das ist die Regelung nach DIN VDE 126 - 95

Kannst natürlich mehr machen, da es niemand kontrolliert, im Fall der Fälle hättest ein Problem mit der Versicherung.

Weiterer Hinweis ; sollte auch Endstromkreis sein an dem ein BKW angeschlossen sein sollte. Frag mal Örtlichen Elektriker. Wenn du Mieter bist , dann verlangen Vermieter auch, dass sich an die VDE DIN gehalten wird , was teilweise auch Voraussetzung ist für die Zusage ein BKW zu betreiben.

Hab mit das vom Autoclub durchgelesen und jetzt ?

Also bei auf 800W begrenzter Einspeiseleistung, ist die WR Verbindung zum Stromnetz von der Leistungsfähigkeit der PV abhängig.

Bis 9xyW PV ist Schuko toll, bei gleichen 800W ins Netz, aber bis maximal 2kW PV muss ein Wieland IMMER vorgesehen werden. Das bedeutet, bei fest angeschlossenem WR muß in sein AC Kabel eine zusätzliche Steckberbindung eingesetzt werden.

Das soll Sinn ergeben?

Ok - .....

Mit Sicherheit nicht, reicht wenn Du einen Stecker der einschlägigen Firma kaufst und daneben legst :wink: Ne, ein Festanschluß sollte eigentlich immer OK sein.

ADAC:

Maximal 2000 Watt Modulleistung sind insgesamt zulässig, wenn das Balkonkraftwerk mit speziellem Energiesteckvorrichtungsstecker (über Wieland-Anschluss) ausgestattet ist.

Ich vermute, der ADAC ist halt nur ein Autoclub......

Warum 800W einmal so und einmal anders zulässig sind - gibt Gründe - bestimmt.....

Ob der 10kWh Akku dazwischen mit 1000W PV oder 2000W PV geladen wurde - das entscheidet uber due Zuverlässigkeit des elektrischen Anschlusses :rofl:

Hallo verehrte Community,

hier ein kurzes Update von mir zum Setup. Ich habe jetzt flexible Module bei Anker bestellt (6 Stück á 225W). Dann habe ich die neuste Lösung von Jackery bestellt, den Jackery SolarVault Pro 3 Max + eine Zusatzbatterie. Geplant ist, dass an den separaten Stromausgang eine Klimaanlage kommt, so sollte dann kein Netzbezug im Hochsommer nötig sein. Ich werde berichten.

Beste Grüße

GH

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Hallo Zusammen, ich habe jetzt 4x Anker SOLIX FS20 flexible Module und 1x Jackery SolarVault 3 Pro Max und 1x Batterieerweiterung und habe folgendes Setup geplant:

In der Endausbaustufe dann folgendes Setup:

Jetzt stellen sich mir folgende Fragen, ich hoffe, dass jemand von Euch dazu eine Antwort hat:

  1. Solarkabel möchte ich aufgrund der Längen selbst machen und bin auf folgende Artikel gestoßen: Kabel + Stecker
  2. Kann jemand einen geeigneten Kabelkanal empfehlen?
  3. Aufgrund der 4 MPPT Eingänge am Jackery möchte ich in der Endausbaustufe zwei Paneele per Y-Stecker kombinieren. Leider passen nicht mehr Paneele aufs Dach (Schrägdach mit Fenstern) und deshalb auch nur Platz für 5 Module. Geht das trotzdem?

Freundlichste Grüße

GH

Du musst die beim Jackery Spannung und Strom des Eingangs anschauen. Bei Parallelschaltung addieren sich die Ströme. Ist der Strom der Module höher, als der Jackery kann, hast die im günstigen Fall nur Leistungseinbußen, im ungünstigen Fall könnte das Gerät kaputt gehen. Da müsste man sich erstmal informieren, ob bei dem Gerät eine Überbelegung problemlos möglich ist. Oft ist es kein Problem, aber im Detail muss man es abklären.

Kabel: Ich würde ordentliches Markenkabel nehmen von z.B. Lapp:

Stecker würde ich auch Markenware nehmen, also Stäubli, Amphenol, Weidmüller. Persönlich nehme ich Stäubli.

Gefahr bei dem Billig-Chinakram ist einfach, dass die Kontaktsicherheit nicht gegeben ist oder Wasser eindringt, es korrodiert und dann auch Kontaktprobleme entstehen. Im schlimmsten Fall erhitzt sich der Stecker dann so stark, dass es anfängt zu brennen.

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Das sollte damit doch möglich sein, zwei Module machen ja maximal 900 Watt.

Danke für Deine Empfehlung zum Solarkabel und den Steckern. Hast Du eine Empfehlung zum Werkzeug? Braucht man noch etwas anderes als eine Crimpzange?

Das sieht so aus, dass die für 2 parallele Module designt haben. Musst dir jetzt die Datenblätter der Module anschauen, ob 14 A überschritten werden. Vermutlich nicht, zumal die ja nicht optimal ausgerichtet sind. Insofern wird das wohl problemlos gehen. Falls du noch keine Module gekauft hast, kauf welche mit hoher Spannung und damit niedrigen Strömen. Trina Vertex baut z.B. mit 72/144 Zellen, die liegen schön hoch in der Spannung.

Werkzeug: Da brauchst du nur eine Crimpzange. Da gehts dann aber auch schon wieder los: Ordentliches Werkzeug kostet viel Geld und bei dem Chinakram müsste man sehr genau hinschauen, was was taugt.

Hab mal bei Amazon geschaut, die hier macht einen guten Eindruck:

Etwas teurer aber ein deutscher Markenhersteller, der zumindest auf die Qualität achten wird, wenn auch in China produziert:

Abisolierwerkzeug brauchst du auch, im einfachsten Fall ein Taschenmesser. :wink:

Und ein Seitenschneider, aber den hat ja fast jeder im Werkzeugkasten.

Vielen Dank für die Hinweise. Module habe ich tatsächlich noch nicht gekauft, will erstmal mit den flexiblen am Balkongeländer starten.

Hab bei Conrad ein gutes Angebot für die Kabel gefunden, werde schwarze und rote für + und - nehmen:

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Ui, im Datenblatt auf Conrad.de steht ganz unten Hinweis: Handels-Produkt, kein Lapp Produkt.

ChatGPT hat mir den Laden empfohlen:

Das Kabel wird von Lapp kommen. Was der Satz genau bedeuten soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht ein Kabel, was LAPP herstellt für einen bestimmten Handelspartner, was aber nicht im eigenen LAPP Katalog gelistet ist.

Da sehe ich keine Nachteile/Probleme.