Die 2kW voll zu Nutzen ist denke ich generell eine gute Idee, so kommt im Winter noch was an und man hat kaum höhere Kosten für 2 Panele statt 4.
Was die Batteriegröße angeht ist der Tipp vom Tagelöhner genau was Du machen solltest: schau mal was Du an Strom in einer Nacht verbrauchts. Einfach auf dem Zähler Nachmittags und nach dem Frühstück (weil Wintertage sind länger) ablesen. Wenn das 2 kWh sind brauchst Du keinen 6 kWh Speicher.
Ich finde das System von Oscal (Power 2000) hat ein gutes Preis / Leistungs Verhältnis. Das hatte ich ein par Wochen zum Testen hier gerade. Man hat in so einem Betterie Klotz 1,9 kWh Batterie, einen Wechselrichter mit 4 MPPT für 4 Panele und wenn der Strom ausfällt läd es weiter die Batterie und hat eine "Inselmodus" Steckdose damit man ein Klimagerät oder einen Kühlschrank + Handyladegerät nutzen kann bei Stromausfall. Smartmeter wie Shelly oder sein HA kann man auch koppeln.
Ich hab nen vollen unbezahlten, unzensierten Review von dem Gerät geschrieben aber der ist glaube ich nicht für hier, weil man mir das Testgerät kostenlos geschickt hat?
Andere Geräte in der Klasse reichen sicher auch. Bloß nicht drauf reinfallen, daß du für 2 oder 4 Panele eine Batterie brauchst wie ein E-Auto und für 2000€ Smarthome Technik um 20€ Strom zu sparen!
Edit: Habe gerade nachgeschaut, das onPower 2000 von Solakon hat gar keine Batterie? Dann brauchst Du auch ziemlich sicher keine 2000W. Das würde deinen Wifi Router und Kühlschrank in Strom ertränken den Du nicht nutzen (in die Nacht übertragen) kannst...
Ich würde heute nicht mehr unter 4kWh Speicher starten.
Habe meinem Onkel und seiner Lebensgefährtin - mit sehr sparsamem Verbrauch - ein BKW mit 4 Modulen und einem Hoymiles HiBattery 4020 X installiert und der Speicher geht bis morgens schon teils auf 25-35% runter.
Die Solarproduktion ist momentan ca. doppelt so hoch wie der Verbrauch, so dass auch im Frühjahr und Herbst ein großer Teil des Verbrauchs gedeckt werden sollte. Der Verbrauch wird zu den Zeiten auch höher sein (mehr Licht, mehr Heizung etc.), so dass der Akku mit 4 kWh oder mehr für mich definitiv Sinn machen würde.
OK damit kann man ganz grob schon mal schätzen -> Batterie ab ungefähr 5kWh is nich ganz aus der Welt. Wenn die Leistungsmessung läuft, siehst bestimmt auch Einsparmögichkeiten
So über den ganz groben Daumen und sehr konservativ gerundet: Die Hälfte vom Strom Nachts (1500) an 360 Tagen -> 4,1 kWh pro Nacht. Mehr isses ganz sicher nicht.
Also ja, 2 kWh reichen wahrscheinlich, mit 4 kWh muß schon "was los sein", damit Du die Nachts leer bekommst.
Ich habe bei meinem alten BKW (und bei dem Oscal zum testen) 400W Entladeleistung eingestellt, einfach fest, ohne Smartmeter. Damit kommt man gut über die Nacht mit 1,9 + 1,9 kWh Akku, das ist die Energiemenge von der wir hier reden. Sind bei dir nachts um 3 Geräte an die 400W ziehen?
Der Fernseher abends... nochmal in der Küche was an... oder wie bei mir die Partnerin mit Heizkissen... das ist schon machbar
Und es geht ja auch nicht darum, dass man ihn immer leer bekommt - und man sollte ihn ja auch nicht ganz leer fahren - sondern darum, dass man gut über die Nacht kommt.
Ja, mit nem Verbrauchsmesser wie Shelly 3EM und einer Batterie wie der Oscal die den output steuern kann, kann es natürlich mit 800W brummen wenn man den Herd anwirft und auf 200W runter fahren für den Fernseher und dann nachts auf 50W für Wifi und Kühlschrank und Leselampe. Den Aufwand hab ich nur nie betrieben.
Wollte nur grob überschlagen, denn es gibt ja durchaus Anbieter die Werbung damit machen das Du 10 kWh und mehr an den Balkonsolar WR hängen kannst, das ist für die allermeisten User (und die allermeisten BKW) Unsinn.
Wenn Du die möglichkeit hast- wie beschrieben- in der Hauptverteilung an die 3 Phasen per Klemmen ein Messgerät anzubinden. Dort werden dann Daten geliefert, die Du auswerten kannst und die Dir entsprechende Erlkenntnisse bringen.
Geräte von Victron, Shelly, Anker und Co sind geeignet.
Im Sommer ist der Akku bis auf den Nachtbedarf "fast immer voll".
Im Winter durch die Dunkelheit fast immer leer.
Dazwischen, lohnt es sich einen passenden Speicher zu haben und den meißten Verbrauch in die helle Zeit zu legen. Wenn man das kann.
Jetzt abends und morgens auf den Zähler gucken und durch die Stunden, die vergangen sind, teilen, dann kommt man seiner "Grundlast" schon näher.
Also dem, was immer nachts läuft.
Das reduzieren und dann einen "passenden" Akku planen der die Grundlast bedienen kann.
Dann hat man die niedrig hängenden Früchte schon in Reichweite.
Da gäbe es beispielsweise den Zendure SolarFlow 800 Pro (2) mit 1.92 kWh, falls Du bei den 800W bleiben willst oder den Zendure SolarFlow 2400 Pro mit 2.4 kWh.
Beide kann man mit zusätzlichen Speichern erweitern (sind aber nicht die gleichen) - und beide können wohl sehr gut lokal gesteuert werden (ich habe beide aber noch nicht selbst eingerichtet) und funktionieren gut mit HomeAssistant.
Wenn Du sie nur aufladen willst, kannst Du das natürlich mit HomeAssistant gut steuern:
(Nur Beispielhaft:)
Akku SoC >= 90% & Solarleistung >= aktueller Verbrauch, dann schalte Steckdose xy mit dem Ladegerät für den Bootsakku ein.
Wenn Du sie als zusätzlichen Speicher für deine Solarmodule nutzen willst, wird es ungleich schwieriger, da unterschiedliche Spannungen.
Da müsste Deine Jahresabrechnung bei 2 x 24 x 365 = 17.520 kWh liegen?
Ein Wechselrichter für ein BKW kann 800 W liefern. Damit kannst Du die Grundlast decken (Internetrouter, Kühl/Gefrierschrank). Ein Beispiel: mein Geschirrspüler verbraucht die meiste Zeit um die 70 W, nur wenn er nachheizen muss, geht es hoch auf 2300 W. Ohne Speicher geht die meiste Zeit Energie ungenutzt und unbezahlt ins öffentliche Netz und die Spitzen kann das BKW nur zu 1/3 beliefern.
Es gibt Systeme, bei denen das Grundgerät ca. 2 kWh hat und mit einem oder mehreren Zusatzmodulen um jeweils 2 kWh erweitert werden kann. Von daher kann man erstmal mit einem Paket aus 4x500 W Solarpanelen plus 2 kWh Speicher anfangen.
Von den Systemen bekommt man dann ausreichend Infos über die gespeicherte und verbrauchte Energie und kann entscheiden, ob ein weiteres Zusatzmodul hinzukommt. Ich würde also nicht wochenlang in den Keller laufen und Zählerstände notieren.
Kein Ahnung. Sollen wir uns jetzt selber einen Link zu dem Artikel heraussuchen? Wenn mit 650 W die Modulleistung gemeint ist, bist Du über 2000 W.
Ein Nachbarn hat sich von Solakon einen WF2000M mit 4 Modulen gekauft. Noch kann er nichts darüber sagen. Ein Freund von ihm hat das Paket schon und sei damit zufrieden. Anscheinend speichern die Daten auf europäischen Servers, es geht also nichts in eine chinesische Cloud.
ISt wohl ein Solakon... kann ich nichts zu sagen - weder zur Qualität der Module noch des Speichers - und schon gar nicht zu lokaler Steuerung / HA-Anbindung etc.
Es ist halt wie immer - Ich suche speziell nach "X Y Z"... oh, da gibts was billigeres! (Ich sage ganz bewusst nicht "günstigeres") - und schon vergisst man alles andere.
Wenn Du speziell etwas ohne Cloudzwang suchst, gute Anbidung und Qualität allgemein willst, dann würde ich ein System wählen, welches brauchbare Nutzererfahrungen hat. Ansonsten kauf eben das billigste Set und mach deine Erfahrungen selber - ob gut oder schmerzhaft