Bitte um Kaufberatung LLWP

Hallo, der diesjährige harte Winter hat mich dazu angestachelt in eine neue Heizung zu Investieren. Es geht um einen Teilsaniertes EFH von 1971. Bisher hat es Nachtspeicheröfen und eine Pelletheizung im Flur (der mittlerweile seinen Geist aufgegeben hat).

Ich würde gerne auf Split-Klimas setzen. Es würden nach meiner Einschätzung 5-7 Singlesplits. Die optischen Konsequenzen spielen keine Rolle. Ich habe versucht zu recherchieren, habe KI gefragt und mich durch die Bafa-Liste der geförderten Geräte gegoogelt. Mein Topfavorit sind die Mitsubishi R290 Geräte. KI meint dass R290 dem R32 beim Heizen noch einen Tick überlegen ist bei der Effizienz. Die Mitsubishi Außengeräte sind auch vergleichsweise schwer was für mich ein Zeichen von guter Qualität ist.

Ich bin generell bereit einen Aufpreis für gute Quali zu zahlen, denn schließlich sollen die Maschinen lange halten und im Winter im Dauerbetrieb durchackern können.

Ich war dann aber doch geschockt was meine lokalen Installateure für Preise aufrufen. Ich habe 3 Angebote reingeholt, und alle 3 bewegen sich so um die 30k€ bei 5 x Single-Split (2 x 2,5kW und 3 x 3,5kW). Ich habe nachgehakt und bei allen sind wohl die Einkaufspreise der Geräte jenseits von gut und böse und weeeiiit über dem was die Internet Kistenschieber verlangen.Ein Installateur bot mir daraufhin an dass ich mir die Geräte selbst besorgen soll und er sie installiert. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, vor allem im Hinblick auf Garantie usw.

Aber Generell hätte ich die Frage an euch: Findet ihr dass die Mitsubishis diesen Aufpreis wert sind? und warum bekommt man kompromisslos auf Heizen getrimmte Geräte wie die Panasonic Nordic nicht regulär in D zu kaufen? Nach meiner Recherche bin mir mehr verwirrt als schlauer …

Was würdet ihr machen?

Ob die neue MEL mit R290 gut funktioniert, dazu fehlt hier im Forum noch etwas die Erfahrung. Du findest aber einen Thread zu der Anlage, schau da einfach mal.

Generell ist es so: Es ist eher ernüchternd, wie unbefriedigend die Regelung im Heizbetrieb selbst bei den Top-Herstellern funktioniert. MEL hat auch kaum Einflussmöglichkeiten auf die Regelung. Müsstest mal schauen, obs wenigstens den ECO-Modus im Heizbetrieb gibt, damit man die Leistung limitieren kann.

Daikin sticht da hervor mit einer recht guten Regelung und hat auch die Bedarfssteuerung, mit der man viel Einfluss nehmen kann.

Zentrales Problem bei vielen Anlagen ist das häufige Takten der Anlagen, also z.B. 7 Takte die Stunde in der Übergangszeit. Und die Abtau-Steuerung ist bei MEL auch oft ungünstig, die Anlage taut häufig ab, obwohl gar nicht nötig.

Die R290 Anlage von MEL finde ich auch deutlich zu teuer. Können die derzeit noch machen, weil es ansonsten noch keinen Premiumhersteller gibt, der R290 im Angebot hat. Persönlich würde ich jetzt noch keine R290 Anlage kaufen.

Du kannst in Italien für etwa 1000 Euro sehr gute Daikin Perferas bekommen. Da bist du bei 5 Anlagen bei 5000 Euro, Installationsmaterial nochmal 1000 Euro und Installation vielleicht nochmal 4000, also alles zusammen 10.000 Euro.

Panasonic Nordic: Da gibts eine Firma, die die importiert, ich glaub es war Christherm. Alternativ hat auch Daikin die Nepura.

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Das, was er sagt :index_pointing_up:t3:

Viele der Probleme die du ansprichst scheinen Softwarebezogen zu sein. Bieten Hersteller mittlerweile Softwareupdates für so Anlagen wo dann nachgebessert wird?

Sind so importierte Anlagen eigentlich förderfähig?

Rechne es dir dochmal durch.

Was kannst/willst du alles selbst machen?

Dementsprechend dann deinen Klimamenschen fragen was er nimmt und zusätzlich vielleicht mal My Hammer bemühen als Vergleich.

Denke das mit der Förderung ist dank der Vorschriften nicht mehr so interessant.

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Also ich gehe davon aus 70% durch die Förderung erstattet zu bekommen. Es fliegt die alte ineffiziente Heizung raus und vom Einkommen her liege ich auch unterhalb dieser Grenze wo man nochmal extra Prozente bekommt. Also 30% von 30k€ wäre noch 9k€ … falls das alles so klappt mit der Förderung.

Da wird nichts nachgebessert. Die Klimaanlagenhersteller sind im Bereich heizen fast ohne Innovation und absolut träge. Ist mir echt ein Rätsel, warum da nicht mal einer der Hersteller durchstartet mit starker Verbesserung der Situation.

Die Regelungs-Algorithmen scheinen aus den 80er Jahren zu sein, heute könnte man das extrem viel besser.

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Ok das klingt übel. Ich hätte irgendwie gehofft dass da mehr geht, also z.B. das man den Kompressor einfach mit einer Leistungsvorgabe betreiben zu könnte, z.B. arbeite mit 350Watt …

Hilft da evtl. ein Netzdienlichkeitsadapter was? könnte man damit die Anlage drosseln?

Ja, da hoffen viele drauf, eine simple manuelle Einstellung des Verdichters, gibts leider von keinem Hersteller.

Netzdienlichkeitsadapter: Nein, für den Zweck der besseren Regelung bringt der nichts. Hab da zumindest noch nichts zu gelesen. Das wäre sicherlich bekannt hier im Forum.

Recht universell bei fast jeder Anlage funktioniert noch der Ausbau des Innentemperatursensors. Diesen dann sinnvoll platzieren und noch ordentlich dämmen. So haben wir unseren Anlagen das häufige Takten abgewöhnt. Andere machen es über Automatisierungslösungen.

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Also wenn du Garantie willst und auch Förderung dann wird das nichts mit Italo-Anlagen

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Wenn das so wäre, würde ich keinen Finger krumm machen und mir trotzdem geförderte Daikins anschaffen.

Die 30.000 Euro sind schon extrem. Selbst wenn du 70% gefördert bekommen willst, geht das sehr viel günstiger. 5 Daikin Perferas bekommst du von einer Kältefirma für viellicht 10.000 Euro. 1000 Euro Material drauf und 5000 Euro für Installation. Dann bist du bei 16.000 Euro. Vielleicht nochmal für die Netzdienlichkeit 1000-2000 Euro drauflegen.

Was haltet ihr von den anderen Punkten aus dem ersten Posting, also ist R290 tatsächlich etwas besser zum heizen geeignet als R32? oder ist evtl. genau andersrum und man sollte sich noch eine R32 Anlage zulegen solange das noch erlaubt ist? Ist das Gewicht der Außeneinheit ein Indiz für Verarbeitung und Standfestigkeit (oder sollte man da nichts reininterpretieren)? Was mich bisher am meisten irritiert ist die Aussage von Win, dass die Mitsubishis zu oft abtauen, denn dass sehe ich als großes Problem …

Also ich kann zur Midea R290 viel positives berichten. Die hat im harten Winter auch bei -15°C ihre volle Leistung gebracht. Sie erreicht sehr schnell sehr hohe Luft-Auswurftemperaturen.

Mit dem FKW Verbot wird es irgendwann auch so laufen wie mit dem FCKW Verbot. Die Preise für die alten Kältemittel steigen dann stark an, und Reparaturen könnten teuer werden.

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Welche Leitungslängen hast Du denn? Das kann die Kosten treiben. Ich hatte um die 40m für meine 4 IGs, das war der Kostentreiber.

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Bei mir werden die Anlagen immer direkt gegenüber voneinander montiert, also Leitungslänge ist quasi die Wandstärke, daher sollte das keine Rolle spielen.

Kannst du ja direkt am SCOP ablesen. Viel nimmt es sich nicht, aber immerhin hat die RZ einen SCOP von 5,3, eine vergleichbare Anlage aus der LN-Serie hat 5,2. Damit ist das R290-Gerät zumindest nach Datenblatt ein klein wenig besser.

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Wenn die Daten verfügbar sind, würde ich mir anschauen, wie die Modelle ihren SCOP bekommen.

Grundsätzlich können zwei Modelle den gleichen SCOP haben, aber das eine Model sehr gute COP-Werte bei warmen Temperaturen und schlechte Werte bei kalten Temperaturen. Das andere Model hingegen hat die guten Werte bei kalten Temperaturen. Im Ergebnis dann halt den gleichen SCOP oder ähnlich.

Wenn man z.b. PV hat, sind ggf in der warmen Übergangszeit gute COP-Werte nicht so wichtig.

Macht aber alles in der Paxis vermutlich keinen riesigen Unterschied. Eher als Hinweis gedacht.

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Prinzipiell (man verfolge die entsprechenden Threads hier) haben das alle Anlagen bzw. alle Hersteller. Mal mehr, mal weniger.

Auch wenn ich als Mitsubishi Electric Besitzer natürlich etwas voreingenommen bin, bin ich der Meinung, dass die Anlage sehr gut hackbar ist.

Das geht los bei ESP32 anstelle des Melcloud Moduls (wobei es auch für die originalen Module mittlerweile ein Projekt gibt, das eine Steuerung über Home Assistant ermöglicht) um die Anlage in Home Assistant einzubinden - Kostenpunkt: 2€ für den ESP, ein paar Cent für das Kabel mit CN105 Connector - schwupp, kann man die Anlage rein lokal ohne Cloud (und somit Verzögerung, potentiellen Ausfällen, später Gefahr von Kosten oder Abschaltung Cloud) steuern und überwachen, kann vorhandene Raumthermostate nutzen anstelle der internen Schätzeisen - und vieles mehr.

Zum abtauen an sich wiederum gibt’s findige Finnen, die da wiederum eine Methode erfunden haben, um nur abzutauen, wenn es wirklich notwendig ist - den MitsuRunner.

Kostenpunkt für das spurenlos rückbaubare Adapterkabel liegt, Stand 2025, mit Versand bei 35€. Zusätzlich noch ein weiterer ESP, 2 Thermostatfühler a 1€, ein Relais und etwas Zeit.

Damit lassen sich der Anlage sehr gut alle mir bekannten Flausen austreiben und man hat, mit den Diamond Innengeräten, eine weitgehend zugluftfreie Luftverteilung.

Diese Möglichkeiten bieten andere Hersteller bzw. Drittanbieter (ProtoArt bspw.) auch für manche Modelle / Hersteller an - was ich damit sagen möchte ist vermutlich dass vieles möglich ist, ganz ohne Gebastel und Einarbeiten in die Materie geht es aber wohl nie ab.

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