Bestands PV 10.800kWp Volleinspeisung mit Balkon/Speicher erweitern?

Guten Tag,

wir (Familie mit 2 Kindern und e-Auto) ziehen im Oktober in ein Haus mit 10.800kWp PV in Süd-ausrichtung mit Gas Heizung und Klima Split in der Vorderpfalz.

Wir hatten noch nie eine PV und daher ist alles neu für uns.

Aktuell wird noch für zwei Jahre eingespeist und wir bekommen ca. 600€/Monat. Daran wollen wir natürlich nichts ändern. Worauf müssen wir uns in zwei Jahren einstellen?

Infos zur Anlage BJ 2007

50* PV Elemente ALEO S16 mit 180 Wp auf ca. 77m2 süddach
-Azimut 20° Ost. Neigung 35°
String Wechselrichter SMA Sunny Boy SB 5000TL Multi-Sling
String Wechselrichter SMA Sunny Boy SB 4200TL

Unsere Idee wäre nun das Projekt ?unkompliziert? per Balkonkraftwerk und erweiterterem Speicher Richtung Westen zu ergänzen. Diese Anlage dann natürlich für den Eigenverbrauch nutzen. Ist das möglich? Nach den zwei Jahren dann die große PV Anlage ebenfalls in einen Speicher laufen lassen.

Ich habe leider, was Strom angeht, nach dem Physik Leistungskurs aufgehört mich weiterzubilden und bin daher über alle Tipps/Hinweise dankbar :slight_smile:

Ist das bestehende eine Volleinspeiseanlage?

Ja. Ist eine Volleinspeisung.

uns würde auch interessieren, sollte man in zwei Jahren den Strom selbst nutzen wollen und speichern… wie viel wird das ca kosten umzurüsten sodass wir jetzt schon mal was zur Seite legen.

Speicher sind ja mittlerweile nicht mehr so teuer. Bis zum Tag x wissen wir dann, was unser Stromverbrauch so sagt.

Bis zum Tag x hätte ich eben gedacht, könnte man mit einem balkonkraftwerk mir erweiterbarem Speicher schon mal bisschen Stromkosten senken und vielleicht Klima Split abpuffern im Sommer und Winter

Das Geld der Volleinspeisung größtenteils bei Seite legen um in 2J "aktiv" werden zu können.

Irgendein BKW mit Speicher installieren, mit BEV das auch benutzt wird, ist das dann ein wenig unterstützend.

Ob im Jahr 1 oder 2tkWh eingespart werden macht sich nicht so bemerkbar.

Spricht aber auch nichts dagegen es dennoch zu tun.

In 2J wird alles neu aufgemischt. Das BKW ist dann auch neu zu bewerten. Die politische Entwicklung geht eindeutig in die Richtung, private PV zu bestrafen. Welche Lösungen es bis dahin gibt oder welche Kosten bis dahin anstehen ist unklar.

Das ist ein schönes Sümmchen über 24 Monate gerechnet. Bis dahin wird sich die Politik entschieden haben und du hast dann genug Kleingeld gespart, um richtig zu investieren. Das BKW wird sich bis dahin noch nicht amortisiert haben. Unter dem CO2 Aspekt hast du schon viel “auf dem Dach”. Für deinen Plan zur Umrüstung auf Akku wird das BKW wenig Nutzen bringen.

Gewiss gibt es einen Elektriker vor Ort, der die Anlage kennt. Mit dem würde ich den Umrüstplan mal besprechen.

L.G.

Alles klar. Dann halten wir die Füße still und legen Geld beiseite. Habt ihr eine Hausnummer, wie viel die Umrüstung in zwei Jahren ca. kostet, damit wir den PV Strom für unsere Verbraucher nutzen können? Batteriespeicher werden wir uns dann wahrscheinlich auch erst in zwei Jahren zulegen.

Die Preise in 2 Jahren kennt keiner. Bei den Akku´s ging es jetzt lange Zeit nur runter mit den Preisen. Ob das so bleibt, kann “der Chinese” vorher sagen, Scherz. :sweat_smile:

Mit SMA kenne ich mich nicht aus. Die WR, die du angegeben hast, sollen nach erster Internetsuche schon für Hochvolt Akku´s geeignet sein. Dann schau mal nach den üblichen Verdächtigen, wie BYD und Co. Wenn es nicht geht, dann bietet SMA mit dem Storage System auch Möglichkeiten der Nachrüstung.

Der Preis wird gewiss auch in 2 Jahren von der Akku Kapazität abhängen und die solltest du erstmal ermitteln. Wenn das E-Auto tags am Haus steht, dann nimmst du den PV Strom. Wenn es aber nur abends geladen werden kann/soll, brauchst du schon einen großen Akku. Schau auch mal, was die 18 Jahre alte PV noch bringt, denn mit vielleicht 10-15% Verlust ist da zu rechnen. Mit 20 x 600 = 12.000 € sollte man auch heute schon einiges an Speicherkapazität kaufen und anschließen lassen können.

L.G.

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Wenn bei der Überprüfung der alten Anlage kosten auftauchen, kann man auch gucken ob statt der Reparatur einmal alles auf dem Dach und Außen "Repowered", neu gemacht werden kann.
(Verantwortung liegt wohl bei einem selber, das alles immer noch sicher ist)

Bringt mehr Leistung auf gleicher Fläche.
Es besteht wohl dann auch die Möglichkeit die Anlage neu anmelden zu lassen. (?)

Also kann man dann, in 2 Jahren, auch gucken ob und wie hoch eine neue Einspeisvergütung dann wäre und wie es sich rechnet.

Nachtrag:

Balkonsolar ohne Specher rechnet sich oft innerhalb von 3 Jahren und kostet wenig.

Würde ich bei einer Volleinspeise Anlage auch für 2 Jahre machen. Die Balkonsolaranlage läuft ja noch weiter und bringt was dazu. Kann man auch immer an- oder abmelden, falls es später zur großen Anlage dazukommt.

Das hängt von den Einspeisevergütungen ab. Bei den Anlagen aus 2007 gibt es bis zum Auslaufen der Förderung um die 50 Cent / kWh und für selbst verbrauchen Strom aus der PV gab es auch noch eine “Vergütung” (Arg. Netzentlastung).

Für ein BKW gibt es keinen Cent für den Strom, der in das öff. Netz ausgespeist wird. @sitzpillow wird also gut beraten sein, die Förderungen zu studieren. Dümmstenfalls gibt er Geld für das BKW aus, reduziert den Eigenstromverbrauch und verliert die Vergütung.

Muss nicht so sein, kann aber sein.

L.G.

BEV und Bude benötigen im Jahr 12000kWh ?

Ein BKW mit Speicher-Eigennutzung 2000kWh ?

2/12 = 16,6%

Das ist schon erkennbar und tendenziell eher noch wirksamer.....

Bei Volleinspeisung mit eigenem Zähler gibt es dieses komische Modell nicht. Zwei Zähler, am "Hauszähler" wie gewohnt ein BKW anmelden....

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Von mehreren meiner PV Anlagen fällt jetzt eine Ende des Jahres aus der Förderung, mein Netzbetreiber hat mir 2 Alternativen mitgeteilt; nichts machen und weiterhin voll einspeisen für 10 Ct befristet bis 2032.oder Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung zum Marktpreis, wie man jedoch schon gehört hat, sind einige EVUs bereits schon dabei die Überschusseinspeisung wieder aufzuheben und mit 0 Ct. zu vergüten, da zu viel Energie am Markt ist .

Die sichere Seite wäre weiterhin Einspeisen für 10 Ct. und abwarten was der Politik noch einfallt, oder Eigenverbrauch mit der unsicheren Überschusseinspeisung

Wenn die Energie nicht selbst genutzt werden kann, ist weiter voll einspeisen vermutlich das Beste.

Es wird zur Rechenaufgabe....

Xy% selbst genutzt = X€ gespart
Eingespeist =.Y€ eingenommen

Wenn X>>Y usw.

BEV
Warmwasserbereitung
......