Benzin-/Strom-Generator als Notstromversorgung_wie anschliessen im Haus? (bei leerer PV-Batterie)

Hallo, ich wende mich hier an die Diskussions- Plattform, um spezielle Information zu bekommen.

IDEE: Mein Wunsch wäre der Anschluss eines Benzin-/Strom-Generators als Notstromversorgung für mein Eigenheim. Auslöser dieser Idee ist der Strom-Blackout in Berlin dieser Tage.Der Generator soll im Notfall angeschlossen werden, wenn die Stromversorgung ausgefallen ist, und alle Stromspeicher leer sind, und nichts anderes mehr geht.

FRAGE: Meine Frage ist, kann ich den Generator einfach an eine Außen-Steckdose anschließen z.B. wie ein Balkonkraftwerk mit maximal 800W? Welche Einspeiseleistung dürfte der Generator maximal haben zum Beispiel über eine Steckdose 3,5 KW bei entsprechender 16A-Absicherung direkt im Hausanschluss-Kasten?

Ist die Idee okay oder lässt man besser die Finger davon. Was sollte man beachten? Gibt es bereits solide Info, Tipps oder Abhandlungen dazu? Bin schon gespannt auf die Reaktionen.

Vielen Dank und Grüße, Josef

ZUSATZINFO: Einige Details zu der Einsatzumgebung...

- Gut laufende Solaranlage mit 23 Stück PV-Panels circa 9,2 kWp (12 Stück Nord- und 11 Stück Süd Ausrichtung), Sungrow Wechselrichter, Sungrow Speicher mit 9,6 kWh mit installierter Notstrom Steckdose. Sonstiges:

- E-Auto Renault Twingo Elektrik mit ca. 24 kWh Speicher.

- Gasheizung (Gas-Brenner erneuert 2024, Fußbodenheizung).

- Längerfristiger Wunsch: Erdwärmepumpe, sobald die Preise im erträglichen Rahmen sind. Ich hatte ein (abschreckendes) Angebot vom Installateur für eine Luftwärmepumpe von ca. 65T Euro.

Nein das funktioniert son nicht, denn bevor man einen Generator ans Hausnetz anschließt muss das Hausnetz vom allgemeinem Stromnetz getrennt werden.

2 „Gefällt mir“

Neben der schon genannten unbedingt erforderlichen Trennung des Hauses vom Netz (und zwar komplett, alle Phasen) brauchts dafür den berühmten Selbstmordstecker.

Zudem speist du dann nur auf einer Phase ein, und das ohne FI.

Kann man zwar alles machen, ist aber fragwürdig.

Oliver

Wenns korrekt gemacht werden soll brauchts dafür einen Notstromumschalter (für die Trennung vom Netz) und daran verkabelt eine Einspeisesteckdose. Grad mit billigen Stromerzeugern aber nicht unbedingt zu empfehlen, könnten böse Spannungsspitzen raushauen die empfindliche Geräte nicht überleben.

Falls deine PV Notstromfähig ist wär der beste Weg den Akku mit einem Generator nachzuladen falls das mit dem Sungrow System möglich ist.

2 „Gefällt mir“

Oder einfach über ein entsprechend großes Ladegerät direkt den Akku mit dem Aggregat laden und sich keine weitere Gedanken über irgendwelche Trennungen machen.

1 „Gefällt mir“

Danke für all eure Antworten!

Ich habe mich zusätzlich ein Stück schlauer gemacht via You-Tube und verstehe all eure Kommentare. Die Lösung (mit Umschalter von Hausnetz auf Notstrom) ist wohl nicht ganz einfach, aber möglich und leider kostspielig.

Deshalb doch nochmal zurück zur Frage via Außen-Steckdose a la Balkonkraftwerk: Prinzipiell sollte ein kleiner Benzin-Stromgenerator (230Vac) bis 800W doch eigentlich gehen oder? Damit könnte ich dann bei Stromausfall z.B. kritische Verbraucher wie Hebepumpe, Licht, Gas-/Heizungspumpe betreiben. (Summe max. 800W). Was mir nicht so klar ist: Braucht die externe Stromquelle (der Generator, oder das Balkonkraftwerk) das Hausnetz / Stromversorgung zur Steuerung? Der Sungrow-Wechselrichter der PV-Anlage muss m.E. das Hausnetz haben zum Betrieb; ist das korrekt? Danke im Voraus für eure Ideen und Kommentare.

Nein, geht immer noch nicht, das Hausnetz muss getrennt werden, sonst bestromst Du das ganze Viertel und eventuell sogar denjenigen, der gerade die Leitung repariert.

Siehe https://www.youtube.com/watch?v=PPVEHrAQdDw

Das sollte aber über den SLS o.ä. Schalter vor dem Zähler problemlos gehen.

Nein.

Oliver

Wenn du eh schon Speicher + Steckdose hast, dann ist das was @wollewolle schreibt doch am einfachsten.

Du kannst ja auch eine Einspeisesteckdose im Aussenbereich installieren (lassen) - sowas wie die hier:

Die ist für Camper, gibt sicher auch noch andere die für mehr für Hausinstallation sind.

Wichtig dabei: Die darf nirgendwo eine Verbindung zum Hausnetz haben und idealerweise auch keinerlei Möglichkeit etwas zu “verwechseln” und fälschlich anzustecken.

Dann im Haus eine Leitung verlegen zur Speicherbatterie und dort eine Steckdose + Ladegerät. Oder noch besser Ladegerät fix an dieser Leitung angeschlossen. Auf die Art könntest du die Speicherbatterie jederzeit nachladen falls nötig und die “Notstrom Steckdose” nutzen für die Verbraucher. Dann könnten die Verbraucher auch unabhänbgig vom laufenden Generator betrieben werden (zb. nachts).

Wie die rechtlichen Rahmenbedingungen sind - ggfs. auch bezüglich Erdung usw. - müsstest du mit deinem Elektriker abklären.

Wenn die “Notstrom Steckdose” sauber vom Hausnetz getrennt ist und aus dem Akku gespeist, scheint mir das die sinnvollste Variante zu sein. Mit dem Generator direkt ins Hausnetz ist nat. möglich, aber sehr aufwendig und teuer. Das wird - da man es wohl ohnehin nie benötigen wird - völlig sinnfrei sein.

In jedem Fall solltest du aber auf jegliche “Versuche” dahingehend verzichten und vor einem Kauf deinen Elektriker fragen.

Dann kannst du bei Bedarf den Generator im Freien aufstellen und einfach mit der CEE Steckdose einstecken