ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema Solar und möchte nun eine kleine Anlage auf meinem Gartenhaus installieren. Es handelt sich um ein Flachdach (Größe 5,10m x 4m) mit 10° Neigung, unverschattet in Richtung SSO. Das Dach ist mit einer Bitumenbahn belegt und das Gartenhaus besitzt eine Zwischendecke mit Revisionsklappen, man kann also nicht sofort sehen, wenn Feuchtigkeit eindringt. Wie würdet ihr die Module auf so einem Dach montieren? Es gibt ja im Prinzip nur die Methode Stockschrauben und Durchdringung der Dachhaut oder Aufständerung der Module incl. Beschwerung...
Wenn das ein Gartenhaus wie meins ist, dann kommen weder die Stockschrauben wegen der Perforation der Dachhaut, noch die Ballastmethode wegen der mangelnden Tragfähigkeit des Bretterdachs in Frage.
Was ich bei Gartenhäusern schon gesehen habe, ist die Montage mit Geländer oder Handlauf Stützen an der Aussenwand, die den Dachüberstand überbrücken. An denen können dann die tragenden Aluminium Halterungen fest geschraubt werden. Wenn die Spannweitezu groß wird, sind Abstützungen gegen Durchhängen in der Mitte auf einem Blech möglich, das nur die Druckbelastung flächig verteilt.
Danke für den Tipp Thomas, sowas in der Richtung hatte ich auch schon in Erwägung gezogen. Das Gartenhaus ist massiv gemauert, das Flachdach liegt auf ca. 100x60er Balken. Ich kenne einige, die auf so eine Konstruktion ganz einfach die Module aufständern und beschweren. Mir wäre eine Schienenmontage auch lieber, da könnte man nämlich 8 Module unterbringen, sind zwar nur 10° Winkel, aber dafür 8 statt 6 Module.
Ich hab bei mir auf nem Flachdach mit Bitumenbahn bei dem die Module auch flach montiert wurden folgendes gemacht:
4Kantrohr von unten mit ner dicken Schicht von so Bitumen aus der Dose beschmiert und dann mit Schrauben durchs Dach gejagt...
In die Rohre hab ich Gewinde eingenietet und dann die Module mit ner Schraube und ner Unterlegscheibe so fest gemacht, dass halt die Unterlegscheibe von oben auf den Rahmen drückt.
Das ist jetzt seit 2 Jahren fest und auch seit 2 Jahren dicht. Hat bestimmt der ein oder andere was dran auszusetzten aber für mich langts.
Wenns nicht 100% dicht wär, wärs mir auch wurscht aber ich kanns halt ganz gut beobachten... Des is dicht.
Es gibt für Flachdächer extra Winkel mit einer Gummischicht auf der unteren Seite. Die habe ich benutzt. Zusätzlich wurden die Halter mit Bitumen aus der Kartusche abgedichtet. Die Befestigungsschrauben habe ich abgedichtet mit fertigen Unterlegscheiben mit EPDM- Gummi.
Ich habe mir ebenfalls Gedanken zur Aufständerung auf einem ca 10 Grad abfallenden Flachdach Richtung SSW gemacht.Das günstigste was es gibt ist verzinktes C Profil 27x18, die Konsolen wollte ich mit Stockschrauben in die gleichen 100x60 Dachbalken verschrauben wie die in Matts Dach und mit Bitumenmasse dick abdichten. Der Rest wird dann auf den Konsolen verschraubt. Kostenpunkt bei 9 Stück 1050x1705er Modulen 430€
Ich würde auch am liebsten ohne Aufständerung und Belastungsgewichten arbeiten, damit bleibt das Problem der Durchdringung der Dachhaut. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken, da es eh nur ein Gartenhaus ist, aber lieber einmal mehr nachgedacht. Wäre es ein Wohnhausdach, würde ich da sicher nicht reinschrauben, vor allem nicht wenn der Dachboden ausgebaut ist. Es soll Leute geben, die 80 x 60 Holzbalken durch die Sparren verschrauben, dann komplett einschweißen und die Befestigungsschienen dann darauf montieren. Am einfachsten wären Stockschrauben in die Balken und ordentlich eindichten, aber wie lange ist das dann dicht?
Ich würde nicht versuchen, längere Profile auf so ein Dach zu schrauben: Hintergrund ist die unterschiedliche Wärmeausdehnung, die zu irren Kräften führt und dann reißt jede Abdichtung zwischen einem Profil und der Dachhaut irgendwann. Sogar abgescherte Schrauben sind möglich. Wenn also durch die Bitumenbahn, dann nur kurze Sachen anschrauben.
Hi, hab genau das, ein Flachdach mit ausgebauten Wohnraum darunter und PV Schienen mit Stockschrauben durchs Dach in die Holzträger verschraubt. Das ganze ist jetzt Dicht seit 12 Jahren. Fragt mich aber nicht welche Schrauben das waren
Ich habe darüber nachgedacht ob es nicht sinnvoll ist auf die Bitumenbahn ein Trapezblechdach zu verlegen und dann die Module daran zu befestigen. Gibt's da irgendwo eine Anleitung wie man da am cleversten vorgeht? Was gibt's da zu beachten?
Ich denke das nahezu jede Konstruktion für ein Flachdach Pros und eben auch Kontras hat. Die Wörter "Löcher und Dach" passen in unseren Köpfen eben wenig zueinander. Wenn es Gewissenhaft gemacht ist sollte es keine Probleme geben. Meine Montagekonsolen sind nach unten hin durch die Dachpappe mit 8x160er Schrauben verschraubt.Der Fuss ist dann Centimeterdick mit Bitumenspachtel vom Baumarkt eingepackt darüber dann noch eine Lage Dachpappe,ehrlich gesagt traue ich dieser Stelle mehr zu als dem Rest vom Dach.
Ich bin immer noch total verunsichert, wie ich die Solarmodule auf meine Laube montiere, das geht soweit, dass ich das ganze Projekt mittlerweile in Frage stelle. Wie macht man's denn nun bei einem Bitumendach am cleversten? Vielleicht ständere ich auch auf und ballastiere, was bei den Sparren (ca. 100mm x 60mm) bei einer Spannweite von 3,50m und einem Abstand von 50cm sicher nicht endlos geht...
Ich greife das hier mal wieder auf: es geht auch um ein Flachdach mit vielleicht 8% Gefälle auf Gartenhütte 460 x 256 cm - reicht für 4 große Module. Das Dach ist mit Sparren 60 x 80mm oder 60x100 und darauf Holzbretter die mit Bitumendachbahn verschweißt sind. Es hält recht solide und kann begangen werden.
Zunächst wollte ich auch mit Stockschrauben durchs Dach bohren und daran die Panele über Kanthölzer 60x60 befestigen. Jetzt habe ich mir aber überlegt, dass Dach lieber mit Rasenkantensteinen zu beschweren (100 x 20 x 4/5 cm) o.ä. Darauf würde ich die Kanthölzer schrauben (Dübeln) und darauf direkt die PV-Module. Imprägnierte Kanthölzer weil ich die ohnehin dahabe, diese dann relativ gut geschützt unter den Panelen liegen, die Spalten würde ich noch abkleben (Silikon, Dichtband o.ä.).
Jetzt 2 Fragen:
Wie viele Rasenkantensteine sollte ich für die 4 Module verwenden? Reichen 5 (100 cm lang) und über die Enden dann die Balken gelegt? Dann würden die Module auf beiden Seiten etwa 35cm überhängen - ungünstig? Oder sollte ich 10 nehmen, dann habe ich auf einer Seite ca. 25 cm Überstand der Rasenkante? Oder ich nehme 10 kürzere (gibt die auch in 50cm Länge) - reicht das vom Gewicht?
Anstatt die Kanthölzer aufzudübeln - was mir aufwändig erscheint - könnte man die Kanthölzer auch mit starkem Montagekleber nur aufkleben. Hält eigentlich bombig weil das Zeug in die Poren eindringt und auf Holz hält es fast noch besser. Zur Sicherheit vielleicht noch zusätzlich mit einer mittigen Schraube sichern? Das Dach ist relativ windgeschützt durch Bäume und die Module werden flach aufgelegt - da ist also keine besonders große Windlast zu erwarten. Bin mir nur nicht sicher ob das bei Wärme und Kältze und Feuchtigkeit nicht rissig wird durch unterschiedliche Ausdehnung? Das Zeug ist aber auch ein bischen flexibel.
Ist sicherlich nicht 100% fachgerecht, aber ich meine, das sollte halten - was denkt ihr?
Holz quilt und schwindet bei Feuchtigkeit gewaltig. Montagekleber sind nicht so super UV-Beständig. Wenn es abreißt, gibts große Gefahr. In dieser Kombination würde ich von so einem Experiment absehen.
Aufdübeln ist nicht wirklich aufwändig. Löcher sind schnell gebohrt. Tipp: wenn du komplett durchbohrst, platzt dir auf der Rückseite gewaltig was weg. Willst du das vermeiden, muss der Stein plan irgendwo aufliegen. Und vielleicht auch den Schlag rausnehmen die letzten 10mm.
Ich frage mich immer warum man so eine Angst hat mit einer Stockschraube zu arbeiten?? Richtig gesetzt ist das Dicht...
Runde Teller oder auch 4-Eck schneiden, um die Stockschraube nach oben ziehen und aufschweißen damit auch stehendes Wasser (kleine Pfützen) nicht dort eindringen kann. Wer Dachpappe vom Baumarkt verwendet hat schon ein undichtes Dach auch ohne Stockschrauben, nach einiger Zeit.