Balkonkraftwerk als Teil der Wohnung mitvermieten?

Hallo allerseits!

Kann man als Vermieter ein (auf dem Dach montiertes) Balkonkraftwerk mitvermieten bzw. dem Mieter einfach zur Nutzung überlassen? Ist das dann rechtlich gesehen noch ein BKW, also Betrieb durch den Nutzer? Wer meldet das dann an? Kann ich die Kosten für das vermietete BKW dann trotzdem unter V&V steuerlich geltend machen (auch wenn ich schon von der entfallenen MWSt profitiert habe)?

Habe ein Dach, mehrere Wohnungen (teilweise vermietet) / mehrere Zähler, aber keine Lust auf den Extra-Aufwand einer "großen" PV-Anlage: 1 Dach x 12 Module (3 Wohnungen) = 1x PV oder 3x BKW? - PV-Anlage / Stell dein Batterie/Powerwall/PV Projekt vor - Akkudoktor Forum, und erst recht keine Lust auf ein Mieterstrom-Modell etc.

Vielen Dank für Eure Meinungen und Erfahrungen!

Viele Grüße, Stephan

Natürlich. Wenn du die höheren Einnahmen versteuerst, kannst du auch die Ausgaben abschreiben.
Ich persönlich, würde mich um die rechtlichen BKW-Probleme nicht kümmern. Was soll da passieren? Aber das ist eine persönlichen Meinung/Entscheidung.

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Hallo,
den Eintrag ins Marktstammdatenregister solltest du machen, es sei denn, der Mieter will es selbst installieren (dann müsste er es machen). Absetzen kannst du es von den Mieteinnahmen gewiss, fraglich ist eher ob das als Sofortaufwand komplett oder nur mit der AfA angesetzt werden kann. Bei einer selbst genutzten Wohnimmobilie dürfte man den Handwerker Lohn absetzten (nur den, nicht das Material und auch nur 20% des Lohns). Bei vermieteten Wohneinheiten geht das m.A. für alles was der Erhaltung und Erneuerung dient zu 100% auf Material + Lohn.

L.G.

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Schau mal hier, als weitere Inspiration:

Ist auch die Frage wer dann haftet, wenn du das (selbst) installierst. Vermutlich musst du die Anlage dann versichern. Würde der Mieter das BKW installieren wäre das seine Haftpflicht wenn die mal vom Balkon oder Dach weht und einen am Kopf trifft, oder brennt. Wenn der Vermieter die installiert und vermietet haftet auch der.

Einer hat mal gerechnet mit 1000EUR BKW inkl Installation auf Dach auf 20 Jahre gerechnet, kann man so 4-5EUR/Monat verlangen um die Kosten wieder einzuholen. Der Mieter spart 10EUR/Monat.
Da sind aber Versicherung nicht drin, und könntest das Geld auch stattdessen für die selbe Rendite (5-6%) anlegen.

Also nicht falsch verstehen, ich hab mir das auch überlegt, weil unsere Mieter haben keine gut ausgerichteten Balkone, und hätte denen auch gern das aufs Dach gepackt, dass die auch was davon haben, aber mehr Risiko einzugehen, ohne dass es einen offensichtlich positiven Effekt für den Vermieter hat… ich weiß nicht.

Falls du dich doch für eine große PV entscheidest… kann man ja in Zukunft mit E-Autos sicher brauchen… dann schau dir doch mal Pionierkraft an. Die haben Geräte die das Mieterstrom Modell umgehen. Bist dann auch kein Stromversorger und die ganzen Regularien gelten nicht. Dann haben die Mieter auch zu beliebigen Zeiten günstigen Strom durch die Batterie, und dazu noch ganze 2kW. Einnahmen sind auch Einkommenssteuerfrei (bis 15kWp pro Wohneinheit und 100kWp pro Gebäude, …) und auch Umsatzsteuerfrei (bis zu 24000 Freibetrag,…). Musst aber genau nachlesen was für dich gilt wann man Steuern drauf zahlt und wann nicht. Die Geräte zahlen sich nach 2-3 Jahren ab und ab da bekommst dann auch 25-30ct pro kWh vom Mieter.