Das ist so nicht richtig.
Na dann scheinst du aber andere Erfahrungen gemacht zu haben - als ich.
Um so mehr wundert mich dann, woher du meine Erfahrungen damit kennst.
Aber es freut mich für dich, wenn du das Glück hast von “fehlerfreier Software” umgeben zu sein ![]()
Ich sag mal, das hat niemand behauptet. Vollständig fehlerfrei Software wird selten sein. Aber ein Großteil aller Geräte wird heutzutage per Software gesteuert, und das die alle mit „unfertiger, schlecht programmierter Software“ kommen, ist dann doch arg übertrieben. Die allermeisten funktionieren da doch äußerst zufriedenstellend. Ausnahmen bestätigen, wie immer, die Regel.
Oliver
Hast du detaillierte Software Kenntnisse, oder wie beurteilst du das?
Naja…![]()
Ich habe geschrieben:
Dann kam die Antwort:
Genau DAS ist “so nicht richtig” - denn das habe ich ja weder geschrieben - noch gemeint. Viel mehr bekommt man die Probleme eben in allen möglichen Bereichen mit. Und das merke ich selber, lese es hier, höre es von anderen usw.
Das beurteile ich daran, dass die Software zb. nicht das macht - was das GUI anzeigt usw.
Aber ich denke es ist zu OT das hier weiter zu vertiefen ![]()
Meine Erfahrung mit der Avarma (Gen 3) ist bisher, dass man sich ohne externe Steuerung via HomeAssistant mit ESPHome o.Ä. schwer tut. Ich steuere die Anlage (ohne Warmwasser, das kommt aus einer BW-WP) inzwischen so, dass ich für jede Außentemperatur zwischen +13 und -10 Grad die Vorlauftemperatur, maximale Lüfterdrehzahl, maximale Frequenz Kompressor usw. hinterlegt habe. Mir ist es leider nicht gelungen die Anlage über OTC("Heizkurve") vernünftig zu steuern. Potential habe ich noch im Bereich Abtauen, das läuft aus meiner Sicht noch nicht optimal.
Du beschreibst sehr gut, warum so viel Unzufriedenheit mit der Regelung aufkommt.
Unsere erste Koksheizung in den 1970ern hatte eine mechanische Einstellung für die Vorlauftemperatur, über die dann per Kette an der Zuluftklappe der Öffnungswinkel verändert und die Verbrennung geregelt wurde. Fixe Vorlauftemperatur und wenn es zu kalt oder zu warm in einem Raum war, wurde am entsprechenden Heizkörperthermostat gedreht. Das war einfach, jeder hat es verstanden und jeder konnte es bedienen.
Die erste Gasheizung in den 1980ern mit 170l WW-Speicher hatte schon eine einstellbare Heizkurve und einen Timer für WW und Nachtabsenkung. Geregelt wurde aber immer noch über die Heizkörperthermostate. Immer noch konnte jeder unabhängig vom Wissen, welche Art der Heizung installiert ist, die Raumtemperatur ohne Schulung einstellen.
Mit der aktuell installierten Gas-Brennwertheizung und der Vaillant auroMatic Regelung ist das Ganze schon deutlich komplexer. Dutzende von Einstellmöglichkeiten, bei vielen ohne Handbuch nicht auf Anhieb ersichtlich, wozu sie dienen. Aber auch hier galt bis zur Gaskrise: Mach mal Wärme, damit über die Heizkörperthermostate die Räume schnell aufgeheizt werden können. Ab dann habe ich mich intensiv mit der Regelung der Heizung beschäftigt und ein gewaltiges Sparpotenzial aufgedeckt. Aber niemand aus der Familie hat so viel Zeit da reingesteckt wie ich. Also hängt die Funktionsfähigkeit der Heizung mittlerweile nur noch von mir und einem gegen Geld zu beauftragenden Heizungsbauer ab.
Mit der hier stehenden Avarma 9kW wird sich die Funktionsfähigkeit der Heizung noch viel stärker auf mich konzentrieren, weil es keine Heizungsbauer in D gibt, die sich mit der Avarma auskennen. Und ich stehe vor der Wahl, blind und unwissend alle möglichen Parameter zu verstellen in der Hoffnung, durch Zufall eine Kombination zu finden, die einen möglichst großen Bereich der unterschiedlichen Bedarfssituationen unseres Hauses abdeckt oder das Ganze erstmal mit der von anderen Heizungsarten bekannten Heizkurve zu probieren.
Ein fundiertes Wissen über die bereits integrierte Regelung und wie einzelne Parameteränderungen mit der vorhandenen Regelung interagieren (oder auch nicht), habe ich nicht. Das wird also eine Lernkurve unbekannter Steigung, die viel Zeit braucht.
Während es bei den drei erstgenannten Heizungssystemen unter Einsatz einer beliebigen Primärenergiemenge also möglich war, jeden Hausbewohner ohne Schulung in die Lage zu versetzen, die Raumtemperatur zu regeln, geht das mit einer korrekt dimensionierten WP nicht mehr ohne weiteres. Solange die Grundeinstellung der WP nicht dem individuellen Wärmebedarf und vor allem Wärmebedürfnis entspricht, keine Chance. Die Flut an Parametern verleitet dazu, an den falschen Stellschrauben zu drehen, weil die wenigsten die Komplexität der Abhängigkeiten durchblicken. Die eigene Unwissenheit und falsche Erwartungshaltung (was die Auswirkung von Parameteränderungen angeht) führen zu der hier geäußerten Unzufriedenheit mit der "Standardregelung". Das Ignorieren der Tatsache, das WPs für viele verschiedene Gebäude gleich gut (oder schlecht) funktionieren müssen, hilft auch nicht weiter.
Meine Erfahrung mit den Daikins zeigt, dass man am Anfang wegen der vielen Möglichkeiten viel zu viel verändert, um ein ganz tolles Ergebnis zu erhalten. Das geht natürlich vollkommen schief. Am Ende übrig bleibt, dass die dynamische Anpassung eines einzigen Parameters (und eines zweiten, wenn sich Rahmenbedingungen gravierend ändern) ausreicht, um zu einer auf das individuelle Bedürfnis besser angepassten Regelung zu kommen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass die vorhandene Regelung völlig unbrauchbar wäre oder gar zur Zerstörung der WP führt.
Und zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Thema Takten:
Die hier schon oft zitierten Kühl- und Gefrierschränke haben auch nach Jahrzehnten keine Probleme mit dem Takten. Der Mythos des frühen Ablebens von WPs durch zu viel Takten hält sich hartnäckig, Evidenz: Fehlanzeige. Aus Ländern, in denen WPs (auch in Form von Klimaanlagen) millionenfach installiert sind, hört man nichts von Überlastung von Handwerkern wegen tausendfach auszutauschenden WPs auf Grund des Ablebens von Kompressoren. Ja, Takten verbraucht ab einer gewissen Häufigkeit mehr Primärenergie, als wenn eine WP konstant durchläuft. Bei entsprechend langen Taktpausen ist aber auch das nicht mehr der Fall.
Wir tauschen uns hier aus, weil wir Nerds sind, die ausprobieren, was geht. Misserfolge beim Ausprobieren auf eine nicht funktionierende Standardregelung zu projizieren, und damit am Ende das Produkt schlechter zu machen, als es eigentlich ist, mag von eigenen "Fehlern" ablenken, hilft aber auch niemandem weiter.
Ich möchte mich hier auch einmal zu Wort melden und meine Erfahrungen sowie meine Überlegungen zur Avarma WP teilen.
1. Bewertung der Avarma WP
Grundsätzlich ist die Avarma WP per se kein schlechtes Gerät – insbesondere gemessen am sehr günstigen Preis.
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Hardware: Zuverlässige Leistung. Meine 12 kW-Anlage bewältigt meinen recht hohen Wärmebedarf, selbst bei einem schlecht gedämmten Haus mit neuer Fußbodenheizung (FBH), und liefert zuverlässig Wärme.
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Software/Steuerung: Hier liegt der Knackpunkt. Die Software ist "naja" und weist Defizite auf. Aber ehrlich gesagt, sehe ich ähnliche Steuerungsmängel auch bei vielen anderen Herstellern.
2. Das Kernproblem: Fehlende "Intelligente" Steuerung
Was ich bei keiner Wärmepumpe (WP) bisher gefunden habe, ist eine echte intelligente Steuerung.
Was ich unter intelligent verstehe:
Eine Steuerung, die das träge Verhalten des Heizsystems (speziell FBH in Verbindung mit der Gebäudemasse) berücksichtigt und proaktiv auf Wetteränderungen reagiert.
Beispiel: Die Steuerung erkennt, dass die Außentemperatur in drei Tagen stark abfällt. Sie nutzt die verbleibende warme und damit effizientere Zeit, um das Haus proaktiv auf eine höhere Grundtemperatur zu bringen. Ziel ist es, in der Kälteperiode nicht aufholen zu müssen, sondern die Temperatur nur noch effizient halten zu müssen.
3. Mein DIY-Projekt: Smarte Steuerung mit Home Assistant
Genau diese maßgeschneiderte, halbwegs intelligente Steuerung, die exakt zu meinem Haus passt, werde ich mir selbst bauen.
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Technologie: Home Assistant (HA) und ESP32
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Ziel: Eine Steuerung entwickeln, die vorausschauend agiert und die Effizienz durch Berücksichtigung der Wetterprognose und der Trägheit meines Hauses maximiert.
Ich freue mich auf den Austausch mit anderen, die ähnliche Projekte planen oder bereits umgesetzt haben!
Vielen Dank für dieses Beispiel. Damit kann ich meine Darstellung oben um einen weiteren Punkt ergänzen. Unrealistisch hohe Erwartungshaltung.
Abgesehen davon, dass mir kein Hersteller bekannt ist, der ein solches "Feature" anbietet, stellen wir uns einfach vor, es gäbe eine solche Anlage und diese würde in einem x-beliebigen Haus eingebaut.
- Welche Parameter wären nun einzurichten, damit eine solche Steuerung funktioniert?
- Was würde jemand denken, der sich nicht in die tiefen der Funktionalität einer solchen WP eindenken kann oder will, wenn die Heizung auf einmal "verrückt" spielt und die Temperatur innen statt 21 auf einmal 24°C beträgt?
Eine offene Schnittstelle (wie z.B. Modbus bei der Avarma) mit guter Dokumentation lässt für die Nerds alle Möglichkeiten offen. So etwas als Standard zu erwarten oder sogar zu fordern, wäre für die Mehrheit der Nutzer völlig überzogen, in MFHs sogar überhaupt nicht zu vermitteln. In der Entwicklung niemals rentabel, da hunderte verschiedener Heizsituationen in der Software berücksichtigt und über Heizungsparameter auswählbar sein müssten.
Entscheidend ist hier "exakt zu meinem Haus passt". Wenn die Leute bereit wären, für eine solche Dienstleistung das entsprechende Geld zu bezahlen, würde ich sofort meinen Job wechseln und individuelle Lösungen für Gebäude programmieren. Out of the box gibt es keine Regelung, die exakt zu irgendeinem Haus passt.
Vielleicht könntest Du diese pauschale Aussage mal konkretisieren. Welche Defizite sind das genau und wie wirken sie sich im Praxisbetrieb aus? Welche anderen Heizungssysteme kennst Du, die diese Defizite nicht haben und wie umgehen diese Systeme die Defizite?
Da bist du nicht der erste, und wirst nicht der letzte sein. Den Traum von wettervorhersagegestützter Steuerung von Heizung, PV, … gibts schon lange, und da haben schon viele dran rumgebastelt.
Aber das macht nichts, jeder muß ein Hobby haben.
Oliver
P.S. Zumindest die Berücksichtigung der Trägheit gibt es bei Heizungssteuerungen schon sehr lange, in dem die an Stelle der aktuellen Aussentemperatur einen gleitenden Durchschnitt der letzten Tage als Eingangsgröße verwenden.
@jogobo Hast du eigentlich diese AVARMA Wärmepumpe und damit eigene Erfahrungen? Oder ist das eher eine theoretische Diskussion?
Falls du sie hast, wie ist denn deine Meinung zu der Anlage? Siehst du irgendwelche Schwächen im Alltagsbetrieb?
Warum so negativ? Ist doch eine sehr sinnvolle Sache, die eigene Heizung in diese Richtung zu optimieren. Und nur weil das schon viele probiert haben, macht das die eigene Bestrebungen dahin doch nicht irgendwie schlechter. Ich verstehe deine Argumentation überhaupt nicht. Oder wolltest du sagen, dass es viele probiert haben, aber nicht hinbekommen?
Ich habe sie stehen und sie hätte Oktober 2025 eingebaut werden sollen. Wie das in D aber nun mal so ist mit Handwerkern...
Insofern ist die Diskussion mangels praktischer Erfahrung noch eher theoretisch, hat aber schon sehr starken Praxisbezug, da ich im Frühjahr wohl den DIY Weg gehen werde.
Hallo!
Verständnisfrage zur OTC-Heizkurve/-gerade:
Wenn ich die Anleitung von der FA Hofmann und die Aussagen hier in diesem Forum richtig deute dann funktioniert die Steuerung so, dass ich einen Außentemperatur-Einstellbereich (ATE) von 20°C im Bereich von 27° bis -13° über den Parameter P09 einstellen kann.
Standard: 17° bis -3°
P09 = -10°: 7° bis -13°
P09 = +10°: 27° bis 7°
Das heißt ich habe über den P09 die Möglichkeit je nach Wohnregion meinen 20° ATE entsprechend zu verschieben/positionieren. Richtig?
Der P08 legt nun zusätzliche die Obergrenze für die maximale ‘Vorlauftemperatur’ fest, denn es ist ja eine ‘OTC-Heizkurve’ und keine ‘OTC-Warmwasserkurve’. Richtig?
Und nun noch folgende Frage:
Wie werden die Temperaturwerte in der Timer-Stuerung berücksichtigt, wenn OTC aktiv ist?
Sorry, wenn für die ‘Profis’ hier meine Fragen ev. lächerlich klingen, aber ich denke, dass es auch für andere hier hilfreicher ist, sich über die Möglichkeiten zu unterhalten, als über die Umstände, ob eine Steuerung oder Software gut oder schlecht ist!
Vorweg schon Danke für eine Rückinfo, die mir außerdem hier schon bei einigen Dingen sehr geholfen hat! ![]()
Einfach mal probiert - ohne Erfolg!
Meine Einstellungen aktuell:
TIMER:
00:00 - 11:00 - Heizen 45°C
11:01 - 17:00 - Heizen 45°C / Warmwasser 50°C
17:01 - 23:59 - Heizen 45°C
OTC:
P09: -7°C somit ein AT-Bereich von +10°C bis -10°C
P08: 50°C
Ergebnis:
Nachdem der Vorlauf auf 32°C gefallen war kam keine Reaktion der WP also keine Leistung.
Erst als ich P19 wieder deaktivierte, erkannte die WP die Differenz und fing wieder an zu heizen.
Kann mir das wer erklären?
Ist der OTC in Vebindung mit dem Timer nicht möglich?
Muss die WP einmal aus- und wieder eingeschalten werden?
Anbei noch die zugehörige Grafik:
Die Außentemperatur lag bei 2-3°C laut Diagramm, richtig? Nach den Timer-Einstellungen beträgt die VL-Temperatur 25°C bei +10°C AT und 45°C bei -10°C AT. Bei linearem Verlauf der Heiz"kurve" ergibt sich also folgende Wertereihe:
AT.......VL
+10.....25
+9.......26
+8.......27
.
.
.
+3......32
+2......33
Ich denke mal, die Einschalttemperatur wird 1-2K unterhalb der errechneten Vorlauftemperatur liegen. Dass bei 32°C noch nichts passiert ist, wäre also normal, zumal die 32°C VL ja dem Soll entsprechen.
Hätte P08 gezogen, wäre die VL-Temperatur laut Heiz"kurve" 33,75°C gewesen und die WP hätte anspringen sollen. Für mich sieht es so aus, als hätte der Timer gewonnen.
Wie kommst Du auf diese Annahme?
Die VL-Temp. richtet sich ja nicht primär nach der AT oder ist der unterste Wert der OTC-Kurve immer 25°C?
Die OTC muss ja von irgendwoher eine Basistemperatur nehmen?
Mir fehlt da der Basiswert bzw. hab ich da irgendwie einen Denk-/Verständisfehler.
Sag ich ja, man kann die Heizkurve nicht vollständig konfigurieren
Das blöde an der Timer Steuerung ist, du musst für jede Start Zeit einen Vorlaufwert, bzw Warmwasserwert eingeben. Der Timer ignoriert deine OTC Heizkurve. Womit wir beim Thema Software Naja wären…warum kann man nicht einfach sagen hier beginnst du zu heizen und zwar nach meiner Heizkurve…das erschließt sich mir nicht…Dann gibt es noch die “Kleinigkeit” mit der angeblichen Temperatur gesteuerten Drehzahl Regulierung des Ventilators, hier kann ich von Min zu Max wechseln, das Ding gibt immer Vollgas. Als nächstes fällt mir noch ein, das ich im Gegensatz zum Vorgänger einer LG ThermaV nicht die Möglichkeit habe die WP Rücklaufgeregelt zu steuern. Das wirkt sich so aus, das die LG meinen Wunsch VL ignoriert hat bis der RL mit dem gewünschten Delt T gepasst hat, Und dann erst mit der Leistung runter gefahren ist. So jetzt hab ich ehrlich gesagt genug mit “sogenannten fundierten” Beispielen. Die Avarma ist für ihren Preis Top könnte aber mit besserer Software noch viel bessert sein. Und ja ich habe es mir zum Hobby gemacht das Ding zu optimieren, von daher freue ich mich über Austausch und Konstruktive Gedanken, und nicht über Belehrungen etwas zu beweisen.
Genau das ist auch so ein Punkt…du hast nur die Möglichkeit die Kurve steiler oder flacher zu stellen und das ganze parallel zu verschieben einen Start VL kannst du nicht einstellen.
