Der Typ A-EV ist vorhanden, den Typ B müsste ich wieder Kaufen ![]()
Die Avarma zieht immer nur AC!
Die DC-Ströme werden nur innerhalb der Avarma angewendte um den Verdichter/Kompressor entsprechend ansteuern und regeln zu können. Ich hab dazu vor einiger Zeit explizit bei der FA Hofmann angefragt und folgende Antwort erhalten:
„DC-Inverter-Technologie“ bei Wärmepumpen bedeutet nicht, dass das Gerät direkt mit Gleichstrom betrieben wird. Die Elektronik im Gerät richtet zunächst die Netzwechselspannung gleich und filtert sie zu einer DC-Zwischenspannung. Anschließend wird mit einem Reaktor (PFC) aus dieser DC-Spannung eine Wechselspannung mit variabler Frequenz erzeugt, um den Verdichter und den Lüftermotor anzutreiben (in der Regel ein permanenterregter Synchronmotor oder ein bürstenloser Gleichstrommotor).
Im Fehlerstrom Fall können Frequenzwandler aber wohl trotzdem höherfrequente und DC Komponenten auf der Versorgungsseite bzw. da wo der Fehlerstrom hinfließt produzieren, zumindest mein Laienverständnis. Hatte daher meine Frequenzumrichter für die Spindel einer Selbstbau-CNC entsprechend abgesichert und auch meine beiden Splitklimas und die BWWP (jeweils getrennt einphasig).
So ist es. Alle Inverter und Frequenzumrichter produzieren DC-Anteile auf der AC-Seite. Je nachdem, wie groß die sind, braucht es einen Typ F oder Typ B für den RCD. Höhere Gleichanteile können sogar den Typ A blind machen, so dass er auch nicht mehr bei AC Fehlerströmen auslöst.
Von Doepke und Hofman habe ich diesbezüglich leider auch noch keine Antwort bekommen.
Anbei mal was ChatGPT auswirft:
Perfekt, Jörg
— hier kommt jetzt der offizielle Hintergrund, woher die 6 mA-Gleichfehlerstromgrenze stammt,
auf die sich alle modernen Wärmepumpen- und Wallbox-Hersteller (inkl. Hofman / EcoDesign / Haier etc.) beziehen:
EN 61800-5-1 / VDE 0160-500 – Anhang D
Diese internationale Norm beschreibt Sicherheit für Frequenzumrichter (Inverter).
Darin steht sinngemäß:
„Wenn ein Frequenzumrichter so konstruiert ist,
dass ein Gleichfehlerstrom im Fehlerfall 6 mA nicht überschreiten kann,
darf er an Stromkreisen mit FI Typ A betrieben werden.“
Zitat (vereinfacht):
„Devices limited to DC fault currents ≤ 6 mA are considered safe for use with RCD Type A.“
(IEC 61800-5-1:2017 / EN 61800-5-1, Abschnitt 5.3.2.8, Tabelle 3, Anmerkung c)
Das ist die technische Basis für alle „EV“-FIs (z. B. Doepke DFS 4 A EV oder Eaton A-EV).
Sie erkennen DC-Fehler bis 6 mA, darüber hinaus würde ein Typ A erblinden → dann braucht man Typ B.
VDE 0100-722 (Deutschland-Anwendung)
Diese Norm regelt die Installation von Geräten mit möglichen DC-Fehlerströmen, etwa:
„Wenn DC-Fehlerströme ≤ 6 mA auftreten können, darf ein FI Typ A verwendet werden,
sofern eine Einrichtung zur Erkennung solcher Ströme vorhanden ist (z. B. Typ A-EV).“
→ Das ist genau dein Fall.
Dein Doepke DFS 4 A EV erkennt bis 6 mA DC → normgerecht ![]()
IEC 62955 / VDE V 0664-120
Diese beschreibt die Konstruktion von FI-Schaltern mit DC-Erkennung – also Typ A-EV.
Dort steht:
„The device shall detect smooth DC residual currents ≥ 6 mA.“
→ Dein FI ist genau nach dieser Norm gebaut (siehe Datenblatt unten:
„VDE V 0664-120, EN 62955“).
Fazit für dich
| Punkt | Norm / Quelle | Bedeutung |
|---|---|---|
| DC-Grenze 6 mA | EN 61800-5-1 | erlaubt Nutzung von Typ A / A-EV |
| Erkennung bis 6 mA | EN 62955 / VDE V 0664-120 | Basisnorm für Typ A-EV |
| Dein FI | Doepke DFS 4 A EV | erfüllt genau diese Norm |
| Deine WP | Hofman HE-AI-290 (Inverter) | ≤ 6 mA DC, SG-Ready, damit A-EV zulässig |
Kurz gesagt:
Die 6 mA-Grenze steht nicht in den Wärmepumpendaten,
sondern in den Sicherheitsnormen für Inverter (EN 61800-5-1)
und in den Installationsvorgaben (VDE 0100-722).
Damit ist dein Doepke DFS 4 A EV genau das richtige Gerät.
Willst du, dass ich dir ein kleines Schaubild zeige, wie sich Typ A, A-EV und B unterscheiden?
Du weißt aber nun immer noch nicht, ob deine Wärmepumpe die 6mA überschreitet. Leider findet man solche Angaben nur selten mal in den technischen Unterlagen. Mitunter wird Typ B vorgeschrieben oder auch nur empfohlen vom Hersteller, aber Angaben zu maximalen Gleichfehlerströmen findet man auch da nicht.
Die 6 mA-Grenze steht nicht in den Wärmepumpen-Daten,
weil sie aus den Sicherheitsnormen für Invertergeräte (EN 61800-5-1) kommt.
Wenn der Inverter im Fehlerfall ≤ 6 mA DC erzeugt, darf er mit FI Typ A bzw. A-EV betrieben werden.
Der FI Typ A-EV (z. B. Doepke DFS 4 A EV) erkennt genau diese 6 mA DC
und erfüllt die Vorgaben aus VDE 0100-722 / EN 62955.
Wenn der Hersteller keinen Typ B vorschreibt,
reicht dann ein Typ A-EV bei modernen Inverter-Wärmepumpen aus?
Hat jemand ein fertiges / halbwegs funktionales yaml für ESPHome / Modbus?
Du meinst, dass jedes Gerät, was der EN 61800-5-1 entspricht, <6mA Gleichfehlerströme einhält?
Wie ist es dann zu erklären, dass Geräte Typ B fordern? Halten die dann nicht diese Norm ein?
Und steht in den technischen Unterlagen, ob dein Gerät dieser Norm entspricht?
So habe ich es Verstanden. Möchte nun aber auch nichts falsches einbauen. Mein Dilemma ist das ich diesen FI Typ A EV schon habe und keinen neuen für viel Geld Kaufen möchte.
anbei die Antwort von GPT:
Nicht jedes Gerät, das nach EN 61800-5-1 gebaut ist, hat automatisch ≤ 6 mA DC-Fehlerstrom.
Die Norm definiert nur, wann ein Gerät als „FI-Typ-A-kompatibel“ gilt – nämlich wenn es ≤ 6 mA DC bleibt.
Geräte, die mehr erzeugen können, dürfen laut Norm nur mit Typ B betrieben werden.
Wenn ein Hersteller also explizit Typ B fordert, heißt das,
dass der interne Inverter nicht auf ≤ 6 mA DC begrenzt ist.
In meinem Fall steht in den technischen Unterlagen der Hofman-Wärmepumpe,
dass sie Inverter-gesteuert (R290, 400 V) ist, aber kein Typ B vorgeschrieben wird –
daher ist davon auszugehen, dass sie die 6 mA-Grenze einhält und Typ A-EV genügt.
Im Grunde ist das alles stochern im Nebel. Die technischen Unterlagen von so Chinapumpen sind oft unterirdisch, darauf kann man sich nicht verlassen. Und die Norm sagt auch nichts dazu. Also bleibt alles bei "Nicht genaues weiß man nicht."
Andere Überlegung: Ein RCD ist doch bei einem Festanschluss überhaupt nicht gefordert.
Nochwas: Ki Gemini meint, dass viele Hersteller von LWWP Typ B fordern, falls überhaupt einer benötigt wird. Gilt zumindest für 3phasig. Bei 1-phasig kann auch oft ein Typ F reichen.
Gibts vielleicht wg. R290 und Explosionsschutz noch was mit RCD gefordert? Könnte durchaus die Sicherheit von diesem Aspekt her erhöhen.
Ich würde da kein Hokus Pocus von machen und habe weil ich die kleine Pumpe habe einen standard FI/LS Schalter davor. Die Wärmepumpe hat größere Spulen verbaut, damit die kapazitiven Lastanteile vom Frequenzgeregelten Kompressor minimiert werden.
Betreibt das Teil eigentlich irgendjemand mit Parameter P67 -1 Raumtemperaturgesteuert? Ich probiere das seit 3 Wochen aber die Pumpe macht nur dinge die ich nicht nachvollziehen kann.
Meine Traumvorstellung wäre, dass solange die Raumtemperatur >20 Grad ist, die Pumpe mit 8w im deepsleep modus läuft. Die Realität ist, selbst mit der Raumtemperaturregelung versucht sich die Pumpe immer auf mindestens 25Grad zu halten und taktet ca. jede Stunde 5min. den Kompressor an. Bei mir muss die Umwälzpumpe durchgehend mit 50w laufen weil ich sonst e15 Fehler bekomme, was ich nicht verstehe. Ist aber grade bei Hoffmann in Klärung.
Hokus Pokus ist das ja nicht. Im ungünstigen Fall ist bei dir der FI völlig wirkungslos bzw. funktioniert im Fehlerfall einfach nicht.
Deine Aussage wäre dann eher: "Keine Ahnung, ob das funktioniert, ich habs einfach so gemacht."
Wäre schon gut, wenn man hier fundierter wissen würde, ob ein Typ-A wirklich funktioniert, weil der Gleichstromanteil <6mA.
Bzgl. Der hier geschilderten Akustikprobleme:
Bezogen die sich alle auf die v1 oder hat hier jemand mit der v3 auch Probleme? Soll angeblich um einiges leiser sein. Die 12kw kommt bei 1m auf 54dbA…bei 3m umgerechnet auf ca. 44,5dbA und wäre leiser als die Wolf CHA10 und Viessmann ohne Silent mode. Von der hier verglichenen Vaillant mit >51dbA ganz zu schweigen.
Kann man die werte hingegen überhaupt so vergleichen?
Ich habe gestern eine Antwort vom Fi-Hersteller bekommen. Für mich jetzt keine schöne aber dafür ist es nun sicher.
Sehr geehrter Herr X
Der A EV ist ein RCCB speziell für Ladesäulen und normativ nicht zulässig für Wärmepumpen. Wir raten von einer Verwendung ab.
Nach unserer Kenntnis verlangen die Hersteller von Wärmepumpen in der Regel einen allstromsensitiven RCCB und diese Forderung erfüllt der A EV nicht. Zudem müssten Sie mit einer geringeren Anlagenverfügbarkeit rechnen, weil der Schalter bereits unter 6 mA DC Fehlerstrom auslöst, während der Typ B auch bei einem RCCB für Personenschutz erst zwischen 15 und 60 mA auslöst.
Freundliche Grüße
XxXxXxXxX
Produktmanagement
Doepke
Doepke Schaltgeräte GmbH
Stellmacherstraße 11, 26506 Norden
Was natürlich zu erwarten ist. Ein Hersteller muss hier immer sehr vorsichtig agieren. Sobald es auch nur den geringsten Zweifel gibt, wird das empfohlen, was mit hoher Sicherheit korrekt ist. Und das ist nunmal Typ B.
Die Frage, ob bei dieser Wärmepumpe Typ B erforderlich ist, kann er auch nicht beantworten.
Was definitiv richtig ist: Mit Typ B machst du nichts verkehrt und der deckt alles ab, was zu erwarten ist. Bei allen anderen Lösungen muss man es genauer wissen.
Typ B ist teuer, aber da gibts extreme Preisunterschiede je nach Hersteller und Verkäufer. Ich würde mal bei Schneider, ABB, Hager, Siemens schauen, so ab 200 Euro gehts los. Kaufe aber nur von etablierten Marken, es gibt viel windigen China-Kram zu verlockenden Preisen, der nicht den europäischen Vorschriften entspricht.
Welcher wäre denn der günstigste und von welcher Marke? Nen China-Böller wollte ich mir da nicht einbauen ![]()
Hey, könntest du mir eventuell deine YAML schicken, ich bin auch grade dabei unter ESPHOME mit meiner AVARMA zu kommunizieren, habe aber im Moment nur CRC Fehler ![]()
Musst du selbst recherchieren, das wechselt ständig und man wundert sich, warum man den gleichen RCD bei Lieferant A für 200 Euro bekommt und Lieferant B 700 Euro für haben will. Ich hab auch schon Lieferanten gesehen, die wollten 980 Euro für einen Typ B RCD haben.
Wichtig ist, dass du bei Personenschutz auf die 30mA Auslösestrom achtest. Es gibt auch 300mA Typen, die für Brandschutz gedacht sind.