Hallo
wir wohnen im Schwarzwald -Baar Kreis (Bad Dürrheim) und wollen unser Haus (Dach) mit PV + Speicher ausstatten.
Das Dach ist ausgebaut, d.h. es gibt 3 Dachgaupen. Die Dachgaupen haben 12,5 Grad Neigung, das Dach selbst 41 Grad.
Wir haben ein Angebot von einer Fachfirma über PV + Speicher. Bei diesem Angebot sind nur die Gaupen mit 24 * 425 Watt Modulen bestückt.
Etwas zerstückelter, aber wenig abgeschattet könnte ich auch 24 Module im Bereich des Daches (41 Grad Neigung) anbringen. Eine Berechnung mit dem PV-Tool bringt mir ähnliche Werte übers Jahr.
Jetzt zu meinen Fragen:
Die Winter sind zwar nicht mehr so schneereich wie früher, aber wenn es Schnee gibt, dann bleibt er auf den Gaupen deutlich länger liegen. Zudem hörte ich, dass sich Module auf den Gaupen durch Regen weniger reinigen.
Berücksichtigt das PV-Tool solche Details ( Schnee, Verschmutzung) ?
Zudem verunsicherte mich ein Bekannter, indem er meinte, dass er über dem Schlafzimmer (Gaupen) keine Solarmodule möchte. (Strahlung??)
In der Nacht passiert seitens der Module natürlich nichts, aber die Anschlussleitungen welche zum Wechselrichter gehen, sollen angeblich rückwärtsgerichtet hochfrequente Signale beinhalten.
Keine Ahnung ob das stimmt, aber wir sind nun halt etwas verunsichert.
Vielen Dank im Voraus für Eure Bemühungen.
Gruß Shelly
Hallo @Shelly61
sei gegrüßt im Forum. Vorab: Störstrahlung von PV oder PV Kabel egal ob Tag oder Nacht wird es nicht geben. Mag sein, dass der eine oder andere PV WR nicht zu 100% entstört ist, aber das ist nicht die Regel und dann ist sie dort, wo der WR ist.
Du hast die Modulneigung bzw. deren Wirkung zutreffend beschrieben, so dass ich nur ergänze: weil die Sonne im Winter viel tiefer steht, ist eine große Neigung, bei dir 41 Grad, besser um Wintersonne zu verarbeiten. Ist es jedoch bewölkt, keine Schatten zu sehen, dann sind flach liegende Module (Sommer wie Winter) im Vorteil. Schau dir mal die Flur gebundenen großen PV Anlagen an: die haben ca 20 Grad -+ 3 Grad Neigung, weil damit der höchste Jahresertrag zu erwarten ist.
Wenn es finanziell und sonst passt, dann würde ich beide Varianten installieren (lassen). Dann hast du für Winter, Sommer und diffuses Licht jeweils die richtige Neigung auf einen Teil deiner Anlage.
Dein Dachaufbau kenne ich nicht. Wenn die 41 Grad Flächen zwischen den Gauben liegen, dann ist mit Schatten zu rechnen und dann spielt die Ausrichtung Richtung Süden eine große Rolle.
Schau mal in das Projekt von Stefan, @Mittelhesse, der hat sein Dach gut beschrieben und seine Berechnungen gut beschrieben. Vielleicht bekommst du dort gute Anregungen:
Je flacher die Module stehen, desto langsamer rutscht der Schnee runter. Das ist so. Daher sollten die flachen Module irgendwie an einem eigenen String hängen.
Ansonsten sind flache Module immer noch besser als gar keine.
Vielen Dank erstmals für die Tipps.
Folgende Frage ergibt sich nun noch für mich.
Bisher ist mir ein Fronius Syno Gen24 10.0 Plus Wechselrichter angeboten worden
Dieser hat 2 MPP Tracker ich kann also 2 getrennte Strings anschließen.
Wenn wir nur die Gaupen belegen lassen, würde das passen.
String 1
24 Module große (Gaupe Nord-Ost) String 1 (12 Grad Neigung)
String 2
6 Module (Gaupe Süd-West) (12 Grad Neigung)
Wenn ich nun zusätzlich noch die Dachfläche (41 Grad Neigung) Süd-West mit 14 Modulen belegen würde, dann sollte dieser vermutlich nicht auf String 2 geschaltet werden.
Oder würde das gehen?
Eventuell ist es dann besser die 6 Module Gaupe Süd-West (12 Grad Neigung) wegzulassen.
Viele Grüße
Shelly
ich würde die 14 Module und die 24 Module auf den Fronius legen.
12S2P Module auf MPPT1 und 14S auf MPPT 2, dann sollte das mit String Spannung und String Strom passen.
Für die 6 Module würde ich einen kleinen Hoymiles hmt 2250 6t nehmen, der hat 6 Moduleingänge kostet nicht die Welt, und du kannst ihn 3 phasig anschließen.
Signifikant wird das beim Überschussladen mit einer Wallbox, wenn Du mit 11 KW laden willst. Dann kommt bei der nächsten Wolke der Rest vom Netzbetreiber, weil die Wallbox nicht so schnell abschalten kann.
Wird aber nicht lang sein, dass Du aus dem Netz beziehst.
Nach meinem Verständnis macht das Laden eines Autos über den Haus Acku eh wenig bis keinen Sinn.
Geladen werden soll mit Überschuss direkt vom Dach.
o.K. das verstehe ich, aber ich denke damit kann ich leben.
Interessant sind für mich noch die bidirektionalen Möglichkeiten (V2H)
Soviel ich weiß wird das der ID-Polo unterstützen, ich muss jetzt noch abklären ob das
der angebotene Fronius auch kann und ob es der Gesetzgeber zulässt.
Ob wir es dann tatsächlich einsetzen, das ist wieder eine andere Frage, aber verbauen möchte
ich es mir nicht. Wir benötigen das Auto nicht beruflich, d.h. es steht doch recht oft in der Garage
und könnte somit den Hausacku noch etwas erweitern
Mit solar ist unter den Gauben sogar weniger Strahlung.
Weniger Wärme, die in die dachhaut eingebracht wird, weniger Elektromagnetische Strahlung, weil die Panels als Abschirmung wirken.
Und weiterhin hoffe ich, dass der Nachbar sich kein handy ans ohr halt. Dann kriegt das Ohr namlich blanke 6 Zehnerpotenzen stärkere Strahlung ab als das, was er wovor er Angst hat.
PS: hält man das Handy im Sprachabstand vors Gesicht, sinds immer noch 4 Zehnerpotenzen.
Woher hast Du die Info, dass der ID.Polo V2H können soll? Bisher haben die ID-Modelle nur die potentielle Möglichkeit per DC bei Akkus ab 77 kWh bidirektional zu laden. Potentiell, weil es die teuren bidirektionalen DC-Wallboxen fast nicht am Markt gibt. Dazu bietet Fronius nichts an. Gibt es derzeit nur von E3DC.
Oder will VW beim ID.Polo V2H per AC anbieten wie Kia, BYD, etc? Dazu müsste VW dann einen DC→AC-Wandler einbauen. Kostet VW zusätzlich. Kann ich mir beim ID.Polo nicht vorstellen, weil das VW zusätzlich kostet und VW den möglichst günstig anbieten will. Die neue Fronius Wattpilot-Wallbox soll gemäß Fronius für bidirektional AC vorbereitet sein. Ist aber noch nicht umgesetzt.
Daher bitte Link bzgl. V2H. Habe bisher nur von Spekulationen gehört…….
Habe damals nicht weiter nachgefragt und es einfach zur Kenntnis genommen.
Man findet aktuell einiges im Netz, aber es sind tatsächlich nur Spekulationen VW ID. Polo: Bidirektionales Laden im Überblick
Und ich schließe mich Dir an. Ob VW im Billigsegment einen DC-AC Wandler einbaut
das ist sicherlich fraglich. Soweit habe ich bis zu Deinem Post nicht gedacht.
Letztendlich ist es für mich aber auch nur nice to have.
Es wäre nett wenn es denn geht, aber wenn nicht dann halt nicht.
Es gibt ja nun neben Fronius noch mehr WR - sogar welche mit 3 MPPT... Preislich liegen die inzwischen nicht mehr so weit auseinander, und bei 25 kWp scheint mir ein 10 plus etwas unterdimensioniert. Nach 60%-Regel darfst du immernoch max 15 kW einspeisen, die an schönen Maitagen schon mal ‘rauskommen können…
Das klappt nur wenn Du das billgste Kassenmodel (LFP) vom Polo nimmst. Bei dem großen Akku (NMC) ist es bei den meisten Herstellern (z.B. Mecedes, VW, Tesla) so, das regelmäßig nur bis 80% geladen werden soll. Bedeutet in der Praxis vor Langstreckenfahrt - Tag vorher auf 80% und morgens um 4 Uhr den Rest auf 100% … aus dem Akku oder Netz.
Habe selbst keinen ID.3. Wenn ich den Foren glauben kann, kann man im Fahrzeugmenü den Ladestand grundsätzlich, z.B. auf 80% begrenzen.
Ist abhängig vom Fahrzeug. Gibt auch Autos wie der BMW i3, bei dem man das im Auto nicht begrenzen kann. Sollte aber mittlerweile Standard sein.
Alternative ist der Einsatz von EVCC zur Steuerung der Wallbox. Wenn EVCC den Ladestand des Autos erhält, kann man es dort begrenzen. Fronius kann es selbst nicht. Aber man kann die Fronius Wallbox auch mit EVCC einsetzen.