Austausch eines defekten Warmwasserspeichers (150L) gegen eine BWWP sinnvoll?

Seit 2 Wochen ist der Stand-Warmwasserspeicher (150L) an unserer 30 Jahre alten Gasheizung defekt. Der Warmwasserspeicher selber ist 9 Jahre alt und eigentlich wollte ich ihn gegen ein baugleiches Modell austauschen lassen. Da ich aber bislang keinerlei Interesse/Rückmeldungen von lokalen Heizungs-Installateuren bekommen habe, fing ich an selbst zu recherchieren.

Irgendwann bin ich dann auf das Thema BWWP aufmerksam geworden und ich habe mich gefragt, ob es vielleicht sinnvoller sein könnte, die Warmwassererzeugung von der alten Gasheizung zu trennen. Denn die Gasheizung wird vermutlich in den nächsten Jahren ohnehin ausgetauscht werden müssen.

Neben den Problemen mit dem Anschließen des Warmwasserspeichers/BWWP an die alten, vorhandenen Rohrleitungen, stellt sich mir die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer BWWP gegenüber der Wassererwärmung mit Gas.

Momentan im Hochsommer regelt unsere Heizung ja nur die Warmwasserbereitung (von 7:30 bis 13:00) und deshalb kann ich sagen, dass hierfür am Tag ca. 20 kWh Gas (2 Kubikmeter) benötigt werden, wobei ich die Zirkulationspumpe schon auf 3x15 Minuten alle 6 Stunden per Zeitschaltuhr heruntergeschraubt habe. Das erscheint mir sehr viel und liegt vermutlich an schlecht gedämmten Warmwasserrohren/Zirkulationsrohren in den Wänden und einer Schwerkraftzirkulation, da wir keinen Thermosiphon und wahrscheinlich auch keinerlei Schwerkraftbremse(n) im System haben.

Deshalb jetzt die eigentlichen Fragen. Ist der Einbau einer BWWP sinnvoll, wenn ich irgendwie einen Thermosiphon mit einbaue bzw. einbauen lasse. Könnte man Thermosiphons (Warmwasser/Zirkulationsleitung) mit einem Edelstahl-Wellrohr „simulieren“? Wird man mit einer BWWP auf Dauer Geld sparen? Ich dachte schon, aber in einem Artikel der Stiftung Warentest wurde gesagt, dass es sich wohl nicht lohnt, wenn man das Wasser ansonsten mit der Gasheizung erwärmt und keine große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat. (Ich habe nur ein 1000W Balkonkraftwerk mit 2kW-Akku!)

Vielleicht hat irgendjemand hier im Forum ja mal eine ähnliche Konstellation gehabt wie in unserem Haus und kann mir ein paar Erfahrungswerte/Tipps an die Hand geben.

Du wirst damit bestimmt nicht glücklich wenn du keine Abwärme nutzen kannst und auch noch Zirkulation hast. Da wird eine JAZ unter 2 rauskommen und du brauchst für die 20kWh Gas dann ca. 10kWh Strom.

Wenn irgendwann einmal die Gasheizung rausfliegt und vielleicht eine richtige Wärmepumpe reinkommt wäre das besser.

Blöd, daß Du jetzt nicht mehr in der Lage bist, den wahnsinnigen Verlust beim WW zu analysieren: unnötig hoher Volumenstrom der Zirkulation, Milrozirkulation, lausige Dämmung des Speichers? Warum nicht gleich die sicherlich auch ineffiziente Gastherme durch ne WP ersetzen und zumindest im Keller alles vernünftig dämmen?

Als ersten Schritt würde ich ein Rückschlagventil zur Zirkulationspumpe einbauen lassen. Das fehlte bei uns und hat somit eine permanente Schwerkraftzirkulation verursacht. Mit dem Ventil wurde das komplett unterbunden und nun zirkuliert es nur noch, wenn die Pumpe auch wirklich an ist.

Wir haben eine 270L Daikin BWWP und die betreibe ich auf ineffizienten 53°C (damit bei 48° nacherhitzt wird). Gasheizung haben wir halt nicht mehr aber die läuft soweit gut.

Sobald ich die Zirkulationspumpe anmache geht halt direkt viel Energie flöten, das merkt man innerhalb weniger Minuten.

Aufpassen! Nur ein Rückschlagventil reicht nicht als Ersatz für einen Thermosyphon. Es kommt dennoch zu Strömungen innerhalb des Rohres.

so schlecht sind die nicht mehr:

Da gehn so 500-600W rein. Das schafft ein Balkoninverter. Man muss es nur brauchbar steuern, z.B. BWWP einschalten ab 50% Batterie bzw. zu Zeiten, an denen die Batterie häufig diesen Ladestand hat.

1000W Panels ist sehr knapp, wie auch der Speicher. Lässt sich das erweitern?

Das sehe ich anders. Und zwar aus mehreren Gründen. Das eine ist eben der COP. Aber die JAZ wird schlechter sein. Problem ist hier folgendes:
NOCH ist eine Gasheizung mit genug Verlusten da. Wahrscheinlich auch ein Puffer. Nun nutzt man deren Abwärme, guckt sich den COP dort auf deinem Bild an. Ok 15°C kann schon hinkommen. Warmwasser mit 45°C? Hmmm. Eher was mehr. Und wenn dann mehr, wieviel mehr? Und wenn dann Zirkulation, wie gut gedämmt? Wenn dann die Temperatur bei 60°C reden wir nicht mehr von COP3,95 sondern vielleicht von COP2,8. Mit Zirkulation 2,5. Ist die Umgebungstemperatur niedriger sind wir vielleicht bei 2,2.

Wird später aber dann die Gasheizung gegen eine Wärmepumpe getauscht, gibt es weniger Verluste. Dann zieht die BWWP aus dem Haus die Wärme. Dann sinkt der COP und die JAZ noch mehr, weil die BWWP eine kleinere Wärmetauscherfläche hat.

Das würde ich mir also schon sehr gut überlegen. Es gibt noch eine Alternative. Wenn sowieso Gas genutzt wird könnte man auch einen Gas-Durchlauferhitzer benutzen. Das in Kombination mit einer automatischen Spüleinrichtung mit Zeitschaltung für die Zirkulationsleitung.

Danke für die vielen Antworten. Mittlerweile habe ich hier noch viele andere grundlegende Beiträge zu BWWP gefunden und denke auch @RoterFuchs könnte richtig liegen, dass die BWWP dann ähnlich ineffizient ist, wie jetzt der gasbetriebene Wasserspeicher. Ich dachte nur, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt etwas in „Zukunftstechnik“ zu investieren, als wieder einen normalen Warmwasserspeicher für die Gasheizung einzubauen. Dann hätten wir zumindest noch warmes Wasser, wenn die Heizung den Geist aufgibt.

@JensDecker: Noch kann ich gewisse Dinge herausfinden. Warmwasserbereitung läuft momentan wieder normal, da sich das Loch im Warmwassserspeicher irgendwie zugesetzt hat. (Fragt mich nicht, ich bin von Hause aus Geisteswissenschaftler.) Zumindest war ich vor 9 Jahren glücklich als dieser Speicher 75mm Dämmung, 40W und Energieklasse A eingebaut wurde. Erst später habe ich dann irgendwo gelesen, dass es Schwerkraftbremsen und Thermosiphons gibt. Aber das kannte der Heizungsmonteur auch nicht bzw. sagte es wäre ein alter Hut. Die Rohre im ungeheizten Keller habe ich auch gedämmt vor Jahren. Allerdings nur diese, da man deren Holzverschalungen relativ gut öffnen konnte. Die anderen Wasserleitungen liegen entweder in den Wänden oder in Kästen aus verputztem Metallgeflecht. Im Endeffekt steigt das warme Wasser aus dem Boiler nach oben, durch Zirkulationsleitung, Warmwasserleitung und auch durch den Vorlaufanschluss am Speicher, denn momentan hat der WW-Speicher noch 36Grad laut Thermometer und auch das Vorlauf-Thermometer kurz unter der Kellerdecke zeigt 36Grad an.

@JensDecker, @RoterFuchs: Ja, eine echte Wärmepumpe wäre toll, aber da sind wir total unentschlossen, weil das ebenfalls ein Fass ohne Boden sein könnte. Ihr müsst wissen, wir haben eine Kupferfußbodenheizung aus den 70er-Jahren und eine 29kW-Heizung. Jeder Heizungsinstallateur hat bislang gesagt, dass wäre total überdimensioniert. Im frostigen Winter haben wir eine Heizkurve von 1,7 und eine Vorlauftemperatur von 85 Grad. Der Heizungsfachmann sagt, das kann nicht sein, sie verbrennen sich die Füße und der Estrich reißt. Der Rücklauf hat dabei ca. 36-38 Grad, was natürlich auch nicht sein kann. Dann braucht jede Fußbodenheizung auch einen Mischer, den wir natürlich auch nicht haben. Zu allem Überfluss hatten meine Eltern das Haus in den 1990er auch noch gebraucht gekauft und viele Pläne und Dokumentationen existieren auch nicht. Gut, die Heizung wurde damals erneuert, weil die alte kaputt war und seit dieser Zeit läuft die Heizung so. Die Heizkreise haben auch nur normale 70er-Jahre-Heizkörperthermostate und im Rücklauf eine Schraube. Die Heizung verbraucht im Jahr ca. 40000kWh bei ca. 200qm beheizten Räumen (Keller eingeschlossen), wobei das 75qm Wohnzimmer mit hohen Decken kaum auf 20Grad kommt. Natürlich werden wir vermutlich irgendwann eine Wärmepumpe einbauen müssen, aber ohne LLWP wird es dann bestimmt nicht funktionieren.

@tageloehner: Ja, auf dem Garagendach und dem Flachdach-Teil des Hauses dürfte auch eine richtige Photovoltaikanlage hinpassen, aber momentan halten wir das Geld noch für die Heizung zurück. Oder ich müsste die Photovoltaikanlage komplett in Eigenleistung machen und nur für den Elektrik/Abnahme mit jemanden holen. Aber das soll auch nicht so einfach sein, habe ich gehört.

Ich würde mir zügig nen Bauing Energieberater holen und das ganze Elend mal sachkundig analysieren lassen, bevor die Gastherme irgendwann im Winter die Biege macht und dann auf die Schnelle nochmal so ein fossiles Monster reinkommt. Bei unserem RMH konnte ich die verputzen Rohrschächte von oben vom Drempel aus mit Perlite verfüllen, ggf auch bei Euch ne kleine Verbesserung. Kellerdecke gedämmt? Gut DIY zu machen. War seinerzeit mein Einstieg ins Selbermachen.

Lass die FBH mal spülen, da wird endlos Dreck rauskommen und danach läuft die wieder. Hatte Ende letztes Jahr so einen Bau da hat die Pumpe kaum noch was durchdrücken können. Dann mit gereinigtem Wasser füllen.

Am Standort vom Speicher jetzt, würde eine BWWP genug Luft bekommen? Also von Nachbarräumen? Welche Kellertemperatur im ungeheizten stellt sich ein?

BWWP oder Heizstab lohnt sich eher, wenn du den Strom dafür selber produzierst. Wennst des in Eigenleistung schaffst ab ca 3000W Panels, Laderegler und Speicher hinstellen hilft schon viel.

Aber schau erstmal, wo die Undichtigkeit war. Vielleicht ist nur irgendeine Verschraubung nachzuziehen

Ja, die Rohrschächte könnte ich vermutlich irgendwie auffüllen, aber da dort teilweise auch noch Abflussrohre durchgehen, würde ich das eher nicht machen. In den nicht beheizten Kellerräumen ist auch alles halbwegs gedämmt. Kellerdecke dämmen ist auch nicht wirklich möglich, da im Keller die Deckenhöhe nur 210cm beträgt. Prinzipiell heizt die Fußbodenheizung des Erdgeschosses momentan die Kellerräume mit, denn die Fußbodenheizung in den Kellerräumen ist stark heruntergeregelt. Problem bzw. der eindeutige Engpass ist das riesige Wohnzimmer, mit Schrägdach und 3m-5m Deckenhöhe, welches auch nicht unterkellert ist.

Ich bin froh, dass ich die WW - Bereitung letztes Jahr von Öl (ca. 25-30l/Monat) auf eine BWWP umgestellt habe. Ich verbrauche jetzt für das WW 35Kwh im Monat. Habe aber auch keine Zirkulation, weil Bad und Küche quasi direkt über dem Heizkeller und die Leitung damit sehr kurz sind. Wir sind auch nur zu zweit.

Ja. Die muss ja auch nicht unbedingt im Heizraum stehen, wenn Platz ist, drekt Anfang Steigleitung

Ja, FBH spülen kann man mal versuchen, dazu benötige ich dann aber auf jeden Fall ein fachunternehmen, da dazu wohl die 3 Heizverteiler komplett getauscht werden müssen.

Die BWWP wollte ich nach etwas einlesen mit in den Heizungskeller stellen. Dort haben wir im Sommer ca. 20-24 Grad und im Winter wird der Raum ja derzeit noch von der Gasheizung beheizt und dürfte im Winter auch locker über 20 Grad haben, trotz Dauerlüftung über Lichtschacht, Glasbausteinfenster und Kamindurchführung.

Ich hatte auch schon über einen “normalen” Warmwasserspeicher nachgedacht mit Zusatzheizstab, aber irgendwie gab es die mit Heizstab nur ab 200-300L und nicht mit 150 Litern. Denn ich dachte, wenn man irgendwie 2 Solarpanel direkt an den Heizstab anschließt, mit welcher Technik auch immer, dann könnte man auch die Beschränkung der Balkonkraftwerke umgehen. Zur Not auch mit einem Akku dazwischen, wenn das irgendwie erlaubt ist. Da habe ich aber noch Wissenslücken wie auch in vielen anderen Bereichen, da ich mir alles DIY-Knowhow mühsam anlesen muss. Komme halt nicht aus dem Handwerk und habe auch keine Handwerker im Freundeskreis.

Die Undichtigkeit war intern im WW-Speicher, denn irgendwann hat das 3bar-Sicherheitsventil der Fußbodenheizung ausgelöst. Zu dem Zeitpunkt war die Heizung komplett aus, keine Zeit wo Warmwasser bereitet wurde usw. Und man konnte halt auch sehen, wie die Wasseruhr der Stadtwerke auch ohne Wasserentnahme sich ganz langsam gedreht hat. Da habe ich mir zusammengereimt, dass das Brauchwasser durch ein Loch wohl in die Fußbodenheizung gedrückt wird. Ich musste dann auch jede Stunde den Druck auf 1,5bar ablassen, bevor sich der Druck wieder 3bar aufgebaut hat. Irgendwann wurd der Druckanstieg immer weniger und jetzt verhält sich der WW-Speicher wieder normal, ohne Druckanstieg. Aber das wird sicherlich kein Dauerzustand sein, so dass ich langsam überlegen muss, was ich mache. Weitere Installateure anfragen oder irgendwie selber machen!

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Die Heizverteiler brauchst nur tauschen wenn die kaputt sind. Wenn die Anschlüsse zum spülen im Heizkeller vorhanden sind kannst des auch selbst machen. Alle Kreise zu bis auf den ersten, dann mit ca 2 bar durchpumpen. Wenn der Schlamm raus ist den nächsten Kreis.

Wenn du immer so 20° hast geht BWWP gut. Kannst ja simpel über Zeit einschalten, wenn die Wahrscheinlichkeit von Sonne auf deinen Panels gross ist. Ich halte auch für legitim (allerdings nicht streng legal), 1 Panel + 400W gebrauchten WR einzuschalten mim Startsignal vom Kompressor der BWWP. Die zieht dann eh etwas mehr als der WR liefert.

Mein Boiler hat Heizstab, der kriegt Leistung wenn meine Batterie voll ist. Gleich die 24-28V DC, Hochsetzsteller. BWWP wär mir lieber aber die krieg ich nicht unter in der Mietwohnung

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Danke für die Tipps @tageloehner, aber vermutlich hast Du schon gemerkt, dass ich nicht allzuviel Ahnung habe. Was das Spülen der Fußbodenheizung angeht, da fehlen meiner Meinung nach die Eingriffmöglichkeiten. Echte Anschlüsse zum Spülen sind nicht vorhanden. Gut, im Rücklauf gibt es einen Wasseranschluss zum Nachfüllen, falls der Wasserdruck unter 1,5bar fällt. Erschwerend kommt hinzu, dass nur noch etwas über die Hälfte der Heizkreise reguliert werden können, da die Drehthermostate festsitzen. Hier mal ein Foto des Heizverteilers im Keller, dann bekommst Du einen Eindruck vom Problem. Das eine Thermostat ohne Anschluss könnte vielleicht mal zum Spülen verwendet worden sein, ansonsten wüsste ich nicht wozu es da ist!

Mittlerweile habe ich auch viel anderen Beiträgen zu BWWP etwas gelesen und bin ein wenig davon abgerückt. Ich finde auch kaum BWWP mit 150 Litern und Zirkulationsanschluss. Auch wüsste ich nicht, was mit den alten Abzweigungen bzw. Rohrleitungen/Anschlüssen für Vorlauf mit Speicherladepumpe/Rücklauf nach Anschluss einer BWWP zu machen ist.

Nach Standspeichern mit Heizstab (Vorbereitung) mit 150 Litern (+ Zirkulation) habe ich auch schon gesucht und auch nur wenig Hersteller gefunden. Bis auf so ein paar Ebay-NoName-Speicher mit 2kw Heizstab (Option). Und da stellt sich mir die vielleicht dumme Frage, ob so ein Heizstab mit Schuko-Stecker immer die 2000 Watt zieht (und dann taktet wie beispielsweise Backofen/Mikrowelle), oder ob man den auch auf 400Watt herunterregulieren kann, denn ich habe derzeit ja nur wenig Solarstromüberschuss (den ich verschenke) und der Wechselrichter/Akku-Speicher darf ja auch nicht mehr als 800Watt einspeisen. Du nimmst ja irgendwie den Gleichstrom, wenn ich das richtig verstanden habe, damit es nicht verlustreich hin und herkonvertiert werden muss (?). Ich weiß leider nicht was ein Hochsetzsteller ist und bin eher auf konventionelle DIY-Methoden angewiesen.

Also ich habe keine Ahnung wie diese Meinungen zur BWWP hier zustande kommen .Aber vielleicht liegt das ja auch an den unterschiedlichen Gegebenheiten.

Ich hatte eine Gasheizung mit großem (Haus von 1904) WWBoiler (ca500l). Ich habe ähnlich wie du ca 3 bis 5 cm3 Gas im Sommer verbraucht. Damals waren wir aber noch 8 Leute im Haus und wenn morgends abends und teilweise bei Nachtschicht gebadet bzw geduscht wurde war das ok. 2012 habe ich dann in eine Volleinspeisende Solaranlage investiert und diese so nach und nach bis jetzt auf 25 kwp ausgebaut. Als wir dann nur noch 4 Leute waren habe ich 2013 den Boiler mit einem Durchlauferhitzer ersetzt und das war über den Sommer gesehen deutlich günstiger (selbst als das Gas noch fast nix kostete) weil die Gasheizung dann komplett aus war. Der Vorteil war es gab immer noch eine Person die gerne badete und damit war immer genug wasser da.

2020 während Corona waren wir dann nur noch zu zweit was bis heute geblieben ist. Da ich mich von ca März bis Oktober komplett vom Solarstrom versorge (habe 50kwh Akku) war der Durchlauferhitzer dann ein Ärgernis, da meine 3 Victrons max 15 kw konnten (und das war sowieso schon ineffektiv, daher auf 12 kw begrenzt) und der Rest kam aus dem Netz.

Dann habe ich 2024 den Entschluss gefasst in eine WWWP zu investieren und seitdem habe ich in dem oben genannten Zeitraum Null Netzbezug und bin von März bis Oktober autark.

Allerdings habe ich auch keine Zirkulation und die 4 l Wasser die ich verbrauche bis warmes Wasser kommt fange ich in einem Eimer auf und benutze sie zum Klospülen. Also selbst die sind nicht verloren. In der Küche habe ich als einziges noch einen 11 kw Durchlauferhitzer, da kann meine Anlage und dorthin wäre die längste Weg und am nervigsten, wenn man mal schnell heissen Wasser braucht und es ist keins da.

Einziger tatsächlicher Nachteil der BWWP ist, dass die Badewanne mit 55 Grad heissem Wasser bei 150l Wasservolumen nicht mehr wirklich heiss und voll wird. Da aber baden eher selten geworden ist, ist das kein wirkliches Problem.

Bzgl Abwärme. Ich habe im Keller keinelei Wärmeverbraucher, aber einen Lehmboden und Sandsteinwände. Somit habe ich das ganze Jahr zwischen 12 und 18 Grad. Da ich einen Thermo Hygrometer verwende sehe ich, dass beim Aufheizen des Wassers die Temperatur 2 Grad sinkt und nach 3 Stunden wieder wie vorher ist. Die Kellerdecke ist gedämmt, es kommt also aus dem Erdreich und den Wänden. Zudem hat der Keller ca 100 qm.

Das mag anders sein, wenn es ein gedämter Keller mit Betonbodenplatte ist. Aber pauschal zu sagen er zieht die Wärme aus dem Haus ist einfach falsch.

Ich verbrauch im Sommer ca 24 kwh für Warmwasser (was traurig ist, weil ich da viel zu viel Strom habe) und im Winter ca 28 kwh im Monat.

Insofern ist für mich die BWWP eine Geldkuh, da ich den Strom umsonst habe, den Gasanschluss komplett gekündigt habe (was mir alleine 270 Euro Zählergebühren im Jahr spart) und das Haus mit LLWP heize und erfreulicherweise jetzt auch kühle :slight_smile:

Insofern wäre mein Rat. Wenn du noch Panels anbauen kannst tu das und nimm ne BWWP

Stefan

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Die Zirkulation killt dein Szenario.

Bei unserem RMH ist die Kellerdecke auch gedämmt, aber so lange der Boden kälter ist als die Raumtemperatur im Keller muß die Wärme halt trotzdem von oben kommen: endliche Dämmung, Wände als Wärmebrücken. Da wir auch statt mit Gas jetzt mit zwei Splitklimas heizen und ich kein drittes Außengerät möchte, macht die BWWP trotzdem Sinn.

@roterfuchs , @stefanelo : Nachdem ich hier auch viele andere Beiträge gelesen habe, habe ich auch das Gefühl, dass die Zirkulationsleitungen bei BWWP nicht wirklich sinnvoll sind. Wenn Zirkulationsleitungen überhaupt einen Sinn ergeben. Leider haben wir diese quer durch das gesamte Haus. Sogar die ungeheizte Waschküche wird mit Warmwasser versorgt und hat eine Zirkulationsleitung. Als wir hier noch 3 Personen im Haus waren (jetzt 2) und einen 200 Liter-WW-Speicher hatten, inklusive WW von 6-22Uhr und Zirkulation ohne Zeitschaltuhr, da haben wir im Sommer noch 5 m³ Gas im Sommer pro Tag verbraucht. Jetzt sind es halt noch 2 m³ inklusive extremer Einschränkung, wenn man es so will.

Da BWWP mit Zirkulationsanschluss und 150Liter wohl nur noch selten im Angebot sind, hat sich meiner Überlegung wahrscheinlich ohnehin erledigt. Dann baue ich doch wieder einen herkömmlichen WW-Speicher ein, idealerweise das Nachfolgemodell vom vorhandenen und versuche dieses Mal zumindest einen Thermosiphon in Warmwasser- und Zirkulationsleitung mit einzubauen. Oder gibt es irgendwelche Alternativen an die ich bislang noch nicht gedacht habe?