Auslegung Wärmepumpe Altbau 1957

Im Keller bildet sich ein Kaltluftsee wenn die Wärmepumpe läuft. Der Kellerboden hat Erdreichtemperatur und gibt Wärme an die Kaltluft ab. Im Bereich Kellerdecke spielt sich nur wenig ab. Die Außentemperatur hat einen wesentlich größeren Einfluss auf die Temperatur im Keller als die BWWP. Man muss sich sehr anstrengen, um einen Einfluss der BWWP auf die Kellertemperatur zu erkennen. Logischerweise bleiben die Kellertüren offen, damit eine große Fläche zur Verfügung steht.

Genau. Deshalb:

Naja, würde es keinen (negativen) Einfluss geben - dann könnte man ja direkt eine Monoblock LWWP IN den Keller stellen - um vom positiven Einfluss dieser Energieflüsse zu profitieren… Erdreich bleibt ja bekanntlich wärmer als die Luft…

Schwer vorstellbar, aber der Keller müsste nur groß genug sein, dann würde das funktionieren. Aber wir sprechen hier lediglich von der Erwärmung von ein paar Eimern Wasser um 10°C.

Wie kommst du drauf? Also hast du dir den Wärmefluss über die Kellerdecke mal genauer angeschaut? Ist die Kellerdecke gedämmt? Wie gut? Was fließt da noch an Wärme vom Geschoss darüber?

Die BWWP beiinflusst vor allem die Temperatur am Boden, weil die abgekühlte Luft schwerer ist. Der Wärmedurchgang durch die Decke ändert sich kaum, weil sich dort die Temperatur nur wenig ändert. Das kann man leicht messen und es verträgt sich bestens mit physikalischen Gesetzen.

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Kellerdecke ist nicht gedämmt, da ist schlichtweg kein Platz weil da fast überall Rohre verlaufen.
Kellertreppe ist mit Tür. Die bleibt auch zu wegen den Katzen

Auf Youtube habe ich schonmal Leute gesehen, die sich Brauchwasserwärmepumpen eingebaut haben. das waren meist relativ hohe Geräte, die bis nahe an die Kellerdecke gereicht haben, mit der eigentlichen Wärmepumpe oben, wo auch Lüfter eingebaut waren.

Ich hatte nicht den Eindruck, daß diese Geräte sorgfältig die kalte Luft in Bodennähe einschichten, um das warme Luftpolster an der Decke nu ja nicht zu durchmischen.

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Könnte man ggf. dazwischen ausstopfen und ne Platte drunter?

Ich würde das Thema noch einmal sortieren wollen, weil es zwar Informationen gibt, aber wenig Fakten.

Der Verbrauch jetzt mit einer Ölheizung und inkludiert Warmwasser beträgt 2400l Heizöl. Wirkungsgrad der Heizung sind dann von 24 283kWh = 20 155kWh inkl. Warmwasser.

Dann wird angenommen, 5 Personen sind im Haus, dass 4263kWh für Warmwasser benötigt werden. Es gibt keine Zirkulationsleitung. Bei der Annahme von 4263kWh sind das bei einer Kaltwassertemperatur von 10°C und einer Mischtemperatur von 40° = 122,5m³ Liter Warmwasser mit 40°C. Also pro Person 24,5m³ bei 365 Tage 70 Liter am Tag. Also jeder geht täglich duschen oder mal baden. Der Wert könnte hinkommen.

Bedeutet andersherum, dass man bei 40°C Warmwassertemperatur 350l Warmwasser täglich benötigt + Sicherheitszuschlag. Ist was viel für eine Brauchwasserwärmepumpe. Nun nehmen wir weiter an, es wird eine BWWP mit 60°C betrieben. Dann sind das nur noch ca. 210l, also eher ein 250l-300l Gerät.
Aber: Die 60°C sind erstens sehr warm. Das bedeutet das Ding hat schon alleine wieder Verluste an den Keller aufgrund der hohen Temperatur. Dann ist der Wirkungsgrad vielleicht bei JAZ2,5 - JAZ2. Und die BWWP müsste JEDEN TAG die 210l mit 60°C bereiten. Wenn dort drin eine Mischtemperatur ist, sagen wir 50°C, dann wird sie von 50°C auf 60°C herstellen. Das wird mit einem COP unter 2 passieren. Selbst wenn man von einem relativ gesehen warmen Keller ausgeht. Bei COP2 wären das 12kWh Wärme die benötigt werden und daher 6kWh Strom, dazu 6kWh aus dem Keller. Ein Teil strahlt wieder die BWWP aus als Verlust. Der nachgeladen werden muss.

Und deswegen wäre es sinnvoller, die Wärmepumpe DRAUSSEN zu nutzen, die legt viel mehr Luft um. Nun gibt es verschiedene Arten das WW zu bereiten. In einem Tank mit Legionellenschaltung. Besser mit einer Frischwasserstation. Wenn eine Frischwasserstation genutzt wird kann auch das Wassertank auf nur 45°C geheizt werden. Der ist dann halt 400l groß. Das spart Energie als Verlust (weil 45°C kleiner als 60°C sind und weniger an den Keller abgeben) und Energie durch niedrigere VL-Temperatur (bei 45°C ist der Hub von der Wärmepumpe geringer und sie ist effizienter). In Kombination mit dem großen Außenwärmetauscher kann man dann mit JAZ3 bei Warmwasser ausgehen. Das halte ich für viel besser als die möglichen JAZ2 für die BWWP die dem Keller Wärme entzieht.

Daher nochmal, was am Wichtigsten ist: Steht fix fest es kommt eine WP für außen für die Heizung und eine BWWP für WW für den Keller? Wenn das fix ist, müssen wir uns kaum Gedanken machen, dann ist das halt ineffizienter.

Danke für den Input.

Wir hatten 2025 einen Gesamtwasserverbrauch von 122m³ - also inklusive Spülmaschinen, Waschmaschinen, Wasser für 2 Wasserfilter usw.…. Der reine Warmwasserbedarf dürfte deutlich darunter liegen.

Die Verlust von der Heizung werden extrem sein. Der Speicher hat 200l und wird nur morgens und Abends erwärmt. Derzeit fahren wir mit 55°.

Fix ist das nicht, dass 2 Geräte kommen. Ich hielt es bis jetzt eben nur für sinnvoll.

Das funktioniert von ganz alleine. Prinzip Heißluftballon - nur umgekehrt :wink:

So einfach ist das nicht. Die Kellerdecke strahlt Wärme ab. Da ist weniger Konvektion als Strahlungswärme.

Ich schätze die Wärmeleitung über die Wände noch höher ein, aber kann beides beitragen. Wenn das BWWP oben die Luft ansaugt und ausbläst, wird sicherlich auch primär im oberen Bereich die Wand abgekühlt. Hab mir das allerdings noch nicht mit der Wärmebildkamera angesehen ...

Im Sommer sollte man sich allerdings auch nicht zuviel von der Kühlung und Entfeuchtung durch die BWWP versprechen, zumindest meine Erfahrung für unseren WW Verbrauch zu zweit.

Das und Temperaturmessen Boden/Decke zeigt wunderbar die Zusammenhänge.

Wäre dann wohl auch vor/nach dem Lauf der BWWP zu vergleichen, um das Bild abzurunden.

Ok, dann wird einiges an Heizwärme in den Keller wandern. Und wenn die BWWP es etwas abkühlt, wird es noch etwas mehr. Es ist aber relativ schwierig, den Effekt zu berechnen.

Ich finds schwer mit der Abwägung, welches Konzept man da umsetzt.

Der Keller wird im Sommer warm sein weil es im Sommer warm ist. Und im Winter wird der warm weil die Rohre da langgehen.

Die Ölheizung steht wo? Im Keller? Alleine die Verluste werden den Keller erwärmen.

Die wird doch denke ich mal rausfliegen, wenn die WP da ist.

Rohrverluste: Die sollten doch auch ordentlich gedämmt sein. Kann natürlich sein, dass einige Rohre in der Wand verlaufen, wo man nicht nachträglich dämmen kann.