Ich möchte gerne meinen aktuellen Batteriespeicher (etwa 30 kWh), eingebunden in einem Victron System, deutlich erweitern.
Zur Historie:
Durch einen kleinen Gewerbebetrieb haben wir einen recht hohen Stromverbrauch. Seit 2014 und 2021 betreiben wir zwei PV-Anlagen, deren Nutzen im Wesentlichen auf Eigenverbrauch basiert. 2024 dann ergänzt durch zwei kleinere Solaranlagen (Ost und West) mit jeweils 1 MPPT (150/35), alles in allem rund 23 kWp für EV.
Im April 2023 habe ich eine erste Batterie (etwa 15 kWh) basierend auf einem 1-phasigen Victron-System (Multiplus 48/5000) installiert. Ab April 2024 wurde dann eine zweite Batterie (wiederum etwa 15 kWh) angeschlossen. Dieses System lief dann so bis Mai 2025, bevor ich mit zwei weiteren Multiplus auf ein 3-phasiges System erweitert habe.
Aktuell besteht die Anlage also aus einem 3-phasiges System, basierend auf 3 Multiplus 48/5000, 2 Batterien DIY (1. Batterie 302 Ah, 2. Batterie 293 Ah) beide mit einem Seplos BMS (leider nur 2.0), zusammen etwa 30 kWh.
Das Balancieren der Batterien mit dem veralteten und im Bereich des Balancing zu schwachen Seplos-BMS war sehr mäßig, deshalb habe ich mit einem NEEY-Balancer nachgearbeitet, seitdem beide wieder gut in der Spur.
Meine erste PV-Anlage (knapp 12 kWp) fällt 2028 aus der Einspeise-Förderung und würde dann on top für den Eigenverbrauch nahezu vollständig in die DV gehen, das möchte ich weitestgehend verhindern. Bisher konnte ich aus Platzgründen keine weiteren Batteriepakete installieren. Dieses Problem ist jetzt gelöst, ich habe vor meinem Haus einen Container eingegraben und nun genug Platz im Energiekeller. Nun steht der Aufrüstung der Speicherkapazität nichts mehr im Wege.
Eine Kombination von verschiedenen Speichersystemen wird ja in der Regel nicht empfohlen bzw. ist nicht vernünftig realisierbar, deshalb habe ich mich für die Alternative entschieden, die beiden alten 15 kWh DIY Speicher abzugeben (obwohl die sehr gut funktionieren), und ein komplett neues System aus einem Guss aufzusetzen.
Ich habe mich nun für ein Braun Power System CK48300 entschieden, davon 6 Geräte, also rund 96 kWh Kapazität. Aktuell warte ich auf die Lieferung. Außerdem muss der Elektriker noch die bisherige Installation der Muliplus inkl. Lynx etc. in meinen Energiecontainer verlegen. Beides sollte aber kurzfristig möglich werden.
Da ich doch ein rechter Laie bin und die etwas schwierig zu lesende Gerätebeschreibung von Braun Power nur bedingt nachvollziehen kann, möchte ich hier um Rat fragen, wie ich diesen Speicherblock richtig und sinnvoll in mein Victron System integriere.
Verstanden habe ich, dass die Packs auf der DC Seite so miteinander verbunden werden, und schließlich der erste dann an den Lynx angeschlossen wird, an dem auch die Multiplus hängen.
Die Adresszuordnung geschieht über die Dip-Schalter. Die Datenleitung erfolgt dann untereinander nach diesem Schema.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe wird nun die Datenverbindung wiederum vom ersten Batteriepack mit einem LAN-Kabel, in meinem Fall, an den Cerbo GX hergestellt.
Was ich in der Beschreibung überhaupt nicht verstehe, wie die Verdrahtung des LAN-Kabels angepasst werden muss, damit der Cerbo GX die Batterie versteht und die Steuerung übernehmen kann.
Die nächste Frage wäre dann, was ich in der Konfiguration des Cerbo GX einstellen muss, damit mein Victron System gut mit dem neuen Batteriesystem zusammenarbeitet.
Ich möchte mich schon jetzt mit diesen Fragen beschäftigen, auch wenn die praktische Umsetzung noch ein paar Tage dauert. Wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mir als Laie da weiterhelfen könntet.
Danke und Grüße
Jost





