BMS habe ich jetzt auch überprüft, das Relais hat im Test getrennt. Ob es das auch unter Last schafft, keine Ahnung... Die Ursache ist mir nicht klar! Möchte aber unbedingt die Ursache finden, sonst kann ich den zweiten Akkupack nicht guten Gewissens weiter betreiben.
Hallo,
deine Sorge kann ich gut nachvollziehen, nun bist du misstrauisch. Doch was würde sich ändern, wenn du die Ursache kennst? Nehmen wir an, das BMS war defekt oder die Zelle hatte einen Produktionsfehler? Woher wissen wir dann, dass dieser Fehler nicht am anderen Pack auftritt?
Die Ursache zu kennen hat m.A. mehr akademischen Wert. Du brauchst jetzt eine praktische Lösung. Und die bedeutet: regelmäßige Kontrolle. Und wenn die ausfallen muss, dann Akku mit geringem SOC abschalten, so wie du es vorgesehen hast.
Anders sieht es aus, wenn der Fehler in deinem System liegt. Die max. Ladespannung wird hier ja von Experten diskutiert und die sollte nie zu hoch sein. Das ist doch einfach heraus zu finden.
Viel Glück
Das ist ja viel zu hoch! Weiter oben schreibst Du aber, dass die Ladeschlußspannung bei 3,45V/Zelle liegt und weiter unten hast Du jetzt auch ganz andere Werte. Den Wert im MPPT würde ich schnellstens runtersetzen auf max. 3,5V/Zelle. Das ist m.W. auch nicht der voreingestellte Default-Wert - wäre ja grob falsch. Die max. Ladeschlußspannung liegt bei 3,65V, aber nur solange der Ladestrom größer als 0,05C liegt - das sind 14A bei 280Ah.
Aufgequollende Zellen sind allermeist ein Zeichen von massiver Überladung und das vermute ich hier auch. Wie kann man nur einen so hohen Wert einfach stehenlassen? Nicht das BMS ist dafür da, den Ladeschluß zu kontrollieren, sondern der MPPT-Regler bzw. jeder Laderegler! Das BMS ist nur die letzte Sicherheitsinstanz und sollte im Bestfalle nie abschalten.
Moment, das geht gerade in die falsche Richtung. Ich war selbst verwirrt und dachte das wäre die Ursache. Was ich meine ist diese Einstellung. Die hat aber nichts mit dem Ladeverhalten der Batterie zu tun!
Hier mal die Einstellungen:
MPPT und Multiplus:
Uabsorption: 55.2V / 3,45V je Zelle
UFloat:53,75V / 3,35V je Zelle
Ulow: 47,2V / 2,95V je Zelle
Urestart: 49V / 3,06V je Zelle
Das sind jetzt die Werte in denen das System arbeiten sollte (idealerweise). Wenn nicht schaltet das BMS bei folgenden Werten ab:
BMS:
UmaxZelle: 3,55V
UminZelle: 2,8V
Max. Batteriespannung: 57,6V
Min. Batteriespannung:44V
Balancer startet bei 3,410V
Bei welchen Temperaturen hat das System gearbeitet? Niedrigste Temperatur?
Kluger Ansatz,
bisher wissen wir nur, dass die Akku´s im Keller stehen. Null Grad sollte es dort wohl nicht gegeben haben. Aber wer weiß?
Es kann auch nicht schaden, die Busbar Schrauben regelmäßig auf festen Sitz zu kontrollieren. Bei mangelndem Kontakt werden einzelne Zellen vom Pol erwärmt und geraten aus der Balance.
Guter Punkt, bin für Ideen wirklich dankbar! Der Keller ist grundsätzlich beheizt, allerdings heizt die Technik genug im Technikraum, das heißt 15-20°C, Luftfeuchte bei 40%-70% je nach Jahreszeit.
Der Temperatursensor war an einem Pol von Zelle 6 montiert, hatte max. 28°C aufgezeichnet im letzten Jahr. Genauer geschaut habe ich nicht, nur hin und wieder mit der Hand gefühlt, weil das System unauffällig schien... wohl zu blauäugig ![]()
Das Problem heisst:
Laden mit hohem Strom unter 20 % SOC und Temperatur unter 20 grad. Dann muss pro 10 grad niedriger der Strom auf 1/10 den zulässigen Ladestroms reduziert werden. Bei 10 Gtadvalso noch 0,1 C bzw 0,05 C, bei null Grad nochmal 1/10 davon.
Einmal zuviel reicht.
Bei 15 Grad und wirklich hohem Ladestrom bist du schon im Lotto.
Und wie gesagt, einmal reicht.
Was bedeutet denn diese 'Ladespannung = 59,2 V'? Was steuert die? Würde den Wert in jedem Fall ändern.
Die anderen Werte scheinen mir alle o.k.
Wie hoch sind denn deine Ladeströme maximal?
Bei 15 Grad sehe ich da eigentlich kein Problem bis 0,5C zu laden. Viel höher würde ich eh nicht gehen.
Ich hab versucht Eve Datenblätter für LF280 (280Ah)
zu finden.
Da finde ich bei 15 Grad auch was mit 0,5
Bei 10 Grad 0,3
Ich dachte, dass es eher auf die Lebensdauer geht.
Unter 0 Grad gab es wohl Beschädigungen.
Ausschnitt
PBRI-LF280K-D06-01
S.23 (S.16)
Nein, leider nicht. Und der Schadensverlauf beinhaltet aufblähen.
Ich sage nicht, das das die (einzige) Ursache ist. Aber verdächtig ist das schon.
Das ist verdächtig und ich glaube das haben nicht viele auf dem Schirm!
Wenn ich mal rechne, ich habe 200Ah und 280Ah Batterie parallel => 480Ah
Wenn ich worst case 15°C annehme, max. 0,5C, dann wären dass 240A. Da bin ich deutlich drunter. Der Multiplus kann 70A und die beiden MPPT je 45A = 160A
Das BMS kann 90A und schaltet darüber ab => 90A auf 200Ah Wenn jetzt eine Batterie getrennt wäre (was soviel ich weiß nicht vorkam) dann wärn max. 0,45C möglich.
Wenn das BMS alle Werte kontrolliert hat und es zu keiner Tiefentladung oder Überladung (einzelner Zellen) kam, auch keine extrem hohe Ladeleistung oder extrem tiefe Temperatur...
Was bleibt dann noch?
Darunter. Also Ladestrom unter den Grenzwerten der jeweiligen Temperatur.
Es gibt bei Parallelschaltung von Zellen und Blöcken nur ein Problem dabei.
Niemand garantiert eine einigermaßen gleichmäßige Stromaufteilung sofern man nicht bewußt Maßnahmen dafür schafft.
Daher kann es durchaus zu überhöhten Stromwerten kommen die zu Lithium plating führen.
Zuerst mal solltest du wissen das dies keine Leerlaufspannung ist, sondern die Spannung (Konstantspannung bzw. Ladeschlussspannung @Victron -Absorptionsspannung) bei dem der Laderegler wenn erreicht auf die CV-Phase (Konstantspannungsphase) umschaltet.... da gehört noch mehr dazu aber das erstmal nur zum Verständnis. Empfehlung: Suche mal nach CC/CV Phase und lese dich dazu ein...
Doch!
Die Ladeparameter der MPPT kannst du einstellen wie du lustig bist denn sie werden ignoriert, deswegen steht unter "Vernetzter Betrieb" auch Ja - Vernetzt und der Netzwekstatus auf Slave und nicht auf Stand-Alone. Warum ist das so? Weil du zu 99,9% ein ESS am laufen hast! Und dann folgen die MPPT den Ladeparametern vom Multiplus (normalerweise, ich habs bei mir abgeändert, aber das ist ein anderes Thema). Du solltest dir auf jeden Fall mal gründlich das ESS und das Cerbo Handbuch durchlesen, denn da steht es auch drin. Nun stehen da 59,2V was natürlich viel zu viel wäre als Ladeschlussspannung. Normalerweise (bei Victron ist das aber so ne Sache
) sollte da die eingestellte Ladeschlussspannung vom Multiplus drin stehen. Jetzt ist es aber so (zumindest bei mir in der GUI V2) das, das ganze verbugt ist und er aus unerklärlichen Gründen hier einfach 2V zuviel drin stehen hat als das was wirklich im Multiplus hinterlegt ist. Wenn man die BMS Steuerung kurz einschaltet und gleich wieder deaktiviert dann stimmt die Spannung und die 2V Offset sind verschwunden. Ich weiß allerdings nicht ob das bei dir auch der Fall ist da du noch die alte Benutzeroberfläche nutzt. Achtung: Wenn man das macht muss danach die "BMS Steuerung" über die Remote Konsole im MPPT wieder zurück gesetzt werden, und beim Multiplus das VE.Bus System neustarten/neu erkennen lassen sonst wirft der die Fehlermeldung "Batterie Spannung" niedrig, weil er keine Werte mehr vom BMS bekommt da man es ja wieder deaktiviert hat. Man muss also wissen was man tut und wie man den Ausgangszustand wieder herstellen kann, ansonsten ist erstmal Tote Hose im System
. Auch das erstmal nur zum Verständnis weil du offensichtlich garnicht weißt wie dein System überhaupt arbeitet! Wenn man das BMS mal außen vor lässt, ist das schon Brandgefährlich das du garnicht weißt wie dein System arbeitet und welchen Werten es folgt. Denn auch das BMS kann versagen, und da bei dir wie du sagst über ein Relais der Akku weggeschalten wird... auch ein Relais kann kleben bleiben usw...
Hier schonmal ein paar Auszüge:
Achja da du auch einen Shunt hast:
Was steht bei dir unter "Höchstspannung"?
Und was steht im MPPT als "Maximale Batteriespannung"?
Achtung:
Solltest du den Shunt inzwischen mal Stromlos gemacht haben dann werden die Werte zurückgesetzt, somit hätten sie keine Aussagekraft mehr wie hoch die Spannung tatsächlich mal mal. Beim MPPT verhält sich glaube ähnlich wenn man die Ertragswerte zurück setzt oder ihn vom Akku trennt.
Ich denke U-F-O hat die Sache auf den Punkt gebracht!
Damit war es sehr wahrscheinlich doch eine viel zu hohe Ladeschlußspannung, wie gesagt, die typische Ursache für solche Blähbäuche.
Ich würde so einen falschen Wert nie irgendwo stehen lassen und darauf hoffen, dass irgendetwas anderes schon vorher abschaltet. Wie schon gesagt: das BMS ist nicht dazu da, den Ladeschluß zu kontrollieren, aber es sollte im worst case abgeschaltet haben.
Das BMS ist dafür da schädliche Werte zu verhindern.
Andy von offgridgarage hatte auch aufgeblählte Zellen weil er es nicht verpresste: https://www.youtube.com/watch?v=9aE5CVuVC60
LFP Zellen sind voll bei 3.37V wenn 0A Ladestrom anliegt. Alles drüber ist nicht gut auf Dauer.
Meine Empfehlung: Zellen immer verpressen! Auch beim Testen. Muss nicht viel sein, es reichen 2 Holzplatten und 4 Gewindestangen.
Danke für die ausführliche Antwort! ![]()
Im ESS sind die von mir oben genannten Werte hinterlegt, also fernab von 59,2V. Im MPPT stehen die 59,2V. Die sollten aber genau wie du sagst ignoriert werden weil ESS höher priorisiert ist. Im ESS stehen keine 59,2V! Da steht folgendes:
Im MPPT:
Wo kann man die 59,2V denn einstellen?
Mein Problem ist nicht das Verständnis zu Ladekurven, Batterieverhalten etc. dazu habe ich den entsprechenden Hintergrund. Aber die verschachtelten Einstellungen von Victron machen es schon irgendwie unübersichtlich! Grundsätzlich verstehe ich schon wie das System arbeitet! Nur habe ich mich mit dem System jahrelang jetzt nicht mehr beschäftigt.
Es ist schon seltsam, dass in der Remote Konsole eine Spannung steht, die nirgendwo anders zu sehen ist, aber vielleicht eine Bedeutung hat, vielleicht auch nicht....







