in diesem Thread möchte ich euch mein bisheriges Hausprojekt mit jeglicher Technik vorstellen und euch meine Gedanken und Ideen im Laufe der Zeit näher bringen und daran teilhaben lassen. Mein Ziel für die kommenden Jahre ist es, meinen Autarkiegrad auf 99,9% oder sogar noch mehr anzuheben um mich von steigenden Preisen auf dem Energiemarkt lösen zu können.
Ich werde dieses Thema recht ausführlich beschreiben und möchte es daher in mehrere Kategorien gliedern und unterteilen.
Inhaltsverzeichnis
Bauliche Gegebenheiten
Haus und Grundstück
Wohneinheiten
Hauswirtschaftsraum
Ausgangslage Energieeinkauf
Strom
Gas
Bisherige Maßnahmen
Doppelt verglaste Kunststofffenster
Basisinstallation PV Anlage
Zählerzusammenlegung
Geplante Maßnahmen
Stromerzeugung
Wärmegewinnung
Einsparmaßnahmen
Weitere bauliche Maßnahmen
Errichtung Gartenhaus
Errichtung Carport
Sonstiges
Ausführung
Bauliche Gegebenheiten
Haus und Grundstück
Bei meinem zur Rede stehenden Projekt handelt es sich um ein Haus aus dem Jahre 1971 im Ortsteil Schweicheln-Bernbeck in Hiddenhausen bei Herford. Das Haus habe ich vor gut acht Jahren gekauft und seitdem bereits teilweise renoviert und modernisiert, hierzu aber im späteren Verlauf noch mehr. Das Haus steht auf dem westlichen Rand eines 1.055m² großen Grundstückes und besitzt ein Satteldach mit einer Ausrichtung von Nord-West und Süd-Ost.
Durch den Vorbesitzer wurden seinerzeit bereits die Fassaden der Nord- sowie der Südseite des Hauses mit 140mm WDVS Dämmung versehen. Hierbei wurde leider auf eine Dämmung bis unter den seitlichen Dachüberstand verzichtet womit die beiden Giebelflächen ungedämmt sind. Diese sind seiner Zeit aus vermutlich aus ästhetischen Gründen mit Schieferschindeln verblendet worden.
Weiterhin wurde beim Bau des Hauses auf eine Dämmung des gesamten Daches verzichtet und diese lediglich auf die Dachflächen reduziert welche den bewohnten Raum umschließen. Der gesamte Dachboden blieb somit ungedämmt.
Wohneinheiten
Hauswirtschaftsraum
Ausgangslage Energieeinkauf
Strom
Alle nachfolgend genannten Werte beziehen sich auf das gesamte Jahr 2022 und sollen die Ausgangslage meiner Autarkiesteigerung beim Strom bilden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Dachgeschosswohnung Ende Juni über einen Zwischenzähler mit an den Zähler meiner Wohnung im Erdgeschoss angeschlossen wurde. Überschlägig kann man also sagen, dass die genannten Werte sich auf 1,5 Haushalte mit insgesamt zwei Personen beziehen.Stromeinkauf
Über meinen Stromanbieter habe ich im Jahr 2022 ingesamt 1309 kWh Strom zu einem Gesamtpreis von 502,05 € bezogen.StromerzeugungMeinem Victron VRM Portal (nähere Informationen hierzu unter Punkt 3.2) kann ich die Information entnehmen, dass ich im Verlauf des Jahres 2022 insgesamt 1813 kWh Strom erzeugt habe.Autarkie und EigenverbrauchAuf eine Ermittlung meines Eigenverbrauchs kann ich an dieser Stelle verzichten da ich über meine eigene Regelung eine Null-Einspeisung realisiert habe. Jeglicher erzeugte Strom verbleibt somit bei mir und wird nicht in das Stromnetz eingespeist. Somit ergibt sich der Eigenverbrauch:
Eigenverbrauch = 100,00 %Über die bekannte Formel für die Autarkie und die oben genannten Werte ergibt sich dann folgendes Ergebnis:
Autarkie = 1 - zugekaufter Strom / verbrauchter Strom = 1 - ( 1309 kWh / ( 1309 kWh + 1813 kWh)) = 0,5807 = 58,07 %
Gas
Bisherige Maßnahmen
Doppelt verglaste Kunststofffenster
Basisinstallation PV Anlage
Zählerzusammenlegung
Geplante Maßnahmen
Stromerzeugung
Wärmegewinnung
Einsparmaßnahmen
Weitere bauliche Maßnahmen
Errichtung Gartenhaus
Errichtung Carport
Sonstiges
Bei Fragen und Anregungen werde ich stets bemüht sein darauf zeitnahe zu antworten.
Rein rechnerisch komme ich momentan auf eine mögliche zu installierende PV Leistung von knapp 20 kWp wenn alle aktuell zur Verfügung stehenden Dachflächen bestückt sind. Zur Zeit habe ich "nur" 3.8 kWp installiert, hier ist also erst einmal noch reichlich Luft nach oben.
Für die Nachtversorgung habe ich bereits einen LiFePo4 Akku mit 4.4 kWh am laufen welcher in den kommenden Monaten erweitert werden soll. Näheres dazu in Kürze.
Die Autarkie möchte ich langfristig nicht nur auf dem Papier erreichen. Geplant ist definitiv die Trennung vom Stromnetz und die komplette Eigenversorgung. Hierfür braucht es allerdings noch ein wenig Zeit um weitere Erfahrungen und Daten zu sammeln.
Bezüglich der Heizung mache ich mir momentan sehr viele Gedanken, allerdings möchte ich vorerst nicht auf eine Wärmepumpen-Lösung umschwenken. So viel vorab: Die gesamte Heizungsregelung meine Buderus Anlage übernimmt zum Teil bereits meine eigene Steuerung. Ich werde aber auch dieses Thema noch ausführlich beschreiben.
Wenn man es realistisch betrachtet, werden 100 % nie wirklich drin sein. Gehen wir einmal von einem Ausfall der PV-Anlage und den damit verbundenen Geräten aus, dann würde der Netzbetreiber als "Notstromversorger" eintreten und die 100 % wären passé. Natürlich könnte man sich hier über ein Notstrom-Aggregat weiter versorgen, aber ich bin mir noch nicht wirklich sicher, ob es das den Aufwand wert ist.
mit 20kwp kannst du eine oder mehrere klima split geräte zum heizen nutzen
ich nutze eine 2,5er splitanlage fürs ganze haus
bei 12kwp läuft die aber dez und januar nicht oft
ansonsten kannst du noch nen holzkamin nachrüsten, für die dunkelflaute.
ich brauche ca 3000kwh gas für 120m² pro jahr(neubau effezienzklasse b) normal wären das um die 7000kwh onhe pv
die menge gas kan ich im moment nicht ersetzen
ich lag letztes Jahr für das gesamte Haus bei einem Gasverbrauch von ca. 51.000 kWh.
Hier ist mein Ziel vorerst, den Gasverbrauch in den sonnenreichen Monaten so weit wie möglich zu reduzieren. Mein erster Ansatz hierfür ist ein 3.5 kW Heizstab für meinen Warmwasserspeicher. Meine Buderus Gasanlage ist aus dem Jahr 1991 und verrichtet momentan noch gute Dienste. Ich möchte den Schritt auf eine Brennwerttherme eigentlich gerne überspringen und dann wie du schon beschrieben hast auch auf Klimageräte umspringen. Das deckt sich auch ganz gut mit den baulichen Gegebenheiten da zwei der drei Wohnungen noch mit alten Gussheizkörpern ausgestattet sind und diese eh auf kurz oder lang rausfliegen sollen. Die dritte Wohnung ist glücklicherweise bereits mit einem Kaminofen ausgestattet.
würde ich jetzt noch nachrüsten nächstes jahr gehts wohl nicht mehr
informiere dich da mal näher
brennwert spart auch kosten und 30 jahre ist schon ein gutes alter für ne gastherme die wird sowieso bald den löffel abgeben
bei dem verbrauch wirst du um die zuheizung mit gas nicht rumkommen wenn aber deine therme draufgeht und du keine teile mehr bekommst darfst keine neue mehr einbauen...
hier hab ich mal was gehört weiß aber nicht genau für wen das genau gilt
zb so ne wolf cgb 14 kostet nicht die welt und die kannst bestimmt von nem befreundeten heizungsbauer günstig einbauen lassen
Trennung vom Stromnetz...wenn ich das schon höre..
Ich habe auch 20 kWp und letztes Jahr vom 14.6-19.6 folgende Erträge in kWh: 131,131,131,121,132,133.
Juli'22 3120 kWh und diesen Januar (1.1.-31.1) 389 kWh. Vorschläge?
Einspeisevergütung habe ich 2022 netto ca. 1600€ bekommen. (bei 7,35ct/kWh, ist jetzt mehr)
Dein Plan ist es also, eine riesige Anlage zu bauen, damit du für die letzten 100 kWh (1€/kWh) + Grundpreis (25€/Monat) 400€ sparst, verzichtest bei der dann
völlig überdimensionierten Anlage aber gerne auf 2000€ an Einspeisevergütung.
@mp97 nennt sich "abnehmender Grenznutzen" in allen Aspekten... irgendwie ein Fremdwort für Viele... Am besten Stromanschluss kappen, damit der Überschuss auch ja nicht der Allgemeinheit (oder den bösen Konzernen) zur Verfügung steht...
Energiewende in Bürgerhand, wir fahren gegen die Wand, aufgrund von ... mir fällt leider nichts diplomatisches ein.
@donpepe23
Möchte ja gerne mal wissen, warum die so auf Strom und Energie fixiert sind.
Von den wenigsten höre ich, dass die dann auch eigene Landwirtschaft planen, eigene Brunnen, Zisternen und Jauchegruben, eigenes Internet wäre doch auch toll.
Wasserleitung und Abwasserkanal scheint nicht so einen Reiz auszuüben wie so ein Stromkabel.
Muss irgendein Fetisch sein.
Ähhmm, 51000kWh für ein teilgedämmtes Haus? Da läuft was gehörig schief. Hol dir erst mal einen GUTEN Energieberater um den Verbrauch mindestens zu halbieren. Das sollte mit überschaubarem Aufwand möglich sein. Wieviel beheizte Fläche hast du?
ich klinke mich hier mal zumindest zum Zuhören mit ein, denn ich habe ganz grob in der gleichen Gegend einen etwas jüngeren Altbau, bei dem auch vieles gemacht werden muss (Dämmung innen und Kern, Fenster, PV-Anlage und irgendwann eine WP).
Um den Gasverbrauch in den sonnenreichen Monaten zu reduzieren könntest Du auch auf Solarthermie setzen. Klar, das ist nicht ganz billig und konkurriert mit PV um Fläche, aber es funktioniert und sobald die Sonne scheint ist dein Pufferspeicher immer warm bis heiß und die Anlage muss im Sommer oft in die Zwangsabschaltung. Diesen Umstand kann man sich aber auch zunutze machen, denn man kann, wenn man genügend Fläche hat einen "Wärmesee" anlegen. Dieser wird im Sommer befüllt und im Winter "leergepumpt". Eine mögliche Wärmepumpe kann so sehr effizient arbeiten, was weniger Stromverbrauch bewirkt und damit eine kleinere PV-Anlage notwendig macht.
Beim Nachrüsten der anderen Wohnungen auf Kaminöfen vergiss die Wassertaschen und einen großen Pufferspeicher nicht.
Ich habe hier so eine Kombination aus Solarthermie und an die Heizung angeschlossenem Kamin laufen und bin eigentlich recht zufrieden. Die hohen Gaspreise tun mir im Moment nicht wirklich weh. Im letzten Monat habe ich nur rund 30m³ Gas verbraucht, was aber auch an der Teilbeheizung des Gebäudes und den niedrigen Temperaturen liegt. Gas wurde eigentlich nur verbraucht, wenn die im Pufferspeicher gespeicherte Energie nach 12-24h ausging und ich wegen Abwesenheit nicht Holz nachlegte.
Man kann sich auch den Aufwand mit der Solarthermie sparen und alles mit PV belegen. Dann einen 5kW Monoblock vors Haus der im Sommer WW macht und in der Übergangszeit heizt.