Da meine Ariston Nuos Primo 100 jedes Jahr zur Wartung Staubablagerungen am Verdampfer und auf der Isolierung des Kompressors zeigt, dachte ich mir, ich setze in den Ansaugstutzen einen Luftfilter. Ich habe mir eine Filtermatte gekauft (https://www.topsfilter.de/product/ct15-150-1m-t97004) und mit einer CD als Schablone ein rundes Stück ausgeschnitten und in den Ansaugstutzen auf das Gitter geschoben. Passt genau und hält bestens ohne weitere Befestigung.
Allerdings, wenn ich die Hand in den Luftstrom am Auslass halte, habe ich das Gefühl, dass dieser schwächer ist, im Vergleich zum Betrieb ohne Filter.
Wie macht Ihr das? Hat da jemand Erfahrungen? Macht das viel aus, in Hinblick auch die Effizienz? Staub auf dem Verdampfer beeinträchtigt ja auch die Effizienz. Was ist schlimmer?
Ich erhoffte mir durch den Filter, der alle paar Wochen in 30 Sekunden gewechselt ist, weniger Mühe beim Reinigen des Verdampfers etc. im Rahmen der jährlichen Wartung.
Die von mir verwendete Filtermatte ist Klasse G3, 10 mm dick. Es gibt auch Klasse G2, die wohl durchlässiger ist, aber natürlich auch weniger filtert. Ich hatte zuvor die KI gefragt (), die riet mir zu G3 und meinte der Luftwiderstand entspräche ungefähr den Verlusten durch einen 90-Grad-Bogen in einem entsprechenden Ansaugrohr, sei also absolut minimal.
Filterfläche leuchtet ein. Vergrößern erfordert halt immensen Aufwand. Der Ansaugstutzen hat 120 mm Durchmesser. Das dafür passende Stück Filtermatte ist in einer Minute zugeschnitten, reingesteckt - fertig.
Um die Filterfläche zu vergrößern, muss man viel mit Bögen und Rohren basteln, um ein größeres Lumen zu bekommen. Das ist obendrein schwierig, weil das Gerät an der Wand hängt, der Ansaugstutzen nach hinten zeigt und die Luft von hinten von der Wand angesaugt wird. Da ist wenig Platz. Der Abstand vom Ansaugstutzen zur Wand beträgt bei dem Modell 13 cm.
Ja, tatsächlich würde ein Patronenfilter für den Kärcher-Sauger WD1, WD2, WD3 etc. mit etwas Modifikation direkt auf den Ansaugstutzen passen, was ich aber eben wegen des zu dichten Filterwerkstoffs gleich wieder verworfen habe. Ich überlege jetzt, aus Hasendraht einen zylindrischen Käfig zu basteln, der über den Stutzen passt und mit Filtermatte bezogen wird. Edelstahl-Fliegengitter liegt auch noch auf dem Dachboden - auch das wäre ein Experiment wert.
Ich hab bei mir ein G4 Filtervlies in den Ansaugstutzen gepackt ohne zusätzliche Vergrößerung der Fläche. Tatsächlich sinkt der Volumenstrom, allerdings ist seitdem mein Verbrauch/cop nicht merklich schlechter geworden. Ich denke, dass gewisse Bögen und Rohrlängen “eingepreist" sind (maximal erlaubte Druckverluste bzw Längen stehen bei den Anlagen auch meist dabei) und wenn man nichts oder nur einen Bogen anbaut, scheint mir das mit dem Filtervlies immer noch im Toleranzbereich zu sein. Aber natürlich ist das vorgeschlagene Vorgehen noch besser (aber auch aufwändiger ;-)).
Die Lösung ist ein Filterkäfig aus Hasenstallgitter, der auf ein KG-Rohr-Muffenstück DN 125 gebaut ist. Diese Muffe lässt sich (ohne Gummi) auf den Ansaugstutzen des Geräts aufschieben und sitzt dort (zufällig) so exakt, dass die Konstruktion dicht und fest ist. Den Gitterkäfig habe ich außen mit Filtermatte G3, 10mm dick verkleidet.
Zur „Messung“ des Luftstroms habe ich mir am Luftauslass ein Anemometer gebaut: Eine Klappe aus einem laminierten Stück Papier ist mit Klebeband am Auslassstutzen befestigt. Dahinter habe ich eine Grad-Skala montiert.
Ohne Luftfilter öffnet sich die Klappe durch den Luftstrom bis 60°. Mit der Filtermatte direkt im Ansaugstutzen (Filterfläche ~113 cm²) öffnet sich die Klappe nur bis 40°. Mit der neuen Filterkonstruktion (Filterfläche ~540 cm²) öffnet sich die Klappe bis 55° also nur geringfügig weniger als ohne Filter.