Kann ich bestätigen. “Gut” funktioniert es tendenziell, wenn die Räume die man mitheizen möchte “höher liegen” und die warme Luft ungehindert dorthin “fließen” kann.
Sehr gut funktionierst es, wenn das IG direkt “reinpusten” kann. Geringe räumliche Entfernung hilft nat. auch.
Klingt nach einem gutem Plan.
Bedenke aber: Im SZ ist den meisten Menschen wichtig, dass es möglichst ruhig ist. Ein IG generell und wenn es enteist insbesondere kann da stören. Gleichzeitig mögen / benötigen es viele Menschen im SZ nicht ganz so warm - auch weil man da gewöhnlich ja zugedeckt ist;)
Außerdem “begrenzt” du mit einem IG bzw. einer Anlage im SZ den Einsatzzweck dieser dann schon sehr - denn die kostet am Ende gleich viel oder fast gleich viel wie die im WZ und würde kaum laufen… Mit dieser Anlage andere Räume mitheizen würde dann in der Praxis eher schlecht funktionieren und keinen Sinn machen, denn dann wäre das SZ - das tagsüber wohl nicht “genutzt” wird - immer überheizt obwohl man es nicht nutzt.
Ich würde deshalb auch mal in diese Richtung überlegen:
2x 2,5kW (ich würde 2x3,5 nehmen) zb. Daikin Perfera.
Somit würde sich die eine Anlage um das WZ kümmern, die im Flur könnte dann je nach Stellung der Ausblaslamellen direkt ins SZ oder bei Schrägstellung auch ins office heizen. Die “Heizleistung” wenn man direkt ins SZ bläst wäre dann im SZ schon sehr ähnlich, als wenn das IG direkt dort eingebaut wäre. Dadurch, dass es sich außerhalb befindet hat man aber folgende Vorteile:
- Laufgeräusch deutlich leiser im SZ, das kann insbesondere beim Abtauen wichtig sein
- Die anderen Räume können sinnvoll mitgeheizt werden
- Die Auslastung / Laufzeit der Anlage kann deutlich ausgedehnt werden
- Die Wirtschaftlichkeit steigt, denn sie kann bei Bedarf auch der Anlage im WZ “helfen”
Da dort der Abgang zum Keller ist, könnst es auch vergleichsweise einfach möglich sein dort im Stiegenhaus - aufputz - einen Kabelkanal zu legen und nachh hinten raus.
Ich kenne es so, dass man insbesondere bei Computerarbeit eher fröstelt weil man sich weder körperlich bewegt noch zudeckt etc. Da denke ich könnte die Entscheidung genau in den großteils ungenutzten (tagsüber) Raum wo man nachts eh zugedeckt ist eine Anlage zu bauen am Ende verkehrt sein. Je nach dem wie warm man die Anlage im Flur dann heizen würde, könnte es ev. dann auch noch für Küche und Bad reichen. Im Bad dann aber ggfs. noch einen Heizlüfter.
Das “mitheizen” würde jedenfalls eher / besser funktionieren als mit einer Einzelanlage im WZ oder einer 2. im SZ.
Bei mir ist es so:
Das Zimmer gegenüber wird sehr gut beheizt, das Bad “ums Eck” wird auch gut mitgeheizt - aber ist durchwegs 1-2° kühler. Da bei dir SZ exakt gegenüber wäre und office auch (nur seitlich versetzt) sehe ich da keine Probleme.
Das Konzept mit “nicht in jedem Raum ein IG” hat nat. auch Vorteile:
- Günstiger in Anschaffung und Montage
- Zb. nur 1-2 AG und dennoch nur Monosplit
- Grundauslastung ist besser = kleinere / keine Gefahr für takten
- was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen;)
- Man kann zb. das SZ beheizen (Tür offen) oder trotz Heizung vor der Tür lautlos (Tür zu)
Der Variante “je Raum ein IG” bleibt nat. vorbehalten:
- Garantiert ausreichende Heizung / Kühlung “komme was wolle”
- Temperaturregelung je Raum getrennt
Der größte “Nachteil” bei “ein IG je Raum” ist aber (abgesehen von den Kosten), dass man dadurch zwangsläufig auch (tw. viel) zu viel Leistung einbaut - da es keine derart kleinen Anlagen gibt wie sie dann eig. ausreichen würden.
Das SZ scheint mir am Ende im Grunde noch der Raum, wo “mitheizen” von allen noch am ehesten möglich und sinnvoll ist.