Hi Leute, ich bin gerade in der Vorbereitung zur Planung einer PV-Anlage. Diese soll auf das Flachdach meiner Garage (ca. 30m^2 ; 3,5m x 9m und leider nicht einfach rechteckig, sondern mit reichlich Schrägen Seitenverläufen Mittellinie in Längsrichtung liegt bei 209°). Unser Haus ist 1970 gebaut worden und 2019 renoviert worden. Im Rahmen der Renovierung wurde auch eine neue Heizung eingebaut (Viessmann Vitovalor PT2 mit Brennstoffzelle –> Elektrische Leistung: ca. 0,75 kW).
Das was seinerzeit für die Einspeisestrom der Brennstoffzelle an erweiternden Einbauten der elektrotechnischen Hausinfrastruktur notwendig war, passte gut in den vorhandenen Hausanschluss-Sicherungskasten.
Weitere Einbauten (für mich aktuell noch unklar, ob dies für PV-Einspeisung notwendig ist) werden hier sicher keine Platz mehr finden.
So hänge ich gerade in der Entscheidungsschleife, ob ich die PV-Anlage als Inselanlage (offgrid) plane oder ob eine Möglichkeit betseht, die PV-Anlage quasi parallel neben der Brennstoffzellen-Einspeisung anzudocken? Eine Ertüchtigung/Erneuerung der Elektroinstallation möchte ich gerne aus Kostengründen vermeiden.
Nachfolgend sende ich mal drei Bilder mit dem Equipment, was für die Anlage seinerzeit nachträglich eingebaut wurde. Neben dem ermüdenden und langwierigen formellen Erfordernissen wäre es für mich auch wichtig, die Anlagentechnik einfach auch besser zu verstehen. Vor dem Hintergrund wäre es riesig, wenn ihr mich hier auf meinem Projekt beraten und begleiten würdet.
Mit Dank und Gruß
Ralf
Bild 1: Energiezähler
Bild 2: Zwei-Richtungszähler
Bild 3: WAGO Trafo und SPS: Offen gesagt, weiß ich nicht, welche Aufgaben diese Komponenten übernehmen?
Die Drähte neben dem Zähler sehn ja übel gebastelt aus. Ist die ganze Kiste nur der kleinste Hager in 12TE Breite?
Erforsche, ob dein VNB mehr als 2kW PV erlaubt nach aktuellen Regeln. Dann reicht irgendein vorhandener Endstromkreis aus. Braucht Batterie ab 15kWh. Mach mal 1 Bild von dem ganzen Zählerdings. Überspannungsableiter vorhanden? SLS? Platz für 1-2 LS?
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Hi tageloehner,
vielen Dank für deine Antwort. Die Anfrage an den Netzbetreiber ist raus.
Ich bin nicht aus dem Elektrofach, daher sind mir die seitlich verlegten Leitungen (siehe Bild 2) vorher auch garnicht so ins Auge gefallen - nach deinem Kommentar finde ich auch… hätte man eventuell nicht sichtbar verlegen können.
Ob ein Überspannungsableiter vorhanden ist, da bin ich mir nicht sicher; aber ich denke eher nein.
Die Idee ist, da die PV-Anlage auf dem Garagendach errichtet werden soll, die vorgeschriebene und notwendige Elektroinstallation in einer Unterverteilung in der Garge zu installieren.
Inwieweit kann ich dort dann einen Überspannungsableiter sinntragend implementieren?
Wäre das dann in der “Garagen-UV” auch für die Baugruppen SLS und LS sinntragend möglich?
Der SLS wäre dann der Selektive Leitungsschutzschalter in der Garagen-UV, oder?
Gleiches würde dann für die LS in der Garagen-UV gelten, oder?
Mit Dank und Gruß
Ralf
ild 1: Nachinstallierte Unterverteilung: War 2019 notwendig, um u.a. den Energiezähler zu installieren.
Bild 2: Der ursprünglich Hauptverteiler aus 1970. Hier ist nur nachträglich der Zweirichtungszähler installiert worden.
Bleib bei Kleinerzeugung 800W. Sonst muss der Zählerschrank neu, wird ungefähr 3x so gross
Hi tageloehner,
vielen Dank für deine Rückmeldung. Da die KWK-Brennstoffzelle ja schon einspeist, war mein Gedanke, ob die PV-Anlage eventuell hierzu parallel angeschlossen werden kann. Die Implementierung der Schutzbaugruppen, wenn zulässig und fachgerecht, in die UV in der Garage zu installieren.
Wie siehst du die Realisierung einer Inselanlage als Alternative?
Mit Dank und Gruß
Ralf
Für die zusätzliche 800W Einspeisung brauchst nur wenig: Überspannungsableiter in die Garage und nen Staberder einschlagen bzw einbohren. Nach neuer Regel müsste man ab 4-5kWp Panels und 15kWh Speicher das 24h lang ausnutzen können an einem Sonnentag, etwas mehr schadet nicht. Wenn ihr es schafft, daß Herd, Geschirrspüler und WaMa nacheinander laufen, geht die Stromrechnung schon stark runter.
Insel würde ich nur in klein machen: eine normale Steckdose zum Auto laden mit einem der gebräuchlichen China-WR. Den kannst ausschalten wenn nicht geladen wird. Geht an der gleichen Batterie.
Wenn Eigenverbrauch Priorität hat, Lesekopf für den Hauptzähler besorgen und openDTU onbattery anschauen. Bessere Leistungsmessung für Nulleinspeisung passt da nirgends mehr rein und ob man ausm Viessmann Zwischenzähler was auslesen kann weiß ich nicht