Anlagenplanung / Kaufberatung

Hallo zusammen,

allem was ich bisher so gelesen habe, scheint es gar nicht so unerwünscht zu sein für seine eigene konkrete Situation ein neues Thema aufzumachen, um bei der Planung / dem Vorhaben um Hilfe zu bitten :slight_smile: Also versuche ich es mal an dieser Stelle.

Ich würde gerne 1-2 Split Klimaanlagen bei mir installieren. Ein großer Aspekt ist mit den Geräten in der “Übergangszeit” der Gasheizung etwas Arbeit abzunehmen um mit den Klimageräten zuzuheizen. Natürlich nehme ich dann sehr gerne auch die Kühlfunktion im Sommer in Anspruch.

Zu dem Gebäude liegt mit kein U-Wert vor. Es ist aber recht alt, aus 1954. Die Fassade ist ebenso nicht gedämmt. Das Dach - falls Relevant - wurde in den 80ern gemacht und hat “minimale” Zwischensparrendämmung.

Meine Idee ist:

  • 1x Innengerät im Erdgeschoss (Wohnzimmer)
  • 1x Innengerät im Obergeschoss (Arbeitszimmer, später ggf. Schlafzimmer)

Erdgeschoss

Wohn-, Esszimmer & Küche sind mittelts Durchbrüche offen miteinander verbunden. Mein Plan wäre die Inneneinheit im Wohnzimmer zu platzieren, ggf. etwas größer zu dimensionieren, in der Hoffnung dass man das anliegende Esszimmer mit klimatisieren kann.

Warum im Wohnzimmer? –> Der Raum im OG über dem Wohnzimmer soll ebenso klimatisiert werden, von außen lässt es sich daher optisch “nett” lösen, einen Kanal durchgehend bis zum OG zu verlegen.

Ich habe die Einbauposition mal in dem Grundriss rot markiert.

Obergeschoss

Der Raum liegt über dem Wohnzimmer und wird derzeit als Arbeitszimmer genutzt. Später soll das sehr wahrscheinlich das Schlafzimmer werden. Der Raum hat die selben Maße wie das Wohnzimmer, abzüglich etwas Dachschräge.

Kältemittel

R32 scheint weiterhin der defacto Standard zu sein. Erste Anlagen mit R290 sind aber auch verfügbar.

Was haltet ihr denn von dem R290? Das scheint ja zumindest halbwegs legal in Eigenleistung verbaut werden zu können.

Stiftung Warentest hat im letzten “Test” ein R290 Gerät als Testsieger erkoren
–> Mitsubishi Electric MSZ-RZ25VU + MUZ-RZ25VUHZ

Von Daikin, mit R32, wurde bei Stiftung Warentest z.B. folgendes Modell gut (2,2) getestet:
–> Daikin FTXM35A + RXM35A Perfera

Hat Daikin derzeit auch gute Modelle mit R290 im Portfolio?

Was könnt ihr mir empfehlen zur weiteren Vorgehensweise oder gar bereits zu konkreten Produkten?

Der Plan sieht gut aus. R290 würde ich nur nehmen, wenn es wichtige Gründe gibt und man den hohen Aufpreis bereit ist, zu zahlen. Da gibt es auch nur ganz wenig Geräte am Markt. Daikin hat nichts.

Was man wissen muss: Viele Geräte arbeiten im Heizbetrieb suboptimal, besonders Regelungsprobleme und damit auch häufiges Takten. Hier im Forum hat sich Daikin im Heizbetrieb bei vielen bewährt, also vor allem Perfera oder Stylish.

Stiftung Warentest finde ich bei solchen Tests enttäuschend. Was die testen, hat sicherlich Relevanz, was aber im Alltag wirklich Relevanz hat, dass testen die nicht. Da fallen dann die ganzen Regelungsprobleme diverser Anlagen nicht auf. Die müssen glaube ich auch erst noch lernen, was wirklich relevant im Alltag ist.

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Auf Stiftung Warentest würde ich im Bereich Energietechnik auch nichts geben, haben sie bei WP und BKWs einfach zuviel Mist veröffentlicht und bei WP zum Beispiel praktisch nur deutsche Marken aufgenommen und die Technolgieführer aus Ö ignoriert. Auch sonst bei mir inzwischen unten durch.

Zur Corona-Zeit haben die bei den Maskentests auch voll versagt. Erstmal haben die viel zu lange gebraucht, bis der erste Maskentest kam. Und dann wurde eine Maske mit sehr gut bewertet, die im Alltag völlig unbenutzbar war. Da gabs dann jede Menge negative Bewertungen bei Amazon. Mir war völlig unverständlich, wie man zu so einem Ergebnis kommen konnte.

Ich hab das damals so eingeordnet, dass bei denen alles zu starr geworden ist und die sehr lange brauchen, sich auf neue Sachen einzustellen. Und der echte Praxisbezug fehlt eben auch oft. Das sind dann Labortests, die ja auch wichtig sind, aber es braucht eben auch all das, was in der Praxis wichtig ist.

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Wie ist eure Meinung in meinem Fall zu Single- vs. Multisplit?
Ich habe mal an einem örtlichen Betrieb angefragt, welcher nur Daikin verbaut. Dort würde man mir eine Multi-Split Anlage einbauen und dann nicht die Perfera sondern die Comfora Setie verkaufen. Aussage von dem Betrieb ist: Die Anlagen unterscheiden sich nicht wirklich, es ginge bei der Perfera lediglich darum dass diese Förderfähig ist.

Für unten würde der Betrieb 6kW und oben 2kW einsetzen. (es wurde nicht explizit erwähnt, ich gehe aber gerade mal von Heizleistung aus, da ich in meiner Anfrage das explizit hervorgehoben habe)

Apropos Förderfähig - Sind die Hürden da hoch? Oder würde ich mit dem Argument, die Gasheizung damit zu “entlasten” bzw. zuzuheizen schon durchkommen?

Edit: Achso, Kosten wurden mit ca. 9-10k beziffert.

Zumindest auf eine Mono Split Perfera All Season kann das nicht stimmen, weil die ja grundsätzlich schon ein neueres und effizienteres Aussengerät hat.

Bezogen auf Multisplit kommt es wohl darauf an, würde mich aber nicht wundern, wenn auch das IG der “neuen” Perfera effizienter wäre.

Das IG der Perfera ist lt. Daikin HP größer und hat A+++ beim heizen - das Comfor nur A++.

Solche Aussagen immer selbst oder mit KI überprüfen. Meinung und Realität liegen nicht selten weit auseinander. Bei Single-Split hat die Comfora etwa 20% weniger Effizienz. Beim Kühlen spielt das kaum eine Rolle, beim Heizen schon. Und die Kältefirmen kennen sich oft nur im Kühlbereich aus.

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