Komme aus dem Saarland und habe aktuell auf unserem Dach zwei Balkonkraftwerke mit je 4 Modulen installiert (eins am Zähler Hauptwohnung, eins an der der Einliegerwohnung)
Ich würde die Anlage gerne erweitern, indem ich beide Balkonkraftwerke zusammenfasse und um weitere 9 Module ergänze.
Verbaut sind aktuell je 4 Module mit 435 Wp und 4 Module mit 455 Wp. Erweitern würde ich gerne mit 490 Wp Modulen mit den gleichen Abmessungen (wegen der Optik auf dem Dach)
5 dieser Module bekomme ich noch aufs Dach, die anderen 4 würde ich gerne an der Fassade darunter montieren (bietet sich über der Garage an)
Mir stellen sich folgende Fragen:
Wie fasse ich die Module am besten zusammen. Für mich würde folgende Lösung Sinn machen:
MPPT 1 – Dach (alle 13 Module, ohne Optimierer)
3 × 435
5 × 455
5 × 490
MPPT 2 – Fassade (4 × 490 Wp)
mit Optimierern (4 Stück)
Optimal wäre wahrscheinlich, alle Module mit Optimierern auszustatten, aber das will ich aus Kostengründen eigentlich vermeiden. Ich denke, der Modulmix bei MPPT 1 würde die zu verkraftbaren Verlusten führen.
Als Hardware habe ich aktuell folgendes geplant, bin aber für Vorschläge offen:
Wechselrichter: Huawei SUN2000-10K-M1
Speicher: Huawei LUNA2000-10 kWh
und die Backup Box B1 (3-phasig)
Ich könnte auch mit den vorhanden beiden Wechselrichtern vom BKW so arbeiten, dass ich jeweils 2 Module an der Fassade anschließe und dann mit einem bei der Hauptwohnung einspeise und mit dem anderen in der Einliegerwohnung. In der ELW könnte ich dann Gefrierschrank, Hauswasserwerk und Heizung drüber laufen lassen.
Dann bräuchte ich auch keine Optimierer für die Fassade oder doch wegen der Montageart? Zumindest wäre das Problem mit der Spannung gelöst
Ich kenne es so, das bei Reihenschaltung das schwächste Modul den Strom begrenzt. Damit sind die 490er Perlen vor die Säue, da sie nur mit dem Strom des 435er arbeiten.
Wäre es eine Alternative, auf einen WR mit 4 MPPT zu wechseln und dann die Fassade, die 490er und die die 435/455er je auf einen String zu legen?
Es bleibt aber zu prüfen, ob der Fassadenstring die Startspannung erreicht
das ist grundsätzlich richtig, aber die neueren Module holen die Mehrleistung über eine höhere Spannung, der Nennstrom ist dabei fast gleich.
kann man recht gut in den Datenblättern von Trina sehen
Ja, habe einen HMS 2000 und einen HMS 1600 an den vorhandenen BKW, den oder die könnte ich nutzen.
Die ELW muss keinen extra Zähler haben, will es aber so erhalten wegen der Trennung der Einliegerwohnung. Ein evtl. Mieter kann dann einen eigenen Vertrag mit Versorger schließen
Ich hab die Daten mal ordentlich aufgestellt und ein Bild vom Dach gemacht.
Nochmal alles zusammengefasst. Montiert sind auf der rechten Dachseite 8 Module
3× 435 Wp +1 x 455 Wp an einem Hoymiles HMS-1600-4T
4 × 455 Wp an einem Hoymiles HMS-2000-4T
Die Leistungsdaten der schon vorhandenen Module sind:
Leistungsdaten (STC)
Pmax: 455 W
Voc: 53,4 V
Vmp: 45 V
Isc: 10,77 A
Imp: 10,11 A
bzw.
Pmax: 435 W
Voc: 51,8 V
Vmp: 43,6 V
Isc: 10,64 A
Imp: 9,99 A
Bzgl. der neuen Module hatte ich an Aiko mit 490 WP gedacht, habe aber mittlerweile verstanden, dass evtl. andere Module wegen Spannung / Strom cleverer wären.
Auf der linken Seite des Daches könnte ich noch 5 Module unterbringen, des Schattenwurfs des Schornsteins bin ich mir bewusst (evtl. hier auch Optimierer). Hierbei würden 4 Stück über dem Dachfenster montiert (eines davon hinter dem Schornstein) und ein Modul links neben dem Dachfenster.
Ausrichtung des Daches ist SSO (-30° Azimuth)
Unter der Dachfläche sieht man die Fassade, dort könnte ich noch 4 Module quer anbringen, die Sat-Antenne wird demontiert. Schön ist dabei, dass ich bequem vom Garagendach arbeiten kann und es keinen Vollwärmeschutz gibt, also gut zu befestigen.
Beim Bild vom Bauplan bitte beachten, dass das rechte Fenster so nicht gebaut wurde, da ist keins.
nein, wichtig ist das der Strom möglichst gleich ist.
hier mal am Beispiel von Trina
wenn Du Dir die Unterschiede zwischen den 430W und 460W Modulen anschaust, dann siehst Du das die Module ihre Nennnleistung bei einem Nenntrom von ungefähr 10A haben
bei dem 430er sind es 9,96A und beim 460er 10,14A
Der größere Teil des Leistungsunterschied kommt hier aus der Spannung (MPP)
430er = 43,2V (43,2V * 9,96A= 430W )
460er = 45,4V (45,4V * 10,14A= 460W)
Da der Strom in einer Reihenschaltung immer gleich ist, würde das 460er Modul
auch nur mir 9,96A “arbeiten” können (45,4V * 9.96A = 452W)
Der Verlust ist also relativ gering
Oder anders gesagt, ich sehe kein Problem Module vom gleichen Hersteller aus der gleichen Baureihe zu mischen.
Jetzt mußt Du halt in Deine Datenblätter schauen
Ok, jetzt versteh ich das auch mal. Vielen Dank, dann guck ich mir das nochmal an und suche passende Module als Ergänzung.
Ich denke eh darüber nach, doch zu einem Wechselrichter mit 4 MPPTs zu wechseln, z.Bsp. Hoymiles
und dann mit den Hoymiles nur AC einspeisen? Dann würd ich aber wirklich nur die Fassade nehmen, nicht noch welche vom Dach.
Aber die Lösung mit Wechselrichter mit 4 MPPT ist mir aktuell sympathischer