ich renoviere aktuell mein Häuschen und will die "eh-da-Baustelle" nutzen und den
ausgebauten Dachboden (60qm, Zwischensparrendämmung, hoher Raum bis unter den Dachfirst) sowie den
offen Wohn- und Küchenraum (35qm)
mit Klimageräten ausstatten. Alle Räume haben Fußbodenheizung, daher geht es mir vorallem um Klimatisierung/Kühlung im Sommer.
Dazu habe ich folgendes Angebot von meinem örtlichen Heizungs- und Klimafachmann bekommen:
1x BOSCH Klimagerät CL5000M 53/2 E Multisplit Außeneinh. 554x805x330 5,3kW
2x BOSCH Klimagerät CL3200iU W 26 E, Split Inneneinheit, 291x726x210, 2,6 kW
1x BOSCH Zubehör für Klimageräte G 10-4 IP-Gateway für Split-Klimageräte zur Steuerung über ein Handy
1x Wandkonsolensatz und Anschlussmaterial
Ich habe (noch, das will ich ändern ) wenig bis keine Ahnung von Klimageräten, habe aber gelesen dass Pi-Mal-Daumen eines der Innengeräte mit 2,6kW wohl für den offenen 35qm Wohnzimmer-Küchenbereich ausreichen würde, für den 60qm Dachbodenraum, zudem eben direkt unterm Dach, das gleiche Innengerät aber wohl viel zu klein dimensioniert ist?
Hier wäre eher ein ~5kW Innengerät notwendig?
Zur Nutzung: die beiden Innengeräte würden eher selten bis gar nicht gleichzeitig laufen. Der Dachboden wird mein Büro wenn ich im Homeoffice arbeite, dann bin ich nicht im Wohnzimmer. Im Wohnzimmer bin ich nach Feierabend, dann brauch ich das Büro nicht mehr...
Würde mit dem im Angebot genannten 5,3 kW Außengerät ein 2,6kW Innengerät im 30qm Wohnbereich und ein ~5kW Innengerät im Dachboden Sinn ergeben? Oder doch ein größeres Außengerät?
Mir geht es erstmal um die richtige/sinnvolle Dimensionierung, zur Geräteauswahl kommen wir später? Hier lese ich dass vorallem Daikin und Mitsubishi Heavy Industries (nicht Electric?) bevorzugt werden...
Hi! Also die Dimensionierung hielte ich jetzt mal für nachvollziehbar.
Mit welcher Heizung betrieben? Ich persönlich würde ja wenn man schon LLWPs verbaut, die Möglichkeit des (Zu)heizens immer einplanen.
Ansonsten wäre der Preis natürlich interessant. Die Klimas sind wohl Midea mit Bosch Aufkleber. Allerdings haben wir hier auch Midea im Betrieb (eine schon seit 10 Jahren) und im Kühlbetrieb gibts da eigentlich nix zu beanstanden.
Ich finde die Quelle nicht mehr, da wurde überschlägig die Innengeräteleistung für verschiedene Raumflächen aufgezeigt. Für einen 60qm großen Raum wurden um 5kW Innengeräteleistung genannt, für Räume mit 30qm um 2kW.
Hab ich da was missverstanden? Der Dachboden-Raum ist nunmal doppelt so groß wie der Wohn- und Küchenraum...
60m² ist halt riesig. Ich würde eher 2 kleine nehmen anstatt 1 großes. Ich hab hier 35m² und nicht überall habe ich gleiche Temperatur. Wurde zwei 2,5 kW nehmen und verschiedene Position montieren. So würde ich beim nächsten Mal meine 35 m² Raum zumindest planen...
ist auch eine Frage des Anspruchs bzw. der gewünschten Temperatur. Wir haben hier einen fast 70m2 Raum (nicht Dachgeschoss, aber grosse Verglasung nach Westen, ohne Beschattung) mit einer 2,8kW Klima. 22-24°C schafft die auch bei grösster Hitze, läuft dann halt auch mal mit 500-600W. Wir sind aber auch in einer der kühlsten Ecken Deutschlands.
In der kühlsten Ecke wohne ich eher nicht... Okay, dann muss ich davon ausgehen dass die angebotenen Geräte den 60qm Raum an heißen Tagen nicht auf erträgliche Temperatur runterkühlen können. Das Angebot ist so also Käse...
Ich werd heute mit dem Installateur reden und ein zweites Innengerät für den großen Raum vorschlagen.
Schonmal Danke für den Input!
Nächster Posten im Angebot ist ein Modul zur Kommunikation mitm Handy, ich vermute Bosch bietet damit eine Cloudlösung mit Handy-App. Wenns Geräte/Hersteller gäbe die (auch) lokale Schnittstellen statt Cloudanbindung bieten fänd ich das schon gut, ist aber nicht der wichtigste Aspekt bei der Auswahl.
Was lokale Schnittstellen angeht, wäre ich mit Bosch eher vorsichtig. Die werden da sicherlich ihre selbst gebrandete App drauf setzen, und lokale Schnittstellen sind da selten eine Priorität.
Am besten funktioniert das mit den grossen Herstellern, da gibt es dann eine entsprechend grosse Community an Tüftlern. Für Midea, Daikin , Mitsubishi gibt es diverse Lösungen, entweder rein Softwarebasiert, oder auch mit eigenen Hardwaremodulen.
Für 10€ würd ich das einfach ausprobieren wenns diese Bosch werden sollte! Aber wie schon geschrieben, kein Beinbruch wenns dann doch nicht lokal geht.
Das stimmt wohl, und hängt dann ja auch noch von der Dämmung des Dachs ab, viel mehr als die Zwischensparrendämmung geht halt nicht rein...
Was die Leistung der Geräte angeht hab ich noch ne Frage, ich weiß dass Wärmepumpen für die Heizug in ihrer Leistung modulieren können und mit geringerer Leistung durchlaufen anstatt sehr oft zu takten, ich glaube das nennt man Inverter-Geräte. In den Datenblättern findet man dann Angaben zur minimalen und maximalen Leistung, also den Modulationsbereich.
So ein Klima-Außengerät ist ja auch nur ne Wärmepumpe "rückwärts" zum kühlen, da finde ich aber irgendwie keine Angaben von Minimal- oder Maximalleistungen...
Sind Klima-Außengeräte in der Regel auch Inverter-Geräte?
Heute nahezu immer, so auch deine Bosch Geräte. Der Modulationsbereich sollte im Datenblatt des Herstellers zu finden sein. Du kannst dir aber auch die Eurovent-Daten anschauen. Bei Bettervent sind die grafisch etwas besser dargestellt:
In der Regel ist die unterste Modulationsgrenze der niedrigste Leistungswert, den in der Grafik findest. Das ist aber die Heiz- oder Kühlleistung. Teilst du den durch den COP am gleichen Punkt, hast du die elektrische Leistung.
Die Angaben in den Datenblättern sind niemals zuverlässig, und man sollte sich bei der Entscheidung, ob dieses oder jenes Gerät besser moduliert, keinesfalls darauf verlassen.
Diese Daten sind nur dann verlässlich, wenn man jemanden findet, der das gewünschte Gerät bereits installiert hat und den momentanen Stromverbrauch gemessen hat.
Auch Eurovent ist irreführend, da die Werte nicht bedeuten, dass das Gerät zur Erreichung dieses Wertes niemals in den Start-Stopp-Betrieb gegangen ist.
Ich hab einen gedämmten Dachboden mit 45qm Bodenfläche - durch die schrägen ist der Rauminhalt nicht wie in einem 45qm normalen Zimmer.
Ich hab mit einem 2,5kW Innengerät den Raum problemlos runterkühlen können auch bei 38 Grad außen.
Wobei ich im Home-Office 24,5 angenehm empfand bei der Einstellung 20 sitzt man mit Schal da ...
Der Unterschied von ungekühlt zu temperiert und entfeuchtet macht viel aus ..
Will man wirklich 18 Grad Raumtemperatur?
Ja richtig, zur groben Orientierung reicht es. Für viele Geräte gibts leider noch kein detailierten Erfahrungsberichte.
Was oft vorkommt: Die Werte nach Eurovent werden zwar erreicht, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Beispiel meine MHI SRC/SRK: Die kann im Kühlbetrieb auf 130 W elektrisch runter modulieren, aber sobald die Außentemperatur unter 21 Grad geht, springt sie auf 250 W hoch. Das ist gerade in der Nacht blöd. Meine Daikin läuft da weiter schön mit 110-130 W durch.
Habe den Klimateur eben erreicht und er hat das Angebot angepasst:
1x BOSCH CL5000M 53/2 E Multisplit Außeneinh. 554x805x330 5,3kW
1x BOSCH CL3200iU W 26 E, Split Inneneinheit, 291x726x210, 2,6 kW Wohnzimmer
1x BOSCH CL3200iU W 35 E, Split Inneneinheit, 295x802x200, 3,5 kW Büro Dachgeschoss
1x BOSCH Zubehör G 10-4 IP-Gateway für Split-Klimageräte zur Steuerung über ein Handy
1x Dämpfungssockel zur Bodenstehenden Montage und Anschlussmaterial
Gesamtpreis damit 5.032,06 € (nur ~50€ teurer)
Da stimme ich dir zu, vorallem im Büroraum im Obergeschoß wenn man ohne viel Bewegung nur am Schreibtisch hockt sind 18°C mir auch schon viel zu kalt.
Keiner der Räume ist Schlafraum und in der Nacht werden die Geräte sowieso eher nie in Betrieb sein.
Eine weitere Änderung ist dass ich das Außengerät lieber nicht an der Außenwand montiert hätte sondern freistehend auf den Pflastersteinen.
Ist vielleicht unbegründete Sorge, aber so wird dann sicher kein Schall direkt in die Wand über die Befestigung übertragen.
Kondensat kann in den Schotterstreifen vor der Hauswand ablaufen.
Für mich klingt das jetzt als ob das so funktionieren könnte und der Preis ist denke ich auch nicht übertrieben?