Anerkennung Zertifikat Kat. 1 nach DVO 2015/2067 für Ingenieure

Wenn du meinst, ich hab einige Ingenieure bei meinem Kat. 1 Kurs gesehen, die hatten erhebliche Probleme damit.

Und alle Ingenieure mussten den kompletten Kurs machen und konnten sich nichts anrechnen lassen. D.h. für 4,5 Wochen nach Karlsruhe fahren und ~9600€ Kurskosten berappen (in der Regel haben das natürlich ihre Arbeitgeber bezahlt)

Hallo

Was meint ihr, wer bei Testo das Seminar veranstaltet? Das ist ein Diplom Ingenieur mit abgeschlossenem Hochschulstudium. Der hat durch sein Studium nachgewiesen, das er schlau genug ist, die Verantwortung selbst zu übernehmen.

Dadurch steht er über den Hilfskräften im Handwerk und unterliegt bei allem was er macht auch nicht der Meisterpflicht.

Das gefällt den Handwerkskammern und ihren Meistern zwar nicht, denen steht aber frei, selbst zu Studieren.

Diese ganzen Scheine sind der Kenntnis Nachweis für schlechter Qualifizierte, ausgestellt werden die von einem Ingenieur.

Eine Promotion ist übrigens keine zusätzliche Qualifikation, sondern der Beweis, das man wissentschaftlich arbeiten kann.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

Den Nachweis bringt er nicht mit seiner „Intelligenz“ sondern das er als Dozent trotzdem das Zertifikat gemacht haben muss, um mit Kältemitteln praktisch arbeiten zu dürfen. Sonst hast du im Klassenraum einen Theorielehrer der dir mit massig Theorie die Ohren zum qualmen bringt, aber der Kollege der dir das befüllen und aufbauen eines Kältekreises beibringt, ist trotzdem meist wieder ein gelernter Kältetechniker. Zumindest so im Twk.

Es ist interessant, wie einige Ingenieure sich selbst einschätzen. Da tickt mein Kollegenkreis doch etwas anders.

Dozenten, Berufsschullehrer und erfahrene Meister vermitteln oft sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen. Für gewisse Tätigkeiten braucht es eine handwerkliche Ausbildung, gewisse Erfahrung und paar Scheine.

Ein Studium ist nicht die Eintrittskarte ins Handwerk.

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Mit R290 als Kältemittel - ...

Wird dann noch irgendein Schein benötigt?

Alleine schon wegen der Brandgefahr ist es sinnvoll, den richtigen Umgang mit Kältesystemen zu lernen. Nicht das einer noch auf die Idee kommt ungeeignetes Propan in seinen Kältekreis zu drücken oder mit nicht ausreichend gespülten Kältekreis Leckagen auszubessern (löten). Zumal aufgrund der Brandgefahr von R290 die Kältemittelmengen oft von den Herstellern gering gehalten werden müssen und es kleinere geschlossene Systeme sind, die dann in freien stehen.

Die Verordnung gilt nur für fluorierte Kältemittel. R290 ist also nicht Bestandteil.
Über irgendwelche Branschutzverordnungen, die dagegen sprechen, weiß ich nichts.

Generell sehe ich es aber unproblematisch, wenn die Anlage vor dem Befüllen abgedrückt und auf Leckagen geprüft wird.
Lecksuchsprays können Leckagen bis 9 Gramm pro Jahr aufspüren. Da besteht keinerlei Gefahr, dass sich genug brennbares Gas im Innenraum sammelt.
Ich würde es halt alles gut dokumentieren.

Womit sich das dann ja insgesamt auflösen wird.

Vor einem Jahr galt Propan als kaum vorhanden, jetzt wird das Standard. Aus zurückliegenden Gesprächen mit "Experten" - die behaupteten stur Propan funktioniert nicht..

Es gibt tatsächlich kaum einen Grund, Flourkram zu verwenden. Inzwischen kommen die Chinadingar auch mit R290 und Vorlauftemperaturen bis über 70°C

@vavuum

Tatsächlich hatte ich vor ein paar Wochen ein Positionspapier der Innung für Kälte gefunden. Wenn es nach der Innung geht, sollten natürliche Kältemittel auch nur durch zertifiziertes Personal gehandhabt werden.

Lobby halt ...

Glaube aber auch, dass das Thema mit den neuen Anlagen irgendwann Geschichte ist. Es gibt allerdings noch sehr viele Anlagen mit R32 auf dem Markt.
Mal schauen :slight_smile:

Da glaube ich nicht dran. Wie du schon schreibst, da hängt eine starke Lobby hinter. Und das lässt sich mit dem ganzen Thema Sicherheit auch gut begründen. Es wird also neue gesetzliche Regelungen für R290 etc. geben. Darf man dann auch nicht ohne irgendeinen Schein.

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