Amortisation Wärmepumpe für Heizung

WP kann auch mit Netzstrom betrieben werden.
50kWp sind keine Voraussetzung.
WP können auch in Altbauten betrieben werdenn komplette Sanierung vorher ist keine Voraussetzung. Wer jetzt noch nichtmal die oberste Geschossdecke gedämmt hat, ist aber auch fast selbst Schuld, gilt unabhängig von der Heizung.

Hallo
Danke für die Info.
Ich habe eben kurz die Bedingungen noch einmal überflogen- das scheint sich tatsächlich geändert zu haben.

Blockzitat
1.5.1 Eigenleistungen von Privatpersonen
Wird eine Maßnahme ganz oder teilweise nicht durch ein Fachunternehmen, sondern in Eigenleistung durch Privatpersonen durchgeführt, werden in diesem Zusammenhang nur die direkt mit der energetischen Sanierungsmaßnahme verbundenen Materialkosten gefördert. Die fachgerechte Durchführung und die korrekte Angabe der Materialkosten müssen durch eine Energieeffizienz-Expertin oder einen -Experten oder ein berechtigtes Fachunternehmen mit dem Verwendungsnachweis bestätigt werden. Rechnungen über Materialkosten bei Eigenleistungen müssen den Namen des Antragstellers ausweisen, in deutscher Sprache ausgefertigt sein und sind nur förderfähig, wenn auf der entsprechenden Rechnung ausschließlich förderfähige Posten enthalten sind.

Danke für den Link
In dem von Dir genannten Link wird auch ein Artikel verlinkt der genau das von mir angesprochene Problem beleuchtet.

Etwas unemotionaler :slight_smile:

https://www.tga-fachplaner.de/meldungen/waermepumpenhochlauf-die-todeszone-fuer-die-wirtschaftlichkeit-einer-waermepumpe

30kW werden in aller Regel nicht reichen, eher so 100kWp. Man muss ja auch den normalen Hausstrom noch abdecken. Und wenn man noch ein E-Auto laden will, wird oft nicht mal das reichen.

Für die meisten ist das eine absolute Illusion, Wärmepumpe über die eigene PV zu speisen. Zumindest von Dezember-Februar wird das nichts. Maximal an wenigen sonnigen Tagen.

Wie groß muss die PV sein um noch 27kWh am Tag zu erzeugen? Ich habe eine 16kWP auf dem Dach und diese reicht mir nichtmal für den normalen Hausstrom aus. Und ich habe keine WP... (aktuell brauchen wir 10-15 kWh am Tag)

Nach meinen Messungen (und Abgleich mit PVGIS für Insel) brauche ich in der miesen Zeit Nov-Jan etwa die doppelte kWp wie mein Tagesbedarf.

Also je 10 kWh pro Tag = 20 kWp Module plus Akku um ein paar ganz miese Tage zu stützen.
Mit mehr Akku kann man die Modulzahl leider nur leicht absenken.

Das ist im Norden, im Süden dürfte man mit deutlich weniger auskommen (lt. PVGIS).

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Und dann biste bei nem Notstromaggregat mit HVO100 weil die kwp und die Akkukapazität nicht konform gehen mit irgend einer Amortisationszeit....

Hi,
um mal zurück zur Ausgangsfrage zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer WP gegen eine Gasheizung zu kommen, Klimawandel und Zahlen hin oder her. Hier meine Erfahrung:

Ich kann die Zahlen auch aus meiner Erfahrung mit einer eigenen WP (Sole) bestätigen.

Wir haben uns vor der Explosion der Energiepreise für eine WP entschieden. Genau Gegenüber, steht das (fast) gleiche Haus, vom gleichen Hersteller, mit einer Gasheizung. Währen deren Gaspreise echt starkt gestiegen sind, müssen wir nur die gestiegenen Strompreise hinnehmen. Das ist auch nicht wenig gewesen, aber so viel Energie braucht unsere WP gar nicht. In 2023 waren es für Fußbodenheizung und Warmwasser ca. 2.500 kW (Arbeitszahl 3,2). Die Parameter haben wir seidem aber auch nochmal angepasst, sodass die Arbeitszahl besser geworden ist (bisher).

Beim Kauf standen wir vor dem gleichen Punkt wie du. Jetzt eine höhere Summe investieren, und vielleicht am Ende sparen. Oder jetzt weniger investieren (wie die Nachbarn) und am Ende Risiken nicht auf die richtige Technolgie gesetzt zu haben.

Ich würde mich jetzt noch mehr, mit den Problemen bei Gasabhängigkeiten, steigenden Preisen, bereits sichtbar unrentabel werdenden Gasnetzen, wenn ich es mir leisten kann, wieder für eine WP entscheiden. Bisher hat es uns nicht geschadet und wenns dumm läuft, geht die Pumpe in 30 Jahres hobs und braucht ne teure Raperatur. Dann haben wir wahrscheinlich nicht gewonnen. Mit Gas ist aber absehbar, dass wir eher verlieren werden.

Guten Abend,

ich betreibe aktuell eine 40-kWp-Photovoltaikanlage, die bald auf 60 kWp erweitert wird. Im November beträgt meine durchschnittliche Stromerzeugung etwa 27 kWh pro Tag wie gesagt, aber es gibt natürlich auch viele schwächere Tage – heute waren es z. B. nur 5 kWh. Mein Haus hat eine Wohnfläche von 140 m², aber dank der großen Garage komme ich auf eine Flachdachfläche von fast 250 m² für meine PV.

Die PV-Anlage habe ich vollständig selbst installiert, einschließlich neuer Unterverteiler und eines Zählerschranks, die ich ebenfalls selbst aufgebaut habe. Die Abnahme erfolgte durch einen Solarteur und einen Elektriker. Solche Projekte machen mir einfach Spaß, und ich habe das nötige Wissen, somit konnte ich die Kosten erheblich senken.

Zum Thema Wärmepumpe und Dämmung:
Ich persönlich halte eine umfassende Dämmung nicht immer für die beste Lösung, zumindest aus finanzieller Sicht. Mein Haus verbrauchte vor der WP-Installation etwa 32.000 kWh Gas, was jährliche Kosten von ca. 3.000 € bedeutete. Würde ich das Haus in einem fiktiven Fall komplett dämmt werden, könnte der Gasverbrauch auf z. B. 10.000 kWh sinken, wodurch die jährlichen Kosten auf ca. 950 € fallen würden. Super gedämmte Häuser erreichen sogar noch niedrigere Werte.

Meine Beispielrechnung zur Einsparung mit der WP:

  • Ausgangspunkt: Vor der Dämmung hatte ich einen Gasverbrauch von 32.000 kWh, was ca. 3.000 € Heizkosten pro Jahr entspricht. Davon entfallen etwa 2.000 kWh auf Warmwasser.
  • Mit der WP benötigt mein Haus nur noch 75 % der Wärmeleistung der alten Gasheizung: (32.000kWh−2.000kWh)×0,75=22.500kWh
  • Bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,5 ergibt sich ein Stromverbrauch von: 22.500kWh/4,5=5.000kWh
  • Bei einem Strompreis von 0,26 €/kWh betragen die Heizkosten: 5.000kWh×0,26€/kWh=1.300€
  • Warmwasserkosten kommen mit ca. 100 € hinzu, sodass die Gesamtkosten bei 1.400 € liegen.
  • Ersparnis im Vergleich zur Gasheizung: 1.600 € pro Jahr.

Diese Rechnung basiert auf regulären Stromkosten, ohne PV-Einspeisung oder WP-Tarif, was in der Realität meine Einsparungen noch erhöht.

Vergleich mit einem supergedämmten Haus:
Ein stark gedämmtes Haus, das nur noch 10.000 kWh Gas verbraucht, hat folgende Rechnung:

  • Wärmebedarf: (10.000kWh−2.000kWh)×0,75=6.000kWh
  • Stromverbrauch bei JAZ von 4,5: 6.000kWh/4,5=1.333kWh
  • Heizkosten bei 0,26 €/kWh: 1.333kWh×0,26€/kWh=350€
  • Mit Warmwasser (100 €) ergibt das 450 € Heizkosten.
  • Ersparnis im Vergleich zur Gasheizung: Nur noch 500 € pro Jahr.

Aber jetzt die entscheidende Frage: Wie soll sich eine Wärmepumpe bei solch niedrigen Betriebskosten noch finanziell lohnen? Die Einsparungen könnten niemals die hohen Investitionskosten rechtfertigen.

Oder andersherum gefragt: Wenn ich dank meiner Wärmepumpe und optimierter Heiztechnik ohnehin nur noch Heizkosten von ca. 1.500 € pro Jahr habe – lohnt sich dann eine Dämmung überhaupt noch finanziell?

Das ist der entscheidende Punkt, den man berücksichtigen muss. Natürlich bringt Dämmung zusätzliche Einsparungen, aber bei bereits stark reduzierten Heizkosten ist die Amortisation einer umfassenden Dämmung fraglich. Eine gute Dämmung kann in der Umsetzung sehr teuer sein, und die Ersparnisse sind bei einem so niedrigen Ausgangswert möglicherweise nicht groß genug, um die Kosten in einem überschaubaren Zeitraum wieder hereinzuholen.

Das bedeutet: Es hängt sehr stark vom individuellen Fall ab. Eine Dämmung sollte nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet werden, sondern auch aus Komfortgründen oder langfristigen Überlegungen. Aber rein finanziell gesehen ist es bei geringen Heizkosten definitiv keine einfache Entscheidung.

Ich bin damals deswegen den weg gegangen: In dem ich versucht habe die Vorlauftemperatur der Heizung möglichst niedrig zu halten. In Räumen, die dadurch zu kalt bleiben, könnte man größere Heizkörper oder eine zusätzliche Klimaanlage einsetzen.

Mit dieser Herangehensweise muss das Haus nicht zwangsläufig vollständig gedämmt werden, da moderne Wärmepumpen beeindruckend effizient arbeiten. In meinem Fall heize ich bei 1 °C Außentemperatur mit einer Vorlauftemperatur von nur 31 °C und erreiche Raumtemperaturen von 19 bis 21 °C. Ja, ich habe eine Fußbodenheizung, aber selbst mit Heizkörpern und Vorlauftemperaturen zwischen 35 und 40 °C bleiben die COP-Werte moderner Wärmepumpen auf einem guten Niveau.

Optimale Lastbereiche:
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl des optimalen Lastbereichs der Wärmepumpe. Jede WP hat ein effizientes Minimum und Maximum. Bei meiner Anlage liegt der elektrische Verbrauch im Minimum bei 0,7 kW, was bei 1 °C Außentemperatur einen COP von 3,6 ergibt. Fahre ich die WP auf 1,1 kW hoch, erreiche ich einen COP von 4,7. Steigere ich den Verbrauch auf 2 kW, sinkt der COP leicht auf 4,4. (Alle Werte beziehen sich auf dieselbe Außentemperatur und beziehen sich auf die elektrische Leistung.)

Seitdem ich diese Daten kenne, versuche ich, die WP immer im optimalen Lastbereich zu betreiben. Das führt zwar zu etwas häufigeren Taktungen, aber das bleibt mit 3–4 Schaltvorgängen pro Tag völlig im Rahmen. Dank der hohen Speicherfähigkeit meiner Fußbodenheizung ist das kein Problem.

Für mich ist dieses System die perfekte Kombination aus Effizienz und Komfort – und langfristig auch finanziell äußerst lohnend. Und ich bin ein Bastler und habe spaß solche System zu optimieren.

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so ist es bei mir
einfach ne wp in nen neubau reinzuklatschen muss nicht die beste lösung sein

ich habe mit gasbrennwerttherme und klimasplit wp heizung die ideale hybridheizung die wenig kostet und für mich am wirtschaftlichsten ist

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Ist bei mir ähnlich. Brennwerttherme und 2 Splitklimas. Vor 7 Jahren als die Sanierung des Hauses anstand, hatte ich 4 GasWasserScheisse Firmen die sich das Haus ansahen, wir viel über die geplanten Maßnahmen während des Umbaus sprachen, als auch über die, die vielleicht noch folgen könnten/sollten. Komischerweise rieten alle vier zur Brennwerttherme. Bereue ich bis heute auch nicht. Die Klimas folgten dann 4 Jahre später erst. Habe für die Brennwerttherme mit (Werbeversprechen Fa. Bosch :-)) 104% Wirkungsgrad und Schornsteinsanierung 6200€ bezahlt. WP wäre bei einem zwischen 5 und 7-fachen Wert gewesen. Bis heute bereue ich die Wahl nicht. Und das gesparte Geld kann ich Stück für Stück in weitere Maßnahmen stecken. Meine Gaskosten mit Anschluß belaufen sich auf rund 450€/Jahr. Habe aber auch noch nen Kaminofen der vie Heizleistung übernimmt. Warmwasser für Dusche und Küche erledigt ein DLE. Stromkosten pro Jahr mit Anschluß liegen bei rund 200-250€. Denke das passt für ein Haus aus den 60ern

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Ich denke, es ist besser die Berechnung durch einen Profi durchführen zu lassen. Gas gegen WP über die COP/JAZ ist eine zu einfache Rechnung, denn je nach Heizlast pro Raum sind auch Heizkörper auszutauschen. Damit lassen sich abgesehen von der Initialinvestition laufende Kosten reduzieren.
Der Strompreis hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich erholt und der Anteil an Kohleverstromung ist gesunken, weil Kohlekraftwerke hauptsächlich als Reserve oder auch kombiniert zur Fernwärmeerzeugung genutzt werden. Was im Augenblick gegen die WP spricht sind ausschließlich die aktuell hohen, initialen Kosten, die von den Installationsbetrieben bestimmt sind, weil die Förderung nicht gedeckelt ist. Alle anderen Argumente, die ich hier lesen konnte, sind fadenscheinig und verantwortungslos. Besonders perfide ist die Behauptung, das Klima verändere sich sowieso, egal womit wir heizen. Das Verbrennen fossiler Energieträger ist kein natürlicher Vorgang und addiert sich zu natürlichen Klimagasquellen. Gäbe es keinen Klimawandel, gäbe es auch keine Heizungsdiskussion, so einfach ist das!

Ich fahre ja auch hybrid mit einer erst 2 Jahre alten Öl Brennwertheizung und neuen Heizkörpern, aktuell unterstützt mit einer zentralen LLWP.

Durch die LLWP haben wir unseren Ölverbrauch halbiert, weshalb ich nächstes Jahr noch eine zweite installieren lassen werde.

Dann werden alle relevanten Bereiche im Haus primär mit LLWP geheizt und der Öler muss nur noch bei Bedarf zuarbeiten oder für etwas wohlige Strahlungswärme sorgen.

Grüße Jochen

ja so auch bei mir
und diese halbiereung kann man relativ einfach durch eigenen pv strom in der übergangszeit mit sehr geringen stromkosten realisieren

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ich meine, spätestens ab 2024 ist sie auf 30.000€ gedeckelt, vorher waren es 60.000€. Oh Wunder, die Angebote bewegen sich in dem Bereich....

das ist weniger Werbeversprechen, es bezieht sich nur auf den unteren Heizwert (ohne Kondensation). Mit oberem Heizwert als Referenz (inkl. Kondensation) wäre es entsprechend weniger.

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