Altes Bauernhaus mit Klima-Split Geräten ausstatten. Hilfe bei Entscheidungen und Sinnhaftigkeit.

Hallo liebe Gemeinde,

ich möchte mein altes Haus auf dem Land modernisieren. Natürlich ist dabei die Dämmung der größte Punkt auf der Liste.

Nichtsdestotroz möchte ich einerseits Überlegungen und Planung für ein Unterstützendes Heizsystem, welches im Sommer auch die Wärme draußen behält, als auch erste kleine Meilensteine in 2023 beschreiten.

Zum Objekt:

-altes (ca. 1930 errichtet) Bauernhaus wo die anliegende Stallung irgendwann zusätzlich als Wohnraum erweitert wurde.

  • Außenwände sind aus verschiedenen Materialien und dicken. Und ich wage mich nicht nachzusehen was, wo, wie dick vorhanden ist, denn mir gehört das Objekt kaum 2 Jahre.

-Außenwand hat scheinbar eine ca. 4cm dicke Styropor außen-isolierung.

  • Wohnfläche ca. 300m² die in 3 WE aufgeteilt werden könnten. Raumgrößen siehe Bild.

  • Gebäude ist Länglich und hat daher recht viel Außenfassade.

-10kWp PV Anlage mit Südausrichtung und 10 kWh Speicher ist vorhanden.

-Das Gebäude hat EG, OG und Dachboden. Und ist nicht unterkellert.

Das Projekt ist also: alte Ölheizung durch Klimageräte stark entlasten und später Brauchwasserwärmepumpe zubauen.

Dafür möchte ich insgesammt alle sinnvolle Räume beheizen und via App an und ausschalten können. (Muss nicht von unterwegs gehen, aber alle die zu Hause sind sollten ihre Heizung ausmachen können auch wenn sie gerade beschäftigt sind)

Als ersten schritt wollte ich mit einem Budget von 4k€ die "Wohnung 3" soweit Klimatisieren wie es nur geht mit dem Geld geht. (Ist quasie mein Spielgeld, wo meine Frau mir nichts wegnimmt ? )

Für mich geht hier schon die Frage los, bei welchen Räumen das Heizen, also ausstatten von Klimageräten sinn macht. Hätte jetzt gesagt Räume wo man sich dauerhaft aufhält ( wohnzimmer, Schlafzimmer) und in Bädern. Flure würden ja automatisch etwas mitgeheizt werden, weshalb es dort zum durchgehen wohl reicht (Jedenfalls aktueller stand tut es das) . Eventuell noch die Küche, wobei ich mir hier nicht sicher bin. Also gerne mal euren Senf dazu abgeben^^.

Außerdem stellt sich mir die Frage wie ich am besten einen Durchbruch/ kernbohrung wieder dicht bekomme und auch das gut gedämmt ist.

Und eine gerngestellte Frage von Laien: Was ist eine geeignete Klimaanlage für meinen fall. Vorallem, wenn ich alle über eine App steuern möchte und diese natürlich möglichst effizient sein sollen (denke mal einen Scop unter 4 ist nicht sinnvoll)

Bei einigen Geräten ist aber ein längerer Leitungsweg nicht zu vermeiden. Außerdem stellt sich die Frage: macht ein Multisplittgerät sinn? ( was ich bisher hier gelesen habe: Eher nicht, da hier alle Räume höchst unterschiedlich beheizt und gekühlt werden)

erstmal vorweg, ganz ohne heizen, klima oder sonstwas:

4cm styropur ist, ähm böse gesagt müll :slight_smile: /p>

wenn du nicht sicher bist, rechne nur die dämmung mal, mit einem rechner, zb ubakus.de, um zu vergleichen wieviel was bringt.

dazu reichtes, um einen ersten eindruck zu bekommen einfach mal den u-wert zu vergleichen bei verschiedenen dicken und stoffen, kann interessant und aufschlussreich sein.

jetzt zum heizen etc:

das bad würde ich immer, gerade wenn man es nur zum duschen etc warm braucht, mit einer schnellen luftwerwärmenden heizung machen. da gehören klimas natürlich mit zu, aber die mögen die hohe feuchte im bad nicht. bleibt dann, auch wenn nicht ganz so effizient aber sehr schnell, ein heizlüfter zum an die wand schrauben.

sowas zb: https://www.ebay.de/itm/304585813379?hash=item46eabaad83:g:r~0AAOSw6Z9jPrCR&amdata=enc%3AAQAHAAAA4AA23inpIRd2lpi7io8Inq7YwlJY161HeMtxWcBY%2BFKwkptwfDoWn3vT8Kyn

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an sonsten kann ich immer nur empfehlen, gerade bei alten häusern:

nachdenken! auch wenn das teuer und viel arbeit macht und ein par split's irgendwo hin zu tackern viel einfacher scheint:

überlegt ob ihr nicht erst die dämmung macht, davon profitiert auch die alte heizung!

und die neue kann dann angepasst kleiner werden, also 2 fliegen mit einer klappe!

was eher unbeliebt aber eine gute und günstige lösung ist bei dach- und fassaden-dämmung:

kennt ihr diese grossen gewerblichen kühlhäuser?

wisst ihr wie sowas gebaut wird?

diese dämm- und fassaden-(sandwich-)platten, meist metall aussen und PU als dämmstoff, zu bekommen in vielen RAL-farben, lassen sich sehr günstig und praktikabel montieren und wer unbedingt mauerwerk 'braucht' kann da ne folie drucken und aufkleben :wink:

ich persönlich gehe ja eher auf 'hässliche blechwände' statt das doppelte mindestens für 'hübsches mauerwerk -optik' aus zu geben.... :slight_smile:

aber, man muss dabei sorgsam arbeiten und alles an kleinen lücken und passungenauigkeiten mit PU-schaum ausbessern sonst zieht es kalt rein, was ja keiner will.....

Da hast du definitiv recht. nur reicht dafür bei weiten mein geld nicht. wir planen nächstes jahr viele maßnahmen zu machen, da wir selber erst 2 jahre das haus haben. Darunter erstmal dachbodendämmung und wände zur scheune dämmen. Die Fassade möchte ich dann anfassen, wenn wir die Türen auswechseln werden. aber das können wir uns 2023 nicht leisten.

Vorallem werden wir aber erstmal die alten schwebeheizrohre entfehrnen lassen. liegt schon alleine daran, dass ein rohr für renovierungen im weg ist, aber die heizung ja funktionieren muss...

ok, heizlüfter klappen also bei feuchträumen gut?

gibt es da auch heizlüfter, die in das selbe smarthome angebunden werden können wie klimageräte? Werde ja dennoch klimageräte einbauen.

geht das auch für feuchtraumdämmung ohne den Aluschutz, also blankes PU an die wand klatschen?

Möchte meine Scheunenwand dämmen. dort wird es aber auch gerne mal feucht bei unwetter (halbkeller)

ich will dir jetzt nicht sagen 'ja das geht mach das so'

weil ich die genauen umstände bei dir nicht kenne, aber,

du kannst recht nahe heran deinen fall mit zb ubakus-u-wert rechner simulieren, der zeigt auch wo dann (tau-)wasser stehen bleibt oder sich bildet.

nicht 100% in jedem fall korrekt (zb wasser zwischen blech und PU-schaum teils bei diesen sandwichplatten, die sind nämlich direkt angeschäumt, da kommt kein (tau-)wasser hin) aber nahezu immer.

PU-Schaum braucht immer einen Feuchteschutz und eine UV-Schutz.

mit feuhcte bin ich mir nicht sicher, aber bei UV braucht es den schutz nur, wenn da auch UV-strahlung bzw sonnenlicht dran kommt.

in zb sandwichplatten eher weniger der fall.

und bei jenen schützt die blechwand wo das PU drauf geschäumt wird auch vor feuchte, also das keine feuchte da ran kommt

PU-schaum ansich, hmm, saugt sich das gut voll oder nicht? kann ich jetzt nicht expliziet sagen, weiss aber das oft und gerne geschäumt wird, auch da wo es nass ist oder regen dran kommt etc. nur, is das immer auch PU-schaum oder anderer?

ich kenn jedenfalls geschäumte stellen die 10 jahre keine probleme machten, draussen am dach. da wurde einfach mit 'bauschaum' abgedichtet und das tut was es soll. es wird mit der zeit bissel bröselig, wenn's in der sonne ist, aber schimmelt nicht selbst, kriegt nur algen-beschichtung.

In den USA gibt es PU Schaum als typische Dämmung für Dachschrägen, da hier keine UV Einstrahlung herscht (PU Schaum ist nicht UV Beständig). Er hat einen Wärmeleitfähigkeiten von 0,027 und 0,030 W/(m2K), und eigenet sich daher für viele Anwendungen.

Es geht schnell ist direkt Sondermüll, und einige Insekten lieben den Stoff. Ein Rückbau ist nicht möglich.

Eine Alternative wäre vielleicht auch noch Steinwolle-Sprühdämmung

Danke für die infos.

Was würdet ihr für Dämmung vorschlagen für feuchträume wo kein UV-Strahlung hinkommt?

Würde gerne Platten nehman, da ich nicht weiß wie ich schaum anbringen sollte. Vorallem, weil wir hier das teilweise auf Holzwände aufbringen müssen, wo man ggf. nochmal ran muss (Kabel und Leitungen)

Ich gehe von Innendämmung aus. Schau dir mal Holzfaserdämmplatten an, z.B. von Steico oder Pavatex.

Moin Freakay2,
sollen die Innenwände vom Haus zur Scheune gedämmt werden? Wird die Scheunenwand außen naß und zieht die Nässe nach innen?
Ich werde aus deinen Aussagen trotz mehrmaligem Lesen nicht schlau.
Kannst du bitte mal ein paar Bilder einstellen? Ach ja, ein Grundriß wäre auch nicht schlecht (wg. der Klimageräte).
Bezgl. Dämmung stimme ich geist4711 absolut zu. Die Dämmung sollte unbedingt zuerst gemacht werden. Wenn ich ein paar mehr Infos hätte, könnte ich dir evtl. weiterhelfen.
Ich habe ein richtig altes Haus über Jahre komplett renoviert und weiß ganz gut, was notwendig ist. Habe ja fast alles selber gemacht ? .

Gruß

Wie schon @win schrieb, würde dir auch Holzfaserdämmwerkstoffe vorschlagen. Die sind auch kapillaraktiv, d.h. die können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, Steinwolle z.B. kann das nicht (in dem Umfang wir Hozfaser).

bei feuchtraum und auf holzwand ist das schwierig. schaumdämmung kommt nicht in frage, weil dahinter die holzwand wegfault.

man müsste genauer wissen was hier gemeint ist.

wenn man zb holzhaus oder altes fachwerk hat, also von daher nicht aussen dämmen kann/will, dann bleibt lehm- oder holzfaser, aber ein auge darauf was das gholz dahinter macht, da dann eher einen der das beruflich macht (energiebreater/dämmtechniker dazu holen und fragen wegen dem holz dahinter),

an sonsten ist immer am besten, möglichst umfassend und bewusst dicht, und von aussen dämmen.

damit meine ich nicht diese furchtbar ausgeführte amerikanische sprüh-dämmung, am besten zwischen holzbalken.

das halte ich für unprofessionellen gar stümperhafter gebastel.

ich habe da eher solche so dämmplatten aus PU, dicht gesetzt und verklebt und zweischichtig versetzt, so das das ganz dicht ist. oder gkeich wie bei den kühlhäusern diese verbundplatten mit innen PU und aussen blech, trapez hierbei zb für das dach.

ja das ist hässlich aber langzeit-tauglich und man kann ja ne folie drauftun, dann erscheint es wie mauerwerk wil es eine mauerwerk-folie ist, kostet 6@ der m......

Da würde ich einen Kotzreiz bekommen. Du bist ja wirklich ein Stil-Banause und schreckst vor nichts zurück. Das ist ja schlimmer, als Krankenhaus-Ambiente. ?

Aber du hast recht, rein technisch betrachtet sicherlich eine gute Lösung.

Bei allen dämmassnahmen must du auf jeden Fall den feuchtedurchgang und den taupunkt im Auge behalten.

wenn bauphysik auf das wesentliche reduziert kommt dabei raus dass die Feuchtigkeit außen schneller abdampfen können muss als sie von innen nachkommt und der taupunkt nicht in der Wand liegt. Sonst gibts feuchte Wände und Schimmel.

die Temperatur in einer Wand nimmt (im Winter) von innen nach außen ab.
die relative feuchte nimmt mit abnehmender Temperatur zu.
Sobald diese 100% erreicht wird aus Wasserdampf Wasser.
wenn eine Wand richtig ausgelegt ist dampft das Wasser außen schneller ab als es entsteht und die Wand ist trocken.

sprich eine aussenverkleidung die einen schlechte feuchtedurchgang hat staut das Wasser in der Wand und egal wie gut es auch isolieren mag - irgendwann kondensiert das Wasser in der Wand.

lese dich mal ein wenigen in bauphysik ein, Quellen gibst im Netz zu hauf.
auch wenn du keine taupunkt Berechnungen können musst, ist es wichtig die Zusammenhänge zu verstehen

dann beantworten sich viele Fragen von selbst.

Nachtrag: in feuchträumen gilt generell das Fliesen nicht wasserdicht sind! Die Fugen lassen erhebliche Mengen Wasser durch.
deswegen brauchst du eine Wasser sperrschicht auf der Wand wenn fern wandaufbau feuchtempfindlich (oder unbekannt) ist.
diese sperrschicht kann man aufstreichen mit eingelegten eckdichtband. Darauf kommt dann der Fliesenkleber mit den Fliessen.

wenn du es 100% machen willst klebst du in den Feuchträumen eine schwimmbadabdichtung unter die Fliessen.
Diese Matten sind nicht übermäßig teuer dichten aber selbst in empfindlichen Fachwerkhäuser die Wände absolut zuverlässig ab.

ach ja, noch was: auch die grünen rigips-Platten sind nur hydrophob, nicht wasserdicht.

die Auswirkung kann man bei einigen Neubauten mit Styropor Isolierung nach 6 - 10Jahren aussen an der Fassade sehen ….. wenn die Gewährleistung des Architekten abgelaufen ist. ?

Hi,
also Holzfaserinnendämmung hat man schon mal in 1960 - 1970zigern verwendet. Damals für die billigsten der billigsten Fertighäuser (Neckermann und co.). Zumindest damals war es mit den "Dichtigkeiten" nicht optimal, so das die Butzen bei Feuchtigkeitseintritt schnell zur Schimmelbude wurden. Die einzige Maßnahme war dann "alles raus"...

Ob man das vergessen hat? Vielleicht ist heute auch Holz nicht mehr so feuchtigkeitsagil (sorry der Scherz musste sein).

Was also tun? Es ist wirklich schwer, man möchte gerne energiesparen, aber die Konstruktion lässt es nicht so einfach zu. Alleine das Thema "Horizontale Feuchtigkeitessperre" lässt sicher 80% der Projekte scheitern. Ist die nicht vorhanden zieht das Wasser in die Wand und es schimmelt dir in ein paar Jahren alles von deiner Holzkonstution weg.

Egal hole dir einen Sachverständigen, der hat das mal Studiert, und kann die Lage vor beurteilen. Du kannst natürlich auch einfach machen, vielleicht hast du ja Glück...

du schreibst es selbst, die dichtigkeit war nicht optimal.

und DAS ist schon ein ganz wichtiger punkt, weshalb die häuser damals theoretisch sehr gut waren, aber in der praxis weggammelten.

mit der undichtigkeit kroch auch die feuchtigkeit dahin wo sie nimmer raus kommt und sich sammelt und zack schimmel.

@win: ja ich bin ein schönheitsbanause, aber ich stehe dazu :slight_smile:

bevor ich für das selbe ergebnis (oder gar schlechter) das dreifache ausgebe.

ich lege eben keinen wert auf klinkerwand oder putzwand. und wenn es zwingend sein muss, naja folie gibt jede optik die man wünscht, klinker, putz, whatever :wink: bissel airbrush wäre auch denkbar......

Bei Innendämmung liegt der Taupunkt regelmäßig in der Wand. Funktioniert sehr oft. Da gibts auch ein interessantes Video vom Energiesparkommissar, dass Innendämmung gar nicht so böse ist, wie allgemein behauptet wird.

Was definitiv nicht funktioniert, ist Taupunkt auf der Innenwandoberfläche, das gibt definitiv Schimmel. ?

Hier das Video:

@win die Sache mit dem taupunkt in der Wand steht und fällt mit dem Pemeationsgradienzem des Wandaufbaus und der Menge an Wasser das kondensiert.

der taupunkt ist nicht absolut sonder relativ zur Feuchte UND der Temperatur.
ich bleib dabei dass das Wasser schneller abdampfen muss als es von innen eingetragen wird.

eine Aussendämmung kann noch so gut sein, wenn in oder hinter der Dämmung Wasser kondensiert und dich abdampfen kann gibts Flecken an der Fassade.