Altes Bauernhaus mit Klima-Split Geräten ausstatten. Hilfe bei Entscheidungen und Sinnhaftigkeit.

Es gibt noch einen weiteren weit verbreiteten Grund für Flecken an Fassaden: Durch Dämmung wird die Fassade nicht mehr geheizt und dann setzt sich regelmäßig Tauwasser ab. Das kann man auch an guten Fenstern sehen, die beschlagen außen und nicht mehr innen. Dieses Tauwasser sorgt dann für Wachstum von Mikroorganismen auf der Oberfläche. Deshalb werden dann in Fassadenfarben Biozide eingemischt, die halten aber auch nur 5 Jahre, genau so lange, bis die Gewährleistung der Handwerker abgelaufen ist. ?

Wir haben hier sehr viele Häuser mit hellgelben Fassaden, die grün-grau belegt sind.

Hallo alle,
da wir eine ähnliche Wohnsituation haben, kann ich gerne mal unsere Erfahrungen schildern:
Unser Haus (1030er) gehörte ebenfalls zu einer ehemaligen Kleinlandwirtschaft. Grundfläche 7x8m, unterkellert, ein OG plus ausgebautes DG. Zusätzlich isoliert ist nichts.
Alles aus Bimsstein. Dach mit 140mm Styroporplatten zwischen den Sparren. Angebaut haben wir ein Wohnzimmer mit etwa 55 qm, in der Mitte 3,5m hoch. Mauerwerk 35er Ytong, Dach Profilblech mit 140mm Steinwolle.
Geheizt haben wir alles mit Gas, der Verbrauch war etwa 16000 KWh. Im vorletzten Sommer kam eine PV mit 6,7 KWp und 5KWh-Akku hinzu, welche uns über 6 Monate autark machte.
Die Heizsituaton hat sich im vergangenen Februar dramatisch geändert nachdem wir Andreas´ erstes Klimaanlagenvideo gesehen haben.
Das Wohnzimmer mit der angrenzenden Küche und dem dahinter liegenden Bad werden nun mit einer Mitsubishi 5KW Klimaanlage geheizt (KP ~ 1400€ komplett DIY).

Das funktioniert bis zu Temperaturen von etwa 3 bis 5 °C gut. Die Anlage schaltet sich morgens um 4 Uhr ein und wird Abends beim Zubettgehen manuell abgeschaltet. Die Gasheizung hatten wir nur im vergangen Dezember bei extremen Minustemperaturen. Außerdem haben wir des öfteren abends einen Holzofen angehabt. Die Klimaanlage hatte seit Februar einen Gesamtverbrauch von 1100 KWh, der Gasverbrauch war inklusive Gasherd seitdem etwa 1000 KWh.

Das Wasser für die Dusche wird in einem elektrischen 50-l Boiler mithilfe einer Schaltuhr mittags erhitzt, was die PV dann über etwa 8 Monate im Jahr locker nebenbei übernimmt. Die anderen Zapfstellen haben wir mit 5l Untertisch-Boilern versehen.

Inzwischen werden zwei Hobbyräume, die hintereinander liegen, ebenfalls durch eine 3,5 KW NoName-Klimaanlage (~700€) geheizt. Verbrauch durch den Winter etwa 120 KWh, allerdings nicht täglich geheizt.
Die weiteren Räume (DG) heizen wir allerdings nicht mehr, da wir nur noch zu zweit hier wohnen.

Die Kernlöcher nach außen haben 75mm Durchmesser. Die Kälteleitungen sind einzeln isoliert und dann nochmal gemeinsam mit der Abwasserleitung und den Kabeln mit Armaflex umwickelt. Das füllt das Kernloch gut aus, nachdem noch etwas Restmaterial reingestopft wurde. Außen wurde dann alles noch einmal mit Rohrisolierung umwickelt und insgesamt in DN-100 Abflussrohr gepackt.

Wir sind mehr als zufrieden und können die Erfahrungen von Andreas vollauf bestätigen!

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@wsombeck Find ich super als Konzept und ein bisschen mutig, sowas in DIY zu machen. Ich habe meine etwas umfangreichere Anlage von einem Profi installieren lassen und bisher auch sehr positive Erfahrungen gemacht. Siehe hier

@martinkh Das ist ja auch ähnlich wie bei uns und einigen anderen Forumsmitgliedern, schön! Wir sind übrigens auch mit Strom und Gas bei EWS!

Wenn innendämmung Innen 6cm Holzfaser druckfeste Dämmung und Lehmputz drauf, das funktioniert physikalisch nahezu immer, ist zwar Aufwand, aber bringt ein einzigartiges Klima in die Bude! Eventuell diy wandheizung gleich mit einbauen — Rohre kosten doch nix!
Dachboden unifloc Schüttdämmung bringt im Sommer richtig was und im Winter ebenso!

Zum finanziellen, meiner Meinung nach sollte die Priorität auf weniger Energieverbrauch liegen, erst danach in der Auswahl des Heizsystems! Mit Deinen 4K kannste viel Dämmung kaufen und hast das Jahr zu tun, das zu verarbeiten! Dann siehste nächsten Winter, was das gebracht hat!

Moin,

bei Innendämmung MUSS die Aussenwand schlagregendicht sein... wenn dazu schon eine leichte Aussendämmung vorhanden ist, ist es bauphysikalisch kein Problem. Steico etc haben etliche Ausführungen in den technischen Unterlagen, die sie freigeben. Auch unterstützen die bei Bedarf, wenn du dann deren Dämmung kaufst.

Fliesen auf Innendämmung ist immer kritisch. Mulitpor gibt bis 50% der Fläche gefliesst frei, aber ich glaube nicht für die Bereiche an der Dusche (Wassereinwirkungsklasse W2-I). Lehm im Bad wäre ich sehr vorsichtig, gerade mit Spritzwasser, Abriebbeständigkeit etc.

Auf Holzfaser geht auch wunderbar Kalkputz mit Silikatfarbe (Keim ist hier mein Favorit). Und hier stimme ich @mscholz1978 voll zu: da kannste die Rohre gleich mit reinpacken. Auch werden bei DIY LWWP wieder mit 25% inkl Umfeldmassnahmen (hier Dämmung, Rohre, Putz etc) gefödert.

Grüße