Servus zusammen,
ich bin gerade im Prozess ein Haus zu kaufen. Die Heizanlage im Haus ist für mich aber ein Sorgenkind. Ich hoffe ich kann hier von eurer Erfahrung etwas profitieren und die "Schwarmintelligenz" nutzen.
Aktuell läuft alles im Haus über Strom. D.h. es gibt Elektro Radiatoren, (abgesteckte) Nachtspeicheröfen und für Warmwasser einen Heizstab im Warmwassertank.
Ich habe von den Verkäufern die Stromabrechnungen bekommen und die hat es in sich :
- Januar bis April 24: 4000kWh (=> 1000kWh/Monat)
- April bis Sept.: 2000kWh (=> 400kWh/Monat)
- Sept bis Dez: 4000kWh (=> 1333kWh/Monat)
- Januar bis April 25: 3000kWh (=> 750kWh/Monat)
Dabei muss man noch berücksichtigen, dass das Haus schon eine PV-Anlage hat und somit der wirkliche Stromverbrauch, exclusive PV, nochmal höher ist.
Das Haus ist aus den 60ern mit einem Anbau aus den 90ern. Es ist voll unterkellert, jedoch ist der Keller nicht komplett unter der Erde und auch etwas niedriger (1,8-2m) wie ich das von modernen Häusern gewohnt bin.
Es gibt 2,5 Stockwerke, da das Dachgeschoss von manchen Zimmern aus dem OG erreichbar ist. Alles in allem sind das ca. 240qm beheizter Raum, also ohne Keller (Grober Grundriss ist unten angehängt). Aktuell hat das Haus ca. 8cm Dämmung drauf und einen Schwedenofen im Wohnzimmer im EG.
Von der Aufteilung her könnte man aus dem EG und dem OG zwei Wohnungen machen, was ich mir auch offen halten will.
Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob es besser ist mehrere Klimaanlagen mit Truhengeräten als Heizung einzubauen oder doch lieber Heizungsrohre und Radiatoren einzubauen. Truhengeräte, deshalb, da ich gelesen habe, dass die besser im Heizen sein sollen.
Meine Bedenken sind, dass die Variante mit Klimaanlagen sehr viele Außengeräte zur Konsequenz hat und damit die Optik / der Lärmpegel für die Nachbarn negativ beeinflusst wird. Im Falle der Klimalösung würde auch eine Brauchwasserwärmepumpe zum Einsatz kommen.
Falls Heizungsrohre Besser sind, muss ich mir noch überlegen, wie das Warmwasser erzeugt werden soll. Als Optionen hierfür hab ich eine Wasser-Wärmepumpe oder Pellet Heizung im Kopf.
Klimatisch befindet sich das Haus im Landkreis Schwäbisch Hall, also nicht im tiefsten Schwarzwald ![]()
Mein Ziel ist es die Betriebskosten deutlich zu senken und Bonus ist mehr eigenen PV Strom zu nutzen.
Ein Bekannter, meinte, er nutzt PV Überschuss um Heizungswasser noch weiter zu erwärmen und so für die Nacht "Vorzusorgen". Das leuchtet an sich auch ein. Nur stellt sich mir die Frage, ob es nicht genau so gut wäre den Strom zu speichern, mit dem die Klimas nachts laufen können? Wobei es Nachts ja prinzipiell kälter ist und somit mehr Leistung zum Heizen gebraucht wird.
Skizzierter Grundriss:
Zusammengefasste Informationen aus anderen Beiträgen:
- Zieltemeratur: 22˚C
- NAT: -12,3˚C
- Die Außenwände des Originalhauses sind laut Verkäufer aus Poroton (1960), laut Baugesuch jedoch Bimsholblock (240mm Stärke). Es sind 80mm Außendämmung drauf. Material weiß ich aktuell nicht.
- U-Wert voraussichtlich zwischen: 0,285 und 0,385 laut ubakus
- Die Außenwände des Anbaus, also das Komplette Wohnzimmer, sind aus Prorenbeton (300mm, 1981)
- U-Wert voraussichtlich zwischen: 0,1 und 0,3 laut ubakus
- Die Kellerdecke und die EG Decke sind aus Schalbeton.
- Das Dach ist wahrscheinlich isoliert und wurde 1996 neu gemacht.
- U-Wert: gute Frage

- U-Wert: gute Frage
- Fenster sind, wie in der Skizze angedeutet im Wohnzimmer zwei. Also ein "normales", ein etwa 3-4 mal so weites und eine Terrassentür. Ansonsten hat jeder Raum ein "normales" Fenster. Bis auf das große Fenster und die Terassentür im Wohnzimmer, sind noch 2-fach verglaste Holzfenster drin.
- JahresStromVerbrauch der Vorbesitzer war zwischen 7800 kWh und 8900 kWh. Dunkelziffer: Selbstverbrauch PV-Strom, sonstiger Stromverbrauch und ein Schwedenofen (8 kW Nennwärmeleistung) im Wohnzimmer. Die 7800 kWh inkludieren schon teilweise eine neue Nord-Ost PV-Anlage mit 11,5 kWP.


