Alternative zu E-Radiatoren in mehrstöckigem Haus

Für die Dimensionierung braucht es genauere Daten:

  • U-Wert der Wände
  • U-Wert der Dachdämmung
  • NAT
  • Zieltemperaturen, die ihr erreichen wollt
  • Fensterflächen: Alter, Zustand, 2fach oder 3fach verglast, große Fensterflächen vorhanden?
  • Jahresverbrauch heizen bisher komplett für wie viel m² komplett. Ich gehe davon aus, dass ihr ausschließlich elektrisch geheizt habt.

Füg all das am besten in den ersten Beitrag ein, dann kann man da immer wieder nachschauen.

Puh, das kann ich leider nicht alles liefern. Ich werd die Infos aber dann noch im nachhinein beim initialen Beitrag hinzufügen. Was NAT in dem Context ist, weiß ich nicht. Ich kenn es nur als Network Address Translation; da bin ich mir aber sicher, dass das nicht gemeint ist :wink:
Als Zieltemperatur würde ich mal 22 Grad, evtl. 23 Grad sehen.

  • Die Außenwände des Originalhauses sind laut Verkäufer aus Poroton (1960), laut Baugesuch jedoch Bimsholblock (240mm Stärke). Es sind 80mm Außendämmung drauf. Material weiß ich aktuell nicht.
    • U-Wert voraussichtlich zwischen: 0,285 und 0,385 laut ubakus
  • Die Außenwände des Anbaus, also das Komplette Wohnzimmer, sind aus Prorenbeton (300mm, 1981)
    • U-Wert voraussichtlich zwischen: 0,1 und 0,3 laut ubakus
  • Die Kellerdecke und die EG Decke sind aus Schalbeton.
  • Das Dach ist wahrscheinlich isoliert und wurde 1996 neu gemacht.
    • U-Wert: gute Frage :smiley:
  • Fenster sind, wie in der Skizze angedeutet im Wohnzimmer zwei. Also ein "normales", ein etwa 3-4 mal so weites und eine Terrassentür. Ansonsten hat jeder Raum ein "normales" Fenster. Bis auf das große Fenster und die Terassentür im Wohnzimmer, sind noch 2-fach verglaste Holzfenster drin.
  • JahresStromVerbrauch der Vorbesitzer war zwischen 7800 kWh und 8900 kWh. Dunkelziffer: Selbstverbrauch PV-Strom, sonstiger Stromverbrauch und ein Schwedenofen (8 kW Nennwärmeleistung) im Wohnzimmer. Die 7800 kWh inkludieren schon teilweise eine neue Nord-Ost PV-Anlage mit 11,5 kWP.

Wie bereits in meinem letzten Post geschrieben, geht es erst mal nur darum, das EG mit einer Klima zu heizen. Das OG plane ich erst, wenn ich mir sicher bin, dass die Raumaufteilung so bleibt, wie sie ist.

Das sind doch schon ein paar Werte, womit man es grob einschätzen kann.

Begriffe findest du hier, da ist auch NAT erklärt:

NAT von Schwäbisch Hall liegt bei -12 Grad

Wenn nur rein elektrisch geheizt wurde und im Winter nur sehr wenig PV-Ertrag zum Heizen beiträgt, ist der Jahresgesamtverbrauch Haushaltsstrom + elektrische Heizung sehr wenig.

Was verstehst du unter "noch 2-fach verglaste Holzfenster"? Und was ist mit den anderen Fenstern, also wie sind die aufgebaut?

Zur Dimensionierung:

  • 35 m² WZ: Da würde ich eine Nepura 4kW nehmen
  • bei allen anderen Zimmern bis 15m² reicht die kleinste Split-Klima. Wenn Single-Split, also eine 2kW oder 2,5kW Anlage.

Ihr könnt natürlich auch erstmal versuchen, nur das WZ mit der Nepura zu heizen und die Türen offen zu lassen. Dann wird die ganze Etage mitgeheizt und nur die restlichen 2-4 Grad heizt man dann noch direktelektrisch zu. Diese Lösung wird bereits viel Energie einsparen und wenn man da erstmal Ergebnisse hat, kann man weiter planen oder es einfach so lassen.

Im WZ steht noch ein Ofen? Wird damit zusätzlich mit Holz geheizt?

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Danke für deine Einschätzung :slight_smile:

Ich habe den NAT nochmal nachgeschaut und hier ist er sogar bei 12,3 ˚C.

Ich geh mal davon aus, dass gerade in der Übergangszeit noch einiges an PV Strom zum Heizen genutzt wurde. Aber im Endeffekt ist das ja Glaskugel lesen.

Mit "noch 2-fach verglaste Holzfenster" wollte ich aussagen, dass überall 2-Fach verglaste Holzfenster drin sind, nur im EG im Wohnzimmer sind Fenster mit Plastik-rahmen drin. Ich war davon ausgegangen, dass die irgendwie besser seien, daher "noch".

Ja Im Wohnzimmer im EG steht noch ein 8kW Holzofen (Schwedenofen), der bei Bedarf dann an ist. Die Verkäufer meinten, dass sie den nur Nachmittags/Abends an hatten und dann auf ca. 5 Raummeter Holzverbrauch pro Jahr gekommen sind.
Ich plane den Ofen immer wieder, aber nicht ständig an zu haben.
Kann das dann zu viel Wärme im Wohnzimmer bedeuten? Zumindest hab ich das Gefühl, dass ich dann schauen sollte, wie ich die ganze warme Luft im Haus verteilen kann, anstatt weitere Klimas zu planen.

Es ist neuerdings auch noch offen, ob wir evtl. den unteren Teil des Wohnzimmers, also da wo es im Plan "enger" wird, "abtrennen" und meine Frau ihr Büro dort dann hat. Die Abtrennung wäre zunächst mit Möbelstücken und aktuell nicht als Permanentlösung geplant. Ist die Nepura mit 4kW dann zu groß geplant, oder ist das trotzdem OK, da der "neue" Raum ja trotzdem mit geheizt werden muss?

Ok, dann hast du überall 2fach Thermoverglasung. Alte Thermofenster haben einen U-Wert von etwa 3, neue aus den letzten 15-20 Jahren eher einen U-Wert von 1-1,7. Alte Fenster verlieren also bis zu 3 mal so viel Wärme, wie neuere Fenster. Mit Kunstoff oder Holz hat das nichts zu tun. Ein anderes Thema bei Fenstern ist die Dichtheit. Wenn die nicht richtig justiert sind, sich verzogen haben oder die Dichtungen defekt sind, verliert man durch direkten Luftaustausch viel Wärme.

Das erklärt die niedrigen Stromverbräuche fürs Heizen, die nicht so recht zum Objekt passten. Wenn du eine Heizlastberechnung machen willst anhand alter Erfahrungswerte, musst du immer alle Wärmequellen zusammenrechnen und da gehört natürlich der Holzofen mit dazu.

5 Raummeter sind etwa 9000 kWh, davon bleiben vielleicht 7000 kWh im Raum. Die musst man also zum elektrischen Verbrauch für Wärme dazurechnen.

Vielleicht bekommst du noch schätzungsweise heraus, wie viel Strom verheizt wurde. Dann kann man ungefähr die Heizlast des Hauses berechnen.

Schreib oben im ersten Thread auch mal die Gesamt m² dazu, die fehlen noch.

-12,3 Grad...

Schaut, dass ihr es nicht zu sehr zubaut, sonst kann sich die Wärme nicht mehr hinreichend verteilen.

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Haben die E-Radiatoren keine getrennte Messung, wo der Heizstrom ca. 22ct kostet? Wenn man bei einer LLWP ca. 10 Jahre Haltbarkeit ansetzt, dann kann es von den Kosten für die LLWP schon knapp werden. Vom Komfort sehe ich die E-Radiatoren besser als eine LLWP, kein Luftzug und keine lästige Filterreinigung. Ich würde wahrscheinlich für das Wohnzimmer eine Nepura verbauen und es dabei belassen.

Meiner Meinung wären E-Radiatoren generell eine Alternative zu einer sehr teueren wassergeführten Heizung, nur ist das in Deutschland eher nicht üblich.

Wie wird Warmasser erzeugt? Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher?

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