Hi Leute,
ich bin nicht ganz sicher, ob das hier richtig ist, wirklich verkehrt ist es aber auch nicht ![]()
Ich mache mir schon länger Gedanken über alternative Möglichkeiten, überschüssige Energie sinnvoll, ökologisch oder zumindest ökonomisch zu speichern. Vor allem auch deshalb, weil ich die üblichen Lithiumionenakkus für mehr Klima/umweltschädlich als nützlich erachte. Im Grunde für den Privathaushalt völlig sinnlos und im Grunde nur notwendig, um den eigenen Gewinn vor den Energiekonzernen zu schützen, die sonst bis zu 70% MEINES Ertrages abschöpfen!
Eine Idee, die mir dabei einfiel, sind ausrangierte Nachtspeicheröfen (NSO). Die bekommt man heuer oft schon gratis. Viele Leute sind froh, wenn sie ihre nicht entsorgen müssen
Und glücklicherweise ist so ein NSO ja relativ frei, nicht nur nachts Strom zu speichern - die können das auch tagsüber
Warum nicht tagsüber so einen NSO mit überschüssigem Strom aufzuheizen und diese Wärme dann abends/nachts wieder abzugeben?
Option 2 war mal die Überlegung mit Kryptomining. Hä? Kryptomining? Wie soll das funktionieren? Im Grunde “indirekt”. Dazu muss man um (mindestens) zwei Ecken denken
Bevor ich im Sommer überschüssigen Strom für 6-8 Cent oder so verschleudere könnte ich ihn stattdessen nutzen, um Kryptos zu Minen, die ich dann im Winter (wenn die Kurse idR wieder oben sind) verkaufe und davon dann Energie (Strom/Gas/Öl) einkaufe, wenn ich mehr brauche als ich produziere. Allerdings soll Mining inzwischen so unrentabel sein, dass das eher unrentabel ist, zumindest/v.a. wenn man die dafür nötige Technik erst kaufen müßte.
Eine interessante Option habe ich auch mal in einer Doku gesehen. Dort hatte sich jemand ein EFH neugebaut und mitten drin einen gigantischen Wassertank (ca. 3m Durchmesser, etwa 7m Höhe), um den herum quasi das Haus gebaut wurde, als Wärmespeicher eingebaut. Das Wasser hat er im Sommer aufgeheizt und dann im Winter via WP wieder genutzt. Ich hatte mal groß überschlagen, dass man für ein ca. 100qm großes Niedrig-Energie-Haus tatsächlich “nur” etwa 30.000L Wasser benötigen würde. Und da eine PV-Anlage ja auch im Winter nicht ohne Ertrag ist, würden evtl. auch 25k reichen.
Trotzdem fand ich die Idee nicht so prickelnd, weil das Teil a) extrem gedämmt sein müßte, um im Sommer keinen Hitzschlag zu kriegen, b) den Hausbau enorm verteuern würde und c) ca. 20qm Wohnfläche kostet (ca. 7qm Grundfläche über 3 Stockwerke). Jetzt wird der eine oder andere fragen “Und?”. Ja die Sache ist die, dass 1qm EFH-Neubau heutzutage um die 3000€ kostet (Tendenz steigend) und die ganze Anlage somit alleine schon über 20.000€ Grundfläche kostet!
Eine weitere Option, die ich als höchst interessant erachte (auch wenn sie eigentlich themenfremd ist), wäre eine “Kompostheizung”. Biomasse erzeugt bei der Kompostierung Temperaturen von bis zu 65! Und das 24/7. Ich habe tatsächlich schon Berichte von Leuten gehört, die damit bspw. ihre Bungalows oder Ferienhäuser frostfrei halten. Lange habe ich überlegt, wie man sowas am einfachsten umsetzen könnte. Viele verlegen einfach Wasserrohre (-Schleifen) in einem ganz ordinären Komposthaufen, aber da geht mir noch zu viel Wärme flöten. Irgendwann kam mir dann aber mal ne geniale Idee: ausrangierte/defekte Tiefkühltruhen!!! Die haben tlw bis zu 300L Inhaltsvermögen, sind 360* vollisoliert (hochwertiger PU-Schaum) und haben v.a. schon eine “Wasserführung” verbaut
Im Grunde müßte da “nur” das Kühlmittel raus, der Kompressor stillgelegt werden und Anschlüsse an den internen Kühlmittelkreislauf angebracht werden, um kaltes Wasser rein- und Warmes abführen zu können. Evtl. benötigt man noch eine simple Pumpe. Das Warmwasser kann dann bspw in eine Wärmepumpe einleiten oder in der einfachsten Version einfach über so ein Heizregister als Warmluft in den Innenraum geblasen werden (benötigt ggf. extra Ventilator).
Das mal auszuprobieren reizt mich schon lange, allerdings bräuchte ich dafür jemanden, der an so einer Tiefkühltruhe sachgemäß herumschrauben kann. Man wird damit sicher kein EFH heizen können, aber wenn man nur ein paar Prozent Heizkosten sparen kann, könnte sich das schon lohnen! V.a. in Anbetracht der Tatsache, dass so ein Projekt kaum etwas kosten dürfte (alte TKT bekommt man häufig schon unter 100€ oder gar geschenkt, bissel Baumaterial sollte den Preis auch kaum über 500€ treiben). Und wenn man so bspw. einen Bungalow oder ein Ferienhaus im Winter frostfrei halten könnte, wäre da manchem schon enorm geholfen!
Der feine Humus, der da im Frühjahr als “Abfallprodukt” anfällt, ist auch noch der optimale Dünger für den Garten ![]()
So weit, so gut erstmal ![]()
