Alternative Speichermöglichkeiten

Interessante Idee mit den “Betonabsorbern”. Bei uns wäre da leider nur Abendsonne verfügbar, wenn sie denn in der Heizperiode überhaupt mal scheint … Könnte höchstens ein Heizregister davor basteln und das Grundwasser durchschicken, das bei uns so 2m unterm Boden ist und momentan noch 13.6 Grad hat …

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Das geht auch sehr viel billiger. Beispiel: Man kauft für 300-400 Euro eine Anlage in Italien, packt nochmal 200 Euro für Material drauf, installiert alles selber und legt nochmal 300 Euro für einen Kältetechniker hin, der die kritischen Sachen macht. Findet man mitunter bei kleinanzeigen. Oder ein Freund, der einen Kälteschein hat.

Wenn du dir die Energiemenge anschaust, die diese Absorber aufnehmen, wird das fast nichts bringen. Und im Winter gibts eh nur selten mal Sonne.

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Ja das hatte ich mir hinterher auch gedacht. In der Bucht gabs eben diese Anlage schon knapp über 1000€, mit Montagematerial dürften da 1500€ Gesamtpreis zusammenkommen. Da finde ich 3000€ Honorar fürs Einbauen (zwei Arbeiter hatten das in einem halben Tag gemacht) ganz schön fettig!

Aber zumindest bei der Solaranlage war ich dann so clever. Nachdem ich hier ne Weile quer gelesen hatte hab ich den Mut bekommen, das selber zu machen. (war im Endeffekt idiotensicher!). Hatten Angebote von Firmen für 12K-27K. Hab dann für 900€ eine 2kWp-Anlage in der Bucht bestellt und selbst montiert. Hat summasummarum (inkl. paar Holzbalken etc) rund 1300€ gekostet und inzwischen (in anderthalb Jahren) etwa 800€ eingebracht.

Zu den “Absorbern” (das sind simple Rasenkantensteine in anthrazit zu je 3€ nochwas ausm Baumarkt): egal, wieviel das bringt: DIE Kohle spielen die garantiert wieder ein :smiley: Also selbst gestern (11° Außentemperatur) waren die SO HEISS, dass man beim Anfassen direkt reflexartig die Hand wieder wegzog. Ob man ein Ei drauf braten könnte glaub ich nicht, aber die Temperatur ist schon enorm! Nächstes Jahr werd ich mir selber welche gießen aus Beton mit Schwarzpigmenten (Asche?) drin und werde noch Bewehrungsstahl mit einarbeiten, damit sich die Wärme besser über den ganzen Stein verteilt, da ja hinter der Anlage, wo Schatten ist, die Temperatur deutlich abfällt.

Und laut unserer Solaranlage gibt es auch in der Heizperiode genug Sonnentage, wo das was bringt. Von Mitte Februar bis in den April diesen Jahres war bei uns soviel Sonne, dass wir mehr Strom produziert haben als die WP verbraucht hat. Im Februar hatten wir fast so viel Ertrag wie Nov/Dez/Jan (3 Monate Schmuddelwetter) zusammen (hätte der Februar auch 30 Tage wären es genau so viel gewesen) und im März hatten wir nicht mal 10% weniger Ertrag als im Juli, wo die Sonne fast doppelt so lange scheint! Und da unsere Außeneinheit einigermaßen windgeschützt in der prallen Sonne steht (so von ca. 10:45-15:00), tanken die Dinger ganz gut Wärme. Laufen tut die WP tgl. von 11:00-18:30 :slight_smile:

Wenn man das noch optimiert (ich denke da an ein Komplettgehäuse mit “Kühlrippen” für die WP, die rundum geschlossen ist und nur nach vorne offen), so daß die Luftzuführung zur WP noch mehr Kontakt zum warmen Beton bekommt, könnte das ein ernstzunehmender Faktor werden! Wenn man den Stromverbrauch der WP mit vll. 100€ Einsatz um 10% reduzieren kann, ist das ganz klar ein Gewinn für den Geldbeutel und die Umwelt!

Und mit Sonne im Winter ist es immer recht “komisch”: die Sonne scheint idR immer dann, wenn es RICHTIG kalt ist! Also bei uns ist das immer so, wenn das Wetter schmuddelig ist (also dunkel, bedeckt, feucht), dann haben wir über 0-10° und kommen mit ca. 1,5kWh pro Tag aus, nur wenn der Himmel klar ist (Wolken wirken ein bißchen wie Wärmeisolierung für die Erde), gehen die Temperaturen unter 0°. Erschwerend kommt ja noch dazu, dass je tiefer die Temperatur, um so geringer der COP-Wert. Heißt: dann, wenn man Wärme am dringendsten braucht, scheint auch die Sonne :slight_smile:

Unsere Heizperiose war letzten Sommer übrigens von KW40-KW15, also von Ende Oktober bis Ende April. Wir haben also die Hälfte des Winters mehr Sonnenenergie produziert, als die WP verbraucht hat. Oder in Zahlen: ab Mitte Februar haben wir fast jeden Tag (ca. 85% der Tage) mehr als 5kWh Solarstrom produziert (Solarausrichtung 2x SO, 2x SW). Spitzenwert im Sommer liegt übrigens bei 12kWh! Am 2.Februar hatten wir bspw. das erste mal über 6kWh Tagesausbeute, also mehr als 50% des Maximalwertes!

Allerdings muss ich dabei einräumen, dass die WP bei uns auch nur “Zuheizung” zum Gas ist. Und ich passe auch die Neigung der Kollektoren zweimal im Jahr an: am 21.4. und am 21.8.

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Und selbst wenn es nichts bringen würde als Erkenntnis, sind solche Experimente für mich hier im Forum das Salz in der Suppe. Was mir noch einfällt für mehr Ertrag: Probier doch ggf. mal schwarze Tafelfarbe aus als Anstrich. Das gibt ne matte, tiefschwarze Oberfläche und wird beim DIY Teleskopbau gerne benutzt (oder zumindest als ich da noch aktiv war mit meinem Dobson).

Such Dir eine mit Propan R290 oder Isobutan R600a als Kältemittel. Wenn Du das noch bei der Demontage abfackelst, kommt kaum was schädliches bei raus

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Sehe ich bei den heutigen LiFePO4 überhaupt nicht so. Weder seltene Erden noch irgendwelche nicht recyclefähiger Müll. Auch preslich fraglos sinnvoll (siehe zB PV Batteriespeicher Stromspeicher Akku Felicity ESS LUX-E-48250LG03, musst aber nicht den billigsten nehmen…) experimentieren ist immer schön, aber die eigene Energie selber nutzen mE. jedenfalls umsetzen und experimente alls 2. Wahl. Viel Erfolg !

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