Aktuelle Kaufempfehlung - Fertig-Akku oder ARR-DIY kit incl Zellen - Deutscher Händler

Hab gerade nochmal drüber seniert:

Bei deye gibts das problem, das ich mit meinen stringkonfigurationen nicht über die startspannungen /mmpt spannungen der inverter komme. Ist halt jetzt für victron ausgelegt :-).

Das mit MG50-mode würde vermutlich zwar gehen aber dann kann ich die mppts nicht nutzen und müsste da doch wieder victron mppts an den akku schnallen, dann ist das auch net aus einem Guss und kann ggf nicht kommunizieren.

Stringspannungen sind schon sehr niedrig, wegen Verluste würde ich höher gehen, dann passt es bei Deye auch. Was ist der Grund soviel parallel zu schalten? Sehen die Strings viel Verschattung?

Ich versteh “die mppts nicht nutzen” nicht, die neue Strings gehen am Deye (anders verschaltet damit die Spannung passt) und vermutlich kann der bestehende WR in MI mode an der Gen24 Eingang. (was ist MG50-mode?)
Mit zwei Batterien ist relativ hässlich. Welche Schnittstellen bietet die BYD HV an? zB MQTT oder ähnliches?

TE hat geschrieben, dass er einen GEN24 mit BYD HV Akku hat. Es gibt zwar Apps für den Zugriff auf BYD-Speicher über das eingebaute Ethernet, aber die eigentliche Kommunikation läuft über den GEN24, der mit dem BYD HV über CAN-Bus spricht.

Der GEN24 kann ModBus/TCP (sofern man das mit dem Tecnician-Kennwort freischaltet). Über die entprechenden Register (im wesentlichen SunSpec) kann man den GEN24 sowie Akkuinfos auslesen und den GEN24 steuern. Alles bei Fronius sehr gut dokumentiert. Read-Only gibt es auch noch eine Rest-API (Fronius Solar API).

Vor allem kann Victron nativ mit Fronius sprechen, out of the box.

Oliver

Das stimmt. Im Victron VRM wird der GEN24 erkannt, wenn beide im selben IP-Netz sind. Gibt keinerlei Probleme, wenn der GEN24 keinen Akku hat.

Allerdings: Victron kennt keine Akkus an Fronius-Wechselrichtern. VenusOS und VRM kennt generell nur einen einzigen Akku, der am MP2 ist. D.H. man sieht im VRM nicht wie der Akkustand des GEN24 ist und Victron weiß auch nicht, ob der Strom beim GEN24 aus dem Akku oder Panel kommt. Wenn also der GEN24 aus dem Akku ins Haus einspeist, denkt VRM, dass es PV-Ertrag ist und die Sonne scheint.

Zudem bekommt man das Problem, dass wenn der GEN24 bei der Nulleinspeisung kurzzeitig in Netz einspeist (z.B. bei Lastabfall eines großen Verbrauchers), glaubt VenusOS, dass ein überschüssiger PV-Ertrag vorliegt und lädt den Akku am MP2. Wenn der Victron sich erst mal beispielsweise 500 Watt holt, der aus dem Akku des GEN24 kommt, liefert der GEN24 weiter diese 500 Watt und denkt selbst, dass das ein normaler Verbraucher holt. Damit leert sich nach und nach der Akku des GEN24 und lädt damit den Akku des Victron.

Sofern man beim GEN24 das laden über AC zulässt (Option; Batterieladung aus externen Quellen), dann bekommt man auch die umgekehrte Situation, dass der Victron, wenn er Nulleinspeisung macht seinen Akku entläft und den Strom in den Akku des Gen24 lädt.

Das man man so ohne weiteres nur mit einer externen Steuerung lösen, z.B. über NodeRed. Man muss sich eine Logik überlegen wie man einen der Wechselrichter mit Akku aktiv und den anderen inaktiv bzgl. Nulleinspeiung schaltet.

Ist möglich, ist aber nicht ganz trivial. Wenn Du derspeck gerne programmierst bekommst Du das hin. Kann auch ein paar Tipps für NodeRed geben. Du müsstest Dich auch damit abfinden, dass Fronius Solar.Web den Victron und dessen Nutzung nicht kennt und umgekehrt die Angaben in Victron VRM auch nicht stimmen. Ich nutze zum gemeinsamen Monitoring Homeassistant.

Wenn Du keine Lust auf Streß hast, hol Dir einfach einen weitere Akku für Deinen GEN24. BYD erlaubt auch parallele Akkus. Oder verkaufe den BYD-Akku und nutze nur die Akkus am MP2. Dann funktioniert alles ohne Änderung.

Das gleiche Problem bekommt man aber auch, wenn man einen anderen Wechselrichter als einen MP2 mit Akku anschließt. Fronius kann auch nicht damit umgehen, wenn es 2 Wechselrchter mit jeweils eigenem Akku gibt. Victron kann das aber auch nicht.

Habe irgendwo gelesen, dass das Huawei kann, aber dann müssen es alles Huawei Wechselrichter sein. Andere Hersteller, die mehrere Wechselrichter mit separatem Akku unterstützen kenne ich nicht.

Wenn die Batterie oder Hybridwechselrichter MQTT können, dann kann man auch auf ein Shelly Pro 3EM es in einem script einbauen. Dann fragt man die Batterieleistungen ab, SoC auch, hat schon den Bezug (+ve oder -ve), und teilt das laden/entladen mit einer Gewichtung (zB nach Akkugröße) auf und die zwei Systeme regeln dann deren Lade/Entladeverhalten über diese zwei “virtuelle” powermeter.

Kennst Du Akkus und Wechselrichter, die MQTT können?

Kenne nur Wechselrichter, die Modbus/TCP können. Oder Rest-APIs haben. Akkus-Packs zum Anschluss an Wechselrichter kenne ich nur CAN-Bus oder RS-485.

Klar, kann man das auch in MQTT konvertieren. Mache ich aber nur, um das in Homeassistant zu importieren.

Ja also es gibt auf der Seite schon was Verschattung. Darüber hinaus war es verkabelungstechnisch am einfachsten. Vielleicht wär mehr in Serie besser gewesen, hatte mich an der maximalspannung des victron mppt orientiert… aber da komm ich jetzt net mehr drann.. Ist eine PV in der Fassade, da müsste ich wieder viel ab machen.

Ja also 2 Batterien ist bestimmt net toll aber die byd hv ist einfach mal mehr als doppelt so teuer. Ich sehe 2 Nachteile weiterhin auf das Pferd zu setzen: 1. Preis. 2. Im Backup-Fall geht nur der Gen24. Mit der LV-Variante bin ich in Zukunft glaube einfach flexibler. Ich denke aber auch das ich die Probleme über scripting in den Griff bekomme. Laden aus dem Netz ist für mich erstmal nicht notwendig. Ich denke es müsste schon möglich sein über harte Regeln / Grenzen zu verhindern das da ständig hin-und-her geladen wird.

Prinzipiell sehe ich schon das das problematisch werden kann. Bin aber Softwareentwickler und werde das vermutlich in den Griff bekommen.
Ich denke wenn man dem Victron + dem GEN24 keinen Bezug erlaubt sollte das auch erstmal kein Problem sein ( GEN24 lädt akku nur aus PV1 , Victron lädt akku nur aus PV2 ) damit hat man schonmal die “Laderegeln” erschlagen. Jetzt muss ich imho nur noch den Bezug aus dem akku regeln. Hier würde ich dem GEN24 den “vortritt” lassen und den Victron nur anschmeißen wenn entweder der SOC des GEN24 < x ist oder die leistungsschwelle ( bei mir 4kw ) des akkus erreicht ist.

Ich sehe aktuell auch keine wirklich gute Alternative:
Von den Aiko Panels kann ich nicht mehr verbauen und die Strings auf der andren Seite sind gerade so angeschlossen wie sie sind. Is halt jetzt so und würde viel umstribbelei bedeuten ( Rhombusleisten an der Fassade abmachen, kabel neu ziehen etc.).
Und victron geht ja nunmal nicht ohne akku. Ich hab mir zwar im vorhinein einige Gedanken gemacht aber vielleicht nicht immer die richtigen :slight_smile:

Die einzige Alternative, die mir jetzt noch einfällt wäre: Die Strings im Keller paketweise in serie zu schalten ( also 4er blöcke 8s und 12s). Dafür bräuchte ich dann aber 2 MPPT. Dann hab ich immer noch die 4 Aikos die auch ne recht niedrige Spannung haben.

Die könnte man aber ggf mit nem 1-Phasigen WR noch inein bekommen. Dann hab ich aber immer noch die doch sehr teuren BYD-Akkus und das problem das der ganze neue Kram im Backup-Fall einfach aus wäre.

Zum MG50 Mode: das ist der Microgrid-Mode des Gen24, damit läuft er etwas lässiger was den Netzschutz angeht. ( Akzeptiert mehr Toleranz ) . In diesem Modus kann er von einem anderen Inverter geführt werden.

Den MG50 Mode kannte ich nicht und habe mir das kurz angesehen. Wenn ich das richtig verstehe, geht der aber auch davon aus, dass der Fronius Wechselrichter (alter Symo oder GEN24) auch keinen Akku hat. Insofern verstehe ich nicht was der bringt.

Den GEN24 kann man sehr gut steuern und Laden und Entladen gut steuern. Fronius hat das toll dokumentiert. Bei Victron ist es etwas komplizierter. Was bei den Register-Einstellungen passiert, kommt darauf an, ob man per AC oder DC anschließt und in welchem Mode man arbeitet. Abschalten des Ladens des MP2 bedeutet auch, dass die MPPTs nicht mehr per DC laden. Aber es gibt einen Workaround, der nicht perfekt ist, den ich nutze (Limitierung AC-IN und setzen von Setpoint).

Wie gesagt, kann ich Dir ein paar Tipps zur Steuerung des MP2 und des GEN24 per Modbus/TCP geben, aber perfekt wird es nicht. Musst Deine Konfiguration berücksichtigen. Die Steuerung über VenusOS ist davon abhängig, ob Du den Akku per DC oder AC oder beides laden willst. Und ob Du ESS nutzt oder nicht.

Du musst Dir nur bewusst werden, dass die Angaben sowohl beim Victron VRM als auch beim Fronius Solar.Web nicht richtig stimmen, weil die die Akkus der anderen Systeme nicht kennen und nicht wissen, ob der Strom vom Dach oder aus dem Akku des anderen System kommt. Ich habe das so gelöst, dass ich die übergeordnete Darstellung per Homeassistant mache. Da weiß ich jederzeit, woher welche Energie zu einem Zeitpunkt kommt.

Insofern: Du bekommst es vermutlich zu 98% hin. Es gibt aber Situationen wo es doch ein paar Verluste gibt.

Andererseits: Gibt auf dem Markr keine Lösungen bei dem man mehrere Wechselrichter mit eigem Akku unterschiedlicher Hersteller zusammenschaltet.

Jo, gut das ich nochmal mit jemandem spreche, der sowas schonmal gemacht hat.. hatte tatsächlich erwartet, das das mit den victrons auch ganz gut geht ( notfalls per python-script auf dem gx )…
Ich meine: es gäbe auch noch die Möglichkeit das mit dem Akku zu vertagen und sich wrs zu suchen, der ggf mit niedrigeren startspannungen klar kommen ( e.G. fronius primos ).
Wäre dann auch keine perfekte Lösung aber vmtl einfacher und billiger.

Ich dachte eigentlich ich hätte da mit Victron ne Lösung gefunden mit der ich alle Anforderungen erschlagen kann, aber du hast recht: Ich kenne die Victron software noch nicht.. dachte halt: wird schon auch irgendwie gehen :slight_smile:

Zur visualisierung nehme ich tatsächlich gerade noch openwb. Hier könnte man natürlich auch über python die “zusammenfassung” einimpfen. Oder ich visualisiere auch mit der HomeAutomation ( bei mir noch Openhab)

Du brauchst eine übergeordnete Instanz, um sowohl GEN24 als auch VenusOS bzw MP2 zu steuern. Beide kann man gut per Modbus/TCP steuern.

Mit NodeRed kann gut Modbus/TCP skripten. Das ist meine persönliche Wahl. NodeRed ist im VenusOS large (also GX oder Raspberry PI mit VenusOS) bereits vorhanden, so dass man dafür keinen weiteren Server braucht.

Und NodeRed bietet viele Möglichkeiten. Etwas Einarbeitung, aber wenn man programmieren kann, gefällt einen das danach sehr gut. Wenn man es zuerst sieht, denkt man, dass es wieder so eine grafische Oberfläche ist. Aber ohne Logik und ohne eigenes Skripting per Javascript kann man es kaum nutzen. Nachdem ich mich einige Monate mit NodeRed beschäftigt habe, will ich es nicht mehr missen.

Wenn Du Lust und Zeit hast und programmieren kannst, bekommst Du es hin.

Python programmiere ich normalerweise auch bevorzugt und habe auch meine Anbindung an meinen Zähler des VNBs so realisiert. Aber die Steuerung des GEN24 vom GX aus, habe ich so nicht gemacht. Das ist per NodeRed einfacher.

Also was ist dein fazit? → Go the victron way oder “lasses und nehm 2 primos”.

Wenn Dir der Speicher Deines GEN24 mit BYD ausreicht und nur weitere PV-Leistung zu Deinen Fronius-System hinzufügen willst: Nimm die 2 Primos. Die werden sofort erkannt und funktionieren ohne Probleme.

Den GEN24 kann man günstig mit gebrauchten Fronius Symo erweitern. Es gibt viele Symo-Nutzer, die auf GEN24 oder Verto gehen und Ihren Symo günstig bei Ebay-Kleinanzeigen und Co. verkaufen.

Wenn es Dir primär darum geht, dass Dir der Speicher des BYD nicht ausreicht, Dir eine Speichererweiterung mittels BYD zu teuer ist und Du gerne programmierst: Nimm den Victron. Der ist mit 48 Volt-Speicher extrem günstig erweiterbar. Und VenusOS kann man selbst super erweitern.

Danke dir für deine guten Auskünfte.. Ich werde wohl nochmal ans Reißbrett müssen :slight_smile:

Sag mir nochmal wo du das gelesen hast mit MG50 mode ohne akku? Das war mir nicht bewusst.

So: Ich habe jetzt schonmal von 4s5p auf 5s4p wechseln können ( das ging noch recht einfach ) . Jetzt bin ich im Keller weitgehend flexibel ( entweder 5s4p auf einen mppt oder 2x5s2p auf einen mppt oder sogar 10s2p.

Dennoch will ich von meinem Victron Gedanken noch nicht ganz ablassen. Nach meinen aktuellen recherchen kann ich beim gen24 sowie beim victron das laden vom Netz erlauben/verbieten.

Meine Regel wäre erstmal das beide das Laden vom Netz zunächst “verboten” haben. ( Victron ladegerät aus / Fronius ChaGriSet aus ). Damit werden die Akkus nur von ihrer jeweiligen pv geladen.
Man kann jetzt über python noch “spezialfälle” definieren in denen man das zulassen könnte. Z.b. wenn der eine akku voll ist und der andere fast leer.

Das Entladen würde ich über die maximale entladeleistung des victron definieren: Primär soll der Gen24 zum eigenverbrauch herangezogen werden. Sekundär erst der Victron: d.h. so lange der soc und die leistung des gen24 genug ist würde ich auch hier den victron auf 0 stellen. Bei kleinem soc oder wenn die leistung nicht genügt, dann erst den victron hochdrehen.

Alle Werte schön über einfache single-pole-iir-filter geglättet, damit nix schwingt. Damit sollte das recht schnell implementiert sein.

Vielleicht hat hier ja noch jemand Ideen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, willst Du weitere Panels per DC über einen MPPT laden, den Du an den Akku des MP2 anschließt. Gehe davon aus, dass Du im ESS mode arbeitest, weil Du keine Insel aufbaust.

Meine Regel wäre erstmal das beide das Laden vom Netz zunächst “verboten” haben. ( Victron ladegerät aus / Fronius ChaGriSet aus ). Damit werden die Akkus nur von ihrer jeweiligen pv geladen.

Wenn Du das Ladegerät des MP2 ausschaltest, also auf “Inverter only” stellst, wird AC-IN komplett über das Relais getrennt. Siehe auch ess einstellung ladegeraet mp2 und mppt - VictronEnergy
Es wird also bei Mode “Inverter only” mechanisch das Relais an AC-IN ausgeschaltet und bei Mode “On” wird es wieder eingeschaltet. Würde ich nicht zu häufig hintereinender machen.

Bei “Inverter only” liefert der Inverter zwar Strom an AC-OUT, aber nicht an AC-IN.
Wenn also der Akku des Fronius leer ist und Du auf “Inverter only” sellst, bekommst Du auf AC-IN keine Inverter-Leistung.

Das Entladen würde ich über die maximale entladeleistung des victron definieren:

Das geht m.E. auf VenusOS lokal per dbus oder in NodeRed: “ESS discharge power”. com.victronenergy.settings /Settings/CGwacs/MaxDischargePower (Maximum inverter power)
Mir ist kein Modbus/TCP-Register dazu bekannt.

Probier es aus. Bin gespannt auf Deine Ergebnisse.

So ich bin jetzt so weit das das System aufgesetzt ist und ich hänge tatsächlich an dem von dir beschriebenen Problem und zwar dahingehen, dass ich es nicht schaffe das Laden des Victron über NodeRed abzuschalten ohne das entweder das netzrelais schaltet oder das mppt-charging auch deaktiviert wird → mist!

Beim durchlesen verschieder Foreneinträge habe ich hierzu auch noch keine “saubere” lösung gefunden. Was wohl geht ist ein zusätzlicher “ladeassistent” auf dem MP2, der über einen aux eingang steuerbar wäre.. da bräuchte ich dann noch nen draht vom cerbo der das dann abschaltet.. aber irgendwie von hinten durch die brust ins auge.. Wenn da noch jemandem etwas zu einfällt, was etwas schöner ist: gerne her damit. Alle werte, die ich brauche ( soc des fronius etc ) hab ich, aber dem victron das ac-laden abzugewöhnen scheint wirklich nicht trivial zu sein..

Beste Grüße Pascal