Akkus zusammenschalten die unterschiedlich groß sind

Um ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung wo die Frage genau man das hinstellen soll. Ich bitte also eventuell die Frage zu verschieben.

Wenn ich einen zweiten 48V Akku parallel anschliessen will, muss der gleich groß sein oder kann man neben einem 5kWh auch einen 16kWh Akku stellen? Weil wenn der kleine voll ist muss der Deye ja dann die Ladeleistung reduzieren..

Muß nicht gleich groß sein. Beim Verschalten müssen sie auf gleicher Spannung sein. Was ich mich gerade frage, ist, wie es mit dem Widerstand der Kabel ist. Der kleine liefert ja weniger Strom, also weniger Spannungsabfall bei gleichem Widerstand ...

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Hallo,
der Innenwiderstand beider Akku´s mag unterschiedlich sein, aber das macht nix. Der Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Wenn der eine Akku zunächst stärker entladen wird, steigt sein Ri und dadurch sinkt der Strom. Dadurch wird der vollere Akku dann stärker belastet. Da stellt sich schnell ein Gleichgewicht ein. Bei mir sind 5 Akku´s parallel geschaltet. Die Kabel zu jedem Akku sind auf den maximalen Strom, den der WR ziehen kann, ausgelegt. Meine Kabel sind auch nicht gleich lang, was überhaupt nichts macht.

Übrigens ist einer meiner kleinen Akku´s derjenige mit dem geringsten Widerstand. Die Größe der Kapazität sagt nicht unbedingt etwas über Ri aus.

L.G.

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Die haben immer gleiche Spannung, weil sie parallel sind. Wie soll da einer Voll sein und der andere nicht?

@carolus

Vieleicht meint @solarelch SOC % wie hier in meinem Fall Deye 1 RW-F16 und 3x RW-M6.1 ist SOC unterschiedlich aber Spannung ist gleich, eben Aussagekräftiger.

SOC ist Astrologie.

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Zu dem Thema hab ich jetzt in diesem Winter die Erfahrung gemacht, dass es im großen und ganzen aus physikalischer Sicht zwar möglich ist aber es dennoch ein paar Schwierigkeiten auftreten können. Das ist sicherlich auch von BMS zu BMS unterschiedlich.

Dazu hatte ich damals auch ein Thema hier eröffnet und man öffnete mir hinsichtlich der Verschaltung von Packs mit unterschiedlicher Kapazität durchaus die Augen. Wir haben also 3x 280Ah B-Grade und 3x 314Ah A-Grade parallel geschaltet.

Das ist jetzt er erste Winter indem diese Kombi gelaufen ist. Und es zeigt sich die Auffälligkeit, dass natürlich die Spannungen aller Packs gleich sind, aber die B-Grade Packs fangen wesentlich früher an in den Zellspannungen zu driften. So ab 50,88V und mäßiger bis kleiner Last weisen einzelne Packs der 280er deutlich ansteigende Zellspannungsdifferenzen auf während die 314er noch alle bei unter 10mV liegen.

Der Smart-Shunt, von dem ich behaupte dass ich ihn ziemlich gut parametriert hab (ich denke auch durch die ausführliche Anleitung vom UFO) liegt dann bei ca. 30% SOC. Während die 314er auch so um die 25 -28% liegen, die 280er aber unter 15% - ja ich weiß, auf die SOC Anzeige der Packs selbst geb ich nichts.

Treibt man das Spiel der Entladung noch weiter (hätte eigentlich gehofft man kann durchaus bis 20% runter), steigen die Zelldifferenzen an den 280er irgendwann so hoch an dass das BMS wegen zu hoher Differenz abschaltet. Und dann befindet man sich u.U. in einer Sackgasse da die Abschaltung wegen zu hoher Zelldifferenz Laden und Entladen abschaltet.

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Sorry, das ist keine Drift sondern Kapazitätsdifferenz. Und deswegen sollte ein Bms nicht abschalten.

Welches BMS ist das denn?

Ist ein Seplos V3 und es ist ein aktiver NEEY Balancer verbaut. Das Seplos interne Balancing (passiv) ist deaktiviert.

Physikalisch richtig. Auf dem Diagramm der Zellspannungen sind aber keine Kapazitäten geplottet sondern Spannungen. Also driftet eine- oder mehrere Spannungen vom gemeinen Mittel davon.

Dann ist es immer noch keine Drift.

Ich habe hier alte geschundene Zellen, die immer, also auch im flachen Spannungsbereich, etwa 25 mV Unterschied in der Spannung haben. Dabei hat die Zelle mit der niedrigsten Spannung sogar mehr Kapazität als die anderen, also irgendwo bei 10 % SOC geht das weg und kehrt sich um.

Auch deswegen stellt man eine balancerdifferenz nicht unter 25 mV und den Start nicht unter 3,4 V . (UFO darf ab 3,37 V).

Jap, das ist mir bekannt. Die nachfolgenden Einstellungen (bis auf die Kapazität, wofür auch immer der Balancer die Info braucht) sind für alle sechs Packs so eingestellt:

Du meinst also, man sollte einach mal weiter entladen? Ich kann es bei uns auf einen erneuten Versuch ankommen lassen. Aber wie gesagt, wenn die Zelldifferenz zu groß wird schaltet das BMS ab. Dann kann ich nur noch den kompletten Akkustack auseinander Pflücken weil vermutlich nach Murphys Law das unterste Pack betroffen ist, und die betroffene Zelle(en) von Hand nachladen damit das BMS ein Laden wieder zulässt.

Dann müsstest du normalerweise sehen, dass die packs gut zusammen arbeiten, wenn sie genug zeit zum balancieren haben.

Spannungdifferenz unter 3,4 ist dann bedeutungslos, weil entweder durch Kapazitätsdifferenz, durch aktuellen Strom oder wie in meinem Fall Zellalterung.

Irgendwann ist dann eine Zelle als erstes leer , wieviel mehr die anderen haben ist erstmal wurscht oder Pech.

Ist natürlich “schön” wenn alle gleichzeitig leer werden, ist aber für den Betrieb egal.

Wer an der ersten “schlechten” Zelle was machen will: eine schlechte tauscht man, oder man schaltet zur Kapazitätserhöhung eine Rundzelle parallel: die gibt es bis rund 15 Ah.

Wer sich über Spannungsdifferenz wundern will: ich empfehle meinen Faden über den Frankenstein.

Danach ist das Wort “Drift” bedeutungslos.

Zu der Thematik kann es auch noch so fachlich und sicherlich auch fachlich korrekt bis hin zu spitzfindig bei der Begrifflichkeit werden, mach ich ja auch mal gerne. Am Ende kann der unbedarfte und oft auch ungeschulte Benutzer dennoch das gleiche Problem haben wie wir und das wendet die Grundsatzaussage “ja kann man problemlos parallel schalten” unter Umständen zu einer falschen Aussage - damit wollte ich meine Erfahrung diesbezüglich teilen.

Im Übrigen könnte es dann durchaus passieren das ein Victron-User gar nicht merkt das sich ein- oder mehrere Packs aus der Gruppe verabschiedet haben (weil BMS wegen zu hoher Zellspannungsdifferenz getrennt hat) wenn man nicht bewusst in den Fehlerspeicher schaut oder regelmäßig guckt welche Packs noch online sind. Da das Laden auch unterbrochen ist werkelt die Anlage dann u.U. unbemerkt mit weniger Packs.

Die Zeit zum Balancieren war mal auf 90min gesetzt. Allerdings zeigt ein Pack auch das hier beschriebene Verhalten - damit möchte ich das Thema hier nicht sprengen :slightly_smiling_face:

Warum wird das Laden unterbrochen? Das BMS kann ja gerne die Zellen vor Tiefentladung schützen, aber solange keine Zellspannung zu hoch ist und alle Spannungen zwischen 2,5V und 3,5V liegen, hat es gefälligst den Ladestrom durchzulassen. Wie kann man sonst wieder Balancieren?

Ich halte das Unterbrechen bei Überschreitung eines Schwellwerts für Zelldifferenz durchaus für Sinnvoll. Es kann ja auch einen äußerst triftigen Grund dafür haben dass die Differenz so groß ist.

Die Problematik liegt in der Schlussfolgerung, nicht in der Aussage selber. Dass man probleme bekommt insofern das ein Block sich anders verhält… erwartest du dass sie die probleme gleich und gleichzeitig bekommen?

(Du natürlich nicht).

Natürlich muss man das gesamte Pack, und jeden Einzeln, genauso überwachen wie sonst auch, das entsteht nicht durchs parallel schalten. Insofern steht meine Aussage schon. Dein Einwand ist insofern berechtigt, dass sich ein Neuling nicht etwa auf falsche Betrachtungsweise verlässt.

Und dafür danke ich dir auch, dass es hier nochmal so explizit steht.

Ich denke, dass man die meisten Probleme erst dann bekommt, wenn man deutlich unter 20 % SOC geht.einfach dadurch, dass die Entladeendspannung für z.b. 10 % SOC davon abhangt, ob alle Zellen gleich laufen oder nicht. Das ist sogar bei Verwendung der Spannung als Referenz nicht problemlos.

Aber SOC ist von der Kenntnis der niedrigsten Zellspannung so weit weg wie ne Ameise vom Karneval. Abgesehen Davon ist SOC sowieso Astrologie.

Aber das kann ich sagen so oft ich will , die Welt wird sich da nicht ändern.

Ich kann dir aus Erfahrung sagen das, das aber nicht immer so ist. Die Gelben zb. haben leer exakt den gleichen IR wie voll geladen. Das hat mich selbst verblüfft und ich konnte es erst nicht glauben, aber alle Zellen exakt das selbe Bild, mit nicht mal 0,1 Millimohm Abweichung (AC-IR). Kann gut sein das, das vom Yttrium kommt, da die Dinger auch sonst in der Spannung stabiler sind als die gewöhnlichen Lifepo. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären.

Ich möchte dir nicht widersprechen, aber im Normalfall ist das schon so wenn die Zellen/Akkus aus gleichem Hause kommen.

Also wenn der Smart Shunt richtig konfiguriert ist, die Zellen gut gebalanced sind und du schon bei 30% SOC solch große Spannungsdifferenzen bekommst (wie groß?), dann hättest du aber sehr große Kapazitätsunterschiede zwischen den Zellen. Von der Spannung her passen die 30% SOC vom Smart Shunt sehr gut (deine 50,88V) für 0,2C Entladestrom, vorausgesetzt natürlich das ist die Spannung direkt vom BMS oder Smart Shunt ohne Spannungsabfall (wovon ich ausgehe). Der Shunt scheint mir also schon sehr gut konfiguriert zu sein. Das ist schon heftig wenn es dann bei 20% SOC garnicht mehr geht ohne das die UVP greift.

Ich finde aber das ist doch mal eine gute Info dafür das man eben doch das bekommt wofür man bezahlt (B Grade), aber nur wenn auch der Rest vom System gut konfiguriert ist usw.. Natürlich gleicht sich das bei parallel geschalteten Packs normal untereinander aus, aber dein System zeigt dann doch deutlich das Theorie und Praxis oft auseinander liegen und das ein oder andere Problem auftreten kann. Und sechs Packs parallel zu schalten ist auch nicht ohne für gleichmäßige Ströme. Ab drei Packs parallel wird es ziemlich komplex alle Ströme gleich zu bekommen. Dafür habe ich zumindest mal eine wie ich finde sehr gute Simulation gesehen. Wie sieht das bei deinen Packs aus?

Solange es die Victron Shunts gibt zumindest nicht
*duck und weg :joy:

Ausnahmen…..:grin:

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