ich benötige mal Euer gemeinschaftliches Wissen:
Ich bin auf der Suche nach einem Akku für Inselbetrieb, der tagsüber so etwa 15kWh PV aufnimmt, erzeugt aus PV-Leistung in einem String 8*450W (ca. 320V) und die Leistung abends und in der Nacht an einen Heizstab mit 2kW - 3,6kW abgibt. Der Heizstab wird temperaturabhängig geregelt.
Da das ein Mietobjekt ist, sind Bastelllösung komplett ausgeschlossen.
Ich benötige also was, was ich bei einem Hersteller bestellen kann (Katalogware).
Der Zyklus tags laden und Abends, je nachdem, fast vollständig entladen, muss 24/7 funktionieren, wobei der Winter natürlich ausgenommen ist.
Hat da jemand Erfahrung mit oder kann sachdienliche Hinweise geben?
Ich benötige da irgendwie eine Recherche-Startpunkt und da tue ich mich schwer mit.
Nkon Speicher gibts i verschiedenen grössen certifiziert anschliesen Laden glücklichsein, mit pv anschluss oder als 230v Anschluss den Akku Laden? Niedervoltß Hochvolt?
Wüßte nicht, was man da schlüsselfertig (als Insel gedacht?) einsetzen könnte. Der Solateur sollte aber doch sicher was mit einem Insel fähigen WR und einem fertigen LV 16 kWh Akku aufbauen können. Deye oder so. Victron vermutlich zu viel Gebastel/unbekannt, ggf da ein kompakter Multiplus RS mit integriertem MPPT falls doch ne Option.
Da funzt doch absolut jeder 15 kWh Akku, wie z.B. bei nkon.nl zu finden.
MPPT dazu und fertig.
Ich hatte mir schon mal vor einiger Zeit ein paar Videos angesehen, da wurden in dem Speicher direkt die PV-Kabel eingesteckt. Also eine Komponente und nicht zwei verschiedene.
Der Solateur hat die Aufgabe alles bis zum Generatoranschlusskasten zu machen. Ab da ist meine Verantwortung.
Du schreibest LV=niedervolt Akku? Sind die besser geeignet als HV-Akkus?
Kannst du denn erklären, warum der Heizstab nicht einfach volle Möhre reingeben soll und stattdessen ein Akku das ganze strecken soll?
Klar. Da stecken dann schon drei DC-ELWAs drin. Die beiden anderen Heizstäbe, die den Abend und Nacht übernehmen sollen, dafür muss halt die Energie zwischengespeichert werden.
Also bisher: Tewacell und Nkon, schaue ich mir gerne mal an.
Ich verstehe es leider nicht. Du hast also ein 48V Inselsystem und deswegen reicht die Leistung nicht? Oder hast du ein 3-Phasen-System, dann könnte man doch einfach einen mit 11KW nehmen und reinnudeln.
OK, dann wirst Du Dir auch bischen Know-How aneignen müssen und ich nehme mal an, daß das ganze nicht ans Netz angeschlossen werden soll, sondern eine Insel darstellt. LV = low voltage, sprich so etwa 51 Volt. HV = high voltage im Gegensatz dazu mehrere hundert Volt. Das Victron Teil, das ich vorhin (am Handy ...) angespochen habe, ist das hier:
Dazu braucht es dann noch eine Kommunikationseinheit (Cerbo GX). Der eigentliche Akku von nkon.nl würde da dann mit dicken Kabeln angeschlossen.
So fertige Plug&Play Systeme, die man bezüglich der Kapazität ja inzwischen auch ziemlich aufpäppeln kann haben meines Wissens alle nicht die Leistung, die Dir vorschwebt (hab da selber mal bischen gesucht mit Blick auf ein eAuto und einer elektrisch nicht erschlossenen Garage).
Habe gerade mal in NKON und Tewaycell reingesehen, die bieten beide nur Niedervolt-Akkus mit den 48V an.
Hatte der Laudeley nicht bei seinem Hamburg-Projekt so einen Speicher? Also nicht die tausend kleinen, ich meine der hätte da für die Pumpen noch einen großen gehabt.
Muss ich mal schauen, ob ich das finde.
Das Anker Teil hab ich ja auch nur erwähnt, um Dir den Zahn zu ziehen, daß Du das ganze einfach fertig "aus dem Katalog" bestellen kannst und es ne Stunde später läuft.
Deine Stringspannung hat erstmal nichts mit dem Akku zu tun. Die haben typisch 4, 8 oder in der Haustechnik 16 Zellen, was dann so grob die 48 Volt gibt (Zellen je nach Ladezustand so 2.9 bis 3.5 Volt). Da man da auf der DC Seite schon mit ziemlich hohen Strömen zu tun hat auf auf der AC die 230 Volt auch nicht gesund sind, solltest Du schon wissen, was Du da machst und Dir überlegen, ob Du das wirklich selber machen willst, wenn Du da der Frage mit 48 Volt nach noch völlig am Anfang bist.
Dann wirst Du fürchte ich jemand brauchen, der Dir das aus dem Komponenten aufbaut. Die ganze AC Seite muß dann so oder so ja auch ein Profi machen. Der Growatt, den vavuum vorschlägt, ist wohl am sinnvollsten, hatte den vorhin nicht auf dem Schirm. Deine Shellys steuern dann Schütze oder ist das nur eine Signalspannung für was fertiges?
Ich denke das wird eher schwierig, denn Deine Modulleistung ist etwas schwach. Zum einen ist die max Leistung von 320V DC nicht wirklich üppig. Dazu solltest du die Lage und Winkel für deine Situation ermitteln. Das geht recht einfach im Netz. Zum Anderen ist die Modulleistung nicht nur eine Frage der Spannung sondern auch der Ernte der zu erwartenden AH. da man nicht mehr speichern kann als man ernten kann. Das Du die Leistung abends wenn die Sonne nicht scheint wieder nutzen willst macht Sinn. Die Größe des Speichers richtet sich folglich nach dem zu erwartenden Ertrag. Wieviel dann wieder genutzt werden kann logischerweise daran wie viel in Deinem Speicher vorhanden ist. Ob das 10, 15KWH oder ganz was anderes wird errechnet sich dann. Man sollte nicht vergessen das die Größeres Speichers ja nicht von 0 -100% nutzbar ist. Ja nach Einstellung sind es nur etwa 60-70% der Nenngröße. Wenn Du nur einen Heizstab betreiben willst ist ein einphasiges System völlig ausreichend. 2-3kwh über Nacht ( 19:00 - 7:00 ) sind 12 Stunden. Das ergibt mind. 24KwH Verbrauch. Das wird mit keinesfalls mit einem Speicher mit weniger als 30Kwh funktionieren.
Das wäre eine sehr teure Lösung, selbst wenn man ausreichend Energie ernten würde.
Wir sind hier in Italien komplett komplett autark mit 16x 450Wp und 15KwH Speicher .
Das ist in Deutschland so nicht realisierbar. Wir haben eine professionelle Komplettlösung von Azzrro. Das sind eigentlich Baugleiche Anlagen von Sofar aus dem Power All Programm.
Die sind in unterschiedlichen Leistungsklassen in 1 oder 3 phasigen Auslegung erhältlich. Die Batterien sind einfach unter dem WR verbaut und ja nach Bedarf erweiterbar.
Wenn es aber um Erwärmung von Wasser gehen sollte kann man etwas genauer auf eine Wärmepumpe statt auf Heizstab schauen, da der Wirkungsgrad deutlich höher ist. Damit würde der Energieverbrauch deutlich sinken und die Akkuspeicherkapa deutlich reduzieren.
Du willst die eine teure Lösung gegen eine andere teure Lösung ersetzen? Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls kontante Leistung.
Am allereinfachsten wäre es, einen Wechselrichter einzusetzen, den auf AC hochskallieren lassen, einen ganz kleinen Akku zu nutzen um Fluktuationen vom Wetter (Wolke, Taube etc.) zu glätten, und dann mit einer AC-Leitung zu einem PV-Heizstab zu gehen der alles was vom Dach kommt verwursten kann. Es braucht kein teurer Akku gekauft werden, es bleibt unabhängig vom vorhandenen Stromnetz, und wie gewünscht geht die Energie 1:1 (minimale Verluste durch Wechselrichter + Akku) in den Heizstab.