Geht ja hier ums BMS. Würde ich aber vor dem Kauf unbedingt abklären. Habe die SG04LP3 Serie und da gibt's auch echte Messwerte hier im Forum. Für die Neue Serie konnte ich nichts finden, aber ich vermute im Leerlauf ist der Verbrauch ähnlich. Dann ist der Aufwand sinnlos.
Nur ein guter Deye LV SG04LP3 Leerlaufverlust Messung hier ins Forum, die von nimbus4 für ein 12K, kann ich finden.
Mir geht es um das BMS: ob ich mehrere Deye Wechselrichter im Parallelbetrieb vom Sicht des AHED_BMS besser als 8K+8K aufbauen kann (also völlig identische Wechselrichter), oder egal mit unterschiedliche Leistungen wie z.B. 5K+12K bauen kann?
Nach meinem Kenntnistand kann man bei Deye nur WR des gleichen Typs im Master-Slave Modus betreiben. Wenn man das tut spricht das BMS nur mit dem Master-WR. Die Slave-WR werden vom Master-WR gesteuert. Das BMS weiß also überhaupt nichts davon, ob und wenn welche WR parallel geschaltet sind.
Ja, das war bei LV lange so, wurde aber von Deye gelockert. Jetzt kann man verschiedene Leistungen kombinieren. Zu große Unterschiede können aber angeblich Probleme machen. 5k+12k ist schon viel.
Ich habe eine Frage zur CAN-Kommunikation zwischen dem AHED-BMS und Victron.
Vorab: sie funktioniert einwandfrei, d.h. ich sehe alle Werte.
Aber: unter Einstellungen-Dienste-VE.CAN port 1 habe ich das eingestellt:
und unter Network-Status sehe ich dies hier:
Ohne jetzt genau zu verstehen, was ich da sehe, sieht es doch nach vielen Fehlern aus. Aber die Übertragung funktioniert trotzdem.
Weiß da jemand genaueres dazu? Schaut das bei euch auch so aus?
Die CAN-Leitung ist ca. 4m lang und hat am BMS den originalen Abschlußwiderstand von Andreas und am Cerbo den normalen blauen Victron-Abschlußwiderstand. Die Leitung ist nicht aus einem Stück, sondern mit einem RJ45-Kupplung-Kupplungs-Stück verlängert.
Ich werde heute nachmittag noch probieren, ob es einen Unterschied macht, am Cerbo MK2 von VE.CAN1 (=galvanisch isoliert) auf VE.CAN2 (= nicht isoliert) zu wechseln.
Ich bin gerade beruflich unterwegs und kann deswegen im Moment nur eingeschänkt antworten.
Ich werde in ein paar Tagen etwas dazu schreiben, warum bestimmte "Fehler" ( kein Teilnehmer meldet ein ACK ) auf dem CAN-Bus auftreten können.
@lars72 Ich würde im Moment davon ausgehen, dass bei Dir kein wirkliches Problem besteht.
Ich habe nun auf den nicht isolierten VE.CAN2 umgesteckt. Die 50% Fehler bei TX sind jetzt auf 0%. Vielleicht ist jetzt doch die Masse besser. TEC bleibt hoch.
Warum ich überhaupt darauf gekommen bin, dass da "was ist": Es gab in der Victron-Konsole eine "Mitteilung", dass das BMS nicht verfügbar sei, obwohl dessen Werte ja durchgehend angezeigt wurden. Und diese Mitteilung führte dazu, dass der am Akku angeschlossene Wechselrichter (ein Multi RS6000) ab und zu rumgezickt hat, weil der ungefragt meinte, auf ein BMS angewiesen zu sein. Ich konnte dem RS6000 nun den Wunsch löschen, auf ein BMS schauen zu wollen. Die Konfigurationsmöglichkeiten eines RS6000 sind ja leider noch etwas eingeschränkter als die eines alten Multiplus 5000. Aber jetzt sollte eigentlich alles wieder passen.
Sieht nach Gleichtaktfehler aus. Hast du deine Verbindung zwischen Ubat-Minus und PE?
Nein, per Multimeter gemessen zwischen Ubat-Minus und PE: 0 V (DC), 0,24V (AC) und Widerstand irgendwas im einstelligen Megaohm-Bereich.
Sollte eine Verbindung da sein oder besser nicht?
Ja, dabei passiert folgendes: Die Multis haben Ringkerntrafos und sind galvanisch komplett hochhohmig vom AC Netz und seiner Erdung getrennt. Zusammen mit den Akkus gibt das auf der DC Seite eine lange "Antenne". Die RS450 MPPTs sind zudem auch noch galvanisch getrennt. Das ergibt ein vollkommen isoliertes DC Akku System welches sich mit statischen Ladungen in der Luft aufladen kann. Megaohm Bereich ergibt irgendwo Mikroampere welche da maximal abfliessen können. Statistsche Ladungen können aber gelegentlich erhebliche Energien und 4-stellige Spannungen erreichen. Diese fliessen dann irgendwo über eine Stelle mit schwacher Isolation ab. Bei dir ist das offensichtlich die CAN Schnittstelle welche dabei verständlicherweise einen (reversiblen) Datenfehler erzeugt. Das passiert unregelmässig und nicht reproduzierbar. Eben so wie sich bei entsprechend trockener Luft statische Ladungen ansammeln können. Wenn es schlimmer wird, kriegen die CPUs teilweise einen Reset und booten neu oder es passieren sonstige unerklärliche Dinge als Funktionsstörungen. Lange bevor es nicht reversible Schäden an der Elektronik durch ESD gibt.
Um dem Abfliessen der statischen Ladung an einer unpassenden Stelle zuvorzukommen, macht man üblicherweise eine gezielte Verbindung zur Erde (PE Potentialausgleichsschiene) an genau einer Stelle zu DC-Ground. Statische Ladungen welche irgendwo auf den DC Akkus ankommen, fliessen dann darüber ab, bevor sich gefährlich hohe Spannungen gegenüber PE aufbauen können.
Wenn man keine niederohmige Verbindung zwischen GND+PE haben möchte, hilft auch eine hochhohmige z. Bsp. mit 1 kOhm Lastwiderstand parallel zu 1nF Kondensator. Wenn dann durch einen Kurzschluß z. Bsp. die Ubat Plus Leitung auf Erde kommt, passiert kein wirklicher Kurzschluss obwohl das System geerdet ist. Steile Impulse von statische Ladungen können aber sofort niederohmig über die 1nF abfliessen bzw. laden den Kondensator mit ihrer Energie auf. Die 1nF entladen sich dann wieder über den parallelen 1k. Der Kondensator sollte mindestens 3kV Spannungsfestigkeit entsprechend den bei statischen Ladungen auftretenden Spannungen haben. Du findest diese Konstruktionen und Bauteile im Prinzip auch bei jeder Ethernet Netzwerkkarte, wo du die Funktion und Schaltung studieren kannst. Mit dem galvanisch getrennten Trafoübertrager findet man dort auch immer den Hochspannungskondensator auf der Leiterplatte.
Um sowas gezielt zu testen bzw. zu reproduzieren, gibt es ESD Pistolen. Wenn man aber verstanden hat wie es funktioniert, braucht man das nicht. Man muß eben alles richtig machen und damit funktionierts auch ohne teure ESD Pistole.




