Darf ich eine Frage stellen, dann ziehe ich mich sofort wieder heraus:
Ein 66KW Akku im Auto, ich nehme an 66kWh. Es gibt nicht viele Autos die das können.
Geht man immer vom Worst-Case etc. auch wäre eine Trennung von Auto/Haus besser. Die Reparatur eines Autos ist gegenüber einzelnen Komponenten eines Akkus mit absoluter Sicherheit teurer.
Ein 96kWh Akku bekommt man (3x32kWh) für ca. 7200€. Ein Insel-Wechselrichter mit 3-Phasen ca. 2000€. Also für ungefähr 10 000€ ließe sich das realisieren.
Lohnt es sich da wirklich, das über den Auto-Akku zu machen?
Für mich wäre das Auto nur der Notfall Akku - wenn als der Strom längerfristig ausfällt und meine PV (Full Backup) irgendwann nicht mehr genug liefert und die Haus Akkus leer sind.
Dann könnte man woanders Strom holen und mit dem Auto dann ins Haus einspeisen.
Es geht auch um die direkte Hauslast, welche dann durch das Auto übernommen werden könnte. Den Sungrow-Akku mit dem Auto zu laden, ist tatsächlich weniger optimal, aber das ist sowieso nur als "Überschussbecken" gedacht. Von daher ist mir AC lieber.
"Protokolle" beschränken sich letztlich allein auf das Huawei Netzteil. Da braucht es lediglich "Einschalten (Softstart) und "Ausschalten" sowie die nötigen Spannungsgrenzen.
Für die Wechselrichter genügt die "dumme" Version: die sollen einfach alles umwandeln, was da ist / geht.
Und mit der Sungrow muss ich dafür auch nicht kommunizieren, da die im Eigenverbrauchsmodus sowieso alles einlagert, was im Hausnetz überschüssig wäre und nachliefert, was fehlt (das habe ich bereits mit unserer Anker getestet).
Von daher minimaler Aufwand. Ggf. die Sungrow automatisiert auf Eigenverbrauch schalten, sobald Leistung vom Auto kommt, aber das war's dann auch schon.
Aber auch komplizierteres würde mich nicht wirklich schrecken: hab' bereits ein eigenes Programm am laufen, welches die komplette Modbus-Kommunikation mit der Sungrow abwickelt und per MQTT an den Home Assistant weiterleitet. Auf dem Weg kann ich eine saubere Protokollierung in meine Datenbank umsetzen.
Ich halte 3,5 kW für keine Last, die den Autoakku ernsthaft beeindrucken oder gar beschädigen sollten. Zumal eine Entnahme auf dem Weg immer nur im Wohlfühlbereich zwischen 40% und 80% stattfinden wird und das auch nicht öfters als ein oder zweimal die Woche.
Eine minimale Reserve für notwendige Fahrten muss immer bleiben.
Aber davon ab ist das Auto geleast und geht in 3 Jahren höchstwahrscheinlich auch wieder zurück. Soll nicht bedeuten, dass wir den Akku wie Sau behandeln könnten ... aber das tun wir ja auch nicht.
@roterfuchs / AddOn:
Dann bräuchte ich ein Notstromaggregat, welches netzsynchron arbeiten könnte, ansonsten stünde ich vor dem gleichen Problem: 230V AC zu haben, welche ich nicht ins Haus bekomme ^^.
(Einen Generatoreingang hat Sungrow nicht bzw. nur, wenn man das Netz abkoppelt.)
Und den Akku direkt zu laden sieht Sungrow nicht vor ... würde also die Garantie gefährden.
V2H ist und bleibt ein Nischenthema. Hat zufällig jemand mal ein MEB Fzg an der neuesten BMW Wallbox testen können? Das scheint derzeit die bezahlbarste DC bidi Wallbox zu sein, alles andere sind min. mittlere 4stellige Beträge. Wenn man denn wüsste, dass es mit den 10000kwh aus dem MEB Akku auch bidirektional funktioniert.
Also, um aus Erfahrung zu sprechen: V2H lohnt sich !
Insbesondere in der Übergangszeit und mit stromgeführter Heizung, sprich z.B. LWWP.
Im Winter (Dez & Jan) kommt wenig bis nichts vom Dach, das Wenige geht in den Sofortverzehr. Und von Ostern bis Oktober reicht der kleinere Heimspeicher vollkommen.
Das eAuto ist da, eine Lademöglichkeit wird eh benötigt, also dann gleich etwas richtiges: Eine DC-BiDi-Wallbox. Aber das eAuto sollte nicht von VW o.ä mit MEB Plattform kommen, denn dort lautet die Mindestentladeleistung 1,8 kW ! Und damit untauglich für V2H.
Wer bei V2G Interesse zeigen sollte: Geht sowohl bei e.ON als auch bei Octopus nur ohne PV Anlage !!
Zum Thema V2L: Hier würde ich einen Victron Multiplus II, 48 VDC und einen entsprechende Gleichrichter 230VAC/48 VDC einsetzen. Beides zusammen kostet nicht die Welt und funzt !
Der Strom kommt für ca. 8 - 15 €ct/kWh direkt runter.
Es sind auch ca. 4-5 Monate (nicht 3), abhängig von der eigenen Wohlfühltemperatur in der Wohnung.
Sog. Dyn/flex Tarife sind de-facto Trittfahrer, andere haben investiert und wiederum andere müßen ihren fossilen Strom unter die Leute bringen.
Wer tagsüber die "Sonnenstunden" nutzen kann, könnte womöglich (*1) eine eigene PV Dachanlage betreiben.
Wer Nachts dyn/flex Tarife nutzt, unterstützt die fossilen Erzeuger direkt. Und falls der Wind nachts im Norden bläst und daher die Preise gegen "Null" gehen sollten, freuts die fossilen Erzeuger im Süden doppelt - dank nur einer Strompreiszone in DE.
Na, wie beschrieben: Ab Feb nur noch geringe Stromzukäufe und ab März gegen Null. Mal schaun was dieser Winter bringt, vermutlich nennenswerte Zukäufe ab Mitte Nov - aus meiner Ertragsdaten abgeleitet.
Häufig sind 2 PKW im E/2FH vorzufinden, von daher: Frau geh Du voran !
Da kann jeder helfen - auch ohne Fleißsternchen - laden bei Sonnenschein, aber unter uns: In der Niederspannung gibt es keine Problem. Wurde sehr gut in dem White Paper von E3/DC herausgearbeitet.
Kann auch jeder bei sich prüfen, einfach die Netzspannung ab und zu beobachten. Wird bei ca. 230 VAC liegen, im Winter bei hohem Bedarf im Versorgungsstrang leicht darunter und bei praller Sonneneinstrahlung vermutlich nicht über 240/245 VAC (bis zu 230 VAC + 10% = 253 VAC sind zulässig, lt. EN 50160, da geht nichts kaputt oder steigt aus - darüber schalten im Versorgungsstrang automatisch die PV Wechselrichter ab).
Korrekt. In meinem Fall:
4 Tage die Woche ist das Auto vormittags bis ca. 13 Uhr weg.
Die Zeit kann problemlos der Hausakku alles halten und einspeichern, was vom Dach kommt. Danach kann dann auch das Auto wieder gefüllt werden.
Und vor allem: am Wochenende, wenn der Börsenpreis negativ wird und keine Einspeisevergütung mehr gezahlt wird, steht das Auto meistens gelangweilt in der Garage. Perfekt, um es nachts ins Netz zu entladen und tagsüber die "wertlose" Energie aufzunehmen.
Also ich sehe da schon ordentlich Potential für uns, ansonsten würde ich den Aufwand nicht machen wollen.
Ich werde einen Teufel tun und Strom für mein Auto aus dem Netz beziehen.
Ansonsten logisch: Preis niedrig -> Auto laden. Das berücksichtigt meine Steuerung bereits.
Naja Für mich bedeutet lohnen das die Investitionskosten und Kapitalkosten halt einen sinnvollen Ertrag bringen.
Das sehe ich hier nicht.
Es ist ein Fehler immer nur auf einen Aspekt zu schauen. Wenn die Sonne heftig scheint, liegt der Strompreis bei 0. Der Strom wird aber von uns bezahlt aber nicht unbedingt verbraucht.
Wenn der Wind im Winter heftig weht gibt es dieses Problem nachts. Tagsüber kommen dann eher Netzengpässe hinzu.
Autos entsprechend zu laden ist für mich das sinnvollere Konzept. Das geht aus meiner Sicht nämlich jetzt und da liegt auch erst mal das größere Potenzial
Eben. Nutzerverhalten + Größe der PV. In meinem Fall ist das unrealistisch. Das bisschen was ich im Auto speichern kann verfahre ich.
Ich hoffe das meine Strombezugskosten im Winter nachts unterhalb meiner Einspeisevergütung liegen werden. Selbst im Sommer ist der Unterschied nicht groß genug um tagsüber zu laden. Aber das ist halt meine Situation.
Genau das ist das Problem: Es wird nur auf einen Aspekt geschaut: Hier Invest und Kapitalkosten !
Es geht gerade um das rausdrücken der fossilen Erzeuger (CO2 und Schwermetalle, u.a. Quecksilber) für uns Alle, inbesondere für unsere Kinder, Enkel und die Umwelt.
Wie geht die "Weissagung der Cree": ... und am Ende wird der weiße Mann feststellen, Geld läßt sich nicht essen !
Aber trotzdem zurück zum Invest und den Annahmen:
Gasverbrauch 20.000 kWh/Jahr, davon ab 10% Schornsteinverluste: 18.000 kWh
mit LWWP Strombezug ca. 5.714 kWh (mit COP 3,5)
Stromkosten vom Dach 8 €ct/kWh,
solarer Deckungsbeitrag zur LWWP 15% ohne V2H, mit V2H: ca. 50 % (eigene Abschätzung bei uns Feb - Mai)
Ja. Ich hab ja nichts gegen Idealismus. Aber lohnen - das triggert mich weil ich da an Return of Invest denke. Ich glaub das das Menschen auch mehr antreibt als deine Motivation
Das ganze kann man drehen wie man will. Ich sehe meinen Gasverbrauch und der ist Dez - Feb am höchsten. In der Zeit gibt es aber nichts zu speichern. Die Annahme das du übers Jahr mit V2H 50% von deiner Energie zum Heizen aus der Solaranlage bekommst halte ich für optimistisch.
Das kann im Einzelfall ja anders sein.
Betrachtet man den V2L Fall:
5% aller Privathaushalte haben eine Solaranlage. Der hier diskutierte Fall kommt damit nur für einen kleinen Prozentsatz überhaupt in Betracht. Mit den genannten 1.8kw pro Auto ist man gesamt bei 3.7GW in besten Fall, d.h. wenn jeder mitmacht.