Achtung Anfänger: Solarpanele geschenkt, welcher Wechselrichter?

Hallo zusammen aus der Nähe von Karlsruhe,

ich bin schon fleißiger Follower des YouTube Kanals und war schon immer interessiert an Balkonsolar, was sich bei mir leider aus baulichen Gründen niemals lohnen wird.

Jetzt ist mein Vater (Dachdecker) über einen großzügigen Bauherren an mindestens 10 Solarpanels (180W Monokristallin) gekommen und musste dafür nichts bezahlen. Diese Dinger sind natürlich schon etwas älter, sonst wären sie ja nicht kostenlos gewesen.

Konkret geht es um diese Module:<a href=" Link entfernt "> Link entfernt

Jetzt sind wir natürlich auf der Suche nach einem Mikrowechselrichter um diese für ein Balkonkraftwerk zu betreiben um mal in die PV-Welt einzusteigen. Natürlich hab ich schon mal im Wiki geschaut und die Suche benutzt. Ich wollte jetzt meine Überlegung von euch "absegnen" lassen.

Ich hätte an einen Hoymiles HM600 gedacht. An diesen hätten wir jeweils 2 Module Parallel an jeweils einen Eingang geschaltet.

Wären dann bei genanntem Modul 2 x 5,15A =10,3A bei 35V

Der HM600 kann ja max 11,5A Eingangsstrom pro Eingang

Ist das so richtig? Unsere Überlegung wäre gewesen die Panel-Paare jeweils in Ost und West zu legen. Platz dafür hätten wir auf dem Geräteschuppen.

Hättet ihr noch Vorschläge zur Optimierung? Vielleicht im Bezug auf das Alter der Paneele mit zu erwartender Leistung? Ein anderer Wechselrichter oder komplett anderes Setup? Ich bin für alles offen :slight_smile: nur die Paneele sind eben schon da :smiley:

Vielen Dank im Voraus

Kevin

Hallo Kevin, du darfst noch keine links setzen, nenne die Module doch beim Namen.

Weißt du wie alt die sind? Wie ist der Zustand auf der "Sonnenseite"? Foto?

Ich denke mal, da passen auch 4 Module an einen HM-600, aber ohne Datenblatt will ich mich nicht festlegen.

Hallo @e-t0m,

danke für die Nachricht. Das mit den Links als Anfänger Kann ich verstehen.

Wenn ich aber keine Links einstellen kann, dann bestimmt auch keine von Filesharing Seiten um ein Bild einzustellen? Ich habe hier (vielleicht noch?) keine Möglichkeit ein Bild hochzuladen. Per DM würde es aber gehen. Ich probier es trotzdem mal:

Edit: Hab alles versucht... das scheint nicht zu klappen

<a href=" Link entfernt " target="_blank" rel="noopener"> Link entfernt

<a href=" Link entfernt " target="_blank" rel="noopener"> Link entfernt

Zum Zustand würde ich sagen, dass es noch ganz gut aussieht. Die Oberfläche ist klar und es bestehen keine Optischen schäden. Zum Alter habe ich leider keine Infos.

Das Solarmodul heißt "Chaori CRM-180S"

Anbei noch ein paar Technische Daten:

Elektrische Daten
Nennleistung (Wp):
180
Strom im MPP (A):
5,15
Kurzschlußstrom (A):
5,58
Spannung im MPP (V):
35
Leerlaufspannung (V):
43
Max. Systemspannung IEC (V):
1000
Temperaturkoeffizient Nennleistung (%/K):
-0,39

@e-t0m konntest du dir das Panel bzw die Daten schon mal anschauen? ?

Oder hat vielleicht ein anderer Erbarmen?

Edit: jetzt kann ich Bilder hochladen ?

Genau so. Auch 3-4 parallel sollte kein Problem sein. Die Praxis hat gezeigt, dass man die meisten Wechselrichter problemlos überbelegen kann, weil der Strom vom WR limitiert wird. Muss er ja auch, wenn pro Kanal nicht mehr als 300W eingespeist werden.

Persönlich würde ich gleich einen HM800 nehmen, nächstes Jahr wird die Grenze recht wahrscheinlich auf 800 W hochgesetzt. Warum dann noch alte Technik kaufen...

Das Modul sieht schon ziemlich verlebt aus, ist das schon geputzt?!

Wenn die alle so aussehen, putzen! dann unbedingt mal Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom messen: blauer Himmel senkrecht zur Sonne.

Am besten die Werte notieren und die schwächsten (kaputten?) aussortieren.

Ich denke mit 3 Modulen parallel an einem HM800-Eingang bist du gut beraten. Viel Erfolg!

Bei parallel schalten von Modulen sollte man aber aufpassen wegen dem Rückstrom, sonst verheizt man seine Module. 2 Module sind in der Regel kein Problem, bei 3 kann man schon die Grenze überschreiten, 4 Module würde ich nie parallel hängen.

Bevor man soche Empfehlungen schreibt, sollte man etwas Ahnung haben.

[quote data-userid="561" data-postid="158271"]Bevor man soche Empfehlungen schreibt, sollte man etwas Ahnung haben. [/quote]Du hast natürlich Recht, es ist wichtig das die Module nebeneinander mit gleicher Ausrichtung und hinreichend gleichen Bedingungen in Bezug auf Verschattung verbaut werden.

Was sollen da für Rückströme fließen? Ich hab das mal bei meinen Modulen geprüft, da waren es auch unter ungünstigen Bedingungen wenige mA. Hast du andere Messungen gemacht?

Jeder schreibt grundsätzlich aus dem Wissensstand heraus, den er hat. Man muss nicht erst ein absoluter Experte bei eine Frage sein, um etwas schreiben zu dürfen. Wenn es jemand besser weiß, kann auch derjenige schreiben. So funktioniert ein Forum und die Schwarmintelligenz. Falsches wird recht bald ausgeglichen durch Leute, die es besser wissen. So hangelt man sich immer auf das Niveau des besten Wissens in einem Forum.

Hat er ja.

Bei parallelen Modulen gibt es kein Rückstromproblem.

Das gibt es nur bei (mindestens 4) parallelen Strings, die jeweils aus mindestens 2 Modulen bestehen müssen.

Ich würde wer weiß was drum geben, wenn ich diesem YT Bullshit endlich Einhalt Gebieten könnte.

Aber ich schaffe es noch nichtmal auf diesem Board.

Also, Statement :

Module kannst du auch 10 Stück parallel schalten, und dann eines abdecken oder abschatten.

Wer sich traut , eine Vorhersage zu machen, bitte für 2 verschiedene Fälle: im unbelasteten Zustand und bei Wandlerbetrieb im mppt Punkt.

Am besten mit ungefährer Stromangabe und vermuteter Modultemperatur, bei angenommenen 25 Grad in der Umgebung.

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String oder Modul ist egal, weil es nicht um Spannung geht, sondern um Strom. Im String hast du nur mehr Spannung aber nicht mehr Strom.

4 Module parallel sind ja nichts anderes wie 4 Strings parallel mit je einem Modul. Probleme gibt es dann, wenn parallele Module/Strings den max Kurzschlussstrom des anderen Moduls überschreiten. Bei 3 Modulen bist du hart an der Grenze, weil zwei Module auf das Dritte wirken können. Bei 4 Modulen, können 3 Module auf das Vierte wirken, und da bist deutlich über dem was ein Modul ertragen kann.

Und nein , das habe ich nicht aus Youtube.

Was soll da an Strom fließen und wie kommst du auf Kurzschlussstrom? Da wird nichts fließen, weil ein Modul, was wenig Licht bekommt, recht hochohmig ist. Und es wird schon bei wenig Licht mit seiner Leerlaufspannung über dem MPP der anderen Module liegen. Dann fließt überhaupt kein Strom ins Modul.

Leg doch mal ein Modul in volle Dunkelheit und lege dann eine Spannung in Höhe von MPP an. Da wird kaum Strom fließen, wenige mA.

Das ist eben nicht egal. Wenn du den Grund kennen würdest, wann Rückstrom Fliessen kann und ein Problem ist, wüsstets du das

Es geht um mehr Spannung, dennn nur dann fliesst mehr Strom.

Falsch.

Das können sie nicht.

Bei 10 modulen bist du noch immer nicht an der Grenze. und bei 100 und bei 1000 auch nicht.

Nichts wem du trauen kannst.

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Hier

ist das Thema Rückstrom, Sperrdioden usw ausführlich diskutiert. Wenn das nicht klar sein sollte, beantwort ich gerne alle Fragen.

@stromsparer99

Dann kann mans machen wie ich:

Beliebig viele Module parallel und dafür jeden String mit dem absichern, was er verkraften kann - in meinem Fall module, die 10A liefern mit 12A Sicherung und Module, die 5A liefern mit 6A Sicherung.

Meine Erfahrung:

Ich hatte ca. 1.5 Jahre keine Lust viel Luft Geld in die Hand zu nehmen und habe alle Module, die mir zugeflogen sind an einen Wechselrichter mit einem mppt gehangen.

Die Strings hatten unterschiedliche Vmp Spannungen von 60V - 70V, unterschiedliche Max Ströme von 5A - 10A, unterschiedliche Ausrichtungen und Neigungen (zwischen 0° und 90°). Manche Strings lagen morgens im Schatten, andere am Nachmittag. Optimal war das alles nicht - ich habe mal maximal 1400w (aus 3kwp) aus der gesamten Anlage raus geholt. Als ich irgendwann dann alle Strings auf einzelne Mppts aufgeteilt habe, so dass sie sich nicht mehr in die Quere kommen, hab ich dann 1800w (aus den gleichen 3kwp) maximal raus bekommen können. Jetzt hab ich komplett umgebaut.

Lange Rede kurzer Sinn: was kein einziges Mal passiert ist, ist dass eine Sicherung durchgebrannt ist und ich diese ersetzen musste. Daraus schließe ich, dass die Rückströme sich in Grenzen gehalten haben.

Ich habe soeben sämtliche Sperrdioden aus meiner Anlage entfernt.

6p1s und 3p2s

Danke für die Nachhilfe!

Wow! Das nenne ich eine Ansage! Alle Hochachtung!

Danke für die Info.

Erst mal vielen Dank für die ganzen Beiträge zum Thema, das wurde jetzt ja doch ein bisschen mehr Material als gedacht :slight_smile:

Leider ist es für mich jetzt doch ein bisschen unübersichtlich geworden, da die Meinungen (zumindest anfangs) ein bisschen auseinander gingen.

Um das noch mal zusammen zu fassen:

  • Module Putzen und messen, die besten aussuchen.
  • Ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen und einen HM800 kaufen und diesen mit 2x3 Paneelen versorgen.
  • Der Wechselrichter kann dann die höheren Ströme ab sofern ich das verstanden habe, richtig? Weil ein HM800 ja "nur" 2x 12,5A verträgt laut Datenblatt.
  • Mit 3 Paneelen (ich weiß, unter Laborbedingungen) kämen wir nämlich auf 15,45A.
  • Und es müssen auch keine Sperrdioden benutzt werden, richtig?
Gibt es einen bestimmten Hersteller für die Y-Stecker um die Module parallel zu schalten den man so kaufen sollte? Oder geben die Hersteller sich da nicht viel?

Vielen vielen Dank für euren Input. Tolles Forum hier!

Ja, ja,ja.

Die Y Stücke würde ich unter Verwendung zweier Erdungsklemmen Ausm Schaltschrank, die billigsten, 2 Euro, machen, aber das geht nicht draußen.

Und jeder so, wie er mag.

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Zu allerst würde ich sie mal putzen und messen, wer weiß, was dann noch übrig bleibt...

Die Teile haben wahrscheinlich keine MC4 Stecker? Ich würde (an die guten Module) welche dran machen.

Ich vermute renommierte Hersteller machen keine Y-Adapter, aber ich würde welche an einem Stück nehmen, insofern ich die extra Kabellänge nicht benötige.

Der theoretisch überhöhte Strom würde mir keine Sorge machen.

Dioden sind nicht nötig.