Hallo Leute,
ich habe eine Frage zur Vorgehensweise bei der DIY-Solaranlage. Habt ihr die Anlage selbst aufgebaut und DANN angefangen einen Elektriker zu suchen, der die Gnade hat, die Anlage abzunehmen? Oder erst das Telefonbuch durchtelefonieren und sich zusichern lassen, dass er zu gegebener Zeit zur Verfügung steht?
Besten Dank.
Es ist auf jeden Fall besser wenn du dir erst einen Elektriker suchst und mit dem erst mal klärst was er zu sehen erwartet.
Das hilft dir wesentlich bei der Planung. Er gibt eine Reihe Anforderungen und Regeln die unabdingbar eingehalten müssen, bei anderen kann der Meister des Fachs auch mal ein Auge zudrücken. Der Elektriker sagt dir auch was du es du dokumentieren musst. Schlussendlich haftet er mit seiner Unterschrift auch für die Sicherheit der Anlage.
Wenn während des Betrieb etwas schief läuft und es nachweisbar ist dass eine mangelhafte Installation die Ursache war bekommt er mit deiner Versicherung und auch mit dem VNB bei dem er akkreditiert ist.
Wenn du einfach irgendetwas hinschusterst wirst du mit Sicherheit Probleme bei der Abnahme bekommen.
Gruß
Arc
Oftmals müssen auch Anpassungen am Hausverteiler nach VDE-AR-N 4100 vorgenommen werden, die meist nur ein Elektriker machen kann.
Es ist eine gute Idee, erst mal den Elektriker ins Boot zu holen, dann zu klären, was in dem Verteiler geändert werden muss inkl. der zu erwartenden Kosten und ihn ggf. auch den AC Anschluss des Wechselrichters legen zu lassen.
Herzliche Grüße
Hans
Ich habe mit meinem Elektriker den Deal dass er nicht aufs Dach muss und ich ihm von dem was er sehen ich ihm Fotos mache. In der Verkabelung haben wir uns auf eine räumliche Trennung der AC und DC Leitungen im Kabelkanäle und die Verwendung einer selbstgebaute kabelleiter im Kaminzug als Zugentlastumg für die Stringleitungen.
GAK mit DC-LS und Hochspannungsableiter, einen RCD hinter dem WR noch ein bisschen Kleinkram hier und da und gut ist.
Er macht der Verteiler neu (da geht eh kein Weg drumrum) und schließt die WR‘s an.
Für mich klingt das wie ein guter Deal.![]()
Oftmals müssen auch Anpassungen am Hausverteiler nach VDE-AR-N 4100 vorgenommen werden, die meist nur ein Elektriker machen kann.Ich bin/war auch gerade an dem Punkt. Ich habe 5 Elektriker angerufen. 4 von denen haben einfach behauptet, dass man einen neuen Zählerschrank nach aktueller VDE braucht. Und als ich gesagt habe, dass ich alles selbst mache und sie müssten eigentlioch nur die Abnahme machen wurden einige auch relativ unfreundlich. Der fünfte Elektriker hat sich das vor Ort angesehen und war mit mir der Meinung, dass man meinen Schrank problemlos auf VDE-AR-N 4100 umbauen kann oder das evtl. auch gar nicht nötig wäre. Ich solle doch einfach beim VNB anfragen, ob das auch ohne Umbau auf die neue VDE ginge. Ein VNB-Mitarbeiter hat am Telefon auch erst einfach behauptet, ein neuer Schrank wäre nötig. Als ich das schriftlich haben wollte, kam erstmal die Aussage "wir geben keine Auskunft - fragen Sie Ihren Elektriker". Nach weiterem hartknäckigem Nachhaken haben wir uns drauf geeinigt, dass ich ein Foto vom Schaltschrank schicken sollte (der ist aus 1998). Nach zwei Tagen kam dann diese Antwort per Mail vom VNB :
Es ist eine gute Idee, erst mal den Elektriker ins Boot zu holen, dann zu klären, was in dem Verteiler geändert werden muss inkl. der zu erwartenden Kosten ........
......grundsätzlich ist es so, dass die eingetragene Elektrofachkraft gemäß der VDE-AR-N 4100, TAB NS und DIN-VDE Normen entscheiden muss ob der vorhandene Zählerschrank in der Lage ist die auftretenden Betriebsströme aufnehmen zu können.
Wenn Sie bei sich das Messkonzept 4 umsetzen wollen sind grundsätzlich durch den Zubau der Erzeugungsanlage keine Veränderungen außer dem Zählertausch am Zählerschrank notwendig. Dieser Zählertausch von einem Einrichtungs- auf einen Zweirichtungszähler wäre so zu betrachten wie ein Turnuswechsel im Rahmen des Ablaufes der Eichfrist. Bei einem Turnuswechsel muss der Zählerschrank nicht auf die neueste Norm ertüchtigt werden genauso ist es in dem Fall des Zubaus einer Erzeugungsanlage im Messkonzept 4.......
Also bei mir muss gar nix geändert werden am Zählerschrank obwohl mehrere Elektriker und der VNB das zuerst behauptet haben.
Summa summarum : Wenn die Anlage angemeldet werden soll, würde ich in jedem Fall vorher einen Elektriker fragen. Ggf. muss man aber lange telefonieren und suchen, bis man den richtigen gefunden hat.
Bei mir sehe ich den Umbau völlig ein.
Bestand ist ein klein Kiste mit zwei zahlerplätzen, 16 Sicherungen - und das war‘s. Noch nicht mal Platz für einen RCD wäre noch frei. …. Alles Bj.71.
Von einem Überspannungensableiter oder zählervorsicherungen gar nicht zu reden.
Der Vorläufer dieses Designs war sicher ein feuchtes Holzbrett mir schraubsicherungen.![]()
Bei mir sehe ich den Umbau völlig ein.Hast du Platz überm Zählerschrank?
Bestand ist ein klein Kiste mit zwei zahlerplätzen, 16 Sicherungen - und das war‘s. Noch nicht mal Platz für einen RCD wäre noch frei. …. Alles Bj.71.
Von einem Überspannungensableiter oder zählervorsicherungen gar nicht zu reden.
Der Vorläufer dieses Designs war sicher ein feuchtes Holzbrett mir schraubsicherungen.😜
Bei mir hat der Elektriker einfach einen Sicherungskasten oben drüber an die Wand geschraubt.
Ist mit 10qmm vom Zäher in den oberen Sicherungskasten, hat dort Sicherung und Energymeter eingebaut und ist wieder mit 10qm runter in den alten Kasten.
Mein Sicherungskasten ist deutlich älter als deiner.
Also wenn dein Elektriker ein Akkreditierung bei der Mainova hat würde ich den direkt anheuern.
Mein „Zahlerkasten“ hängt mitten an der Wand. Da geht nix drüber zu bauen.
Der Kasten besteht aus einem Metallrahmen mit ein klappe hinter der der Zähler verplombt sichtbar ist. In eine Klappe für eine Reihe Sicherungen. Der Zahler ist praktisch auf die Hinter dem Kasten liegende Sauerkrautplatte gespaxt- noch mit Zählerschiene oder so.
Also wie gesagt - wenn ihr einen kennt der bei der Mainova darf und kann und der es auch schafft den notwendige Zählermonteur von einer instinktiven Flucht abzuhalten …… dann her damit!
Also wenn dein Elektriker ein Akkreditierung bei der Mainova hat würde ich den direkt anheuern.Wie jetzt , der geht bis zur Decke?
Mein „Zahlerkasten“ hängt mitten an der Wand. Da geht nix drüber zu bauen.
Der Kasten besteht aus einem Metallrahmen mit ein klappe hinter der der Zähler verplombt sichtbar ist. In eine Klappe für eine Reihe Sicherungen. Der Zahler ist praktisch auf die Hinter dem Kasten liegende Sauerkrautplatte gespaxt- noch mit Zählerschiene oder so.
Also wie gesagt - wenn ihr einen kennt der bei der Mainova darf und kann und der es auch schafft den notwendige Zählermonteur von einer instinktiven Flucht abzuhalten …… dann her damit!
Hallo Ich habe dazu mal ne Frage, müsst Ihr vorher nicht einen Antrag bei eurem Energieversorger stellen?
Dafür alleine braucht Ihr schon einen Elektromeister der das macht.
Gruß Manfred
Hallo Ich habe dazu mal ne Frage, müsst Ihr vorher nicht einen Antrag bei eurem Energieversorger stellen?Den Antrag kann man zumindest bei Westnetz auch alleine stellen aber man muss einen (zeitnah) Elektriker angeben der nachher den Anschluss ans Netz durchführt.
Dafür alleine braucht Ihr schon einen Elektromeister der das macht.
Gruß Manfred
Ok, also hier in Duisburg braucht man dazu schon einen Elektriker.
Hallo Ich habe dazu mal ne Frage, müsst Ihr vorher nicht einen Antrag bei eurem Energieversorger stellen?Du musst nur ein „Anschluss-/Einspeisenegehren“ stellen. Danach gibt es eine Rückmeldung nach der du 3 Monate Zeit hast anzumelden.
Dafür alleine braucht Ihr schon einen Elektromeister der das macht.
Gruß Manfred
Wenn ggf. der Zähler getauscht werden muss stößt das üblicherweise der Elektriker bei dem Netzbetreiber an.
Schon alleine deswegen will der Mann nicht vor vollendeten Tatsachen stehen
Hallo Ich habe dazu mal ne Frage, müsst Ihr vorher nicht einen Antrag bei eurem Energieversorger stellen?Nö, nicht wirklich, ich hatte bei meinem Netzbetreiber telefonisch angefragt:
Dafür alleine braucht Ihr schon einen Elektromeister der das macht.
Gruß Manfred
Ja bis 30KWp kein Problem
Kann ich bestätigen, läuft bei mir genauso. Einer war bisher da, zwei oder drei haben mich abgewimmelt bzw. kam ich gar nicht telefonisch an den Meister. Der, der da war, hat keinen guten Eindruck hinterlassen ... "alles raus, das ist ja ein Schrott, da muss man ja Angst haben" so ein Typ dickes Auto, kleines Hirn, ich glaube nicht dass der nochmal wiederkommt oder ich das will.
Ich bin/war auch gerade an dem Punkt. Ich habe 5 Elektriker angerufen. 4 von denen haben einfach behauptet, dass man einen neuen Zählerschrank nach aktueller VDE braucht. Und als ich gesagt habe, dass ich alles selbst mache und sie müssten eigentlioch nur die Abnahme machen wurden einige auch relativ unfreundlich.
Jetzt habe ich einen telefonisch gefunden, der dem Anschein nach versteht, was ich will, der will auch kommen und sich das ansehen. Hat nur leider nicht wirklich viel Zeit im Moment, er sei für Wochen ausgebucht. Eigentlich ist mir das erst mal egal, so eilig ist mir das nicht. Also abwarten, der Mann will nächste Woche mal reinschauen.
Jetzt muss ich aber auch sagen, dass mein Zählerkasten schon speziell ist. Ein Feld für Zähler und Rundsteuerempfänger, den hier keiner braucht. 100A Eingangsseitig. Ein Unterverteiler für eine elektrische Widerstandsheizung mit an die 30 Schraubsicherungen. Ein weiterer Unterverteiler für 15 Wärmegeräte und ein letzter Unterverteiler mit 15 Automaten. Kein ÜSS oder FI drin. Aber jede Menge Schütze, Relais, 3 phasige Drehschalter und und und. Museumsstück sozusagen. Wenn man den mit den aktuellen VDE Vorgaben vergleicht, dann ist da schon was dran zu tun. Aber er ist riesengroß und man kann theoretisch eine Menge Zeugs einbauen. So groß, dass sogar ein ganzer Schrank da noch mit reinpassen würde. Man muss es eben nur wollen.
Morgen kommt übrigens einer vom Versorger, unabhängig davon. Der soll wieder mal den Zähler tauschen. Das hat wohl meine Anmeldung des 600VA Dings ausgelöst. Keine Ahnung warum, es ist ja schon seit einiger Zeit ein Zweirichtungszähler drin, jetzt wollen die hyperaktiven Leute vom VNB den nochmal tauschen. Naja, soll der sich sein Fleißkärtchen verdienen, ich lass einfach mal machen. Hier kostet das nix, immerhin. Bei dir ist das ja anders @rasti.
Moin
Manchmal kann es hilfreich sein, die TAB (Technische Anschlussbingungen) seines Netzbertreibers zu kennen.
In meinem Fall (Avacon) ist für Erweiterung und Änderung, insofern es sonst keine Sicherheitsbedenken gibt, erforderlich:
-NH-Sicherungen im NAR (sprich: Netzanschlussraum unter dem Zähler, mit Sammelschienen)
-AAR mit mind 150mm (sprich Anlagenseitiger Anschlussraum, oben über dem Zähler also mind. eine Hutschiene)
-laienbedienbare Trennvorrichtung (Hauptschalter alternativ SLS Schalter statt NH)
-Der AAR darf nicht als Stromkreisverteiler genutzt sein (spricht dort keine LS-Automaten u.s.w.)
Nachzulesen in der TAB-Nord hier z.B. der Avacon auf Seite 30/31 unter 7.4. und die Tabelle im Anhang-F aus Seite 46
https://www.avacon-netz.de/content/dam/revu-global/avacon-netz/documents/Energie_anschliessen/tab19/1911-Technischen%20Anschlussbedingungen%20TAB%20NS%20NORD%202019%20Ausgabe%202019.pdf
Meist ist die TAB anderer Betreiber sinngleich, und auch im Inet verfügbar.
Man kann damit aber auch sein Elli böße damit abschrecken, aber man muss sich auch nicht verar**** lassen, darum ist es gut die "Regeln" hierzu zumindest grob zu kennen.
Gruß Holger
Hallo,
Ich plane eine PV Anlage im Bereich von „Westfalen Weser Netz“.
Gibt es hier jemandem im Forum aus dem Einzugsgebiet, der Erfahrungen bei der Anmeldung teilen bzw. einen „willigen“ Elektriker empfehlen kann?
Gruß Mirco
Ich brauche auch einen Elektriker in OstWestfalenLippe
https://www.ostwestfalenlippe.de/region-ostwestfalenlippe/lage-geografie/#:~:text=OWL%20besteht%20aus%20der%20kreisfreien,%2C%20Minden%2C%20Detmold%20und%20Herford.
Melde Dich! Ich suche Dich!
:thumbup: ![]()
Ich habe mittlerweile einen Elektriker gefunden, der mich beim Umbau meiner Hausverteilung und der Anmeldung beim VNB unterstützen wird. Das geht nur, wenn man sich ordentlich Zeit nimmt und sich nicht gleich von den ersten Kontakten demotivieren lässt, siehe oben. Hier im Forum zu fragen, wird nichts bringen. Man muss halt mit einigen örtlichen Handwerkern reden, erklären, was man vorhat und natürlich auch darstellen, wo die Wertschöpfung des Elektrobetriebs liegt oder liegen könnte und wo nicht. Das habe ich telefonisch erledigt. Ja, manche haben von sich aus abgesagt, manchmal kam ich nicht mal an den Meister und wurde bereits auf Sekretärinnenebene "versorgt", wieder bei anderen hatte ich das Gefühl, die Dollarzeichen in den Augen des Meister durchs Telefon zu sehen, wieder andere hatten völlig andere Ansichten über so ein Projekt und es schien mir einfach technisch nicht kompatibel. Nun ja, die Liste zertifizierter Betriebe in meinem Umfeld ist lang und das Abarbeiten der Liste dann nur eine Frage von Zeit und Geduld.
Getroffen habe ich mich nur mit zwei weiteren seit meinem letzten Posting hier bei mir. Dabei wurde dann noch ein bisschen hin und her optimiert, weil die Ansichten zur Anlagenplanung und zur Wertschöpfung in Deckung gebracht werden müssen. Das war in meinem Falle aber auch gut und richtig, der Meister hatte schon noch die ein oder andere Idee, die Sicherheit meiner Anlage zu optimieren. Mit einem von den beiden habe ich das abgegebene Angebot in beide Richtungen nachverhandelt, also teurer und mehr sowie billiger und weniger und wir haben uns dann auf der in meinen Augen idealen Konfiguration getroffen.
Schwierig ist dabei aktuell die Zeitschiene ... alle Kontakte - auch die am Telefon schon - haben mir mehr oder weniger direkt mitgeteilt, dass sie eigentlich keine Zeit haben, die Auftragsbücher seien voll und wenn ich das in den nächsten Wochen bräuchte, sollte ich mir besser einen anderen Betrieb suchen. Der Aspekt Zeit ist mir aber tatsächlich nicht wirklich wichtig, einerseits läuft ein Teil des Geraffels ja bereits provisorisch und zum anderen ist es ja nicht so, dass ich bis dahin keinen Strom hätte. Daher habe ich bei "meinem" Elektriker akzeptiert, dass er voraussichtlich erst in 6 Wochen zur Arbeit schreitet. Bis dahin macht er aber schon mal die organisatorischen Dinge mit dem VNB klar und meldet alles an für mich.
Bingo.
ich habe das selbe Problem wie Mirco ? , jedoch im Großraum Straubing/Regensburg.
Kann jemand einen „willigen“ Elektriker empfehlen?!
Vielen Dank im Voraus.
VG,
Horst