plane, eine Doppelgarage mit PV zu belegen um unsere E-Fahrzeuge damit zu laden. das Problem ist, daß wir eine Garage ohne Netzanschluß haben, und diesen auch nicht legen wollen, da man diesen schlecht mitnehmen kann, wenn doch noch einmal umzieht:-) Das Laden in der Garage macht ein E-Auto einfach deutlich komfortabler, auch wenn es an öffentlicher Ladeinfrasteuktur auch so problemlos funktioniert.
Die Idee sieht im Moment so aus, das Dach mit möglichst viel Solar zu belegen - so viel wie vom Platz her möglich ist. Das wären entweder vier Reihen Standartmodule, z.B. trina Vertex ca470Wp in Südausrichtung, 3Module quer nebeneinander max 10grad aufgeständert um nicht die nächste Reihe zu verdecken. Alternative wären 2x4 große Module ca 2,40m x 1,30m in flacher Ost-West Aufständerung Rücken an Rücken mit ca 700w pro Modul. Also beides ergibt ca 5,5 kWp. Verschalten würde ich jeweils drei der 470w Panele parallel pro mppt bzw zwei 700w Panele parallel. Damit bleibt man in der Spezifikation des Stream mit max 60V / 32A pro mppt.
Als Speicher/Wechselrichter dachte ich an den neuen Ecoflow Stream 5000. An dem Gerät würde die Schukodose genutzt, die zwischen 2500 und 3000w abgeben kann. Eventuell direkt mit 5kwh Speichererweiterung. Der Ladestrom am Auto ist zwischen 5 und 13 A einstellbar und es würde der einfache Schuko Ladeziegel genutzt werden. Es ist eigentlich immer ein Auto tagsüber in der Garage, so daß immer direkt mit pv geladen werden könnte. Der vergrößerte Speicher würde nur der optimierung dienen.
Hat schon mal jemand ein solches Projekt realisiert? Habe ich irgendwelche Denkfehler, oder ist es generell als nicht sinnvoll anzusehen? Ob und wann sich das Ganze rechnet, ist erstmal zweitrangig.
Was macht der Ladeziegel wenn die Insel auf Grund einer fetten Wolke nicht mehr 5A bereitstellen kann? Unterbricht der dann konform die Ladung und beginnt bei blauem Himmel wieder von allein?
PV-Überschuss kann der Ziegel sicher nicht. Bei Wolke kommt der Strom halt aus dem Akku.
Vermutlich wird die Ecoflow ihre Steckdose abschalten, wenn der Akku leer ist, und wenn’s wieder PV-Strom gibt, wieder einschalten. Das kann dann bei wenig Sonne lustig ein- und aus schalten. Ob man das so konfigurieren kann, dass die erst wieder bei einem nutzbaren SOC einschaltet, wäre zu prüfen. Sonst wirds unschön.
Sehr gut, dann hat der Netzbetreiber da nichts mitzureden, es ist auch nach strenger Definition eine echte Insel und du hast praktisch Narrenfreiheit, was du da aufs Dach legst.
Ich überlege mir auch schon, jemandem in meiner Nachbarschaft mit ganz ähnlicher Konstellation eine solche PV-Lade-Insel "aufzuschwatzen".
Ein All-in-One-Gerät, mit dem das geht, könnte auch ein Bienesol CUBE 5200 sein, das Ding kost' nicht die Welt:
Es speichert 5,12 kWh, hat eine OffGrid-Steckdose mit 2500W, 4 MPP-Tracker und MC4-Anschlüsse für 8 Module. Deine angedachte 2x4 Konfiguration sollte da direkt anschließbar sein. Wird halt ein "Zopf" von 16 PV-Kabeln, der dann in die Garage führt.
Egal mit welchem Gerät: Du wirst im Anschlusskabel des Ladeziegels wohl PE und N brücken müssen, sonst beschwert sich der wahrscheinlich wegen Erdungsfehler. Im Inselnetz sind L und N ja erst mal floatend gegen GND.
Nee mit dem Ladeziegel hab ich Glück - der macht tatsächlich keine Prüfung der Erdung und zickt daher nicht.
Der Speicher/Wechselrichter, den ich plane, zu verwenden, hat 5000w maximale PV Eingangsleistung - von daher dürfte die PV Leistung auch vit nutzbar sein, wenn sie denn mal anliegt.
Nach 'strenger Definition' darf kein Netzanschluß auf dem Grundstück sein - das ist wohl aber nicht der Fall. Es sei denn, die Garage steht auf einem eigenen Flurstück im Kataster?
Würde mir da aber auch kein Kopf drum machen: galvanische Trennung vom Netz - da sollte niemand etwas dagegen haben können
Kleine Batterie zur Automatisierung und WLAN o.ä. wäre sicher nicht verkehrt - um jederzeit den Status einsehen zu können. Bei 5,5kWp kannst Du aber bei guter Sonne eher nur mit 4 - max. 5 kW rechnen, echte Ladeleistung dann eher um 4,5 kW. Im Schnitt werden das unter 2 kW sein...
Die Überlegung hatte ich im Urlaub auch für unsere 3 Garagen. Dächer voll machen und in der selbst genutzten das eigene E-Auto laden bzw. auch Strom für ein elektrisches Garagentor haben. Die vermieteten zwei gehen dabei erstmal leer aus.
Gibt es niemanden der die Idee bereits umgesetzt hat oder Ideen liefern kann?
Habe meine Insel zum Laden der Elektroautos mit 5 KWp sowie bestimmte Verbraucher über separate Leitung ohne Verbindung an den Netzbetreiber (weder direkt noch indirekt) wie folgt aufgebaut:
3,3 kWp auf dem Carport mittels Victron MPPT
1,7 kWp mittels Hoymiles HM mit OpenDTU auf dem Garagendach
48 V Akku
Victron MultiPlus-II 48/5000/70-50
Raspberry Pi für VenusOS
Ja, ob sich das lohnt ist etwas anderes. Ist aber Hobby, da will ich nicht rechnen.....
Im Sommer hat man mit 5 KWp häufig zu viel Solar. Wenn der Akku voll ist, regelt der MP2 bei AC über die Frequenz die Hoymiles ab. Die Victron MPPT kann VenusOS direkt abregeln. Wenn ich nicht will, dass abgeregelt wird, muss ich halt mehr mit dem Elektroauto fahren
Sollte ich mal schnell laden wollen, geht das am Haus mit 11 KW. Wird aber selten genutzt.
@wihz Lohnt sich das Ganze nach deinem Bauchgefühl? Also reicht es aus um das Auto zu laden? Mir ist hier der rein wirtschaftliche Aspekt auch relativ egal. Mir geht es darum, wenn man mal so lädt kommt da auch was rum? Pufferst du mit dem Akku zusätzlich stark zwischen?
Meine Garagen sind grundlegend mit dem Dach in Richtung Süden ausgerichtet, aber aufgrund von Bäumen auf der Ostseite (leider nicht fällbar ohne Genehmigung) ca. bis 12 Uhr mit großflächiger Teilverschattung. Danach habe ich bis Sonnenuntergang Sonne auf den Modulen. Da das Auto unter der Woche mit uns auf der Arbeit ist, blieben da eh nur die Abendstunden zum Direktladen übrig. Am Wochenende eben dauerhaft.
Laden sonst ist bei uns in der Firma direkt möglich, also ist die Überlegung eher Spielerei.
Ich würde das zuerst als Energie- und Leistungsbudget aufziehen, bevor man sich auf ein konkretes Gerät festlegt. Für den Ladeziegel müssen Dauerleistung und mögliche Anlauf-/Spitzenleistung des Wechselrichters mit etwas Reserve zusammenpassen; die Schuko-Steckdose ist dabei der begrenzende Pfad. Beim Speicher würde ich mit der nutzbaren, nicht der nominalen kWh rechnen und festlegen, wie viele kWh über Nacht tatsächlich ins Auto sollen.
Wichtig ist außerdem die Winterbilanz: 5–6 kWp können an guten Tagen direkt reichen, aber bei mehreren trüben Tagen sollte das Auto nicht die komplette Reserve leeren. Eine einfache Liste aus Grundlast, Ladeleistung, gewünschten Nacht-kWh, zulässigem Mindest-SOC und erwarteten PV-kWh im schlechtesten Monat macht die Entscheidung schnell sichtbar. Erdung, Schutz und die zulässige Ausführung der Außen-/Garageninstallation würde ich separat von einer Elektrofachkraft prüfen lassen.
Rein aus dem Bauch ein komplettes 5-7kWp/5kWh Setup nur um die Autos zu laden?
Das rechnet sich vorn und hinten nicht.
Im Winter bekommst Du die 5kWh nicht voll und selbst wenn die voll sind kannst Du mit 5kWh im Winter vielleicht 20-30km fahren.
Im Sommer bringst den Strom nicht weg..
Bei DIY Kosten von min 2000€ für Panels Aufständerung und Speicher kann man verdammt viele kWh bei Ionity laden.
Reine Spielerei - Bau das lieber ans Haus, dann kannst Du mehr von dem Strom nutzen.
Bei den kosten kannst Du dir vermutlich fast vom Versorger einen eigenen Anschluss an die Garage legen lassen und da ne 11kW Wallbox anschliessen - ggf mit dem Nachbarn teilen.