5-6kWp Insel auf Doppelgarage zum E-Auto laden

Lass' mal nachrechnen.

Nehmen wir an, der Themenersteller fährt 15.000 km im Jahr mit seinen Elektrofahrzeugen (ich lese im Eingangsposting den Plural, also werden es wohl mindestens 2 sein) und die brauchen so um die 15 kWh/100km. Dann wären das 2.250 kWh im Jahr. Nachdem eine Lademöglichkeit in der Garage bislang offensichtlich nicht gegeben ist, muss in freier Wildbahn an Ladesäulen geladen werden. Da kann man davon ausgehen, dass man die kWh im Mittel eher nicht für 30 Cent bekommt, sondern es eher in Richtung 40 Cent/kWh geht. Das wären dann 900€ im Jahr.
Wenn man grob annimmt, dass die Garagen-PV-Insel die Hälfte davon liefern kann (sie könnte übers Jahr, je nach Ausrichtung, durchaus 5.000 kWh abwerfen, aber davon muss viel abgeregelt werden, während insbesondere im Dezember auch mal längere Zeit fast nichts kommt), dann wären das 450€ Kostenersparnis im Jahr.

Bei angenommenen 2.000€ Anschaffungskosten wäre das eine Amortisationzeit von etwas über 4 Jahren.
Da würde ich jetzt nicht sagen, dass sich das nicht rechnet. Aber vielleicht kann der Themenersteller genauere Verbrauchsdaten liefern.

Wenn das Auto tagsüber in der Garage steht, kann es zwar geladen werden, aber wird nicht leer. Es ist also meist (fast) voll in der Garage. Von den theoretischen 5000kWh - die zu großen Teilen im Sommer anfallen wird also tagsüber maximal der Speicher nachgefüllt der sich durch eigententladung entleert.
Wenn das Auto also nichts nachts im Kuriereinsatz ist .. ne das rechnet sich nicht

Ich seh bei den all in ones das Problem, dass man zwar 5kW reinkriegt aber nur 2-2,5 raus. Will sagen, bei Sonne plus gleichzeitig 2kW laden ist das Ding in 2h voll

Einen Teil seiner Erträge könnte der TE in der Nacht aus dem Akku laden und am WE, unterstellt da steht das Auto auch mal tagsüber in der Garage, auch noch einige kWh nuckeln. Angenommen er zieht Mo-Fr. jede Nacht 4kWh aus dem Akku, dann sind das etwa 100km, dazu noch mal am WE noch mal je 10kWh wären weitere 100km. In Summe fast 10.000km im Jahr, gäbe es keine Urlaubsabwesenheiten. Realistisch dürfte das Ergebnis kleiner werden, ich tippe auf 800kWh, die an öffentlichen Ladesäulen, ALDI, Lidl, Kaufland etwa 240€ kosten würden.

Dann lass es, sofern das kostenlos ist oder günstiger als der Aufbau einer eigenen Insel.

Generell geht es mit einer Insel. Ob es sich lohnt oder nicht, muss jeder selbst berechnen. Kommt auf das Fahrprofil an und darauf, was man investieren muss.

Der Threaderesteller @chriss4 hat auch explizit geschrieben:

Ob und wann sich das Ganze rechnet, ist erstmal zweitrangig.

Das sehe ich auch so. Und dem Threadersteller habe ich geantwortet.

Ich bin auch vor 5 Jahren nicht auf Elektroauto umgestiegen, um zu sparen. Mittlerweile spare ich aber.......

Verstehe ich nicht. Man kriegt keine KW rein, sondern kWh in den Akku. Und man hat sicherlich keine 50% Verlust. Oder was meinst Du?

Das könnte, je nach Nutzungsprofil der Fahrzeuge, tatsächlich ein Engpass sein. Muss aber nicht unbedingt. Wenn man von 2,5 kW Ladeleistung ausgeht (Ladeziegel an Off-Grid-Ausgang des All-in-One-Speichers), dann bekommt man an einem sonnigen Junitag so um die 15 kWh, bestenfalls auch mal 20 kWh an einem Tag in den Auto-Akku. Moderne E-Autos haben aber größere Akkus, gerne auch mal 40 oder 60 kWh. Man kann also 2-3 Tage laden, bis der voll ist. Wenn der Themenersteller nun (mindestens) 2 Fahrzeuge hat, die abwechselnd geladen und gefahren werden können, dann hat man bessere Möglichkeiten, die auch wieder leerzufahren.
Aber ja, der Nutzen hängt schon empfindlich davon ab, zu welchen Tages- und Wochenzeiten die Autos in der Garage stehen und zu welchen sie gefahren werden.

Ja es sind zwei Autos, das eine fährt hauptsächlich lange Strecken, dies aber nicht mehr regelmäßig, das andere fährt an fast allen Tagen der Woche kurze Strecken und ist meist um 13Uhr wieder zuhause ind verbraucht so ca 400-500kwh pro Monat. Ab diesem Zeitpunkt lann es angesteckt und geladen werden. Vor 13Uhr wird entweder der Speicher geladen, welcher evt auch bis auf 10kwh ausgebaut wird, oder es hängt das andere Auto am Strom.

Es ist nicht das Ziel, die Autos regelmäßig voll zu bekommen.

Mit 10 gebrauchten 170W Modulen (80€) , Aufständerung aus vorhandenem Schrott , einem 100A 24V MPPT Laderegler (50€), Kabel, Stecker, Schrauben und Kleinkram (100€) 2 gebrauchten 100Ah Starterbatterien (15€), habe ich erst mal 2,4 kWh Puffer für die Wolken.

Mit einem 4kW Wechselrichter (100€) speise ich einen Ladeziegel, der auf 6A eingestellt ist (das ist lt. Definition das Minimum der Typ2 AC Schnittstelle = 1,35kW 100€). Die Elektrofachkraft ist im Haus vorhanden und arbeitet ehrenamtlich.

Das Auto ist ein chinesisch-rumänischer Kleinwagen mit einem 23kWh Akku und einem Verbrauch von ca. 12kWh/100km, der nur für Kurzstrecken geeignet ist und deshalb nur ca. 5000km im Jahr fährt (ca.600kWh).

9 Monate im Jahr kommt mehr als 90% aus der Sonne. Im Winter wird mit dem gleichen Ladeziegel mit 6A am Haus manchmal für 33ct/kWh nachgeladen, wenn die Sonne nicht reicht. Auch da ist noch ca. 50% aus Überschuss.

Gesteuert wird das Ganze vom Auto selbst (wenn voll) und vom Wechselrichter (wenn Akku leer und keine Sonne). Das Einschalten muss meistens manuell erfolgen, weil das dumme kleine Auto gern einschläft wenn es keinen Strom bekommt.

Wow, das muss eine ordentliche Fahrleistung sein. Wenn man von 15 kWh/100km ausgeht, sind das ja dann 400 kWh / (15 kWh / 100 km) = 2666 km im Monat, oder rund 32.000 km im Jahr.

Wie hoch ist dein mittlerer Ladestrompreis in "freier Wildbahn"? Kommen die oben angenommenen 40 Cent/kWh ungefähr hin?

Unter diesen Bedingungen gehe ich davon aus, dass sich die Insel-PV durchaus amortisieren wird.

Die Preise schwanken immer ein bißchen, im Moment liegt der Preis bei 38ct, ich habe aber auch schon über 50 gesehen.

Es geht auch ein wenig um den Umstand, nicht immer öffentlich laden zu müssen, sondern einfach anzustecken und wieder einen Teil des Verbrauchten Stromes ausgleichen zu können. Das ist Bequemlichkeit.

Eine Weitere Überlegung ist eben auch, daß Du den Netzanschluß, den Du sicherlich legen lassen könntest, nicht mitnehmen kannst, wenn Du nochmal umziehen solltest. Von einer gewissen Unabhängigkeit mal ganz zu schweigen.