4S 280Ah tiefentladen

Hallo zusammen,
so bislang erstmal mit den guten alten Gel Batterien gereist. Jetzt geht es aber hier nochmal weiter.

Die entladenen Zellen hatten einen ordentlichen Bauch und werden nun entsorgt.

Eine Lösung für das Entladen ohne Verbraucher innerhalb von 5 Monaten ist ungeklärt. Wenn ich das hier mal zusammenfasse, dann kann eigentlich nur das BMS defekt sein. Der Akku und das BMS hat aber das gemacht, was er soll. Klimaanlage, Fön war alles kein Problem. Im Betrieb hat er sich auch nicht ungewöhnlich schnell entladen.

Meine BMS Einstellungen waren suboptimal (auch wenn das nicht die Ursache sein kann). Hier würde ich mich über Input zur Optimierung freuen. Außerdem auch noch ein Foto von den Anschlüssen.

Viele Grüße und vielen Dank

Hendrik

Ich würde jetz mal mit geringem Strom auf etwa 3 V hochfahren, geringer Energie Inhalt, dann den Balancer wenn geht dort arbeiten lassen bis alles ausgeglichen ist. Alles, auch Balancer, abhängen und stehen lassen. Beobachten wie schnell welche Zellen einbrechen, Selbstentladung. Jetz hat man leider keinen richtigen Anhaltspunkt wie hoch die Selbstentladung ist. Bei 3 V dürfte sich aber normal noch nichts tun.

Nächster Schritt über einen Widerstand oder einstellbare Konstantstromquelle, und Fixspannung , es reicht ein stabilisiertes 14 oder 15 V Steckernetzteil mit 1 A, einen kleinen Strom dauerhaft einspeisen, Anfangs vielleicht 100 mA?, beobachten ob die Spannung über Minuten Stunden oder Tage steigt oder sinkt und dann grob den Strom näherungsweise korrigieren, anfangs große Schritte, verdoppeln oder halbieren, irgendwo gibt es kaum mehr Änderung. Ein hoch auflösendes Multimeter ist von Vorteil da man schneller die Tendenz sieht.

Bei etwas niederer Spannung (2,8 V) sieht man auch eher ein schnelles Ergebnis.

So kennt man die Selbstentladung bei dieser Spannung. Dann entscheiden harmlos oder bedenklich.

Dabei auch jede Zelle beobachten und Spannung zu Strom notieren, die können sich völlig unterschiedlich verhalten.

  • Einfacher mit Labor Netzteil

Hat man ein langzeit stabiles Labor Netzgerät zur Verfügung, (digital, da sich Drehknöpfe immer wieder verstellen können), dann geht es einfacher.

Beim 280 Ah Klotz dürfte die interne Strom Anzeige des Netzgerätes völlig reichen.

Spannung des Netzgerätes (12V) soweit angleichen bis nur mehr mA in den Akku fließen. Stehen lassen, der Strom wird nun langsam ansteigen. So stehen lassen, Stunden, oder einen Tag, ändert er sich fast nicht mehr so war es das und wir kennen diesen Entladestrom. Bei Abweichung der Spannung in den einzelnen Zellen kann man die Prozedur in dem Fall für jede Zelle einzeln wiederholen.

So würde ich es machen.

Ps: Temperaturänderung, Sonne usw, vermeiden.

Und das ist jetzt keine Anleitung zum erneuten Vollladen , einzig eine schwache Teil Ladung mit niedrigem Strom zur Ermittlung des Leckstromes . Jeder muß hier selbst entscheiden was er mit dem Block weiter macht.

Den Innenwiderstand könnte man bei 12 V jetzt mit einer Auto Halogen Lampe auch noch grob abschätzen. Die benötigt um 4 A relativ selbst stabilisierend. Genau genug oder messen. Damit einfach den Spannungseinbruch messen.

R = delta U/ I

Danke für die Anregung. Kann noch jemand was zu den BMS Einstellungen sagen? Am Anfang des Threads gab es Vorschläge / Korrekturen, die dann aber bei weiteren Postings direkt wieder bestritten wurden.

Ich habe den Akku am Montag mit neuen Zellen neu aufgebaut. Da lag die Zellspannung eng beieinander (0,01v) siehe mein vorletzter Post.

Dann das Bms abgeklemmt und keine Verbraucher angeschlossen. Heute, Sa 29. lag die Differenz bei 0,328v und Zelle 1, obwohl eine komplett neue Zelle (alle 4) verbaut ist und nichts angeschlossen war (siehe Screenshot).

Ideen?

Unmöglich.

Wie klemmst du denn das BMS ab?

Update.

Die Zelle hat in 5 Tagen, sagen wir, 200 Ah verloren. Pro Tag also 60 Ah. Pro Stunde also 2,5 Ah. Das ist ein Strom von 2,5 A.

Den findest du mit jeder Stromzange.

Wie soll der Balancer Strom sein?

Hallo,

ich ziehe den Stecker am BMS ab. Dann ist der Akku einfach nur noch in Reihe geschaltet und sonst ist nichts weiter angeschlossen. Ich habe leider keine Stromzange. Komme aber auf das Ergebnis, dass das BMS im Eimer oder falsch angeschlossen sein muss. Für letzteres fehlt mir die Erklärung da ich das eigentlich nach Schema gemacht habe.

BMS getrennt nach 24 Stunden:

Ausgangslage:

Spannung Gesamt 13,5 V
Zelle 1 3,145V

Nach 24 Stunden:

Spannung Gesamt 13,5 V
Zelle 1 3,142V

BMS angeschlossen:

Ausgangslage:

Spannung Gesamt 13,6 V
Zelle 1 3,171V

Nach 2 Stunden:

Spannung Gesamt 13,5 V
Zelle 1 3,145V

Die Zellendifferenz liegt immer so um die 0,329 V

Bleiben die 3,145V etwa stehen, also über Tage und sinken nur etwa gleich wie die anden oder fällt die Spannung deutlich schneller. Etwas schneller sinkt sie durchaus da die Kennlinie hier bereits zu fallen anfängt.

Als erstes scheint es daß die Zelle nur nicht voll aufgeladen wurde. Dann könnte das BMS durchaus einen Fehler haben, z.B. bei dieser Zelle dauerhaft leitend. Dann könnte man einen Widerstand 1Ohm ÷, in diese Leitung einfügen und kontrollieren ob eine kleine Spannung dran abfällt.

Hast Du eine Möglichkeit diese Zelle einzeln nachzuladen? Aber erst nachdem das mit der Selbstentladung geprüft wurde und keine Auffälligkeiten erscheinen. Gibt sonst so Mini Netzteil Regler bis 4 oder 5 A ,ab etwa 20€, die extra Stromvervorgung 12- 30 V (z.B. Laptop) erfordern .

@henno

Moin, misst du die Spannungen selbst, oder schaust du, was das BMS sagt ?

Wird da irgend was warm ? BMS, Messleitung vom BSM ? 2,5A über 5 Tage über die 0.25mm2 (geschätzt) Messleitung, sollte die Handwarm sein...

bin auf die Lösung des Rätzels gespannt :wink:

Gruß Dino

Hallo zusammen,
die Zeit und Motivation fehlte aber jetzt will ich das Ganze nochmal angehen. Der Akku stand mehrere Wochen in der Garage, BMS abgeklemmt. Die Zellspannung blieb unverändert.
Ich habe jetzt ein neues BMS angeklemmt.
Das Problem bleibt gleich. Es wird unendlich balanciert. Auch unter den eingegebenen Wert (hier 3,43V).


In der Skizze mein Anschluss Schema. Ich weiche aufgrund der besser passenden Anschlüsse vom "standard Schema" (hab ich unten rechts mal aufgemalt) ab. Meine aber das macht keinen Unterschied. Kann hier der Fehler liegen?
Viele Grüße
Henno

Keine Ahnung wo man hier ganze Beiträge Zitieren kann (Und eine Beitragsnummer mit Link finde ich auch nicht), aber deine Messung oben im Beitrag mit dem Multimeter von damals war auf jeden Fall schonmal falsch. Wollte ich damals schon schreiben ist aber in Vergessenheit geraten.

wie sind die Spannungen der einzelnen Zellen? Selbst gemessen (Multimeter) vs. dem was vom BMS angezeigt wird?