4500 € für Luft-Wasser Wärmepumpenprojekt in 50 Jahre Altbau >> DIY Hybrid Heizung "LG" mit Bestands Gas-Heizung

Habe ich mir auch damals überlegt, das Ergebnis war:

Das große Wasservolumen dient eben als ca. 180 l Puffer für die Gasheizung zur schnellen Nutzung bei Bedarf. Der ca,. 10 l Wärmetauscher Kreislauf an dem die WP hängt dient zum externen Aufheizen und der tauscht in der Schleife auch schnell die Wärme aus, wenn der 180l Puffer kalt und wie Wärme aufnehmen kanni.

Zusätzlich ist ja auch noch ein 2. Wärmetauscher auch mit 10l Schleife drin, die würde ich in der nächsten Ausbaustufe zum Vorwärmen des Brauchwassers nutzen (dann geheizt vom 180l Heizungswasser-Puffer

So gesehen halte ich 180l heißes Heizungswasser vor, um es für die Heizung zu nutzen. Umgekehrt würden nur mit den 10l als "Empfänger" der Wärmeübergang nicht so effektiv sein, da die Tauschzeit in der Durchströmung und das Volumen einfach zu klein ist.

Mit der beschrieben Variante läuft die WP so lange bis sie eben den die Puffertemperatur mit 180 l Volumen bis 45°C aufgeheizt hat.

Also nochmal als Zusammenfassung:

GAS (Rücklauf) an die den 180 l Puffer angeschlossen

WP an den 10 l Kreislauf Wärmetauscher

Nächste Ausbaustufe : Frischwasser an den 2. Wärmetauscher (das würde aber auch im umgekehrten Anschlussfall auch gehen, ist halt noch ein zusätzlicher Effekt)

============================================================================================================

WP ist momentan aus, da sie nur in der Heizperiode läuft - Frischwasser macht gerade eh die Solarthermie, die damals an die Gasheizung angeschlossen wurde

1 „Gefällt mir“

@robert-karl Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! :slight_smile:

@august Gerne, hab noch mal die Orthographie nachgebessert, war ja schrecklich was ich da getippt habe.

Übrigens gern auch noch mal hochscrollen, ist so auch nochmal in dem handgezeichneten Bild am Anfang zu sehen.

Hat sich inzwischen weiteres getan?

Gibt es weitere Infos/Erfahrungen?

Also ich bin Anfang Dezember bei genau einem Jahr Betriebszeit. Ich habe mir die Energieverbräuche aufgeschrieben

Ca. Verbrauch vor Gas&Strom PV und Vor WP: 22.000 kWh Gas, 6.000 kWh Strom

Mit den Umbau heize ich mit WP (1 Jahr alt) das Haus (noch nicht das Brauchwasser, die Ausbaustufe ist aber schon vorgesehen) und habe eine 7kWp Solaranlage ( ca 4 Jahre alt)

Mit dem Testjahr bin ich (von 11) auf 12 Monate hochgerechnet ( mit der Heiztabelle von Heizkostenabrechnern hochgerechnet, was für November 12% Jahresverbrauch bedeutet)

Gas 9.000 + Strom 2.700 (das bezieht sich auf die Zählermeldungen und nicht den erwirtschafteten Strom !)

Bedeutet, dass ich bei beiden Energieträgen bei ca. 45% Verbrauch liege.

Das ist für mich optimal, da es nach außen bei den Energieversorgern auch ein plausibler Verbrauch ist und zu keiner Nachfrage zu meiner Eigen-Installation kommt.

Auf die Weise verbrauche ich auch sinnvoll meinen erzeugten Strom

Soweit bin ich eigentlich glücklich mit den Energiereduzierungen von "Stromeigenverbrauch Geräte+Heizung" und einer verbleibenden Kostensituation von Strom & Gasreduzierung auf ca. 45%.

Als nächste Optimierung werde ich wohl die Warmwasseraufbereitung angehen, zusammen mit noch erstmal 6 Solarpanelen, evtl. mehr auf der Nordseite ( Süden ist schon ausgenutzt, auch die Garage), Balkon geht aktuell nicht.

1 „Gefällt mir“

Ich finde die Herangehensweise wie schon Anfang des Jahres geschrieben immer noch wenig sinnvoll, weil die Gesamtbetriebskosten vermutlich merklich geringer wären wenn du die Gastherme stilllegen würdest.

Nur für die Heizung? Oder dein gesamter Haushaltsstrom?

Wo kommt der hohe Wert her?

Was davon hast du denn nicht angemeldet, bzw "illegal" installiert?

Wieso denkst du, dass weniger als die Hälfte an Verbrauch nicht auffällt?

Ich werde bei mir auch frühestens im 5.Jahr ohne Laufzeit überhaupt andenken, die Gasheizung stillzulegen. Und auch das nur, wenn mindestens ein "kalter Winter" dabei war.

Auch wenn das für die Mieter in der Umstellzeit eventuell höhere Heizkosten bedeutet.

Naja, das mit den Betriebskosten ist mir klar, dass das in einer anderen Variante besser wäre, aber es war eben ein pragmatischer Ansatz die Installation von PV (vor 4 Jahren für 6500 €) und der WP+Speicher (vor einem Jahr für 5.000) für kleines Budget selbst zu machen und bei Problemen durch 2 mechanische 3-Weg Kugelhähne alles auf die alte Gas Installation zurückdrehen kann. Ist halt ein 100% Backup.

Ich bin kein Installateur, aber so habe ich die Gasthermen (Brennwertheizung) mit angeschlossener Solarthermie ( fährt 100% Warmwasser im Sommer) ohne Probleme und Eingriff (bis auf die 2 3-Weg Hähne zum umschalten) in Eigenregie selbst machen.

Wäre es ein Technik-Projekt geworden, hätte ich mir wahrscheinlich eine Gas-Hybrid Heizung evtl. von Bosch gekauft, aber das hätte ich einen Installateur gebraucht und der Aufwand mit Know-How und Technik wäre viel komplexer geworden.

So kann ich problemlos an meiner Heizung selbst optimieren, da sie recht einfach ist. Hat meinen Zweck erfüllt. Auch wenn sie die die maximale Optimierung ist, sie hat zumindest eine gute Einsparung geschaffen.

In der Installation habe ich ca. einen Eigenverbrauch von ca. 4000 kW PV-Strom zum Heizen (inkl. 2 extra Klimaanlagen, insbesondere zum Heizen, selten zum Kühlen) verbraucht, 2000 kW PV-Strom Elektrogeräte etc. und ca. 2700 zusätzlich an gekauften Strom (groß überschlagsmäßig)

Damit habe ich sicher nicht einen maximalen Optimierungsgrad, aber einen einfachen und pragmatischen Grad erreicht und in der Einsparung liege ich da ganz gut.

Mit 6000 kW "kostenlosen Strom" p.a. = 1800 € Einsparung an Strom hat die die PV Anlage nach 3½ Jahren amortisiert und die die PV ist in 2 3/4 Jahren dann auch durch

Mathematisch hat die PV die Amortisation jetzt erreicht und jetzt arbeite ich an der PV. In 3½ Jahren bekomme ich meine Heizkosten dann für den halben finanziellen Betriebsaufwand (vielleicht noch besser mit weiteren jetzt viel billigeren PV-Nordseite Panelen) in die wirkliche Phase "Betrieb für 45% Kosten" ... bis jetzt zahle ich die Investitionen ja noch ab und die sind schnell durch.

Besser als eine komplexe Installation für einige 10-tausende von Euro.... die sich dann über 10-15 Jahre amortisieren

Das war die Überlegung. Ich hoffe mit der Erfahrung des ersten Jahres PV und etwas mehr zeit kann ich da noch einige Nachoptimieren.

Im Moment macht halt Gas das Warmwasser und die Winter-Heizspitzen, wenn die PV halt nicht mehr so wirtschaftlich ist.

Das waren so die Überlegungen mit "pragmatisch" und "günstig & backup-sicher" realisierbar

@jay Naja die Hälfte ist noch mit geänderten Lebenssituationen ( z.B. Kinder ausgezogen) bzw. Rentensituation & Ausland (meine Frau ist nicht aus Deutschland) begründbar. Rechtlich/fachlich gesehen darf ich ans öffentliche Netz anschließen, auch wenn ich das nicht selbständig bzw. gewerblich mache.

@jay ich möchte da auch unbedingt ein paar Jahre Betriebs-Erfahrung inkl. Optimierung verstreichen lassen.

Bei mir kommt dazu, dass ich die Heizung für mehrere Meitparteien sicherstellen muss.

Wieso hast du bei WP noch Gas laufen?

Die 2700 kWh Strom sind der Verbrauch der Wärmepumpe hochgerechnet? Du rechnest also rein zum Heizen mit 9000 kWh Gas + 2700 kWh Strom im Jahr? Und früher hast du mit 22.000 kWh Gas geheizt?

Das Hochrechnen funktioniert im Moment nur sehr ungenau, weil die Verbräuche im Oktober+November stark variieren von Jahr zu Jahr. Ich würde mal von +/- 30% ausgehen.

Beispiel bei uns mit Split-Klima:

Okt 2023: 13,5 kWh
Nov 2023: 102 kWh
Okt 2024: 26 kWh
Nov 2024: 80 kWh (hochgerechnet)

Die Hochrechnung November ist schon sehr ungenau, weil man die Verbräuche bis heute nicht einfach linear hochrechnen kann, es wird ja typischerweise kälter in der zweiten Novemberhälfte.

Die Hochrechnung ist nicht linear, sondern basiert auf den Abrechnungstabellen der Heizkostenfirmen. Für November sind da 12% (linear wären es 8,3%) - ein 3 Wochen bin ich eh schlauer, da habe ich die genauen werde ( klar auch mit Jahresschwankungen)

Was ich vergessen hatte, wir haben Wandheizkörper (keine FBH) ich wollte noch die Gastherme weiterbetreiben, dass ich bei sehr kalten Außentemperaturen auch über die 40 °C (dann ja auch schon mit einer heftigen Spreizung von 45-50 K) noch höher heizen kann. Der Gasheizung ist die Spreizung egal, ob die bei 10°C auf 40 (30 K Spreizung) heizt oder auf 70 °C (60 K). Der Heizbedarf steigt linear (in dem Fall also das doppelte. Die WP heizt aber nicht linear, die hat statt dem doppelten Energiebedarf ca. den 3-fachen, wegen der großen Spreizung und dem dann unwirtschaftlichen Betriebsbereich.
Bei meinem Konzept fange ich das mit der Gasheizung ab, der ist der unwirtschaftliche Bereich der WP egal, die heizt linear weiter.

Mit der Gasheizung für die Spitzen halte ich die Spreizung bis max. in den mittleren Bereich. Dauerbetrieb läuft über die WP (OK, mach noch nicht so optimal abgestimmt sein, ist aber das erste Jahr mit der Erfahrung - Einsparen tut sie allemal gegenüber NUR Gas, auch hab ich den Strom kostenfrei)

Ja, davon bin ich ausgegangen. Nennt sich Gradtagzahlen. Mir ging es nur um die sehr großen jährlichen Schwankungen in der Übergangszeit. Ende Dezember kann man schon etwas genauer was zu sagen.

Ja, das macht Sinn. Wobei du langfristig schauen kannst, dass du grundsätzlich mit maximal 40-45 Grad auskommst. Also Heizkörper entsprechend anpassen. Dann ist Gas irgendwann überflüssig.

Ach ja, aktuell läuft auch noch in der Nicht-Sommer-Zeit das Warmwasser über Gas (das ist halt die ganze Verrohrung & Steuerung). Die 3 Monate im Sommer läuft Solarthermie. Das wäre ich wohl aber im nächsten Schritt auch noch umbauen.
Mein Anspruch war halt in einfachen Sicheren Schritten, nicht dass ich dann ohne vernünftig funktionierende Heizung dastehe.
Zu Beginn der 2. Dezemberwoche habe ich dann meine 365 Tage Messerfassung durch.

Im Forum Haustechnikdialog werden solche und ähnliche Anlagen seit Jahren auseinandergenommen, bewertet und verbessert.

Das Ergebnis ist nahezu immer KISS. Also "halte es einfach Dumkopf".

Also habe ich bei mir die LWWP (Geisha 5kW) ganz einfach mit 2 Wechslern Kugelventilen zu 5€ eingebunden.

Nun läuft die WP mit ausgezeichnetten Werten von September bis irgendwann Nov/Dez.
VL Temperatur nie über 35°, trotz nur 2lagiger Heizkörper an den Wänden. Natürlich nachgerüstet mit Eigenbau Lüfterleisten darunter für eine Verdoppelung der Heizleistung.

Wird die AZ zu schlecht, lege ich einfach die beiden Kugelventile um und starte die Gasheizung. Total easy und sowohl Strom als auch Gasverbrauch sind optimiert.

Im Jan/Feb/März wird dann wetterabhängig zurück auf WP geschaltet.

Es existieren keinerlei Speicher oder Regelungen außerhalb der Systemeigenen der beiden Anlagen.

Ich bin echt froh auf die Jungs aus dem dortigen Forum gehört zu haben. Eine WP zu optimieren macht sehr viel Arbeit und kostet viel Zeit. Also Parallelbetrieb mit Gas ist das praktisch nicht zufriedenstellend lösbar.

Hm, EFH und eher neu?
Einfach so, ohne Magnetitabscheider etc?
Läuft dann nur die Umwälzpumpe der WP?
Und der WT setzt sich nicht zu? Seit wann läuft das so?

... war zwar nicht an mich gestellt der Kommentar, ich habe das bei mir mit einem 200 l Puffer (Gas-Strang) mit Wärmetauscher (WP-Strang) gelöst, damit vermeide ich die Probleme und die Steuerungen von beiden Systemen können ohne Einschränkung & unabhängig so agieren wie sie wollen. Damit steuert jede Heizung ihre eigene Umwälzpumpe so an, wie sie es braucht

Ja, so ist es ja auch vernünftig.
Aber genau deshalb frage ich ja nach, weil in dem "ganz einfach" wesentliche Komponenten für eine längere Lebensdauer fehlen.