Ausgangssituation:
- 13 Jahre alte Buderus Gas Brennwert-Heizung mit 3 Solarthermie Panelen für Brauchwasser (läuft seit neuer Konfiguration 3 Monate quasi ohne Gasverbrauch im Sommer), was durch Installationsbetrieb vollkommen falsch eingestellt war, hat fast immer mit Gas das Wasser geheizt. Was so eingestellt, dass es immer schöne warm war, aber teuer mit Gas geheizt. Die Solar Thermiepanele waren in der Konfiguration vollkommen nutzlos.
- 2 Klimaanlagen (je 500 €) für Ausbau Dachgeschoss (einfach nach Bedarf für billiges Zuheizen & Kühlen genutzt) und Wohn-Wintergarten (5 Jahre alt)
- PV Projekt mit effektiv 7 kWp (20 Panele mit 8 auf Garagenflachdach & 12 auf Hausdach) 2½ Jahre alt (damals noch ca. 6500 €, heute nicht mal mehr die Hälfte)
- Mein Strom sollte sinnvoll für die Heizung nutzen, speziell in Herbst & Winter (gut Strom, effektive Betriebsbereich der Wärmepumpe, wegen kleinerer Spreizung)
- Keine Heizungseinschränkung bei kalten Tagen durch Gas-Heizung als extrem-Backup (ausserdem war das Entsorgen der 13 Jahre alten Brennwert Heizung viel zu schade und auch zu teuer, speziell wenn man für die Steuerung und Pumpen quase das gleich nochmal dann nachkauft)
- Umbau sollte zeitunkritisch sein (habe keine Fulltime-Zeit für das Projekt, Heizung darf nicht für Umbauten oder Änderungen ausfallen), soll problemlos in vielen kleinen Schritten machbar sein
- Geringe Projektkosten (waren final dann 4500 € für alles Material, meine überschaubare Arbeitszeit war dann aber kostenlos)
- Geringe Komplexität (bin E-Ingenieur, hab über das Physik-/Ingenieursverständnis keine Installattion Erfahrungen oder spezielles Werkzeug)
- Alles Energieprojekte 100% alleine (1-Mann) umgesetzbar, 0% Handwerkerunterstützung (nur Foren und Internet gelesen und halt handwerklich fit)
- Einbau eines 200 l Puffer mit 2 Wärmetauscher in den Heizwasser Rücklauf der Gasheizung, damit bekommt die Gasheizung immer 43 °C warmes Wasser über den 200l Puffer und muss nur noch die Differenz (falls nötig) nachheizen. Alle Pumpen und Steuerungen ( inkl. der Solarthermie) bleiben unverändert (minimale Komplexität bei Umbau, die Gasheizung heizt nun recht wenig und steuert/pumpt hauptsächlich).
- Luft-Wasser Wärmepumpe (9 KW LG Wärmepume aus Internet Angebot für 3200 €, wollte Markengerät, musst aber nicht umbedingt in den Tests etwas beser als die anderen sein) heizt nur über den Wärmetauscher des 200 l Puffertank der Gasheizung auf. Funktionsprinzip eigentlich wie ein Tauchsieder. Der Heizkreislauf der Wärmepumpe besteht eigenlich nur aus der Monoblock Wärmepumpe 2 Wasserleitungen ins Haus und den 200 l Puffer, der dann die Wärme an die Gas-Bestandsheizung an die Bestands Gas-Heizung und Kreislauf des Hauses abgibt + 2x2 Anschlussrohre
- Der Puffer ist dann für einen 2. Projektteil auch für eine Frischwasser Vorwärmung über den 2. Wärmetauscher schon vorgesehen.
- Änderung an der Gasheizung (also nur an dem Wasserkreislauf): Aufschneiden des Rücklaufrohres (es waren schon 2 Absperrventile drin) und Installation über 2 T-Ventile und den Rücklauf statt direkt in die Heizung über den 200 l Puffer umzuleiten (ist für Wartungsarbeiten immer wieder als original 100% Gasheizung umschaltbar)
- Elektroanschluss war als E-Ing. selbst machbar, wäre aber genauso ans Handwerker mit dem 1-phasigen Anschluss von der komplexität auch nciht schwieriger als jedes beliebige Elektrogerät gewesen (dennoch der Hinweis auf die Gefahr im Umgang mit Elektro !)
- 9 KW LG Wärmepumpe Monoblock 3200 €
- 200 l Puffer mit 2 Wärmetauschern (650 €)
- ca. 500 € Installationsmaterial aus dem Baumarkt & Internet
- insgesamt ca. 25 Stunden ( da es kummuliert ist nur geschätzt, da ist aber noch einiges Optimierungspotential drin, der das mit den Rohren schneller schafft und ggf. auch zu zweit macht)
Ich werde woh nochmal die Anleitung der LG Pumpe in Englisch lesen, da das lange und detaillierte deutsche Handbuch nicht gerade vom Technik-Profi sondern vom TEchnik-Wissenfreien Übersetzer geschrieben wurde, war zeitweise etwas lustig zu lesen.
Nutzen / Effizienz gegenüber Profi-Anlagen:
selbst wenn sie nicht so optimal laufen sollte
- Sie nutzt meinen kostenlosen PV Strom (insbesondere Herbst und Frühjahr). Bei Bedarf vergrößere ich ggf. meine PV Anlage noch, ist inzwischen ja super billig geworden.
- Sie war günstig, mit meiner (damals noch teureren) PV-Anlage und den 2 Klimaanlagen. Ich habe in meinem 50 Jahre altes Haus Gesamtkosten für ALLE ENERGIEPROJEKTE (PV+Heizung+Klima) von nur ca. 13.000 € (heute nur ca. 10.000) investiert, das amortisiert sich relativ schnell.
- Derzeit noch ohne Akku, aber inzwischen gibt es auch eine komplette Anlage mit 10kWp Panele mit 10 kWh Speicher für 6700 €), wäre evtl das passende Erweiterungsprojekt, je nach Strombedarf (evtl. auch e-Auto)
- Optimieren der Heizungsanalge kann ich bei der günstigen Anschaffung nach Lust und Laune. Sparen tut sie bei dem Preis allemale, auch wenn es etwas weniger effizient ist, der Invest war richtig günstig. Da brauche ich keine Fördermittel von Staat, dafür ist es einfach zu installieren gewesen
- Mein damaliger Verbrauch vor Aufrüstung: 22.000 kW (Gas-)Heizung, 5.000 kW Haushaltsstrom
Ich falle echt vom Glauben ab, wenn ich Kosten / Angebot über 45.000 € für Wärmepumpe, 25.000 € für PV, 4.000 € pro Klimaanlage lese und dafür das Geld vom Staat für (Kosten/Nutzen-seitig) unnütze Installation zahle. Man muss das Geld vom Staat nicht unnütz verbrennen. Da kommt man in Amortisationszeite, wo man schon in die mögliche Grenzen der Wirtschaflichkeit kommt.
Man muss sich halt Gedanken über die (Gesamt-)energetischen Aspekte der Installation machen und nicht nur vom Heizungsinstallation (der erstmal INSTALLATEUR von Rohren und Pumpen ist und nur ein paar zusätzliche Hersteller Schulungen zu Wärmepumpen hat) ein Vorschlag machen lassen, der ehr nur ein Konzept- und (Listenpreis) Materialliste vom Heizungshersteller kommt. Die Energetischen und kostentechnischen Überlegungen macht der sich (mit wenigen ausnahmen) defintiv nicht.
Da verdienen dann 2 Firmen mit 2x Provision und 2x Gewinnaufschlag und immense Installation-Arbeiten (wo vieles vieles vollkommen unnötig ist, wo man nur viel "Rohrverlegung" zahlt) .
... mitdenken + kümmern für den Betrieb muss man halt auch, selbst wenn man es extrem teuer installieren lässt. Wenn man sinnvoll plant, dann kann man gleich bei der Installation anfangen und dann spart man sich den riesen Kostenblock und weiss dann auch wie es zuhause mit "Heizen" läuft.
Wenn Fragen sind, einfach melden, wenn mehr Interesse ist schreib ich ggf. auch mehr Details zusammen