Hallo an alle. Die 3Phasen Multiplus Anlagen habe ja vielerlei Vorzüge. Aber ein kleines Problem ist ja möglicherweise etwas der Eigenverbrauch drei größerer Boliden. Im eigenen Objekt hab ich den Anwendungsfall hohe Last ein- und ausspeichern, wofür ich die Multiplusse haben möchte. Es gibt aber auch den Fall niedrige Last also die typischen 200 Watt Nachtverbrauch wofür so ein Dreiersetup eigentlich überdimensioniert ist.
Deshalb die Frage kann man es so einstellen, dass die Multiplusse erst ab sagen wir 500Watt Verbrauch anspringen und beim Nachverbrauch untätig bleiben? Weiß wer, wie der Eigenverbrauch sich verhält wenn die MP diese 200 Watt liefern versus wenn sie an sind, aber einstellungsbedingt nicht liefern?
Ich frage mich gerade, ob es evtl sinnvoll wäre zum Victron Setup noch einen steckerfertigen 5kWh AC-Speicher wie den Marsteck Venus E dazuzustellen, der nur diesen Miniverbrauch Nachts abdeckt. Einfach um den Eigenverbrauch der Multiplus einzusparen. Die Multiplus würden dann nur arbeiten wenn es hohe Lasten gibt, also Auto laden, kochen, waschen, einspeisen ect aber eben nicht nachts.
Für die Nulleinspeisung auf den 3 Phasen reicht das normalerweise aus (wegen der saldierenden Zähler des VNBs). Und um eine Notstromversorgung aufzubauen, kannst Du die wichtigen Verbraucher auf eine Phase auf AC-OUT schalten.
Ein Kollege macht es genau so. Hat die meisten Verbraucher auf eine Phase gelegt. Ist bei den meisten Haushalten auch kein Problem. In den meisten Ländern hat man so und so nur eine Phase.
Klar, kann man dann im Notstrom keinen 3-phasen Herd betreiben. Und Deine hohen Lasten (was das auch immer ist), hast Du bei einem Stromausfall nicht. Aber ohne Stromausfall schon.
Aber wie oft passiert das und wie wichtig ist das in diesem Fall?
Danke für deine Antwort. Nein ein 5000er reicht mir nicht. Ein Hochlastszenario ist definitiv vorhanden. Meine Frage ist wie man am Besten mit der Kombination von hohe Last/niedrige Last umgeht.
Meine Frage ist, ob es Sinn macht zu einer Anlage mit 3 großen Multiplus noch ein weiteres Gerät zu ergänzen. Sei es ein steckerfertiger BKW Speicher oder auch ein Multiplus 3000. Ziel der Übung wäre für den Zeit mit wenig Stromverbrauch (nachts 10h a 200Watt) weniger Verluste durch Eigenverbrauch oder Verluste durch niedrige Last zu haben.
Sinnvoll wäre sicher, wenn nachts zB 2 der 3 Multiplus abschalten würden. Aber hatte schon mal gelesen dass das nicht geht.
Ich frage mich halt was besser ist, dass 3 große Multiplus nachts 200 Watt liefern, oder dass diese im Standby “warten” und ein viertes Gerät 200 Watt liefert, welches wiederum tagsüber im standby ist.
Du hast jetzt 3 Multiplus und die verbrauchen dir zuviel. Weil deine Grundlast sehr gering ist, ist auch der Wirkungsgrad bei Nutzung des Akkus gering. Soweit richtig?
Die Lösung wäre alle Geräte, die nachts laufen auf eine Phase zu klemmen, vom Akku zu diesem Multiplus. Und bei PV-Nutzung und bei viel Last würden die 2 anderen anspringen. Andernfall sind die anderen beiden im Standby oder ausgeschaltet und verbrauchen daher nichts.
Falls das mit den Kisten geht! Da müssen nun Leute ran die den haben und kennen.
Also der Tagesertrag PV soll gespeichert werden da Solarspitzengesetz, dh wenn nicht gerade ein Auto lädt speichern der AC WR Überschüsse mit bis zu 20 kW Last. Abends auspeichern ins Netz der Überschüsse, ebenfalls bis zu 20 kW Last im Bereich bis zu 100kWh am Tag. Gelegentlich Auto laden, 5-20 kW Last an der 22 kW Wallbox. Bis zu 4 Fahrzeuge gesamt davon manche tagsüber, manche abends. Hausverbrauch kochen,waschen,glücklich sein 2-4kw Last wenn Haus gerade aktiv genutzt wird. Das alles ist das Hochlast Szenario. Dafür ist das 3phasige Multiplus Setup prima. Dieses ist auch schon beauftragt, Speicher steht schon in der Garage. Das wird so umgesetzt.
Jetzt halt nur mein Gedanke wegen der Nebenzeit, sprich 22-6 Uhr hat das Haus so 200-300Watt Dauerverbrauch und dafür ist das Multiplus Setup vermutlich nicht so toll durch den Eigenverbrauch. Bei 40 Watt pro Gerät plus Cerbo überschlagen wir mal 150 Watt Dauerleistung mal 24h mal 365 Tage sind 1300 Kwh im Jahr.
Jetzt halt meine Überlegungen wie damit umgehen ob man da noch was optimieren kann, indem man bei gringer Last das Setup im Standby hält.
Alle Nachtverbraucher auf eine Phase (danke für den Hinweis) hier wäre spannend zu wissen, wie der Verbrauch der Multiplusse so ist im Standby, Teillast ect um da konkrete Auswirkungen abzuschätzen.
Schulterzucken und glücklich sein
BKW Speicher in den Schuko stecken und den den Nachtverbrauch decken lassen, falls es deutlich Eigenverbrauch der Multiplus einspart.
Noch einen kleinen HV Speicher an einen der AC WR klemmen und diesen den Nachverbrauch managen lassen.
Ein kleineren Multiplus mit weniger Verbrauch ergänzen und den den Nachverbrauch managen lassen.
Ich denke 3 oder 4 könnte irgendwie Sinn machen, es fehlt mir dazu halt etwas an konkreten Zahlen. Aber Schritt für Schritt, aktuell warte ich noch auf grünes Licht vom Netzbetreiber für den Speicher.
PV habe ich aktuell knapp 18 kWp. Bis jetzt nur AC. Ich plane in den nächsten 24-36 Monaten aber Ausbau auf 30kWp, Zubau dann mit MPPT. Ich könnte bei Bedarf auch relativ problemlos als Zwischenschritt noch 6 kWp der jetzigen Anlage auf MPPT umrüsten. 12 kWp müssen aber fix an einem AC WR bleiben.
MP2 werden die 10.000er.
Speicher starte ich mit 64kWh. Damit halt erstmal sehen was überhaupt wie funktioniert, was Sinn macht, sich rechnet, HA Integration, evtl Direktvermarktung aktivieren, ect. Später würde ich dann bei Bedarf auf 120 oder 190kWh erweitern. Wer weiß was in 5 Jahren normal ist.
Meine Grundannahme ist, dass Überschusseinspeisung Mittags 0 Cent, zu Abends EEG 7 Cent oder Direktvermarktung X Cent genug Hebel ist, damit das Speichersystem ansich wirtschaftlich wird. Einzige Bedingung ist, Speicherverluste+Speicherkaufpreis müssen auf die kWh niedriger sein als 7 Cent. Deswegen war günstiger Niedervoltspeicher die Grundbedingung/Ausgangslage.
Edit:
Gerade noch in einem anderen Thema aufgeschnappt: “OpenDTUonBattery und Hoymiles WR.” Ein Microwechselrichter könnte eventuell auch eine Lösung sein um den Nachtverbrauch aus der Batterie möglichst verlustarm zu gestalten.
Also die Multiplus nur teilweise betreiben geht nicht; wenn als 3er System konfiguriert, dann sucht der Master die anderen beiden.
Die Idee eines einzelnen Geräts wurde ja schon genannt. Was noch gehen würde, wäre einen größeren MP II einphasig als ESS Nulleinspeisung zu betreiben und im Haus die Großverbraucher alle auf diese Phase zu klemmen
Wieso nicht einen Hoymiles hm-300 an den Akku, und den auf die Grundlast mit 200w festgenagelt laufen lassen? Den an nen Relais oder Shelly und einschalten wenn Multis aus…
Ich bau mir ja grad einen “virtuellen Stromzähler” im shelly (EM50, geht auch mit anderen) zusammen. shelly-EM / inverter power smooch: act_power -> js script -> websocket Das Gerüst kannst nehmen, um eventgesteuert (Leistung) die großen WR mit einem Datensatz zu steuern und mit anderem 1-3 HM400 oder so. Deren Grundverbrauch ist nur so 3-5W plus ne openDTU oB.
Nehmen wir mal einen extrem ungünstigen Fall an und lassen den Verbrauch von Alternativen (nur 1 MP / Hoymiles / Marstek / whatsoever) außen vor:
3x 50W Standby-Mehrverbrauch x 12 h in denen kein größerer Verbraucher benötigt wird) = 1,8 kWh / Tag
Das ist knapp mehr als 1x 4xx W Modul in Mitteldeutschland im Jahresschnitt pro Tag bringt… Und dazu der Aufwand? Wenn ich dazu noch die Anschaffungs- und Umrüstungskosten und den zusätzlichen Wartungsaufwand für jegliche andere Lösung sehe, würde ich das eher sehr entspannt sehen, lieber 1-2 Modul(e) mehr installieren und meinen Standbyverbrauch bei anderen Dingen minimieren.
Ist aber nur meine persönliche Meinung
ab März ist das Problem nicht da - aber in den dunklen Monaten kann es schon Sinn machen, bei rein DC-Kopplung die Multis abzuschalten bzw. Bei Ac Kopplung nur ab Sonnenaufgang anzuschalten, und ansonsten nur die Grundlast mit wenig Verlust sehr effektiv mit nem Microwechselrichter aus dem Akku zu holen - die Tage sind kurz und es ist lange dunkel.. Invest sind 100-150euro - das dürfte sich in kurzer Zeit rentieren…
Danke euch für den zusätzlichen Input. Aktuell warte ich immernoch auf Freigabe durch den Netzbetreiber. Werde dann erstmal mit dem System wie es ist spielen. Für später ein kleiner Microwechselrichter für den Nachtverbrauch klingt aber sympatisch. Mal schauen.
Ich habe diese Woche auch dieses Thema gedanklich durchgespielt und bin zu folgendem Schluss gekommen.
Die Ineffizienz des Dreiphasen MultiPlus Setup kommt zum einen vom schlechten Verhältnis von Verbrauch zu Standby der drei Geräte und zum anderen durch die sehr niedrige Effizienz die jeder MultiPlus bei DC AC Wandlung bis ca. 200W hat. Daraus ergibt sich bei meinem System etwa 150W AC Last und aus der Batterie werden aber um -300W gezogen, also 150W gehen flöten um Grundlast mit 3x MP2 5000 abzudecken
Die 150W zusätzlich sind nur wirklich im Zeitraum 22-06Uhr relevant, also etwa 8h pro Tag und somit max 1,2kwh pro Tag
Meine 18kwp Anlage liefert in ca. 2-3 Monaten zu wenig Strom um die Grundlast aus der Batterie samt Verlusten abzudecken. Somit sprechen wir hier über maximal 90 Tage a 1,2kwh vom Verlust. Also ca. 108kwh pro Jahr die man wirklich verliert und somit irgendwas um 35-40€ Mehrkosten pro Jahr.
Diese Mehrkosten lassen sich technisch auf jeden Fall reduzieren indem man eine Logik und extra Schaltung zwischen den cerbo und die drei Multis hängt (per SW geht nur abschalten, einschalten nur über Kontakt oder Schalter). Die Logik muss dann entweder die drei Multis ausschalten und stattdessen einen anderen WR bis 300W zuschalten ODER die Multis auf 1 phasig umprogrammieren, zwei ausschalten und einer soll nachts die Grundlast abdecken. Dabei nutzt man täglich bisschen die Relais der Multis ab welche auf ca 100k Zyklen ausgelegt sind. Dafür bringt man aber unnötig Komplexität ins System und das geht nur AC gekoppelt, also nicht wirklich über AC Out, außer mit extra Batteriewechselrichter wie lumentree oder hoymiles mit opendtu.
Jetzt die eigentliche Lösung: im Winter ist sowieso zu wenig PV Strom außer man baut die chinesische Mauer aus PV Modulen nach. Langfristig werden sich dynamische Stromtarife durchsetzen. Mit Victron DESS kann man jetzt schon dynamische Stromtarife nutzen um so im Winter nachts günstig seinen Batteriespeicher zu beladen und seine Grundlast zu decken.
Wenn man keine dynamischen Stromtarife nutzt und technisch das Maximum rausholen will dann muss man nachts die MultiPlus ausschalten und nur einen Batterie Wechselrichter laufen lassen. Dieser Batteriewechselrichter darf aber nur maximal 4,5 Jahre brauchen um sich zu amortisieren, somit also max 170€ kosten.
Man kann auch die ganzen 24/7 Geräte wie Router und switches direkt aus der Batterie mit stepdown converter betreiben (zB Meanwell DDR 120C, 91% Effizienz)
Wenn man wirklich viel Zeit und Lust hat... Gebrauchter hoymiles hms400 für 40€ mit precharge circuit und den direkt über cerbo Relais zuschalten und dann per dtu Plugin steuern. Hier steht der bastel Spaß im Vordergrund und weniger die 40€ Ersparnis pro Jahr.
Habe hier nur meine Gedanken zu dem Thema gepostet. Vielleicht hilft es oder inspiriert jemanden eine andere Sichtweise zu Posten. Problematisch ist das nicht.