Herr Schmitz hat das in seinen Videos erklärt. Es geht nicht um die Schuko-Steckdose, sondern es geht um die Leitung hinter der Steckdose.
Vereinfacht: Die Leitungen werden mit 16A abgesichert. Aber der LSS löst erst aus bei 16A x1,13 = 18,08A bei 24h oder 16A x 1,45 = 23,2A bei 1h.
Würde nun ein BKW dran hängen, dann fließt weiterhin aus dem Netz die 18,08A für 24h PLUS 3,48A vom BKW, und das bedeutet, die Leitung KÖNNTE mit 21,56A belastet werden für 24h ohne dass der LSS auslöst oder in einer Stunde mit 26,68A für 1h ohne dass er auslöst. Das ist aber zuviel. Und das liegt eben daran, dass die Steckdose des BKW sicherlich nicht einzeln im Sicherungskasten abgesichert ist. Falls also der Balkon eine Steckdose hat, und diese Steckdose hat eine Leitung, die direkt zum Sicherungskasten geht und dort einzeln mit 16A abgesichert ist, und an dieser Leitung ist sonst nichts angeschlossen, dann könnte man davon ausgehen, dass dieser Fall nie eintritt, also könnte man auch, wie du schreibst, 2000W oder mehr daran anschließen. Sofern dann an dieser Leitung nichts anderes angeschlossen wird.
Da das aber zu, ich würde behaupten 99% nicht der Fall ist, also die Balkonsteckdose an einem anderen Zimmer mit an der Leitung angeschlossen ist, müssen die bisherigen Richtlinien gelten. Und da auch bei den Leitungen immer vom schlimmsten Fall gerechnet wird, wird das auch hier getan und man kam auf 800W Dauerleistung und dazu +20% zur Modulleistung.
Das bedeutet, wenn dort nur eine 16A Sicherung WÄRE, und daran hängt nun eine 1,5mm² Leitung, und daran eine 16A Steckdose, DANN könnte man dort auch mehr als 800W anschließen.
Da das aber ein BKW ist, also eine VEREINFACHTE Lösung, muss diese Lösung für JEDE auf dem Balkon befindliche Steckdose gelten.
Also ja, theoretisch wenn das o.g. zutrifft, keine Abnahme an der Steckdose vorhanden ist, dann könnte auch mehr über das Kabel gehen. Das wäre wie eine eigene Leitung zum Wechselrichter, wie es auch bei normalen PV-Anlagen der Fall ist.