3-Phasen-Konzept; 3x800W "vereinfachte PV-Anlage" gegenüber BKW

Abgetrennt weil anderes Konzept zu vorhandenen BKW und daher eigenständiges Thema

Wo wir dann wieder genau da wären, was ich immer geschrieben habe.

Am Ende muss man sowieso einen Elektriker kommen lassen. Es wäre daher viel sinnvoller vom Elektroherdanschluss, der bei fast allen 5-polig mit mind. 1,5mm² anliegt, vermehrt mit 2,5mm², dafür genutzt würde. Der Herd ist eben NICHT 24/365 mit 16A belastet, die meisten haben auch “nur” um die 9KW im Maximum welches dann über 3 Phasen entnommen wird. So ist gewährleistet dass die Leitung nicht überlastet wird, weil gar kein Verbraucher dranhängt der 24/7 läuft, dann würde das BKW dafür sorgen, dass die Leistung aus dem Netz GESENKT wird, die Temperatur also sinken würde weil weniger aus dem Netz käme und ein Teil aus dem BKW.

UND man hätte den Vorteil, dass man direkt eine größere PV mit vielleicht 3x800W Einspeiselimit mit 6000W Modulleistung anschließen KÖNNTE, wodurch man mit solchen Anlagen die Grundlast und die Nachtlast stemmen könnte. Die Grundlast wird in einem normalen Haus über alle 3 Phasen verteilt und weniger nur über eine. Da könnten eben private Haushalte mit einem Akku dran die Akkuspeichermenge signifikant erhöhen. Könnte ich mir ebenfalls vorstellen, wenn es Akkus gäbe die ein Standard-Küchenschrank-Maß hätten. Dann müsste der Akku mit dem WR kommunizieren und HV wäre wohl klüger.

2 „Gefällt mir“

Dezentrale, klimaneutrale, Energieeigenproduktion ist Gift für die Netzbetreiber (deren Investment) und Kumpanen (Energiegroßkonzerne). Ergo: Machen! :innocent: (BKW, am besten mit Batterie)

Alternative: Konsumieren, koste es was es wolle (am Ende das Leben, insbesondere das anderer?). Das freut die (meisten der) Energiebranche. :wink:

Und denk dran: Kondens- oder Abluftrockner sind Todesmaschinen (Leistung um die 2.000W, vermutlich länger als 1 Std.) Das Gleiche gilt für die Notladeziegel für Elektroautos (Schukostecker, bis zu 16 A, 10 Std. lang oder länger). Seltsam, das ich das hier erwähnen muss.

Der Gedanke ist klasse. Deine Erläuterungen gut nachvollziehbar. Wie könne eine neue Anschlussdose für den Herd aussehen, an die man auch BKW mit z.B. 3 x 800 W anschließen kann?
Hoffentlich kommt mal jemand auf die Idee.

So wie eine Herdanschlussdose. Gibts Baumarkt

Der Herd ist für Festanschluss und läuft normalerweise über einen 300mA FI.

3 steckdosen an 3 Phasen :grin:
(Nicht ganz ernst gemeint)

Nicht “man”. In dem Falle nicht mehr. Der Elektriker schließt das dann an, aber er darf. Dazu muss dann sichergestellt werden: Es gibt keine andere BKW oder PV-Anlage. Die Leitung wird einzig noch vom Herd/Backofen genutzt. Der Widerstand der Leitung ist i.o. Es wurde ein 3 oder 4-Poliger Leitungsschutz verbaut. DANN darf er eine 5-polige Leitung anschließen für ein 3x800W BKW. Das wäre so meine Idee. An das BKW am besten noch 48V Akkus. Sodass auch nie mehr als 3x800W anliegen kann, auch nicht mehr als 3x800W gezogen werden kann um z.B. den Akku zu laden.

Dann kann von mir aus draußen eine 5-Polige Anschlussdose, am besten aber ein kleiner Mini-Verteiler angebracht werden. Da ist dann sofort klar, wer da dran darf, und wer nicht. Das ist einem bei einer Herdanschlussdose auch klar. Wer jetzt was macht… tja nun. Wer sollte das kontrollieren?

Mit der Lösung wäre man aber auch gegenüber Vermietern etc. abgesichert.

PS: DIe Modulleistung ist dabei aber eigentlich vollkommen irrelevant! Selbst wenn jemand sich 50 x 400W dranhaut aus welchen Gründen auch immer würden nur 3x800W relevant sein.

1 „Gefällt mir“

Was wäre damit gewonnen? Um dann ein Kabel quer durch die Wohnung zu legen? BKW sind eher im Süden, Küchen eher nicht (Ausnahme Wohnküche).

BKW sollen ja gerade überall anschließbar sein, auch wenn die erreichten 800 VA/2000 Wp jetzt durch andere Auflagen wieder eingehegt werden sollen.

Um Sicherheit geht es da nicht. Ging es noch nie. Die Erhöhung auf 800 VA war der EU geschuldet, ohne Abhängigkeit der Leitungsdicke. Als wenn es in der EU keine Sonderwege der Mitgliedsstaaten gäbe. Nun rudert man zurück. Oder von vornherein so geplant. Die Änderung auf 800 VA mit deren Bedingungen ist eindeutig eine Verschlechterung für die Meisten. Wer hat schon 800 W Grundlast? Waschmaschine aufheizen mit 200 W mehr? Heizen im Sommer (im Winter kommen von den 2000 Wp eh keine 800 W)?

Hat sich überhaupt mal jemand die Mühe gemacht auszuwerten, den Unterschied der Belastung der Leitungen über den Tagesverlauf bei 600 VA/~Wp, 800 VA/2000 Wp und 800 VA/960 Wp.

Nein, es geht m.M.n. um Einspeisung. Und um Bindung/Knebelung durch mehr Einschränkungen.

Als Mieterschutz könnte man Endstromkreise auf Balkon/Terrasse vorschreiben. Für Eigentümer läßt sich das nicht begründen.

Man bräuchte einfach eine neue Kategorie der vereinfachten Anmeldung: wer bestimmte Bedingungen erfüllt, z.B. Endstromkreis oder Drehstromdose, der kann auch 3 mal X anschließen. Und vor allem: Einspeisung auf jeder Phase auf ±0. Genauso wie bei Bezug in einigen Ländern: wer z.B. >u W über x Sekunden einspeist, wer >v W einspeist, oder ungenauer, aber einfacher, wer z.B. >10 kWh/a einspeist - jeweils anderer Tarif, andere Hardwareanforderungen. Durchzusetzen über Vertragsklauseln der Gebäude-/Brandversicherung. Vertragsrecht. Pseudofreiwilligkeit. Oder man hält die Bürokratie außen vor, baut seine Insel, macht was man glaubt selbst verantworten zu können. Ja, das ist dann kein BKW mehr.

1 „Gefällt mir“

Richtig. Ein BKW bleibt dann bei 800W und 960W Modulleistung. Wer aber mehr möchte ohne eine komplizierte Anmeldung und damit wiederum Kosten der macht einfach eine “vereinfachte PV-Anlage” mit 3x800W. Bei Eigentum ist es wie du schreibst völlig wurscht. Aber bei Mietwohnungen käme dann direkt wieder die Auflage, die Auflage etc. pp. Das hätte man mit dem von mir vorgeschlagenen nicht. Der Elektrimer muss sowieso kommen um das 5-Polige anzuschließen, da hat der ne Checkliste, da steht drauf was er dann testen muss, angemeldet werden muss ein BKW auch, also wird das Ding da angemeldet und fertig.

Die 3x800W gehen meiner Meinung nach IMMER weg, entweder bei sich oder bei Anderen. Es ist ein himmelweiter Unterschied ob man 10KW einspeist oder nur max. 2,4KW. Für alles Andere muss dann eben eine normale PV-Anlage angemeldet werden, Kosten ermittelt, ob das von der Leitung, Trafo etc. etc. geht.

Es nützt nur nichts wenn wir uns da gegenseitig an die Gurgel gehen was man nicht will und dergleichen. Alles bekannt. Hilft nicht weiter. Also mit Herrn Schmitz weiter knobeln was man erreichen KANN. Und wenn die Zähler alle saldierend wären, dann sind auch 2,4KW schonmal ein guter Schritt, dann speist man zwar mit 3 Phasen je 800W rein und die Waschmaschine benötigt kurzzeitig 2,4KW das wird dann aber einfach saldiert. Im Sommer könnten Akkus netzdienlich geladen/entladen werden, benötigt würde dann aber noch was kommunikatives über Funk zu den Wechselrichtern. Etc. pp.

Dass vieles nicht geht, weil “man” nicht will, wissen wir doch. Prügeln wir uns jeden Tag mit rum. Also eher die Frage: Was ginge? Was geht?

Die vereinfachten PV-Anlagen auf EFH/MFH haben auch den Vorteil, dass sie in Ballungsgebieten mit PV keinen Engpass erzeugen. Da kann das jeder auf sein Haus setzen ohne eine riesige Menge einzuspeisen. Also reicht die vorhandene (schlechte) Infrastruktur noch einmal länger als wenn es vermehrt Anlagen mit höherer Einspeiseleistung gibt, wegen derer dann evtl. teuer umgebaut werden muss.

1 „Gefällt mir“

Da ist ein Missverständnis.

Der Vorschlag ist nicht, die in der Küche für den herd liegende Anschlussdose zu benutzen, sondern am Ort des anschlusses den Schuko durch eine Herdanschlussdose zu ersetzen.

Ich schrieb 10 kWh/a, nicht 10 kW. Also praktisch null. Die Grenze müßte man ausloten, was durch Nulleinspeisung in der Praxis machbar ist.

Den Netzbetreiber hat nicht zu interessieren, was ich in mein Hausnetz einspeise - eine zusätzliche Belastung seines Netzes schon.

Da ein minimaler Stromfluss bei PV ins öffentliche Netz nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Gesetzgeber zu akzeptierende Höchstwerte zu definieren.

Genauso wie es keine stündliche Mindestabnahme von Strom gibt, so gibt es vertragsfrei auch keine Mindesteinspeisung. Wer einspeisen will, der handelt einen Vertrag mit den EVUs aus.

Sicher paßt das den vielen Unkontrolliert-Einspeisern nicht, die eigentlich nur ihre Überschüsse entsorgen - aber eine Nulleinspeisung ist mittlerweile weder Hexenwerk noch unrealisierbar. Kostet hat etwas, verringert die Amortisation.

Doch, genau so hatte ich das gedacht. Wer ein BKW benutzt der nutzt eine Schuko-Steckdose. Und wer mehr als BKW will, der darf ja argumentativ nicht, weil die Leitungen andernfalls mehr als 3,7KW + 0,8KW, also mit 4,5KW belastet werden könnten und der LSS das nicht merkt. Durch die Phase oder eher durch dieses Kabel darf nicht mehr als diese 4,5KW fließen.

Mit dem Herdanschluss sind fast alle Argumente, die Herr Schmitz in seinem Video brachte obsolet. Der Herd hat nie einen Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 und der läuft keine 24h, auch im schlimmsten Szenario nicht, und selbst wenn, da die Leitung nur für den Herd genutzt wird, weil auch einzeln abgesichert im Sicherungskasten, ich kenne nicht einen Herd mit 3x16A der auch genau jene 3x16A ziehen würde UND MEHR. Dafür müsste man schon 2 Herde anschließen und das würde kein Elektriker machen.

@jayha

“Den Netzbetreiber hat nicht zu interessieren, was ich in mein Hausnetz einspeise - eine zusätzliche Belastung seines Netzes schon.”

Den Netzbetreiber nicht. Aber wenn du Mieter bist schon. Und ganz viele Menschen sind nunmal Mieter. Das ist dann das Hausnetz. Eine Begrenzung in diesem Hausnetz ist schon sinnig. Wenn wir aber so ein klassisches Hochhaus nehmen ist die Wahrscheinlichkeit, dass, selbst wenn sie ALLE eine PV mit 3x800W hätten, gering, dass das in irgend einer Form auch 1:1 ins Netz eingespeist wird. Viel wahrscheinlicher ist, dass es im Haus selbst verbraten wird oder ins nächste Haus geht.

“Sicher paßt das den vielen Unkontrolliert-Einspeisern nicht, die eigentlich nur ihre Überschüsse entsorgen”

Wohin entsorgen? Wie geschrieben, nehm mal ein Hochhaus mit 36 Parteien, das ist einfach nur Schwund. Ich bezweifel dass da auch nur 1W eingespeist würde. In EFH/MFH schon eher. Aber wie geschrieben, wer viel will wird dann eben geprüft. 2,4KW sind fürs Netz Pipifax. Bei dem immensen Verbrauch verschwindet das einfach im nächsten Haus oder bei Geschäften in Städten oder…. oder…

Sehe ich nicht so. Was nützt eine Herdanschlussdose an einem Mittelstromkreis mit 1.5 mm^2. Ist sinnlos. Nein, es ging darum, die 2.5 mm^2 und deren Absicherung der normalen Herdanschlußdose zu nutzen.

Andernfalls könnte ich auch einphasig Wieland oder dreiphasig die CEE-Drehstromdose nutzen.

Dir Überschüsse würde ich gerne zu dem Preis nehmen :wink:

Die Nulleinspeisung hat eine Reaktionszeit. Es passiert durchaus, dass Deine
volle selbsterzeugte Energie ins Netz geht.(Das ist eine negative Belastung.) Und ich meine, dass darf den Netzbetreiber schon interessieren.

Ab wieviel interessiert ihn die Schieflast beim Verbraucher?

Ich denke vorher ist das nur "Rauschen" (auch beim einspeisen)

Wenn dich das Wort Hausnetz stört und du nun mit Hochhäusern kommst - entweder hat ein Hochhaus eine zentrale PV, dann aber auch sowas wie ein Mieterstrommodell, oder aber - was ich meine, ist das, was hinter dem Zähler ist, im Hochhaus dann die Wohnung. Nur das ist für BKW interessant. Abgesehen davon - welche Wohnung eines Hochhauses hat die Möglichkeit, 3 mal 800 VA mit entsprechenden Modulen an die Wand zu klatschen?

Das ist dann eh kein BKW mehr.

3 BKW (technisch)

Rechtlich kann es (bisher) nur eins geben.

Wenn du weitergelesen hättest - ich schrieb, daß der Gesetzgeber zu tolerierende jährliche Höchstgrenzen festlegen muss, um dem gerecht zu werden.

1 „Gefällt mir“