Ich kann nur empfehlen solch Verbindungen selbsthemmend herzustellen. Ich habe mich jetzt noch nicht genau mit den Übergangsflächen auseinandergesetzt da ich nur mit LiIon DIY 18650 gearbeitet habe. Demnächst will ich den ersten LFP mit 30-45kWh angehen, und ja, @voltmeter, mit einzelnen BMS und nur 16S1P, das zeigt mir auch dieser Beitrag wieder.
Bei den Asynchrongeneratoren und Motoren, an deren Konstruktion ich gearbeitet habe, haben wir viel mit Kupfer Flachmaterial für die Installation im Inneren und den Anschlußkästen gearbeitet (auch die anderen Synchronvarianten, etc aber das war nicht meine Abteilung). Basierend auf den alten Daten und Erfahrungen der Ingenieure gab es Tabellen und Formeln für die Auslegung von Übergangsflächen und Verschraubung nach Spannung und Strom. So wie ich die meisten Akkus an den Polen bei LFP Prismatisch sehe, ist die Schraube ein reines Sicherungselement und hat keinerlei Übertragungsrelevanz, was Konstruktiv auch richtig wäre.
Wichtig ist auch immer Schraubenlack oder zumindest einen guten Lackstift, damit markiert der Monteur zum einen alle angezogenen Schraubenverbindungen, damit keine übersehen/vergessen wird und ein sauberer Strich quer über den Schraubenkopf bis auf die Busbarfläche zeigt ein lösen der Schraube durch die Rotation, welche dann bei den geringen Drehmomenten hier vorgelegen hat, sichtbar an.
Grundsatz zum Drehmoment der Schrauben bei Auslegung. Jedes Drehmoment basiert auf der Annahme der fachgerechten Montage. In ganz wenigen Fällen, ich hatte nie welche, wird es auf Trockenes Montieren des Gewinde ausgelegt. Es wird immer auf eine Geschmierte Schraubverbindung ausgelegt. Schmiermittel sind hierbei Fett, Öl, Gewindekleber und gerne Spezialschmiermittel. Durch leichte, nicht sichtbare, Oberflächenveränderungen der Gewindeflanken kann eine unterschiedlich starke Gleitreibung entstehen und das wird mit Schmiermittel ausgeglichen/angeglichen.
Ein weiterer, oft gesehener Fehler beim anziehen mit Drehmoment, das drehen, kurzes nachsetzen und dann meldet der Drehmomentschlüssel schon das dass Drehmoment erreicht wurde. Das ist falsch, hier ist nur die Haftreibung zu stark, um wieder in die Gleitreibung zu kommen und überschreitet das gewünschte Moment bei der Gleitreibung. Richtig ist, drehen des Drehmomentschlüssel in einem Zug bis er auslöst. Sollte das mal nicht hinhauen, kann auch bei einer angegebenen Anzugsreihenfolge diese Schraubenverbindung wieder gelöst werden, um nochmal korrekt anzuziehen.
Jetzt können mehrere Mittel zum Sichern gewählt werden. Erstens wäre das Loctite als Gewindekleber, der ist aber für das Lösen und erneute anziehen etwas unpraktisch und mit Reinigungsaufwand verbunden.
Sicherungsmuttern mit Klemmteil, fällt nur bei Akkus zum Großteil wegen reiner Schraubenverbindung weg.
Sicherungsscheiben, hier ganz wichtig, die alten "Sicherungsringe" bei dem ein Federring zB. DIN 127 am Umfang einmal durchtrennt ist, sind in der Konstruktion nicht mehr zugelassen! Das Versagen durch den nicht mehr vollständig geschlossenen Ring ist wahrscheinlich. Die Chinesen packen die gerne bei, eine Verbindung ohne ist zig mal sicherer als mit. Hier habe ich gute Erfahrung mit den "Nordlock" Zahnscheiben gemacht, sind aber etwas teurer. Die günstige Variante ist Schnoor Sicherungsscheibe, gibts auch im Nachbau. Die Schnoor haben den Vorteil bei der Verbindung, das diese Sicherungsscheibe sich durch die Verzahnung erstens etwas in die Oberfläche eindrückt, haben wir gerne gehabt, da die Oberfläche der Strangkupferstäbe einen erhöhten Übergangswiderstand hat, an den Kontaktflächen waren die bei uns immer Feingefräst, nur ein zehntel mm, aber das reichte. Die Schraube ist aber nur sekundärer Übergang, als Sicherheit. Durch die Verzahnung definitiv kein Lösen mehr. Gibt es im Nachbau günstig für alle Größen von Gewinde.