25-29 kWp Solar + Speicher

Moin Leute,

wie Ihr dem Titel entnehmen könnt, plane ich auf meiner Doppelhaushälfte den Aufbau von ca 25-29kWp Solar welchen ich später (sobald ich das Geld wieder habe) auch um einen Speicher erweitern möchte. Als Module plane ich aktuell die "Trina Vertex S+ TSM-NEG9R.28 Link entfernt Bei dem Wechselrichter habe ich aktuell den "Growatt MID 30KTL3-XH 30kW Hybrid-Wechselrichter" ins Auge gefasst. Gerade wegen der 3 mppt Tracker mit je 2 Strings. Der Hybrid-Wechselrichter scheint auch günstiger zu sein als der normale Netz-Wechselrichter. Für denn Growatt scheine ich aber wohl auch einen zusätzlichen "SDM630CT-Modbus V3 Zähler" zu benötigen. Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit dem Wechselrichter und dem Zähler? Wie gut lässt sich der Wechselrichter später in ein 3 Phasen Victron MP2 System integrieren?

Denn Akku (1 oder 2 Packs 14,4kWh oder 28,8kWh) wollte ich an 3 Victron MP2 5000er anschließen wobei ich diese gerne zwischen Hausanschlusszähler und Hausverteilung geschaltet hätte um eine vollständige Ersatzstromversorgen des Hauses zu erhalten sollten doch mal die Lichter ausgehen. :sweat_smile: Mir wurde jetzt aber gesagt das ich ohne Einverständnis des Netzbetreibers dort überhaupt nichts anschliessen darf. Stimmt das? Welche anderen Anschlussmethoden hätte ich noch zur Auswahl um den selben Effekt zu erreichen?

Zur PV Aufteilung:

Ostseite: Dach 30° 12-13 Module 5,4-5,85kWp

Westseite: Dach 30° 12-13 Module 5,4-5,85kWp

Südseite: Dach 30° 18-20 Module 8,1-9kWp

Capott: Dach 0° 6 Module 2,7kWp

Capott: Südwand 90° 4-6 Module 1,8-2,7kWp

Südhauswand: 90° 4-6 Module 1,8-2,7kWp

Gesamt: 56 Module (25,2kWp) - 64 Module (28,8kWp)

Ich weiß zwar noch nicht wie viel Strom ich tatsächlich pro Jahr verbrauchen werde für alles (Hausstrom, Wärmepumpe, E-Auto) aber ich erhoffe mir auf Jahr gesehen so an knapp 80% Autarkie zu kommen und zumindest wirtschaftlich Autark zu sein. Mein Auto kann ich gerade im Winter auch Problemlos auf der Arbeit laden und wenn irgendwann auch mal V2H möglich ist kommt ein weiterer Akku dem Haus zugute.

Vielleicht könnt ihr mir ja noch einige offene Fragen beantworten oder sagen wo ich einen Denk-/Planungsfehler habe.

Vielen Dank

Zero

Moin,

ich bin gerade bei der Planung meiner Dach und Carpot Montage. Beim Carpot bin ich mir aber jetzt gerade nicht sicher ob das so halten würde wie ich mir das ursprünglich Gedacht habe.

Das Carpot Dach (vielleicht 5° Neigung nach Osten) ist mit Trapetzblech belegt. Dafür hatte ich mir jetzt Kurzschienen (400x90x30mm) und die dazugehörigen Schrauben (6,3*25mm) gekauft.

Jetzt habe ich die Schiene mal an das Dach gehalten und bin mir nicht sicher ob das überhaupt halten würde.

Das Dachblech selbst ist wohl nur etwa 1 vielleicht 2 mm Dick und durch die vorgebohrten Löcher bekomme ich nur insgesamt 4 Schrauben fest. Ich kann auch noch 4 weitere Schrauben außerhalb der vorgebohrten Löcher reinschrauben aber würde das halten wenn die Schrauben kaum "Futter" haben?

Welches Montagesystem kann ich denn jetzt für die Carpotwand nehmen? Wellblech auch ca 1-2 mm dick? Ursprünglich wollte ich dort auch die selben Kurzschienen wie fürs Dach nehmen, aber da bin ich mir gerade auch nicht mehr sicher wie gut das hält.

Vielleicht könnt Ihr mir da ja eben weiterhelfen.

Gruß

Zero

Alles über einen Wechselrichter würde ich nicht machen.

Da du von einer Erweiterung mit Victron MP2 sprichst, nehme ich mal an, dass du einen 48V DIY Akku betreiben willst.
Ich persönlich würde hier zu einem Deye 12k 48V Wechselrichter + Microwechselrichter raten.
Läuft auch erstmal ohne Akku.
Süd aufgeteilt auf 2x10 Module an Mppt 1 (bis 26A)
Ost/West zusammen auf Mppt 2 (13A)
Für die 90° Wände würde ich Deye M160 G4 + Deye M80 G4 nehmen, damit alles in einer App ist.
Wenn der Spitzenertrag nicht zwingend erreicht werden muss,
dann kannst du beim Carport auch jewseils ein Wand+ Dachmodul per Y zusammenklemmen ist aber dann eine Menge Verkabelung,
die sich evtl. finanziell nicht wirklich lohnt.
Mikrowechselrichter deshalb, da an deinen Wänden eine zufällige Beschattung durchaus zu erwarten ist.
Alternativ geht natürlich auch jeweils ein HM-2250-6T
Die Schienen auf deinem Blachdach mit 4 Schrauben wird halten wenn du die Schrauben nicht mit dem Akkuschrauber überdrehst.
An den Wänden würde ich mit Stockschrauben und Schienen arbeiten.

1 „Gefällt mir“

Deine Planung funktioniert mit einem Growatt nicht, da du dann mit der Leistung über dem Batteriewechselrichter liegst und somit die 1.0 Regel überschreitest.

https://www.victronenergy.com/live/ac_coupling:start

Das würde auch mit einem 12er Deye nicht gehen.

Ich würde das auf zwei Wechselrichter aufteilen, Somit kannst du mit bis zu 15KW PV an den AC-Out von den 3 5000er Multis, und den 2. Wechselrichter klemmst du an den AC-in von den Multis. Bei Netzausfall würde der WR am AC-In ausfallen, der WR am AC-Out würde weiter laufen. Bei Victron kannst du mehrere WR ins System einbinden, wenn sie Modbus kompatibel sind, kannst du sie ohne extra Zähler ins Monitoring bekommen. Sind sie nicht modbus kompatibel, dann geht das einfach mit einem Energymeter.

Alternativ könntest du den 2.WR durch einen Laderegler ersetzen, die den Speicher direkt laden. Wenn der Speicher voll ist, übernehmen die Multis und schieben den Überschuss ins Netz. Somit hättest du die volle PV Leistung auch im Notstromfall zur Verfügung.

Ob das Wellblech 1 oder 2mm Stärke hat macht schon einen enormen Unterschied in der Haltbarkeit. Ich denke 2mm ist sehr unwahrscheinlich, vermutlich eher 1 - 1,5mm max. Wenn die Schrauben richtig greifen wird das schon einiges aushalten, aber es hängt natürlich von der Windlast ab und wie windgeschützt die Ecke ist.

Ich denke, es macht Sinn auf beiden Seiten noch 1-2 zusätzliche Schrauben zu setzen.

Von der Dimensionierung ist die Anlage ja schon fast overkill für einen normalen Haushalt. EV und WP brauchen natürlich einiges und im Winter kann man nie genug haben, von daher, wenn der Platz reicht - alles gut. Und wenn man DIY macht, lohnt es sich auch. Warum großer Growatt und zusätzlich noch 3x MP 5000 ist mir jetzt nicht ganz klar - das wäre ja mehr Leistung als von PV je kommen kann? 30 + 15 kW WR gegen max. 30 kWp von PV? Die 30 kW werden wohl auch nur in 5% der Zeit überhaupt erreicht. Typischerweise dimensioniert man den WR 20-30% unter der max. Leistung der PV.

Distanzhülsen mit Dichtung und in der Sicke verschrauben. Oder halt Stockschrauben mit Dichtung.

Moin @zero95,

Wie hast du die String-Aufteilung am Growatt-WR geplant? Je Eingang an einem MPPT sollten üblicherweise gleiche Modulanzahl und Ausrichtung haben.
Pass bei deiner Dach-Südseite auf. Die Module besitzen eine Leerlaufspannung von 52,9V. Damit kannst du nur 18 Stk. in einen String packen um unter den 1000V Leerlaufspannung zu bleiben.

Denk dran ab 25kWp bekommt die Anlage nen Rundsteuerempfänger und kann vom Netzbetreiber abgeschaltet werden. Ob die das tun sei mal dahingestellt aber möglich wäre es.

Die Unterkonstruktion für dein Carport (und auch Dach/Fassade) darf, soweit ich das laienhaft sagen kann, nicht im Blech der Dachhaut verankert werden sondern muss durchgeschraubt in die Holz-/Metallkonstruktion des Carports werden.

Gruß

Dein Dachprofil ist gefühlt von der sehr günstigen Sorte, da ist der Lack eher dicker wie das Blech. Ich glaube nicht, dass du die PV am Dachprofil dauerhaft fest bekommst.

nicht in die Sicke, sondern obendrauf, Neopren Dichtungsband, breitkrempige Schraube, Kasosseriescheibe unten mit selbstsichernder Mutter.

Naja der Growatt ist inzwischen schon gekauft und Angeschlossen.

Die Hauswand werde ich wohl doch nicht belegen können. Habe nochmal nachgemessen würde da "nur" 2 Module quer dranbekommen und das lohnt sich dann nicht wirklich.

Das Carpot (Dach und Wand) sind im Sommer nie Beschattet und die werde ich wohl über 2 Laderegler anschließen

Okay werde das erstmal mit 4 Schrauben montieren und dann schau ich nochmal weiter vielleicht nutze ich aber doch insgesamt 8 Schrauben um doch sicher zu gehen. Wobei ich ja auf dem Dach keine große Windlast erwarten sollte {green}:pray:

@stromsparer99

Ja habe auch das Gefühl das die Konstruktion sehr "billig" ist. Also sollte ich doch besser so viele Schrauben wie es geht nutzen? Wobei ich ja bei der Ausrichtung (Flach ~5° Ost) nicht keine so große Windlast erwarten sollte (meiner Meinung nach, lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen)

Schau mal die die Bedienungsanleitung des Growatt. Bei mir steht es so drin (anderer Hersteller).

Kann aber auch sein das es trotzdem funktioniert.

So mal ein kleines Update.

Die Module auf dem Dach sind jetzt Montiert. Es sind je 12 Module Ost/West geworden und 16 auf der Südseite macht gesamt 18kWp auf dem Dach. Und ich habe jetzt auch festgestellt das meine Ursprüngliche Annahme mit der maximalen PV Leistung vom Dach (12-13kW) leider falsch war. Hatte schon mehr als 15kw auf dem WR gesehen... Was dann halt auch bedeutet das ich wegen der 1 zu 1 Regel 3x5000er vergessen kann.

Jetzt bin ich halt am Überlegen ob ich 3x8000 (3,2V x 16Zellen x 110A x 3 = 16896W) oder 3x10000 (3,2V x 16 Zellen x 140A x 3 = 21504W) nehmen soll. Für je 2 5000er pro Phase habe ich leider keinen Platz wobei das halt günstiger gewesen wäre als ein 10000er. Was würde eurer Meinung nach mehr Sinn machen? Bei 3 10000er könnte ich wahrscheinlich auch meine Carport PV direkt auf dem WR legen ohne mit der 1 zu 1 Probleme zu bekommen.

Bezüglich der Carport PV, die 2 x 6 450 Watt Module wollte ich ja jetzt über Laderegler auf der DC Seite anschließen. Ich habe mich mal an dem Victrontool versucht und wenn ich das richtig verstanden habe bräuchte ich 1 oder 2 SmartSolar MPPT RS 450/100-Tr. Kommt das hin ich dachte 2 der "kleineren Baugröße" reichen oder reichte der eine für beide "Strings"?

Als Module nutze ich die TSM-NEG9R.28 450 Watt Module von Trina Vertex.

Zero