ich habe ein noch nicht angemeldetes BKW mit 800Watt WR in Betrieb. Jetzt wollte ich mir mal die Anmeldung im MastR anschauen. Dort wird auf einem Button auf die geltenden gesetzlichen Limits für BKW (800/2000) hingewiesen. Die neue VDE Norm ist mir bekannt. Mein Plan war aber ursprünglich, 2000wp zu verbauen, bis dann im November 25 die neue Norm veröffentlicht wurde. Meint Ihr, ich sollte mal testweise die 2000wp anmelden und schauen was passiert? Oder lieber nur 960wp anmelden und den Rest illegal betreiben? Man kann im Anmeldeformular explizit angeben, wieviel Leistung welche Komponenten haben wird. Auch die Anmeldung eines Speichers kann da zumindest mit gemacht werden. Ist natürlich kein Aufruf zur Rechtsberatung, sondern zum Erfahrungsaustausch.
Vorgeschichte: Ich hatte geplant, im Winter 25 ein Balkonkraftwerk mit 2000wp und Speicher anzuschaffen. Kurz nachdem ich die 4 Module gekauft hatte, kam die neue VDE Norm im November 25. Installation erfolgt, nur der Vollständigkeit halber, an meinem Eigentum. Mein VNB ist Westnetz, auf deren Webseite wird man nur auf die VDE Norm verwiesen, mehr nicht.
plus nen Kasten Bier an eine Fachkraft die es Dir anklemmt. Offiziell und bezahlbar wird da kaum jemand für rausfahren. Auf mehr als 50% Peakleistung zu verzichten würde ich jedenfalls nicht.
Danke für deine Erfahrung. Mir stünden mehrere Fachkräfte zur Verfügung, welche auch zum genannten Lohn zu arbeiten bereit sind. Aber an welchem Punkt muss es offiziell werden? Ich las in einem anderen Forum davon, dass der VNB die Installation nach VDE Norm entsprechend belegt werden sollte. Also bei 2000wp. Wenn ich nichts belegen müsste, dann würde ich die Dose selber setzen oder es auch lassen. An einer sicheren Installation bin ich natürlich selber interessiert. Oder bin ich mit meinem privaten Eigentum, ein Einhorn weil sich immer alles auf Vermieter/Mieter und Schuko konzentriert. Ich finde so gut wie keine Erklärung, was diese VDE gerechte Installation sein soll und was ein Elektriker genau zu tun und zu belegen hat. Die Norm ist auch hinter der Paywall, sodass man nur schwer an die Primärquelle heran kommt.
Auch dir mein Dank! Bei der Anmeldung erfolgt (zumindest bei der Eingabe) keine Warnung o.ä., wenn man über 960wp angibt. Ich fürchte eben nur, dass nach einer etwaigen Ablehnung, meine Adresse verbrannt ist.
Warum lasse ich die Anmeldung nicht einfach? Ich vertraue meinen Nachbarn noch nicht genug und auch sonst beäuge ich jeden Westnetz Transporter mit Argusaugen, der bei mir in der Nachbarschaft rumfährt.
Ich verstehe an sich die Argumentation des VDE, dass bei 2000wp eine längere schädliche Belastung bei dauerhaften 800w der Leitungen MÖGLICH ist. Meine Leitungen sind leider nicht die neuesten und bei denen auch viel Pfusch zwischendrin zu sein scheint (hab das Haus geerbt). Aber meine Steuerung wird sowieso auf Nulleinspeisung hinauslaufen und mein Dauerverbrauch ist recht niedrig.
@Mittelhesse vielen Dank, ich war mir selber sicher, dass ich noch eine Stelle vergessen habe.
Der VNB hat mit der Art der Installation überhaupt nichts zu tun. Es geht ja beim Bkw gerade darum das es eine vereinfachte Anmeldung gibt.
Stecker rein glücklich sein,ist das Motto.
Du kannst dir eine Wielanddose oder dein bkw direkt anschließen lassen, wenn du jemanden kennst der das kann und darf.
Solltest du entgegen der VDE Empfehlung einen 800W wr mit 2000wp mit einem schukostecker anschließen, wird dein VNB das nicht erfahren.
Aber was hast du denn überhaupt?
800W WR und 2kWp? Oder ist das alles nur hypothetisch gefragt?
Im Einsatz: 800Watt Wechselrichter HM800, Steuerung per OpenDTU, 2x450Watt Ja Solar. An Schuko im Schuppen angeschlossen, Fassadenmontage Süd
Geplant: Erweiterung auf 4x450Watt Ja Solar (sind bereits gekauft), Upgrade auf Solakon ONE (oder ähnlich, Hauptsache lokale API)
Ich hatte die 4x450Watt auf blauen Dunst gekauft, kurz bevor die VDE mit der Norm rauskam im Nov25. Lieferung war für 4 genauso teuer wie für 2 Module.
ps: den Hoymiles hatte ich schon zu Zeiten gekauft, in denen ich noch nicht in dem Haus gewohnt habe. Den wollte ich zum Testen auch erst einmal einsetzen. Danach geht er zu den Eltern oder so.
Und genauso das verstehe ich nicht. Ob am Ende nun eine schuko Dose oder eine Wielanddose ist, ist für die Leitung völlig egal.
Wielanddose hat den Vorteil das der Berührungsschutz deutlich besser ist, da aber in beiden Fällen immer der gleiche WR am anderen Ende des Kabels ist, hat die panel Leistung darauf auch keinen Einfluß.
Eine Steckdose sollte in der Lage sein 800W ohne zeitlimit zu verkraften.
Das einzige was wirklich Sicherheit für die Installation bringt, Ist die Verwendung eines Endstromkreis.
Übrigens, mein ladeziegel fürs Auto mit 2kw kann ich auch an der schuko anstecken. Da fragt auch niemand nach Wielanddose oder ähnliches.
Die 800W WR Begrenzung an sich stelle ich nicht in Frage, warum das so ist und sinnvoll ist, wurde hier im forum auch schon mehrfach begründet.
Danke dir, hätte ich etwas präziser sein müssen. Die Dose meinte ich nicht, sondern wie du richtig bemerkst, die Sache mit dem Endstromkreis und auch dem möglichen späteren oder nichtauslösen der Sicherung. War nicht diese Sache bzgl. Stromkreis auch teil der neuen Norm?
Das wäre auch meine Praxisempfehlung. Schukosteckdose am BKW finde ich total unpraktisch. Ich verwende dort einen Trennschalter ähnlich sowas um nicht im Notfall einen Schukostecker unter voller Last ziehen zu müssen. Dazu kann man in so ein Gehäuse prima noch einen Shelly PM Mini unterbringen und verlässlichen IP Schutz hat sowas mit Kabelverschraubungen auch.
Insofern wird keiner Fragen, wenn Du nicht belegen kannst woher die Wielanddose stammt die du geerbt hast. Solche Fragen kommen erst im Schadensfall von der Versicherung. Und sowas vermeidet man durch gute/sichere Installationen eh besser.
Die Norm ist kein Gesetz. Ab 1kWp wird es empfohlen und da im Schadensfall der HickHack mit der Versicherung besser zu vermeiden ist, wählt man offiziell den sicheren Weg.
Im Altbau behaupte ich mal, ist die Welt nicht schwarz/weiß. Es gilt fachmännisch zu betrachten was real über den Stromkreis läuft. Ist der recht gut belegt und voll mit Klemmstellen etc. sollte man das wohl sehr kritisch sehen und vielleicht unterlassen. Hängt da aber eigentlich nix auf der Leitung dann wäre da vielleicht ein Weg, aber das sollte man genau betrachten da man letztlich enormes Risikopotential schafft.
Ich stimme voll zu, die Leitungen müssen sicher sein. Das würde hier zu weit führen, es sollte ja um den VNB und die Anmeldung gehen, aber nur als Nebenbemerkung: der Schuppen ist leider an einer Sicherung angeschlossen, welche auch die Küche (nicht den Herd und Spülmaschine) und ein Wohnzimmer versorgt. Ein neues Kabel legen wäre mit viel Buddeln verbunden (quer über den Hof). Wohl unvermeidbar. Die Leitungen scheinen alle mit genügendem Querschnitt versorgt zu sein, die Klemmstellen konnte ich nicht nicht in Augenschein nehmen.
Das die Norm kein Gesetz ist, ist mittlerweile zu Genüge Diskutiert. Meine “Furcht” gilt nicht einem Gesetz oder der Norm sondern ausschließlich dem VNB. Ich habe Berichte gelesen, bei denen eben dieser sich auf die VDE zurückzieht und die Anmeldung im Register blockiert bzw. ablehnt. Es sei denn, es werden die entsprechenden Nachweise geführt. Mein VNB Westnetz verweist explizit auf die geltende Norm, mehr nicht.
Bin ich mir nicht so sicher, ob sich das Trennen lässt.
Der VNB fordert eine Berücksichtigung der VDE Norm und diese letztlich einen technisch vernünftigen und sicheren Aufbau.
Das klingt eher nach einer Hausinstallation vor den 90er Jahren. Heißt hier sind wahrscheinlich auch noch Schraubklemmen an den Klemmstellen im Einsatz mit erhöhtem Risiko sich zu lockern und dann Brandquelle zu werden bei solchen Belastungen.
Um den VNB würde ich mir bei der Schilderung keinen Kopf machen, um die Leitung/Hauselektrik schon. Ist das gelöst, ist der VNB auch ohne jegliche Hürde zu überzeugen, falls es notwenig ist.
War da nicht irgendwas, dass ein SchuKo-Stecker mit zusätzlichen Schutzelementen auch normkonform ist? Hatten wir hier schon mal diskutiert. Es gibt tatsächlich Spezial-SchuKo-Stecker zu kaufen:
Nehmen wir mal an, alles ist normgerecht. Wie genau ist die Argumentation ggü. des VNB zu führen? Kennt jemand die Formulare, die ein Prüforgan beibringen müsste, damit die Anlage als unproblematisch erscheint.
Den Seplug kenne ich auch. Gibt es dazu ein „Kaufzertifikat“ das ich dem VNB vorlegen kann?
“melden Sie Ihre Anlage einfach im Marktstammregister an.” wo ist das Problem?
Dass deine Elektrik sicher sein muss is eh klar. Notfalls tausch den LS gegen 10A aus. Zwofuffzig für die Versicherung (Endstromkreis oder gleichwertiger Schutz).